Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Unterhaltspflicht oder nicht oder doch ...

  1. #1
    Registriert seit
    01.01.1970
    Beiträge
    104

    Unglücklich Unterhaltspflicht oder nicht oder doch ...

    Hallo, miteinander
    Mein Klient ist Vater von zwei Kindern und geschieden. Sein Sohn lebt bei ihm und seine Tochter bei der Mutter der beiden Kinder. Die Eltern haben sich darauf geeinigt, sich gegenseitig keinen Kindesunterhalt zu überweisen, da im Prinzip immer nur der gleiche Betrag hin und her überwiesen würde (Mutter für Sohn an Vater und Vater für Tochter an Mutter).
    Der Mensch ist jetzt im Insolvenzverfahren, alles geht glatt, der Insolvenzverwalter berücksichtigt zwei Kinder. Nun will er aber Nachweise über den geflossenen Unterhalt. Logischerweise gibt es keinen solchen Nachweis. Ergebnis: der Treuhänder berücksichtigt nur noch ein Kind. Irgend wie scheint mir das nicht stimmig, allein mir fehlt außer der Logik die Argumentation. Kann mir jemand helfen?
    Gruß aus dem Nebel
    Rolf

  2. #2
    Registriert seit
    15.07.2004
    Beiträge
    313

    Standard

    Ich glaube, das Problem ist, dass nicht Vater und Mutter die Anspruchsberechtigten sind, sondern die Kinder.
    Ich hatte mir grade überlegt, ob man gegenseitige Aufrechnungserklärungen macht. Aber aus obigem Grund geht das wohl nicht.
    Denn der Vater ist dem bei der Mutter lebenden Kind unterhaltspflichtig und die Mutter dem beim Vater lebenden Kind.
    Also gibt es keine gegenseitigen Forderungen.
    Im Zweifel würden wirklich nur Hin- und Her- Überweisungen oder gegenseitige Bar-Quittungen helfen.
    mfg
    Bernd Merling

  3. #3
    Registriert seit
    01.01.1970
    Beiträge
    583

    Standard

    Hallo RoBe,
    das sollte sich praktisch lösen lassen.
    Klient gewährt dem bei sich lebendem abkömmling naturalunterhalt, das ist klar.
    Dem bei ihm nicht lebendem abkömmling gewährt er barunterhalt, der jedoch nur rein rechnerisch gewährt wird, da - ein seltener fall - mit dem barunterhalt, den die ex wiederum leisten müsste, aufgerechnet wird.
    Hier bedarf es m.E. nicht einer unsinnigen hin- und her- überweiserei.
    Wermutstropfen: hierbei ließe sich möglicherweise aber der - verrechnete - barunterhalt der ex als eigenes einkommen des UHB ansehen.
    Worauf sich einzustellen wäre: klient + 1 UHB plus der verrechneten unterhaltsleistung (würde dem § 850 c IV und entsprechender rechtsprechung folgen)
    mfg
    orlando

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •