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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Immobilienbeteiligung



Micha J.
13.10.2005, 12:58
Hallo zusammen,

eine Klientin will eine VerbraucherinsO durchführen. Sie hat eine VL-Anlage in Form einer Immobilienbeteiligung bei der DIG Deutsche Immobilien Gesellschaft.
Die Beteiligung beinhaltet eine Einlage von 2.500 €, die in monatlichen Raten zu leisten ist. Ca. 700 € wurden bisher gezahlt.
Die Klientin kann den weiteren Ratenzahl. nicht mehr nachkommen.
Der Gesellschaftsvertrag der DIG sieht angeblich keine vorzeitige Kündigung vor und die DIG drohte mit Schadenersatz wegen Nichterfüllung des Vertrages.

Frage: ist die DIG als Gläubigerin im außergerichtl. Plan zu berücksichtigen, obwohl die Klientin dort ein Guhaben hat? Andererseits ist ja diese Einlage im Vermögensverzeichnis des Inso-Antrages anzugeben?

Für Eure Rückmeldungen wäre ich dankbar.

Klaus
13.10.2005, 14:45
Da Du den Vertrag nicht kennst und es vermutlich auch nicht sinnvoll ist, diesen Vertrag juristisch zu würdigen (Aufwand und Ertrag!), würde ich empfehlen, auf die sichere Seite zu gehen und die behauptete Forderung mit dem Betrag von 1 EUR ins Gläubigerverzeichnis aufnehmen. So kann niemand auf die Idee kommen, zu behaupten, seine Ansprüche seien vorsätzlich oder fahrlässig nicht angegeben worden. Die bisher geleistete Einlage ist natürlich ein Vermögenswert und muss in den Anlagen zum VIV bezeichnet werden.
Gruß
Klaus

Claus Triebiger
16.10.2005, 10:19
Hallo Micha,

zum einen kann die mögliche Schadensersatzforderung in die Tabelle eingetragen werden, zum anderen gehe ich davon aus, dass der Treuhänder des Verfahrens diesen Vertrag kündigen wird und auch das Recht dazu hat und dann ohnehin der Schadensersatzanspruch zur Tabelle angemeldet werden muss.

Schwer ist es bei dieser Sachlage eine Zustimmungsersetzung hinzubekommen.

Gruß
Claus Triebiger

RoBe
17.10.2005, 12:28
Hallo Micha,
ich hatte vor kurzem eine ähnliche Diskussion (siehe hier http://www.forum-schuldnerberatung.de/forumneu/showthread.php?t=7754) . Der Immobilienfond hat mir jetzt geschrieben, bei einer vorzeitigen Kündigung werde laut Satzung ein Schadensersatz in Höhe von 20 % :eek: der Einlage fällig. Davon zieht er die bis dahin eingezahlten Beträge ab und macht wundersamerweise dann noch eine Forderung geltend. Da er das "Kapital" aufrechnet, werde ich jetzt nur noch die restliche Forderung auf den Schadensersatz als Forderung im InsO verfahren übernehmen.
Gruß
Rolf

MdC
25.10.2005, 19:00
Hallo,

ich hatte solche Konstrukte bereits und habe die Immo-Gesellschaft als Gläubiger angegeben, zugleich jedoch die Beteiligung als Vermögen ausgewiesen. Die Verwertung der Beteiligung ist dann Sache des Treuhänders. Die Verwertung ist zwar zum realen Wert kaum möglich, aber das muss Dich nicht interessieren.

Gruss aus Nds,
mdc