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Thema: Wie mit Geldproblemen des Partners umgehen?

  1. #1
    Gast0104 Gast

    Standard Wie mit Geldproblemen des Partners umgehen?

    Hallo zusammen,
    ich brauch mal Rat. Ich bin neu hier, und habe mich eigendlich noch nie mit Schulden Problemen befasst, erst seit ich mit meinem Freund zusammen bin. (wir sind ca. 14 Monate zusammen, wohnen getrennt)
    Mein Freund hat ne Menge Schulden (Kredit, Dispo, Kreditkarte,…). Es ist noch nich so, dass er irgendwelche Lohnpfändungen hat oder sonstiges. Das einzige was wohl demnähst ansteht ist ein Schufa Eintrag von der Bank, da er den Dispo nicht ausgleicht. Die Raten für den Kredit gehen immer pünktlich ab.
    Nun er hat ne verdammt dumme angewohnheit, er geht öfter in die Spielothek. Er sagt aus Verzweiflung. Aber er kommt meist mit noch weniger raus als vorher.
    Er ist dann immer total down. Er weiß dass er was falsches gemacht hat aber er lässt es nie. Er hat mir schon so oft versprochen, dass er nicht mehr hin geht. Er ist dann den ganzen Tag total schlecht drauf, macht nichts mehr, redet nicht, kümmert sich nicht um mich, schaut nur fernseh oder will schlafen. Mich regt das total auf, denn in dem Moment ist es ihm total egal wie ich mich fühle. Mich belastet diese Situation. Ich hab schon versucht im guten mit ihm zu reden, zu schimpfen, es zu ignorieren… nichts hilft. Weder bei seinem Verhalten noch bei mir. Ich weiß nich wie ich damit umgehen soll. Es belastet die Beziehung und ich weiß nich weiter.
    Könnt ihr mir sagen, wie man sich am besten als Partner verhält?!
    Und an die, die Schulden haben und der Partner nicht, wie fühlt ihr euch dem Partner gegenüber?

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von Gast0104
    Nun er hat ne verdammt dumme angewohnheit, er geht öfter in die Spielothek.
    Es ist sicher keine gute Idee eine Ferndiagnose zu stellen (insbesondere, wenn man kein Fachmann ist), aber vielleicht ist er spielsüchtig.

    Es mag ein Zufall sein, dass Du seine Spielhallenbesuche als "dumme angewohnheit" beschreibst, aber vielleicht ist das schon Co-Abhängigkeit.
    (siehe hierzu : http://www.suchtprozesse.de/angehoerige.htm)

    Es ist schon mal gut, dass Ihr getrennt lebt, so hast Du zumindest eine kleine Fluchtburg.

    Da Du ihn liebst, wirst Du ihn vor die Alternative stellen müssen, mit dem Spielen aufzuhören oder Dich zu vergessen.

    Spielsucht ist, wie Drogen- oder Alkoholsucht, eine nicht zu unterschätzende Sache.
    Ohne professionelle Hilfe kommt Ihr da sicher nicht weiter.

    Da der Schuldensumpf nun mal schon begonnen hat, ist eine gemeinsame Zukunft so sicher keine erstrebenswerte Sache !

    Ich wünsche Euch Glück, dass Ihr dass gemeinsam schafft.

  3. #3
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    904

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    Naja das wird wohl drauf ankommen, was es für ein jeweiliger Partner ist und wie der Partner sich verhält.
    Schulden, die einem partner „geschehen“ sind und die er versucht wieder gut zu machen und wo er selber alles tut um dies in den griff zu bekommen, -da kann man bei helfen und sollte es auch tun ,so man hat und kann sollte man auch schon zahlungen für ihn übernehmen im was geben , dafür sorge tragen, dass die wohnung und das essen da ist .
    Aber wenn jemand da ist wo dein dein freund nun ist, dann sollte man nur noch sachleistungen, wie ab und zu was zum esssen rausgeben und -natürlich, wenn er fragt ob er hilfe bekommen kann von dir, ihm jederzeit die adresse von einer schulnerberatung vorlegen oder wenn er hilfe dabei braucht eine suchtberatung aufzusuchen, ihm diese adresse auch geben .
    Mehr würde ich nicht tun, auch wenn er abwärts geht mit seinen Schulden ,auf keinen fall geld geben oder leihen oder helfen dieses woanders zu erhalten.

  4. #4
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    Standard

    >Nun er hat ne verdammt dumme angewohnheit, er geht öfter in die >Spielothek. Er sagt aus Verzweiflung. Aber er kommt meist mit noch weniger >raus als vorher.

    Das ist klar, denn es gewinnt IMMER der Automat

    Ich halte weder etwas von Psychiatern oder irgendwelchen Therapien, aber ich kann eigentlich nur dringend empfehlen: versuche, ihn zu überreden, dass er dringend eine Therapie macht, denn das hört sich ziemlich nach: Spielsucht an und kann sonstwo enden.

    Aus eigener Erfahrung kenne ich dieses Gefühl: und NOCH einen "Fünfer" und noch einen "Zehner", denn irgendwann MUSS der Automat ja mal auswerfen. Wer noch nie gespielt hat, kann sich da schlecht reinversetzen
    Ich mache ab und an Thekendienst in einem Restaurant und sehe, was die Gäste alles so in den Automaten werfen. Mir wird "schwindelig" dabei. Da kommen leicht mal 100 und mehr Euros zusammen, die ein Gast verspielt. Ich erwische mich dabei, dass ich auch ab und an spiele, wenn ich sehe, dass die Gäste die "Kiste" mal wieder gefüttert haben und die "Kiste" eigentlich schmeissen müsste. Dadurch kenne ich dieses Gefühl: die Kiste "MUSS" doch mal schmeißen, denn ich habe da auch schon einmal locker einen 50er verspielt
    . Ich mache da keine großartigen Verluste, da ich mich ganz ganz selten mal "hinreißen" lasse - und zum Ärger der Stammgäste sogar ab und an richtig gewinne ;-) - aber auch: "Stopp: was mache ich hier für einen Sche....?" sagen kann

    Ich kann es nur versuchen, dir einen Tipp zu geben:
    Sei einfach neugierig und frage ihn, ob du mitgehen kannst. Opfer auch zur Not selbst einen "Fünfer". Ich glaube nicht, dass er an dem Abend gewinnt. Mache ihm keine direkten Vorwürfe, egal, wieviel er reinschmeißt, sondern versuche, ruhig mit ihm zu sprechen, was ihr alles hättet unternehmen können, von dem Geld, was jetzt einfach so weg ist. Setze dich mit ihm in der Spielothek an die Theke (ich war noch nie in einer Spielothek, gibts da sowas?) und lasse ihn mal beobachten, wieviel die anderen Spieler verlieren.
    Vielleicht - und das hoffe ich - erkennt er dann, wie "bescheuert" das ist, sein Geld in den Automaten zu schmeißen

    Schulden hatte (habe) ich auch, zu der Zeit war ich auch nicht zu einer Partnerschaft fähig. Aber bei meinem jetzigen Partner ist es mir egal, denn ich bin alleine für meine Schulden verantwortlich, mit anderen Worten: entweder er liebt mich mit Schulden, oder lässt es.

    Netten Gruß und: viel Glück

    Sheila

  5. #5
    Gast0104 Gast

    Standard

    ERstmal vielen Dank für die Antworten...

    Ja das mit der Spielsucht habe ich ihm auch schon so oft gesagt. Und was sagt er drauf:" So ein quatsch, ich bin nicht Spielsüchtig"! Klar, was soller drauf sagen.
    Ich war schon oft mit in der Spielo und hab mal nen fünfer Probiert und mir tat der fünfer danach weh. Also ich hab es sogar bereuht den fünfer da rein geworfen zuhaben.
    Ich liebe ihn, ja, und mir wären die Schulden eigendlich egal, wenn er sich nicht manchmal selber weiter rein reiten würde. Das regt mich auf daran.
    Also würdet ihr sagen lieber nicht aufregen, sondern akzeptieren?! Hab ich schon versucht, klappt irgendwie nich wirklich.
    Es ist total blöd, denn sonst in allen anderen Punkten verstehen wir uns wirklich sehr gut und es klappt alles. Nur dieses Geld Problem raubt mir alle nerven.

  6. #6
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    Standard

    >Also würdet ihr sagen lieber nicht aufregen, sondern akzeptieren?! Hab ich >schon versucht, klappt irgendwie nich wirklich.

    NEIN! Auf gar keinen Fall. Lies mal:


    http://www.forum-schuldnerberatung.d...ad.php?t=11588

    http://www.forum-schuldnerberatung.d...ad.php?t=11633

    Wenn gar nichts nutzt, würde ich auch sagen: stelle ihn vor die Entscheidung: entweder du, oder seine Spielsucht, die er vielleicht noch mit Hilfe von Therapien in Griff kriegen könnte

    Netten Gruß

    Sheila

  7. #7
    Lamonia Gast

    Standard

    Also ich denke auch, du solltest seine Spielsucht nicht akzeptieren, sondern ihm helfen, davon los zukommen. Ich weiß ja nicht, wie alt du bist und was du für Zukunftsträume hast. Aber vielleicht willst du diesen Mann ja mal heiraten und mit ihm was aufbauen. Und dann verspielt er vielleicht weiter eure existenz? Sie dich im Schuldenforum um, wieviele massive Schulden haben. Mich eingeschlossen. Und da kommt man so schnell nicht raus, was dir viele hier bestätigen werden können.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Gast0104
    Nur dieses Geld Problem raubt mir alle nerven.
    Und genau das ist das Wichtigste überhaupt. Damit steht und fällt eine Beziehung.
    Wenn man nicht mit seinen Finanzen klar kommt, kann man kein normales, entspanntes Leben führen.

    Vorab solltest Du zusehen, dass Du nicht seine finanziellen Eskapaden mitfinanzierst. Du hast nichts mit seinen Schulden zu tun. So sollte es auch bleiben. Klar, Ausgaben im Rahmen eines normalen Zusammenlebens müssen sein.
    ABER: Ich kenne zur genüge die Sprüche: " Schatz, haste mal ein paar Euros, bin gerade etwas klamm. Bekommst es auch wieder!"

    Langfristig betrachtet sehe ich wenig Chancen für Deine Beziehung, wenn sich nicht fundermental was an seinem wirtschaftlichen, finanziellen Verhalten ändert. Sei es mit professioneller Hilfe eines Terapheuten.

    Zumal, auch verschuldete Menschen können ihren Partner liebevoll umsorgen, aufmerksam auf ihn eingehen und zärtlich behandeln.

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