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Thema: Schuldenvergleich in der Wohlverhaltensphase

  1. #1
    Sonnnenschein Gast

    Frage Schuldenvergleich in der Wohlverhaltensphase

    Hallo zusammen,

    kann man eigentlich auch einen Vergleich starten, wenn man sich schon in der Wohlverhaltensphase befindet?

    Kurz zur Vorgeschichte:

    Person A hat vor zwei Jahren Privatinsolvenz angemeldet, Gesamtschulden knapp 70.000 € auf Grund einer gescheiterten Selbstständigkeit.

    Seit kurzem befindet sich diese Person in der Wohlverhaltensphase, d.h. der Schlusstermin ist vorbei und es steht endgültig fest, dass der Hauptschuldner, eine Bank, die Forderung in Höhe von ca. 40.000 € nicht angemeldet hat.
    Diese Bank war vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens diejenige, die sich bei einem Vergleichsangebot komplett quer gestellt hat, obwohl damals 20.000 € von Person A angeboten wurden. Muss man nicht verstehen...

    Da sich die Schulden durch diese Nichtanmeldung natürlich erheblich reduziert haben und die Person A die Möglichkeit hat, von einem Dritten Geld zu bekommen, stellt sich nun die Frage, ob ein Vergleichsangebot an die anderen Gläubiger in der Wohlverhaltensphase

    1) rechtlich überhaupt möglich ist.
    2) Sinn macht.
    3) Wenn ja, mit welcher Quote man dran gehen sollte.

    Person A hat zwei Kinder (der Kleine ist 3 Jahre alt), arbeitet Teilzeit, liegt aber natürlich weit unter der Pfändungsschutzgrenze und das wird sich in nächster Zeit sicherlich auch nicht ändern, weil sie bei so kleinen Kindern ja erstmal auch Teilzeit weiterarbeitet.

    Ich hoffe, ihr könnt weiterhelfen und vielen herzlichen Dank schonmal!

    VG

  2. #2
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    Standard

    zu 1. ja
    zu 2. ja., weil...es z.B. früher vorbei ist mit dem SCHUFA-Eintrag und eine neue Wohnung leichter gefunden werden kann oderoderoder....
    zu 3. Versuch macht klug. Denk aber daran, dass für die vorzeitige Restschuldbefreiung auch die Verfahrenskosten (Gericht und Treuhänder/Insolvenzverwalter) gedeckt sein müssen. Da muss also von dem Betrag, der zur Verfügung steht, etwas zur Seite gelegt werden. Da ich vermute, das Person A in einer Regelinsolvenz ist, kann das einiges ausmachen. Sollte mal mit dem TH besprochen werden.
    Geändert von Klaus (07.11.2013 um 14:09 Uhr)

  3. #3
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    Lächeln

    Zitat Zitat von Sonnnenschein Beitrag anzeigen
    mit welcher Quote man dran gehen sollte.

    Person A hat zwei Kinder (der Kleine ist 3 Jahre alt), arbeitet Teilzeit, liegt aber natürlich weit unter der Pfändungsschutzgrenze und das wird sich in nächster Zeit sicherlich auch nicht ändern, weil sie bei so kleinen Kindern ja erstmal auch Teilzeit weiterarbeitet.
    Hallo Sonnenschein,

    welche Quote zustimmungsfaehig sein koennte, ist individuell sehr, sehr unterschiedlich. Da sind Faktoren wie Art des Glaeubigers, buchhalterische, steuerliche, versicherungstechnische, inkassotechnische Gesichtspunkte, Verhaeltnis/Einstellung des glaeubigerseitigen Entscheidungstraegers zum Schuldnern allgemein und zum betreffenden Schuldner individuell, Laune des glaeubigerseitigen Entscheidungstraegers etc relevant. Im Fall eines Schuldners, von dem waehrend des Insolvenzverfahrens kein Geld in die Masse fliesst, koennten unter sehr guenstigen Umstaenden Glaeubiger mit 10 oder 20 % zufrieden sein, waehrend unter sehr unguenstigen Umstaenden seitens der Glaeubiger keine Moeglichkeit bzw Bereitschaft fuer Forderungsverzicht besteht.
    Sincerely yours

    debtor


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