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Thema: Insolvenz und Firmenwagen->Umwege

  1. #1
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    Standard Insolvenz und Firmenwagen->Umwege

    Hallo,

    ich habe das leidige Problem das ich einen Firmenwagen habe der nach der 1% Methode als geldwerter Vorteil auf das Pfändbare Gehalt angerechnet werden muss.

    Da ich erst seit Kurzem in der Insolvenz bin (1Woche), fehlt mir da noch etwas die Erfahrung.
    Ich hatte bei meinem AG nachgefragt ob ein Ausschluss der Privatnutzung (vertraglich) möglich ist und ich somit zwar auf die Privatnutzung verzichte(was bei mir ca. 15% der km ausmachen), leider tut sich mein AG schwer damit, da der Aufwand für Ihn größer ist.(ich führe trotzdem parallel ein Fahrtenbuch).

    Generell brauche ich den Firmenwagen aber da ich im Aussendienst tätig bin. Hinzu kommt das mein Nettoverdienst mit dem Geldwerten Vorteil an einigen Monaten über den Maximalgehalt liegen könnte (32xx,00 €) und ich dann doppelt bestraft "werden würde".

    Gibt es andere Möglichkeiten z.b. über einem Antrag beim Insolvenzgericht um den geldwerten Vorteil zu senken? Bzw. hat jemand Erfahrung mit diesem Problem und Tips? Ich könnte den konkreten Anteil per Fahrtenbuch nachweisen.

    VG
    Geschuldeter in der PI

  2. #2
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    Das ist rechtlich und praktisch weitgehend ungeklärt.
    Empfehlung: AG bescheinigt, dass er aus Prinzip nur 1% Regelung "macht". Er sollte auch bescheinigen, dass im Betrieb kein Arbeitsplatz vorgehalten wird und keine Fahrten zum Betrieb "privat" sind. Du zeigst dem Gericht mit Fahrtenbuch, dass kein privater Nutzen gezogen wird und bittest darum, dass der Sachbezug bei der Ermittlung des pfändbaren Nettoeinkommens nicht bzw nur mit 15% von 1% zu berücksichtigen ist. Danach mal hier/mir per mai berichten.

  3. #3
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    Der AG soll den Wagen wie einen normalen Firmenwagen führen für den auch generell ein Fahrtenbuch zu führen ist. Also das Auto ist nicht mehr "Dein" Firmenwagen sondern eine Firmenh*** .
    Entweder enden die Fahrten laut Fahrtenbuch immer am Firmengelände oder es müsste wie oben beschrieben nachwiesen , das am Betrieb kein Arbeitsplatz vorhanden ist und es somit keine privaten Fahrten vom Arbeitsplatz zur Wohnung gibt
    Alle Angaben ohne Gewähr.

    Bin auch nur Schuldner wie viele andere auch :-(

  4. #4
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    Es kommt auf die Art des Aussendienstes an.
    Wenn es sich um das regelmässige Aufsuchen eines festen Kundenstammes handelt dann kann es ab 2014 erhebliche Schwierigkeiten ( Stichwort: Neues Reisekostenrecht und 1. Tätigkeitsstätte) geben den Wagen als reinen Firmenwagen ohne Privatnutzung zu führen. Dann muss tatsächlich nachgewiesen werden dass der Wagen zum Feierabend wieder auf dem Firmengelände steht.
    Diesen Aufwand scheuen viele Arbeitgeber und gehen deswegen den Weg über die 1% - Regelung.

    Gruß
    Exberliner
    Lassen sich die Umstände nicht mehr ändern, dann sollte man die Einstellung zu Ihnen ändern.

    Wenn das Leben Dir Zitronen anbietet, frag nach Tequilla und Salz und ruf' mich an!

    Schuldnerzitat:"... teile ich mit, dass ich zur Abgabe der e.V. nicht erscheinen werde, denn ich besitze überhaupt nichts - nicht mal die Lust, den Termin wahrzunehmen."


    Im Übrigen ist dies keine Rechtsberatung im Sinne des § 1 RBerG, sondern nur das Mitteilen eigener leidvoller Erfahrungen.

  5. #5
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    Erstmal vielen Dank für die Antworten. Für Fahren von der Wohnung zur Arbeit soll der Wagen aber schon benutzt werden, da ich ansonsten 38 km jeden Tag H+R mit den Öffentlichen fahren müsste! - da sehe ich aber auch kein Problem drin, da ich ja den Weg von uns zur Arbeit separat versteuere, mit den 0,03 %*Listpreis*x KM. Was ich aber ausschließen möchte, sind die weiteren 1% vom Listpreis für die Privatnutzung. Meine Idee war das mir mein AG die Privatnutzung verbietet, aber die Nutzung für den h+R Weg zum Büro + reine Firmenfahrten erlaubt (aber die 0,03 % versteuere ich trotzdem und die würde auch das Pfändbare EK erhöhen, zumindest etwas).

    Kostentechnisch habe ich ca. folgende Geldwerten Vorteil:

    0,03% ca. 140 €
    1% ca. 330 € -->die möchte ich weghaben und dafür keine Privatfahrten mehr machen dürfen.

    SUMME: 470 €

    Senkung des Geldwerten Vorteils auf 140 € durch Ausschluss der Privatnutzung.

    Imker->Deinen Vorschlag werde ich mal aufgreifen.

  6. #6
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    Hallo an alle,

    ich stehe vor ähnlichem Problem - mir wurde ein Job im Außdendienst mit Firmenwagen angeboten. Nun kommt dann auch auf mich das Problem mit dem geltwerten Vorteil zu.

    Gut, verstanden habe ich, dass man die private Nutzung ausschließen kann, es somit ein allgemeiner Firmenwagen wird, wie ihn auch ein Monteur z.B. fährt, und ich dann keinen pfändbaren Vorteil erhalte. Hierzu muss dann aber, wenn ich es richtig verstanden habe, nach meiner Arbeitszeit das Fahrzeug wieder auf dem Firmengelände stehen. Nun wird es aber bei mir so sein, das ich zusätzlich ein Homeoffice für die Ausübung meines Jobs betreiben werde, da die Firmenzentrale zu weit weg ist. Gilt dann die Fahrt zu meinem Homeoffice (in meinem privaten Haushalt) als Firmenfahrt oder als private Fahrt?

    Konkret - darf der nicht privat genutzte Firmenwagen vor meinem Haus stehen weil sich dort mein Arbeitsplatz (Homeoffice) befindet?

  7. #7
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    Das darf er nur, wenn Dein Homeoffice als 1. Tätigkeitsstätte zählt (lt. neuem Reisekostenrecht). Das liest sich jedoch in Deinem Post nicht so und damit ist die Heimfahrt als privat anzusehen.

  8. #8
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    Erstmal danke für die schnelle Antwort.

    Was heißt 1. Tätigkeitsstätte genau? Wenn ich in der Hauptzentrale keinen Arbeitsplatz zugeordnet bekomme, da ich ausschließlich im Außendienst und im Homeoffice tätig bin, ist dann mein Homeoffice nicht die 1. Tätigkeitsstätte?

  9. #9
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    Ein häusliches Arbeitszimmer ist laut BMF niemals eine 1. Tätigkeitsstätte, da es keine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers ist.

  10. #10
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    Nachtrag:

    Schau mal hier: http://www.spesen-ratgeber.de/firmenwagen-versteuern/

    Vielleicht rechnet sich für Dich die Fahrtenbuch-Methode, falls Dein Arbeitgeber mitmacht?

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