PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lyrische Gedichte zum Nachdenken



Gestrandeter
08.05.2005, 22:41
Als Feuervögel flogen wir in das Land ohne Worte und ohne Erinnerung,
wo jeder Augenblick aus sich selbst entsteht und nichts aufeinander aufbaut,
weil es keine Zeit gibt - nur den Zauber, der Träumen Wirklichkeit schenkt,
nur die berauschende Musik ineinander versunkenen Lebens.
Als Feuervögel flogen wir dem Himmel in die Arme und kannten keine Grenzen.
Das war vor Monaten; seitdem hat die Erde uns wieder.
Aber wer einmal so zusammenflog, der will nichts andres mehr.

Gestrandeter
09.05.2005, 22:48
Verfasser unbekannt aus den Tiefen des Net aber sehr schön.

Es gab ein Vorher ein Leben ohne dich
du kannst nicht mehr der Erste sein
Vielleicht auch nicht der Letzte
doch du bist Jetzt
Es gab ein Vormir ich kann nicht mehr
die Erste sein vielleicht auch nicht die Letzte
doch ich bin Jetzt

isa
11.05.2005, 17:51
Ich wünsche Dir Kraft

Wenn all meine Wünsche vergeblich sind,
dann bleibt nur noch einer zu sagen:
Ich weiß, Du stehst mitten im Lebenswind -
ich wünsche Dir Kraft zum Ertragen.
Ich wünsche Dir Kraft aus der eigenen Mitte,
um Halt zu verleihen, dem unsicheren Schritte.
Und wo es Dir schwer fällt, Dich zu entscheiden,
mögen Dich all Deine Kräfte begleiten.
Ich wünsche Dir Kraft, um Dich selbst zu entfalten,
Deine Stärke den Ängsten entgegenzuhalten.
Ich wünsch', dass die Hoffnung nie fort von Dir geht,
nur weil keine Kraft mehr dahinter steht.
Ich wünsche Dir Kraft, die in den Stand Dich versetzt,
wieder heilen zu lassen, was dich verletzt.
Ich wünsche Dir Kraft, die Dir Sicherheit gibt
aus dem niemals versiegenden Strom jener Kraft eines Menschen, der liebt.
Elli Michler

Gestrandeter
12.05.2005, 19:11
Copyright Strandy´s Tochter

Warum nur Du ?

Du hast es mir angetan!
Weißt Du noch wie wir lachten?
Und du dachtest es ist alles nur gespielt,
aber Du hast mit mir gespielt!

Die Tage waren kurz die wir verbrachten,
doch die Nächte waren lang!
Wir tanzten und lachten,
doch Du hast nur mit mir gespielt!

Der Schmerz war groß
und ich hatte einen schweren Kampf.
Doch ich hab gesiegt.

Du bist jetzt wie ein Bruder für mich
jetzt kommst Du wieder angekrochen
und der Schmerz ist wieder da.
Ich habe gedacht ich bin über Dich hinweg,
aber warum tut´s jetzt schon wieder so weh?
Du tust mir so gut und auch wieder nicht!

Ich will in Deiner Nähe sein und trotzdem kostet es mich Kraft!
Du lässt mir meine Freiheit und und trotzdem engst Du mich ein!
Wenn ich Dich jetzt mit Deiner neuen seh,
laufen mir Tränen über die Wange.

Und ich weiß das Du nur nach außen so glücklich wirkst,
aber im inneren Weinst Du auch!
Aber Glaube immer daran,
jeder Mensch bekommt seine Chance,
irgenwann, wenn die Zeit dafür reif ist.

Gestrandeter
13.05.2005, 18:29
Im Netz gefunden Texter unbekannt

Menschen sich im Chats und Forums auch befinden -
noch und so nebenbei, mal rasch ihr Bierchen trinken.
Sie schreiben oft laut lachend, oft mit gespitztem Mund,
sie geben von sich nichts, doch auch mal vieles kund.

Verständnis, Trost sie suchen, so mancher es auch find’ -
somit mal dann jene, visuell auch Freude sind.
So treffen sich die User, so nennt man diese, oft,
mal kurz verabredet, und mal ganz unverhofft.

Andre huldigen die Muse, in der Poesie -
mit reifend’ Dichtergabe, und voller Fantasie.
Gedankengut sie schreiben, es in den Monitor,
und wir, wir sitzen lesend, oft staunend selbst davor.

Man schaut was Alte schrieben, und achtet der Ideen -
bemüht sich ihrem Sinn nach, die Meister zu verstehn.
Dem Leser krönt durchs Lesen, selbst rasch die Schreibeslust,
rasch greift er in die Tasten, und küsst der Muse Brust.

Getrieben dann von dieser, auch geistig ist kein Ruhn -
will jener sich's beweisen, auch manchem gleich es tun.
So denkt er an Erlebtes, an Freude wie an Leid,
und bei all dem Schreiben, vergisst er ganz die Zeit.

Erst wenn sein Werk vollendet, hatt' diese ihn geschafft -
die Dämm'rung ihn umhüllet, herein bricht schon die Nacht.
Sein Sinnen jetzt zufrieden, da schreibend er's bedacht,
leis' schließt er seinen Laptop und sagt der Welt, gut Nacht.

isa
13.05.2005, 20:47
Mein Herz schreit (18.8.2004) by Isa

Friedlich ist der Tag eingeschlafen
der Alltag weicht
Dunkelheit bricht ein

Einsamkeit macht sich breit
erdrückt meine Seele
macht mich mutlos und leer

Gedanken betreten eine andere Dimension
erträumen sich ein Stück Glück
ein Leben ohne Kampf

ich höre mein Herz schreien
spüre die Tränen auf meinen Gesicht
und kann nur machtlos zuschauen

Angst überfallt mich
es könnte bereits zu spät
oder doch zu früh sein

Und sehne mir den Tag herbei
an dem ich Dir bedenkenlos sagen kann
"ich liebe Dich"

flamegirl
13.05.2005, 21:10
Später...

Viele leben so dahin,
als wären sie unsterblich.
Und wenn sie in ein paar Jahren
zu alt und zu schwach sind,
noch das zu leben was sie hofften
dann schweigen sie -
mit leeren Augen und zerknitterter Haut
den Träumen nach,
die sie hätten leben können,
wenn sie nicht auf ein später vertraut hätten.
Es erschreckt mich,
soviele junge Menschen zu kennen
deren Haut noch glatt ist wie Samt
deren Augen aber schon geleert sind
bis fast zur Neige.

flamegirl
13.05.2005, 21:13
Vom Leben...
Was wir brauchen um glücklich zu leben ist wenig.
Aber wir steigern die Bedingungen für Glück
ins Endlose
und beklagen unser Unglück!

Vom Sterben...
Manche sterben durch Unfall
Manche sterben durch Krankheit
Manche sterben durch Gewalt
Manche sterben durch Altersschwäche
Manche sterben durch ihre eigene Hand
Viele sterben an Lieblosigkeit-
das ist der schlimmste Tod,
weil man danach noch weiterlebt.

flamegirl
13.05.2005, 21:20
Die letzten Nächte mit Kampf in einer unsichtbaren doch schier endlosen Angst verbracht...
Tränen vergossen für Dinge die nicht zu ändern sind...
Schmerz gefühlt der Nicht zu vermeiden ist...
Die Augen schmerzen-solange waren sie nicht mehr geschlossen
...Dein ganzer Körper schreit nach Schlaf...versunken in Deine morbiden Gedanken-in die Du keinen läßt...
Gepeinigt von Dingen die nur Du siehst...Gedanken die die meisten erst kurz vor Ihrem letzten Atemzug erfahren...
Sie verhindern das unbesorgte Leben,die Seele gequält von Gedanken für die Du zu jung bist
...nicht einmal richtig erwachsen - doch der Tod sitzt jeden Abend an Deinem Bett und liest Dir aus seinem Buch vor ...

©flamegirl1995

Gestrandeter
14.05.2005, 22:49
Die Welt

nicht schwarz nicht weiß,
nicht kalt oder heiß
nicht ja nicht nein
nicht wasser nicht stein
nicht gut oder schlecht
nicht falsch oder recht

ich werd' es nie verstehn
drum laß uns schlafen gehn

isa
14.05.2005, 22:55
Für meine Freundin... 12.07.2003 by Isa

Menschen
sie kommen
und gehen

Begegnungen
zufällig
berühren das Herz
hinterlassen
tiefe, flache
große, kleine
Spuren
verblasst und verkleinert
vergessen und verloren
im lauf der Zeit

Nur sehr selten
hinterlassen
Begegnungen
ewige Dankbarkeit
für die gemeinsame
ZEIT.

Gestrandeter
15.05.2005, 21:43
Ich sitze ich an den Gleisen,
schaue den Zügen zu,
die an mir vorbeifahren,
und träume davon,
einzusteigen und mitzufahren,
hin zu bisher unerreichten Zielen.

Plötzlich sehe ich
dein Gesicht am Fenster
ein kurzer Moment,
und ich nehme mir vor,
morgen selbst im Zug zu sitzen,
neben dir,
hin zu gemeinsamen Zielen.

Doch irgendwie weiß ich,
dass ich auch morgen
träumend
an den Gleisen sitzen werde.

Gestrandeter
15.05.2005, 21:48
Eins sehr schönes und zutreffendes Gedicht vonRainer Maria Rilke.

Der Panther

Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

isa
16.05.2005, 23:42
Sehnsucht

Schade, daß du nicht hier bist.
Ich friere hier am warmen Ofen,
finde es viel zu laut in dieser Stille.

Im Haus knackt es, was sonst vetraut
bedrohlich; und selbst das Licht der Lampe
wirft heute Dunkelheit.

Ich finde, sogar die Blumen lassen
ihre Blätter hängen und ihre Blüten
sind verschlossen,
so als ob sie schmollen.

Ich trinke guten Wein, und
schmecke nichts als Flüssigkeit,
und bald fallen mir die Augen zu,
doch finde ich keine Ruhe,
meine Gedanken sind zu laut
in dieser Stille hier.

Jetzt dein Lächeln sehen,
deine Stimme hören
und spüren
du bist da.
(Kristiane Allert-Wybranietz )

isa
18.05.2005, 17:56
Wenn ich wüsste...

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich Dich einschlafen sehe, würde ich Dich besser zudecken.
und zu Gott beten, er möge Deine Seele schützen.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich Dich zur Türe rausgehen sehe,
würde ich Dich umarmen und küssen
und Dich für einen weiteren Kuss zurückrufen.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich Deine Stimme höre
ich würde jede Geste und jedes Wort auf Video aufzeichnen.
damit ich sie Tag für Tag wiedersehen könnte.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich einen Moment innehalten kann,
um zu sagen "Ich liebe Dich"
anstatt davon auszugehen, dass Du weisst,
dass ich Dich liebe.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich da sein kann, um den Tag mit Dir zu teilen,
weil ich sicher bin, dass es noch manchen Tag geben wird.
sodass ich diesen einen verstreichen lassen kann.

Es gibt sicherlich immer ein "morgen",
um ein "Versehen/Irrtum" zu begehen.
und wir erhalten immer eine 2. Chance,
um einfach alles in Ordnung zu bringen.
Es wird immer einen anderen Tag geben,
um zu sagen "ich liebe Dich".
und es gibt sicher eine weitere Chance,
Um zu sagen: "Kann ich etwas für Dich tun?"
Aber nur für den Fall, dass ich falsch liegen sollte
Und es bleibt nur der heutige Tag
möchte ich Dir sagen, wie sehr ich Dich liebe.

und ich hoffe, dass wir nie vergessen

Das "Morgen" ist niemandem versprochen
weder jung noch alt
und heute könnte die letzte Chance sein
die Du hast, um Deine Lieben fest zu halten.

Also, wenn Du auf Morgen wartest
Wieso tust Du's nicht heute?
falls das "Morgen" niemals kommt
wirst Du bestimmt bereuen,
dass Du Dir keine Zeit genommen hast,
für ein Lächeln, eine Umarmung oder einen Kuss
und Du zu beschäftigt warst, um jemanden etwas zuzugestehen,
was ich im Nachhinein als sein letzter Wunsch herausstellt.

Halte Deine Lieben heute ganz fest
und flüstere ihnen ins Ohr
sag' ihnen, wie sehr Du sie liebst,
und dass Du Sie immer lieben wirst.

Nimm Dir die Zeit zu sagen "Es tut mir leid"
"Bitte verzeih' mir", "Danke", oder "Ist in Ordnung"

und wenn es kein "Morgen" gibt.
musst Du den heutigen Tag nicht bereuen.
(unbekannt)

Gestrandeter
21.05.2005, 08:18
Wer seine Lust unterdrückt, tut dies, weil sie schwach genug ist, sich unterdrücken zu lassen;und der Unterdrücker oder die Vernunft eignet sich ihren Platz an & beherrscht die unwillige Lust.
Und da sie unterdrückt wird, wird sie allmählich untätig, bis sie nur noch ein Schatten des Begehrens ist.

Gestrandeter
21.05.2005, 08:50
Es gibt Träume,

die kann man nicht erzählen,

es gibt Realitäten,

die kann man nicht beschreiben,

es gibt Begegnungen,

die kann man nicht erklären,

es gibt Dinge,

die kann man nicht verallgemeinern,

es gibt so vieles,

was wir sehen -

und trotzdem nicht verstehen.

Aber wir lernen, wir wachsen, ... genau daran!

Unregistriert0
21.05.2005, 09:01
Weh, wer ohne rechte Mittel
Sich der Poesie vermählt!
Täglich dünner wird der Kittel,
Und die Milch im Hause fehlt.

Ängstlich schwitzend muß er sitzen,
Fort ist seine Seelenruh,
Und vergeblich an den Zitzen
Zupft er seine magre Kuh.

Wilhelm Busch

Unregistriert0
21.05.2005, 09:05
Die alte Sorge

Er kriegte Geld. Die Sorge wich,
Die ihn bisher beklommen.
Er hat die Jungfer Fröhlich sich
Zu seinem Schatz genommen.

Sie tranken Wein, sie aßen fein,
Sie sangen zum Klaviere;
Doch wie sie sich so recht erfreun,
Da klopft es an die Türe.

Die alte Sorge wars, o weh,
Die magerste der Sorgen.
Sie setzte sich ins Kanapee
Und wünschte guten Morgen.

W.Busch

flamegirl
21.05.2005, 10:25
Zu leben wenn man nicht leben will ist abscheulich ;
aber noch entsetzlicher wäre es unsterblich zu sein,wenn man nicht wollte !

flamegirl
21.05.2005, 10:27
Da wo das Auge undeutlich sieht ist eine Art von Tod,
wo kein deutliches Bild ist-ist keine Vorstellung!

Gestrandeter
25.05.2005, 22:28
Der Großhändler

Als ich über den Gipfeln des engen Tales wanderte, das sich weit vor meinen geschlossenen Augen in wunderbaren Farben mit seltsamer Eintönigkeit erstreckte, erblickte ich in sanfter Stille laut die Schreie eines mir vertrauten seltsamen Vogels in das ebene Land dahinschweben. Sein oder Nichtsein kam es mir spontan nach intensiven Nachdenken in den Sinn. Ich spürte die nichtige Bedeutsamkeit dieser Ballade des Poeten Shakespeare. Die Sonne überstrahlte hoch am Horizont dunkel das Abendrot, das sich mit rasender Geschwindigkeit langsam von Osten auf mich zu bewegte. In meinen bangen, tapferen Herzen fühlte ich etwas von der gesammelten Zerrissenheit meiner greisen Kindertage, die sich vor meinem geistigen Auge konkret aus ferner Zukunft bis in mein vergangenes "Jetzt" zu mir herübergerettet haben. In der sanften Brise kräuselte sich spiegelglatt, aufgepeitscht durch heftige Böen, die versunkene Oberfläche des kleinen Bergsees, der aufgrund der nun schon lange andauernden Trockenperiode immer wieder durch wilde Schauer unterbrochen ausgetrocknet darlag. Die bunten Forellen sprangen in lustiger Trauer in ihrem grauen Schuppenkleid den dahingleitenden Wasserfall hoch, um dem gewaltigen Sterben der putzmunteren Lemminge beizuwohnen. Nur ein gewaltiges kleines Ruderboot schaukelte verlassen auf den Wogen der spiegelglatten See. Verstohlen winkte ich mit forsch erhobenen Händen den einsamen Ruderer zu mir herüber, der mit einer größeren Reisegesellschaft auf dem Balkon eines weißen Strandhotels die unberührte Wildnis betrachtete. In seinen geschlossenen Augen konnte man tief in seine aufgewühlte einsame Seele blicken, die uns in heller Freude still entgegenzurufen scheint:
Verweile doch nur einen ewigen Augenblick lang in der tönenden Stille dieser unberührten Natur und lausche der derben Stimme des Großmarkthändlers, der uns mit der stupiden Weisheit der finalen Unendlichkeit zuzurufen scheint: "Günstig, Billig, mit Kredit".

isa
27.05.2005, 12:04
Du brauchst einen Freund

Manchmal, wenn Du ganz tief unten bist,
wenn die Einsamkeit über Dir zusammenschlägt.....,
dann brauchst Du einen Freund,
der Dich bei der Hand nimmt und Dich ins Leben zurückführt.

Manchmal, wenn Du vor Tatendrang sprühst,
wenn Du Dich im Trubel des Alltags verlierst....,
dann brauchst Du einen Freund,
der Dich zurückführt in die Stille und in das Schweigen.

Manchmal, wenn Du sehr krank bist,
wenn Du glaubst, nicht mehr gesund zu werden....,
dann brauchst Du einen Freund,
der Dir sagt, daß es ein Morgen gibt.

Manchmal, wenn Dir die Tränen im Hals stecken,
wenn Du daran zerbrichst, daß niemand Dich versteht....,
dann brauchst Du einen Freund,
der seinen Arm um Dich legt und Dich weinen läßt.

Manchmal, wenn Du gerade Streit hattest,
wenn Du noch sehr böse auf jemanden bist....,
dann brauchst Du einen Freund,
der Dir sagt, wie schön Verzeihen sein kann.

Manchmal, wenn Du vor Freude hüpfst,
wenn Du die ganze Welt vor Glück umarmen willst....,
dann brauchst Du einen Freund,
der Deine Freude widerspiegelt und mit Dir lachen kann.

Manchmal, wenn Du fragst und fragst,
wenn Du keine Antwort findest auf Deiner Suche nach dem Sinn....,
dann brauchst Du einen Freund,
der Dir den Weg zeigt und Dir Glauben schenkt.

Manchmal, wenn Du alleine sein willst,
wenn Dir Ruhe und Stille wichtig sind, um Dich zu finden....,
dann brauchst Du einen Freund,
der sich nicht aufdrängt und geduldig wartet.

Manchmal, wenn Du glaubst wieder Trinken zu müssen,
wenn Du meinst, es sei alles egal....,
dann brauchst Du einen Freund,
der Dich bei der Hand nimmt und Dich ins nächste Meeting bringt.

Manchmal, .....nein, immer brauchst Du einen Freund,
der Dich annimmt, wie Du bist,
vor dem Du Dein Leben ohne Maske leben darfst.

Aber vergiß nicht:
Der einzige Weg einen Freund zu haben ist;
selbst einer zu sein.

RalfNRW
27.05.2005, 13:13
Zuhören



Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören und du anfängst, mir Ratschläge zu geben, hast du nicht das getan, worum ich dich gebeten habe.



Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören, und du fängst an, mir zu erklären, wie ich fühlen und nicht fühlen soll, so trampelt du auf meinem Gefühlen herum.



Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören, und du glaubst, meine Probleme lösen zu müssen, verhältst du dich mir gegenüber schlecht.



Ich bitte dich nur, mir zuzuhören, nicht zu reden oder zu handeln, nur mich anzuhören.



Ratschlag ist billig.



Ich bin nicht hilflos, eher entmutigt oder unsicher, aber nicht hilflos. Ich kann für mich selbst handeln. Wenn du etwas für mich tust, das ich für mich selbst tun kann und auch tun sollte, trägst du eher zu meiner Angst und Unzulänglichkeit bei. Aber wenn du es als einfache Tatsache ansiehst, dass ich gerade das fühle, was ich fühle, gleichgültig, wie unvernünftig es ist, dann kann ich aufhören, dich überzeugen zu müssen und kann mich eher damit befassen, was hinter den Gefühlen steckt... und wenn das klar ist, sind die Antworten auch klar und ich brauche keine Ratschläge.



Gefühle, die irrational erscheinen, machen einen Sinn, wenn wir verstehen, was hinter ihnen steckt. Das ist der Grund, warum Gebete manchmal bei einigen Menschen funktionieren, weil die Höhere Macht keine Ratschläge gibt oder versucht, Dinge zu reparieren, sondern nur zuhört und dich deine eigenen Erfahrungen machen lässt.



So, bitte, höre mir nur zu, und wenn du etwas erzählen möchtest, warte bis du dran bist und dann werde ich dir zuhören

orlando
29.05.2005, 22:45
Auf den Knieen bin ich hierhergekrochen
und suche mein Herz, ob's nicht zerbrochen
am Fuße eines Baums verdorrt,
zerspalten von eines Blitzes Wucht. -
Ich find' es nicht, das arme Herz.
Es liegt wahrscheinlich anderwärts.
an einem dunklen, kalten Ort,
wo's keiner sucht - wo's keiner sucht.

Erich Mühsam

isa
29.05.2005, 23:29
Immer

Was vor mir war,
weckt keine Eifersucht.

Komm mit einem Mann
auf dem Rücken,
komm mit hundert Männern in deiner Mähne,
komm mit tausend Männern zwischen deiner Brust und
deinen Füssen,
komm wie ein Fluss
voller Ertrunkener,
der den rasenden Ozean findet,
den ewigen Gischt, die Zeit!

Bring sie alle her,
wo ich dich erwarte:
immer werden wir einzig sein,
immer nur du und ich
allein auf der Erde,
um das Leben zu beginnen!

Pablo Neruda

working-girl
30.05.2005, 11:19
Na, dann melde ich mich auch mal


Erich Fried,

WAS ES IST

ES IST UNSINN SAGT DIE VERNUNFT
ES IST WAS ES IST SAGT DIE LIEBE

ES IST UNGLÜCK SAGT DIE BERECHNUNG
ES IST NICHT ALS SCHMERZ SAGT DIE ANGST
ES IST AUSSICHTSLOS SAGT DIE EINSICHT
ES IST WAS ES IST SAGT DIE LIEBE

ES IST LÄCHERLICH SAGT DER STOLZ
ES IST LEICHTSINNIG SAGT DIE VORSICHT
ES IST UNMÖGLICH SAGT DIE ERFAHRUNG
ES IST WAS ES IST SAGT DIE LIEBE

Tina
30.05.2005, 14:55
Tränenmeer


Augen voller Angst und Schrecken.
Augen aus denen man lesen kann.
Augen aus denen Tränen kommen.

Eine Träne rollt aus dem Auge.
Eine Träne die den Schmerz zeigt.
Eine Träne die zeigt, wie schlimm alles ist.
Eine Träne die aus Hoffnung besteht.
Eine Träne die zeigt, wie sehr man jemanden vermisst.
Eine Träne die zeigt, welche Sehnsucht man hat.
Eine Träne die zeigt, wie wütend man ist.
Eine Träne die zeigt, wie sehr man verletzt wurde.
Eine Träne die zeigt, wie einsam man ist
Eine Träne die zeigt, welchen Kummer man hat
Eine Träne die zeigt, wie verletzlich man ist
Eine Träne die einfach rollt, weil sie einfach rollen muss.

Am Anfang war es nur eine kleine Träne die rollt, doch es wurden immer mehr, verbündeten sich, zeichneten einen Menschen, und wurden zum Tränenmeer.
Zu einem Tränenmeer, das sich nicht mehr rückgängig machen ließ!

Nicole Pfeiffer

orlando
31.05.2005, 00:05
Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends
wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts
wir trinken und trinken
wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete
er schreibt es und tritt vor das Haus und es blitzen die Sterne er pfeift seine Rüden herbei
er pfeift seine Juden hervor läßt schaufeln ein Grab in der Erde
er befiehlt uns spielt auf nun zum Tanz

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich morgens und mittags wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete
Dein aschenes Haar Sulamith wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng

Er ruft stecht tiefer ins Erdreich ihr einen ihr andern singet und spielt
er greift nach dem Eisen im Gurt er schwingts seine Augen sind blau
stecht tiefer die Spaten ihr einen ihr andern spielt weiter zum Tanz auf

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags und morgens wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith er spielt mit den Schlangen
Er ruft spielt süßer den Tod der Tod ist ein Meister aus Deutschland
er ruft streicht dunkler die Geigen dann steigt ihr als Rauch in die Luft
dann habt ihr ein Grab in den Wolken da liegt man nicht eng

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags der Tod ist ein Meister aus Deutschland
wir trinken dich abends und morgens wir trinken und trinken
der Tod ist ein Meister aus Deutschland sein Auge ist blau
er trifft dich mit bleierner Kugel er trifft dich genau
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
er hetzt seine Rüden auf uns er schenkt uns ein Grab in der Luft
er spielt mit den Schlangen und träumet der Tod ist ein Meister aus Deutschland

dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith

Paul Celan

Gestrandeter
31.05.2005, 00:38
Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiss, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Er weiss, dass er nichts weiss,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiss er was die anderen
und er noch lernen müssen.

Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört,
von Furcht sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt,
nimmt er gelassen auf.

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiss wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein,
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger,
als alle seine Erben.



*Novalis*

isa
03.06.2005, 23:45
Ich empfange Liebe

Wann immer der Wind mein Gesicht mit seiner Sanftheit streichelt, fühle ich
mich geliebt.

So wie ich meine Füße auf die geliebte Mutter Erde setze, fühle ich ihre
wundervolle Gnade, die durch meinen Körper und meinen Geist vibriert.

Ich akzeptiere ihre Lektionen, die mich bedingungslose Liebe lehren.

Wann immer ich mit einem Geschenk gesegnet werde, erinnere ich mich an das
Wesen, welches mir seine Existenz zum Leben gibt.

Ich nehme die Liebe an.

So wie ich mich durch die Unruhe, die das Leben manchmal bringt, bewege,
erinnere ich mich daran, die Süße meiner eigenen Traurigkeit zu spüren.

Ich fühle mich genährt durch die Bereitschaft, mich selbst zum Ausdruck zu
bringen.

Wann immer meine Beziehungen chaotisch und wechselhaft sind, lasse ich das
Chaos zu und vertraue darauf, dass es mich auf einen Weg mit mehr
Wertschätzung und Mitgefühl gegenüber allen Menschen bringt.

Ich genieße den Prozess.

Wann immer ich anderen die Schuld an meinem Unglück gebe, sehe ich das
Geschenk darin, dass sie mir helfen, den Teil in mir zu umarmen, den ich
abgelehnt habe.

Ich wertschätze sie dafür.

Ich sehe, dass ich da, wo ich anderen die Schuld an etwas gebe, das in
meinem Leben geschehen ist, die Verantwortung für meine eigenen Kreationen
leugne.

Ich bin Ursprung meiner Gefühle, und so bin ich liebevoll mit mir selbst.

Wenn ich beginne, verantwortlicher und ehrlicher mit meinen Gefühlen zu
sein, verstehe ich, was es bedeutet, andere bedingungslos zu lieben.

Ich liebe tief und ohne Furcht.

Ich empfange die Liebe aus all den Erfahrungen in meinem Leben und vertraue
darauf, dass jede Handlung, jedes Gefühl und jeder Gedanke ein wahres
Geschenk der Menschlichkeit ist, das mich lehrt, die
Heiligkeit dieses Augenblicks zu akzeptieren.

Ich bin dankbar.

Von Holly Riley

RalfNRW
04.06.2005, 02:07
In Überfluß baden wir
unsere Leiber
in Essen, Vergessen
in Siegen und Ruhm

Doch darben dabei
unsere Seelen
verraten, verlassen
von sinnlosem Tun

RalfNRW
04.06.2005, 02:23
Deine persönliche Trauer

Du häufst Deine persönliche Trauer,
Deine Enttäuschungen an
im Laufe des Lebens.
Tag für Tag,
Monat für Monat,
Jahr für Jahr.

Der Haufen wird immer größer.
Du stehst davor und erschrickst....
so viel Seelenschrott ??????

Einmal aber kommt der Tag,
da nimmst Du ein Streichholz
und zündest alles an.

Ein Häuflein Asche bleibt davon......
SO EINFACH IST DASS ??

Du bläst es in alle Winde,
und Deine Seele sagt :
"Bravo, gut gemacht " !!!!

isa
04.06.2005, 13:27
Höhen- und Tiefenangst

Aus Angst
vor den Höhen und Tiefen
eines sinn-lichen,
be-sinnlichen
und sinn-reichen Lebens,
pflegen viel zu viele
sicherheitshalber
ebenerdig
zu denken,
zu fühlen
und zu leben.
(Ferstl)

Traumtänzer
04.06.2005, 21:34
...und nicht gerade erbaulich, aber immerhin was eigenes:

Bin insolvent
hab's fast verpennt,
war praktisch tot,
auch ohne Not

Jetzt geht es wieder
ich singe Lieder
zwar traurig noch
's geht langsam hoch

Statt Blut im Herzen
gab's nur Sesterzen
ich musst es haben
weils alle sagen

Die Werbung tönt
Kredit verpönt
im Soll
was soll's
es geht doch,
geht noch...

so kam er dann
GV, der Mann
er setzt sich nieder,
kam immer wieder

nichts war zu holen
er blickt verstohlen
in alle zimmer
mein herz erreicht er
nie und nimmer

die wut im bauch
verbündet sich
mit herz und hirn
so geht es nicht

Befreiungsschlag
die nacht zum tag
die Inso krieg ich,
darf ich, brauch ich

So ist er dann,
nicht tot, der Mann
ist insolvent
hätt's fast verpennt
...

tt[B]

Gestrandeter
05.06.2005, 22:34
Nur du kennst mich
mich und mein wahres Gesicht
nicht die Fassade
mein wirkliches Ich

Ich habe immer noch Hoffnung
dass du begreifst
Ich bin mir sicher
irgendwann wirst du kommen
um mir mein Kummer zu nehmen

Schon längst hab ich den Bezug zur Realität verloren
es ist jetzt egal was ich riskiere
ich kann nicht mehr
mein Schatten blutet
verzweifelt versuche ich Erinnerungen zu verbannen

Vielleicht ist die antwort ja so nah?
...Man lernt was man fühlt
wenn man richtig lebt...

RalfNRW
05.06.2005, 22:59
Ein Ende

Tauf’ mich im Wasser des Vergessens
für eine ungestörte Nacht
gar mit dem Tod würd’ ich mich messen
für einen Krug voll Lebenskraft

Bleich ist mein Antlitz, stumpf mein Auge
wo Feuer war ist nicht mehr Glut
wurmgleich wind’ ich mich im Staube
bar jedes Willens, bar von Mut

Ich weiß es nicht, was mich verlassen
hat und weder wann noch wo
darum will ich nur noch hassen
darum bin ich nicht mehr froh

Ein stetes Schleppen mein Begleiter
die Muskeln sind mir längst erschlafft
ja, tritt mich nur, ich krieche weiter
für ungewisse Tat bestraft

Mein kahler Kopf, er stößt an Eisen
im Schädel hallt es düster nach
kreisgeformt sind meine Reisen
und schlafe ich, so bin ich wach

Wo ich bin, da stinkt Verderben
da tropft die Fäulnis, rinnt die Wut
die Welt, sie soll in Qualen sterben
nur andrer’ Schmerzen tun mir gut

Kettenrasseln, Rattenklingen
ein hungrig’ Quieken füllt mein Ohr
ich möchte mit den Göttern ringen
so öffnet, öffnet doch das Tor

Grausiges Brüllen lauter Stimmen
mein Körper fällt zurück ins Stroh
beginne, Götter zu ergrimmen
ihr Wüten ist so wild, so roh

Man reißt mich aus dem düstren Loch
um mich herum schreihelles Licht
so ist es wahr, ich lebe noch?
Die Sonne brennt mir mein Gesicht

Ich liege schwer, kann nichts bewegen
ich seh’ ihn blitzend - hauend tun
den schwarzen Mann im Kuttenhemd
mir ist, als würd’ die Welt gesprengt

Doch was da rollt, dem Schlund entgegen
sollte zwischen Schultern ruhn
von kaltem Eisen nun verdrängt
mein elendhaftes altes Leben

Gestrandeter
06.06.2005, 00:54
Licht durchflutet das Labyrinth
der Träume, lässt die Mauern
glänzen, fließt in warmen
Farben durch die verwinkelten
Gänge, die sich schlängeln bis
in endlose Weite.

Deine Träume werden getragen
in purpurschwarzen Himmel
hinauf zu den Sternen,
die wie Diamanten leuchten
strahlend in der Nacht.

Der Weg durch das Labyrinth
ist steinig, doch rein und
frei von falschen Gefühlen.
Verbirgt viele Geheimnisse und
Welten, die sich dort verbergen.

Im Spiegel der Zeit wirst
Du Dich selbst sehen und die
Welt mit Kinderaugen erblicken
in den schönsten Farben,
bunt und klar.

Die aufgehende Sonne erwärmt
die Mauern, der Weg nach
vorne ist frei.

04.09.03 - Alina -

isa
08.06.2005, 18:16
Regen und Wasser von Juli

Du bist nicht wie ich,
doch das ändert nicht,
dass du bei mir bist
und ich zuseh wie du schläfst.

Du bist noch längst nicht wach,
ich wars die ganze Nacht
und hab mich still gefragt,
was du tust, wenn ich jetzt geh.

Und dann verlass ich deine Stadt.
Ich seh zurück und fühl mich schwer,
weil grade angefangen hat,
was du nicht willst und ich zu sehr.
Ich bin der Regen und du bist das Meer

Ich hab gedacht, ich kann es schaffen,
es zu lassen,
doch es geht nicht.

Habs´n bisschen übertrieben,
dich zu lieben,
doch es geht nicht.

Nichts unversucht gelassen,
dich zu hassen,
doch es geht nicht.
Es geht nicht.

Ich bin nicht wie du,
ich mach die Augen zu
und lauf blindlings durch die Straßen,
hier bin ich, doch wo bist du?

Soll das alles sein?
Ich war so lang allein,
es war alles ganz in Ordnung,
ganz ok und dann kamst du.

Und jetzt verlass ich deine Stadt.
Ich seh zurück und fühl mich schwer,
weil grade angefangen hat,
was du nicht willst und ich zu sehr.
Ich bin der Regen und du bist das Meer

Ich hab gedacht, ich kann es schaffen,
es zu lassen,
doch es geht nicht.

Habs´n bisschen übertrieben,
dich zu lieben,
doch es geht nicht.

Nichts unversucht gelassen,
dich zu hassen,
doch es geht nicht.
Es geht nicht.

Ich bin der Regen, du das Meer.
Sanfter Regen regnet leise.
Ich bin der Regen, du das Meer.
Sanfter Regen zieht im Wasser große Kreise.

Ich hab gedacht, ich kann es schaffen,
es zu lassen,
doch es geht nicht.

Habs´n bisschen übertrieben,
dich zu lieben,
doch es geht nicht.

Nichts unversucht gelassen,
dich zu hassen,
doch es geht nicht.
Es geht nicht.

Ich hab gedacht ich kann es schaffen,
es zu lassen.

Grisu
08.06.2005, 20:42
Joachim Ringelnatz

Ameisen

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.

Der einsame Wolf
09.06.2005, 18:16
1. Ich hab' ihn heut' gesehen, den einsamen Wolf,
den Whisky lang schon wieder leer.
Er wußte nicht einmal, wo er die Nacht verbringen soll,
den einsamen Wolf will niemand mehr.

Was ist aus Dir geworden, Du einsamer Wolf?
Du warst doch mal ein stolzer, Mann?
Das große Spiel des Lebens, ja, das hast Du verlor'n,
ein Teufelskreis fing sich zu drehen an.

Ref.: Doch in der Nacht pfeift er
das Lied aus einer schönen Zeit,
irgendwo in einem Winkel dieser Stadt,
das ihn ein letztes Mal zum Lachen bringt
und dann zum Wahnsinn treibt,
dieses Lied ist alles, was er hat.

2. Ich hab' ihn heut' gesehen, den einsamen Wolf,
sein Whisky weckt Gedanken, das tut weh.
Er weiß nicht mehr, was Liebe ist, spricht nie mehr davon,
läßt kein Gefühl mehr zu, es ist zu spät.

Ref.: Doch in der Nacht pfeift er
das Lied aus einer schönen Zeit ..............

Ref.: Doch in der Nacht pfeift er
das Lied aus einer schönen Zeit,
irgendwo in einem Eisenbahnwaggon,
das ihn ein letztes Mal zum Lachen bringt
und dann zum Wahnsinn treibt,
mit dem Tag fliegt der schöne Traum davon.

isa
09.06.2005, 23:10
Ein Erwachen
Tief im Traum war ich eingemauert.
Die Wände drunten hatten weder Härte
noch Gewicht: Nur die Leere dort war lastend.
Die Mauern waren Stunden, und die Stunden
eine erstarrte, aufgetürmte Schwere:
die Zeit in diesen Stunden war nicht Zeit.
Ich sprang durch eine Bresche: vier Uhr war es
auf dieser Welt. Das Zimmer war mein Zimmer,
und auf sämtlichen Dingen war mein Spukbild.
Ich war nicht da. Ich schaute aus dem Fenster:
Unterm Elektrolicht nicht eine Seele.
Schnee, der schon angeschmutzt, erloschne Häuser,
Masten, schlafende Autos und die tapfere
Schar von Eichenbäumen, ragende Gerippe.
Schwarze und weiße Nacht; und die Konturen
der unlesbaren Sternbilder, erschimmernd
über der Nacht; der Wind und seine Messer.
Ich schaute, nicht die Welt, sondern ihr Schweigen:
Verhalten ist das Sein in seiner Fülle.
Mit den Augen, begrifflos staunend, sah ich
die Anwesenheit, da, auf leerer Straße.
Anwesend, körperlos. Mit meinen Augen.
Ich sah zurück: das Zimmer war mein Zimmer,
und ich war nicht darin. Nichts fehlt dem Sein.
Die Frühe und das Spiel der Dämmerlichter.
Schon verblaßten die Sternbildschwärme droben.
Octavio Paz

Totti
11.06.2005, 18:52
Wenn Du Dich manchmal klein, nutzlos, überflüssig, beleidigt und depressiv fühlst, also der geborene Verlierer, denk immer daran: Du warst einmal das schnellste und erfolgreichste Spermium in deiner Gruppe.

Gestrandeter
13.06.2005, 18:38
Es ist ja ganz gleich wen wir lieben



und wer uns das Herz einmal bricht.



Wir werden vom Schicksal getrieben



und das Ende ist immer Verzicht.

isa
13.06.2005, 22:10
Die Nacht auf der Insel
Die ganze Nacht hab ich geschlafen mit dir,
nahe dem Meer, auf der Insel.
Wild und lieblich warst du im Wechsel von Lust und Schlaf,
im Wechsel von Feuer und Wasser.

Vielleicht vereinten sich
spät, sehr spät unsere Träume,
hoch droben oder tief drunten,
in der Höhe wie Zweige, vom selben Wind bewegt,
in der Tiefe wie rote Wurzeln, einander berührend.

Vielleicht trennte sich
dein Traum von dem meinen
und suchte mich
auf dem dunklen Meer
wie einstens,
als es dich noch nicht gab,
als ich, ohne dich zu gewahren,
dicht an dir vorüberfuhr,
und deine Augen suchten,
was ich nunmehr
- Brot, Wein, Liebe und Zorn -
mit vollen Händen dir gebe,
denn du bist der Becher,
wartend auf die Gaben meines Lebens.

Ich habe mit dir geschlafen
die ganze Nacht, während
die dunkle Erde sich drehte
mit Lebenden und mit Toten,
und beim Erwachen, jählings,
inmitten der Dunkelheit
umfaßte mein Arm deine Hüfte.
Weder die Nacht noch der Traum
konnten uns beide trennen.

Ich hab mit dir geschlafen,
und beim Erwachen gab dein Mund,
eben dem Traum entkommen,
mir den Geschmack von Erde,
von Meereswasser, von Algen,
vom Grund deines eignen Lebens,
und ich erhielt einen Kuß,
benetzt von der Morgenröte,
als käme er mir vom Meer,
das hier uns umspült.

Pablo Neruda

RalfNRW
14.06.2005, 10:14
Wo du geliebt wirst,kannst du getrost alle Masken ablegen,
darfst du dich frei und ganz offen bewegen.Wo du geliebt wirst,zählst du nicht als Artist,
wo du geliebt wirst,darfst du so sein wie du bist.


Wo du geliebt wirst,mußt du nicht immer nur lachen,
darfst du es wagen,auch traurig zu sein.
Wo du geliebt wirst,darfst du auch Fehler machen,
und du bist trotzdem nicht häßlich und klein.


Wo du geliebt wirst,darfst du auch Schwächen zeigen
oder den fehlenden Mut,brauchst du die Ängste nicht zu verschweigen,
wie das der Furchtsame tut.

Wo du geliebt wirst,darfst du auch Sehnsüchte haben,
manchmal ein Träumender sein,und für Versäumnisse,
fehlende Gaben,räumt man dir mildernde Umstände ein.


Wo du geliebt wirst,brauchst du nicht ständig zu fragen
nach dem vermeintlichen Preis.Du wirst von der Liebe getragen,
wenn auch unmerklich und leis.


Elli Michler

RalfNRW
15.06.2005, 20:54
"Nur,

wer seine

Träume

lebt,

kann seine

Sehnsucht

stillen."

isa
16.06.2005, 19:40
Versöhnung

Erst sah ich weiße Fahnen
und wurde blaß, ich mag nicht siegen.
Doch dann glitten deine Tauben herüber,
so sanft
schicktest du die weißen Tauben
von dir zu mir,
Taube um Taube,
ich atmete kaum,
das Zimmer war weiß von ihnen.
Ich hielt die Hände hin:
schneeflockenfeucht von deinen
Tränen
tranken sie meine Tränen.

Hilde Domin

isa
16.06.2005, 20:10
Es ist Nacht

Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält's nicht aus,
hält's nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein, zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen DU.

Christian Morgenstern

RalfNRW
16.06.2005, 23:04
Spuren Im Sand

Ich träumte eines Nachts,
ich ging am Meer entlang
mit meinem Herrn.
Und es entstand vor meinen Augen,
Streiflichtern gleich, mein Leben.

Nachdem das letzte Bild an uns
vorbeigeglitten war, sah ich zurück
und stellte fest,
dass ich in denschwersten Zeiten
meines Lebens
nur eine Spur zu sehen war.

Das verwirrte mich sehr,
und ich wandte mich an den Herrn:
"Als ich dir damals, alles
was ich hatte, übergab,
um dir zu folgen, da sagtest du,
du würdest immer bei mir sein.
Warum hast du mich verlassen,
als ich dich so verzweifelt
brauchte?"

Der Herr nahm meine Hand:
" Geliebtes Kind,
nie ließ ich dich allein,
schon gar nicht
in Zeiten der Angst und Not.
Wo du nur ein Paar Spuren
in dem Sand erkennst,
sei ganz gewiss:
ICH HABE DICH GETRAGEN."

isa
19.06.2005, 12:39
Dich

Dich nicht näher denken
und dich nicht weiter denken
dich denken wo du bist
weil du dort wirklich bist

Dich nicht älter denken
und dich nicht jünger denken
nicht größer nicht kleiner
nicht hitziger und nicht kälter

Dich denken und mich nach dir sehnen
dich sehen wollen
und dich liebhaben
so wie du wirklich bist

Erich Fried

RalfNRW
21.06.2005, 22:17
Heute ist der Tag,um glücklich zu sein!
Gestern: schon vorbei!
Morgen: Kommt erst noch.
Heute: der einzige Tag,
den du in der Hand hast.
Mach daraus deinen besten Tag!

Phil Bosmans

RalfNRW
21.06.2005, 22:18
Geduld

Wenn der Baum
geboren wird,
ist er nicht sofort groß.
Wenn er groß ist,
blüht er nicht sofort.
Wenn er blüht,
Bringt er nicht sofort
Früchte hervor.
Wenn er Früchte hervorbringt,
sind sie nicht sofort reif.
Wenn sie reif sind,
werden sie nicht sofort gegessen.

Aegidius von Assisi

isa
26.06.2005, 11:40
So ist es mit der Liebe

Die Sonne ist für viele das Gewöhnlichste von der Welt.
Und dabei wirkt sie Wunder Tag für Tag.
Licht und Feuer macht sie an - für mich.
Gegen Wolken geht sie an - um mich zu sehen,
um mir einen Guten Tag zu wünschen.
Des Nachts ist sie am anderen Ende der Erde,
um den Menschen auch dort ihr Licht zu schenken.
Nehm' ich die Sonne weg, wird es finster und kalt.

So ist es mit der Liebe.
Geht die Liebe auf in meinem Leben,
dann kommt Licht, dann wird es warm.
Habe ich Liebe, dann kann mir vieles fehlen.
Geht die Liebe unter in meinem Leben,
dann wachsen die schwarzen Schatten.
Finsternis macht sich breit und Kälte.

Die Liebe ist wie die Sonne.

Wer sie hat, dem kann vieles fehlen.
Wem die Liebe fehlt, dem fehlt alles.

(Phil Bosmans)

Gestrandeter
29.06.2005, 23:59
Ich wünsche dir Kraft zum Leben
Wünsch dir auch mal nehmen anstatt zu geben
Ich möchte dass es dir einmal besser geht
Und, dass wer vertrautes immer hinter dir steht.

Ich wünsche dir Energie im Leben
Um die Ziele, die du hast anzustreben
Ich wünsche dir nicht jeden Tag neues Glück
Aber wenn es kommt gib es nicht zurück

Ich wünsche dir Licht im Leben
Dass dunkle Gedanken sich dem Hellem ergeben
Und Ausdauer sollst du kriegen
Um an schlechten Tagen trotzdem noch zu siegen

Auch wünsche ich dir im Leben
Dass nicht immer nur schlechte sondern auch die guten Sachen an dir kleben
Ich wünsche dir jeden Tag ein neues Lächeln im Gesicht
Und wenn es dir schlecht geht, dass jemand da ist, der mit dir spricht

Du solltest nicht traurig sein
Ich weiß du fühlst dich mehr als oft allein
Und alles was du noch hast ist nicht viel
Weil du denkst das Leben ist ein Spiel

Ich finde du sollst herauskommen
Und nicht einfach nur dasitzen wie benommen
Es tut einem weh dich so zu sehn
Denn du hast aufgehört weiterzugehn

Und deswegen möchte ich dir geben
Kraft, Energie und Licht im Leben
Ich tausche deine Traurigkeit
Gegen ein kleines bisschen Zufriedenheit.

Gestrandeter
30.06.2005, 00:01
ihr bewundert mich also,ist das so?
ihr bewundert mich...
ich lasse mein leben in geordneten bahnen verlaufen
ich habe schon so viel überstanden
ich lasse mich nicht unterkriegen
ich kann alles schaffen
ich bin voller energie
ich lache, egal, was passiert
dafür bewundert ihr mich?
ist das so?

doch diese frau, die ihr bewundert,ich kenne sie nicht.
ich kenne sie ganz anders, denn ich bin nicht wirklich so.

oft bin ich so überfordert von kleinigkeiten
oft tun mir alte narben weh
oft verliere ich den mut
oft will ich aufgeben
oft fühle ich mich schwach
oft will ich weinen

aber all das macht keinen sinn

ich lache soviel, denn wenn ich weine
nimmt es euch den mut
und wenn ihr um mich seid
dann will ich weitermachen

ich bin heute verlorengegangen
und ihr dürft es nicht sehen
aber schon morgen bin ich wieder da
und ich werde weiter lachen
ich werde weiter kämpfen
ich gebe niemals auf

auch wenn mich niemand hält

denn für euch kann ich stark werden
vielleicht so stark wie ihr glaubt, dass ich es längst bin
für euch hebe ich die welt aus den angeln
für euch mache ich weiter
ich danke euch

Gestrandeter
30.06.2005, 23:28
Ist dein Dasein denn wirklich verloren
und deine Seele bis zur Unkenntlichkeit
verbrannt?


Findest du keinen Ausweg mehr aus deiner
Lage, hast du dich denn wirklich hoffnungslos
verrannt?


Und warum nur,
sprengst du aller Freundschaft Ketten.
Soll dich denn wirklich keiner retten?


Siehst du die Verzweiflung denn nicht,
und wie du unser Herz erstichst?


Auch du bist von einem Licht umgeben und
unsere Seelen werden sich miteinander verweben.


Unsere Hände werden wie Fesseln sein.
Und unsere Träume und Wünsche werden dein.


Morgen früh, da wirst du die Sonne wieder sehen
und denkst nie wieder daran von uns zu gehen.

isa
03.07.2005, 12:28
Wage

Wage zu träumen
von dir
und dem, was du nicht bist

Wage zu träumen
von dir
und dem, was du nicht hast

Wage zu träumen
von dir
wie du wirklich bist

Wage zu träumen
von dir
und nach dem Erwachen
verwasche nicht
dein traumhaft wahres
Gesicht

(Margot Bickel)

isa
03.07.2005, 12:43
Nur nicht

Das Leben
wäre
vielleicht einfacher
wenn ich dich
gar nicht getroffen hätte

Weniger Trauer
jedes Mal
wenn wir uns trennen müssen
weniger Angst
vor der nächsten
und übernächsten Trennung.

Und auch nicht soviel
von dieser machtlosen Sehnsucht
wenn du nicht da bist
die nur das Unmögliche will
und das sofort
im nächsten Augenblick
und die dann
weil es nicht sein kann
betroffen ist
und schwer atmet.

Das Leben
wäre vielleicht
einfacher
wenn ich dich
nicht getroffen hätte
Es wäre nur nicht
mein Leben.

(Erich Fried)

Sunny
08.07.2005, 22:35
Soviele Zeilen
die mich hier ließen verbleiben
Und ich stellte fest, dass ich manchmal vergaß
des Leben's wirkliches Maß

Deswegen hier mein Lieblingstext von einer Freundin, den sie mir aufgedruckt auf einer Tasse geschenkt hat, als es mir sehr schlecht ging. Er hat mir sehr geholfen. Insgesamt wollte sie mir damit sagen, dass auch wenn das Leben mal richtig "Scheiße" läuft, man nie wirklich allein ist und sich auf sich selbst besinnen sollte, weil man nur in sich selbst die Kraft findet, Dinge wieder anzupacken oder neu anzufangen. Erst und nur dann, wenn man sich selbst nicht mehr hat, ist man wirklich verloren.

Er ist für alle, denen es vielleicht heute schlecht geht:

Vergiß nie, dass du lebst
war keine eigene Idee,
und dass du atmest,
kein Entschluß von dir

Vergiss es nie:
Dass du lebst,
war eines anderen Idee,
und das du atmest,
sein Geschenk an dich

Vergiss es nie:
Niemand denkt und fühlt
und handelt so wie du,
und niemand lächelt so,
wie du's grad tust

Vergiss es nie:
Niemand sieht den Himmel
ganz genau wie du,
und niemand hat je,
was du weißt, gewusst

Vergiss es nie:
Dein Gesicht hat niemand
sonst auf dieser Welt
und solche Augen
hast alleine du

Vergiss es nie:
Du bist reich, egal,
ob mit oder ohne Geld,
denn du kannst leben!
Niemand lebt so wie du

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur
ganz egal, ob du dein Lebenslied singst in Moll oder Dur

Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu, denn
Du bist Du.

isa
10.07.2005, 21:00
Einige Irrwege

Wer sich abwendet von der Schönheit
der begeht
Verrat an der Schönheit des Lebens
und an der Schönheit der Welt

Wer sich abwendet von der Häßlichkeit
der begeht
Verrat an den Leiden des Lebens
und kämpft nicht mehr gegen Unrecht

Wer nur noch die Schönheit sieht
der geht in die Irre
Wer nur noch die Häßlichkeit sieht
der geht in die Irre
Wer nur noch den Kampf gegen Unrecht sieht
der geht in die Irre

Wer glaubt nie zweifeln zu dürfen
an der Schönheit
an der Häßlichkeit oder sogar
am Kampf gegen Unrecht
der ist so arm geworden
wie der der zweifelt
und glaubt nie mehr glauben zu dürfen

(Erich Fried)

RalfNRW
14.07.2005, 21:58
Nimm dir Zeit - um zu arbeiten,es ist der Preis des Erfolgs.
Nimm dir Zeit - um nachzudenken,es ist die Quelle der Kraft.
Nimm dir Zeit - um zu spielen,es ist das Geheimnis der Jugend.
Nimm dir Zeit - um zu lesen,es ist die Grundlage des Wissens.
Nimm dir Zeit - um freundlich zu sein,es ist das Tor zum Glücklichsein.
Nimm dir Zeit - um zu träumen,es ist der Weg zu den Sternen.
Nimm dir Zeit - um zu lieben,es ist die wahre Lebensfreude.
Nimm dir Zeit - um froh zu sein,es ist die Musik der Seele.

aus Irland

isa
15.07.2005, 23:01
TEXT GELÖSCHT WEGEN COPYRIGHT -VERSTOß!

Bitte beachtet unsere Regeln!

cam

Gestrandeter
16.07.2005, 13:33
mal ein bisschen Englisch Lyrik von Tolkien mit tieferem Sinn




The Road goes ever on and on
Down from the door where it began.
Now far ahead the Road has gone,
And I must follow, if I can,
Pursuing it with eager feet.
Until it joins some larger way
Where many paths and errands meet.
And whither then? I cannot say.

Gestrandeter
17.07.2005, 11:08
Wenn Du dich heute fragst,:

"Schaff ich das alles, oder schaff ich es nicht"

Du wirst in jedem Fall Recht behalten.

Der Weg ist das Ziel..............

Gestrandeter
17.07.2005, 19:07
Die Hasen und die Frösche

Die Hasen klagten einst über ihre mißliche Lage; "wir leben", sprach ein Redner, "in steter Furcht vor Menschen und Tieren, eine Beute der Hunde, der Adler, ja fast aller Raubtiere! Unsere stete Angst ist ärger als der Tod selbst. Auf, laßt uns ein für allemal sterben."

In einem nahen Teich wollten sie sich nun ersäufen; sie eilten ihm zu; allein das außerordentliche Getöse und ihre wunderbare Gestalt erschreckte eine Menge Frösche, die am Ufer saßen, so sehr, daß sie aufs schnellste untertauchten.

" Halt", rief nun eben dieser Sprecher, "wir wollen das Ersäufen noch ein wenig aufschieben, denn auch uns fürchten, wie ihr seht, einige Tiere, welche also wohl noch unglücklicher sein müssen als wir." Laß dich nie durch's Unglück niederschlagen; es gibt immer noch Unglücklichere, mit deren Lage du nicht tauschen würdest.

AESOP

isa
17.07.2005, 21:57
Im Nebel
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unenntrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

(Hermann Hesse)

Grisu
18.07.2005, 07:38
Auf seiner Reise durch diese Welt..., traf das "JA" ein "NEIN",
und fragte es: "Du siehst nicht aus, nach einem Glücklichsein"...

Daraufhin erwiderte ihm doch auch sehr traurig das "NEIN":
"Manche Menschen sagen nur "Ja", das find ich nicht fein."

Das "JA" dachte nach und sagte: "Manche sagen aber auch nur "NEIN",
ja und ist das nicht auch abträglich dem wirklichen wahren Menschsein?"

Das "Nein" überlegte: "Gewiss, so ist es bei manchen leider,
sie tragen dann nicht ihre, sondern wohl die falschen Kleider.

"Tun wir uns doch einfach zusammen als Freunde fürs Leben,
wir können den Menschen helfen und ihnen gewiss was geben."

Und so gingen sie dann fortan gemeinsam auf ihrer langen Reise weiter,
um dem Menschen zu zeigen wie er Mensch ist, auf der Lebensleiter.

Manchmal sollte man mehr Mut zu einem "JA" aufbringen, genauso wie man manchmal ein "NEIN" mutig erwidern sollte.
Einfach sich selbst treu bleiben, einfach so sein "Ich" nicht belügen.


-Jörg Schröder-

lonesomewolf
19.07.2005, 01:18
Du liebst den Adler, weil er so schöne Flügel hat, sie sind nur zu sehen, wenn der Adler fliegt
Du weißt, dass der Adler schöne Flugel hat. ob er fliegt oder nicht
er muss nicht fliegen, damit Du weißt, dass seine Flügel schön sind im Flug,
Du kannst ihm die Flüglel brechen, Du weißt, dass die Flügel eines Adlers im Flug schön sind
Du kannst den Adler mit gebrochenen Flügeln besitzen, denn Du weißt ja, ein Adler, der fliegt, dessen Flügel sind schön

isa
22.07.2005, 22:05
Der Adler und der kleine Junge
Ein Märchen bei Isa

Es war einmal ein schöner Adler, der einsam seine Runden hoch oben am Himmelszelt flog. Er liebte es auf die Erde zu schauen, um ihre ganze Schönheit wahrzunehmen. Nur fühle er sich oft einsam und nicht mal die herrlichsten Landschaften konnten ihn dann zufrieden stellen. Auf eines seiner Flüge entdeckte er einen kleinen Jungen, der glücklich auf einer Wiese saß. Der Adler flog, obwohl er Angst vor den Menschen hatte, etwas tiefer und merkte bald, dass der Junge ihn zwar wahrnahm aber nicht richtig anschaute. Er brauchte nicht lange, um zu verstehen, dass das blonde Kind blind war. Der Adler dachte "wenn er mich nicht sehen kann, brauche ich keine Angst vor ihm zu haben, denn dann will er mich sicher nicht einfangen und in einem Käfig sperren. Vielleicht kann ich dann erfahren, woher seine Zufriedenheit kommt." So landete er in seiner Nähe und fragte den Jungen :"Hallo, warum bist Du so fröhlich, obwohl Du nicht sehen kannst?" Der Junge schrak im ersten Augenblick, aber die Stimme klang sehr freundlich und so antwortete er :" Ich brauche keine Augen um zu sehen, denn ich sehe mit dem Herzen." Der Adler erwiderte daraufhin : "Kannst Du mir lehren wie das geht ?" "Ich kann es ja versuchen" meinte der Junge "aber ich möchte Dich bitten, dass Du während Du bei mir bist, meine Augen ersetzt."
Und so war es auch.
Der Adler beschrieb die Landschaften so lebendig, dass der Junge sich diese so vorstellen konnte, als wäre er selbst dort gewesen. Und der Knabe erzählte von der Liebe und der Fröhlichkeit und der Adler hörte ihn gerne zu.
Es entstand eine wunderschöne Freundschaft.
Nur hatte der Adler eine unendliche Sehnsucht nach dem Fliegen und die breitete so eine tiefe Unruhe in ihm, dass der Junge eines Tages fragte : "Mein Freund, was macht Dich so unglücklich?", obwohl er es ahnte.
Der Adler schwieg und überlegte, wie er diese Sehnsucht loswerden konnte. Er wollte nicht weg, weil er den Jungen sehr lieb gewonnen hatte und entschied, sich selbst die Flügel zu brechen. Er dachte, dadurch würde auch die Sehnsucht nach dem Fliegen auch brechen. Aber er täuschte sich und so wurde er noch unzufriedener.
Eines Tages war er so wütend auf seinen Schicksal, dass er den Jungen für sein Unglück laut verantwortlich machte.
"Du bist schuld, dass ich nicht mehr fliegen kann !" rief er unter Tränen.
Der Junge wurde ganz traurig darüber und schlug dem Adler vor :"Komm, lass uns zum Magier "Big Bad" gehen, er kann sicher deine Flügel heilen!"
So machten sich beide auf dem Weg und bald erreichten sie die Hütte des Magiers.
Es war ein böser Magier, aber er versprach dem Adler, dass er bald wieder fliegen würde. "Ich will aber vorher allein mit deinem Freund reden." meinte er. So gingen der Junge und der Magier in die Hütte, nur der Adler blieb allein zurück. Plötzlich merkte er, wie die Kraft in seine Flügeln zurückkam und freute sich so sehr, dass er, ohne sich umzuschauen, davonflog.
Er flog Tage ohne Unterbrechung und konnte nicht nicht sattsehen an den Farben, die die Natur ihn anzubieten hatte.
Als er endlich eine Rast einlegte, weil er zu müde war, um weiterzufliegen, verspürte er einen dumpfen Schmerz in der Herzgegend. Der kleine Junge fehlte ihn so sehr, dass er keinen Spaß mehr am Fliegen empfand.
"Ich hätte nie gedacht, dass ich ihn so sehr liebe" dachte er, und wusste nun, wohin er gehörte.
Die Müdigkeit war plötzlich weg und er flog in windeseile zurück.
Als er ihn von Weitem sah, machte sein Herz einen Satz vor Freude, die einfror als er endlich landetete und das Gesicht des Jungen sah. Er saß auf jener Wiese und sein Mund war nur ein ausdrucksloser Strich. Er konnte nichts mehr wahrnehmen.
Auf seine Fragen bekam er keine Antworten.
In seiner Verzweiflung fragte der Adler einen Mann, der gerade des Weges kam.
"Man munkelt, dass dieser Junge sein Herz hergegeben hat, damit ein Adler wieder fliegen kann!" meinte der Mann schulterzuckend, und nun verstand der Adler.
Er verstand endlich die Worte des Jungens, die er so gern gehört hatte, aber er konnte sie nicht mehr mit ihm teilen.
So zieht er noch heute einsam seine Runden, oben am Himmelszelt mit einem Herz voller ungeteilter Liebe.

RalfNRWohnePW
24.07.2005, 16:23
Leben ist Hoffnung, ist Freundschaft, ist Liebe, ist Träumerei, ist Wunder,
ist Arbeit, ist Frieden. Leben heißt vieles zu durchleben, heißt Gefühle mit Verstand zu verbinden, heißt keine Zeit zu verlieren, heißt das Erreichbare zu
erreichen, heißt das Gute zu tun, heißt aufgeschlossen zu sein für das Schöne, heißt den kostbaren Augenblick zu genießen.

isa
27.07.2005, 21:50
Ich habe gelernt, dass du niemanden dazu bringen kannst, dich zu lieben. Alles was du tun kannst, ist, jemand zu sein, den man lieben kann. Der Rest liegt an den anderen.
Ich habe gelernt, egal wie viel ich mich kümmere, manche Menschen kümmert es nicht.
Ich habe gelernt, dass es Jahre braucht Vertrauen aufzubauen, aber nur Sekunden um es zu zerstören.
Ich habe gelernt, dass im Leben nicht zählt, was du hast, sondern wen du hast.
Ich habe gelernt, das du dich nicht mit dem Besten, das andere geben können vergleichen solltest, sondern mit dem Besten das du geben kannst.
Ich habe gelernt, dass es nicht wichtig ist, was Leuten passiert, sondern was sie daraus machen.
Ich habe gelernt, dass du impulsiv etwas tun kannst, was dir für den Rest deines Lebens Kopfschmerzen bereitet.
Ich habe gelernt, dass egal wie dünn du etwas schneidest, es immer zwei Seiten gibt.
Ich habe gelernt, dass es lange dauert, die Person zu werden, die ich wirklich sein möchte.
Ich habe gelernt, dass es oft einfacher ist zu reagieren als zu denken.
Ich habe gelernt, dass du immer jemanden mit lieben Worten verlassen solltest. Es könnte das letzte mal sein, das du ihn siehst.
Ich habe gelernt, dass du noch lange weitermachen kannst, nachdem du dachtest du kannst nicht mehr.
Ich habe gelernt, dass wir verantwortlich sind für das was wir tun, egal wie wir uns fühlen.
Ich habe gelernt, dass entweder du deine Haltung steuerst oder sie dich steuert.
Ich habe gelernt, dass ungeachtet dessen, wie heiß und feurig deine Beziehung anfangs ist, die Leidenschaft verblasst und besser etwas anderes diesen Platz einnimmt.
Ich habe gelernt, dass Helden Menschen sind die das tun, was getan werden muss, wenn es notwendig ist, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen.
Ich habe gelernt, dass es Übung braucht Verzeihen zu erlernen.
Ich habe gelernt, dass es Menschen gibt, die dich aufrichtig lieben, aber nicht wissen, wie sie es zeigen sollen.
Ich habe gelernt, dass Geld ein lausiger Weg ist Anerkennung zu bekommen.
Ich habe gelernt, da mein Freund und ich alles oder nichts tun können und dabei eine tolle Zeit haben.
Ich habe gelernt, dass manchmal die Leute, von denen du erwartest, einen Tritt zu bekommen, wenn du ganz unten bist, diejenigen sind, die dir beim Aufstehen helfen.
Ich habe gelernt, dass ich manchmal, wenn ich wütend bin, das Recht habe wütend zu sein, aber nicht das Recht, grausam zu sein.
Ich habe gelernt, dass wahre Freundschaft selbst über große Entfernungen hinweg Bestand hat. Das selbe gilt für wahre Liebe.
Ich habe gelernt, dass, nur weil jemand dich nicht auf die Art und Weise liebt, die du dir wünschst, das nicht heißt, dass er es nicht mit allem tut was er hat.
Ich habe gelernt, dass Reife mehr damit zu tun hat, was für Erfahrungen du gemacht hast und was du daraus gelernt hast, als damit, wie viel Geburtstage du schon gefeiert hast.
Ich habe gelernt, dass du niemals einem Kind sagen solltest, seine Träume sind unglaubwürdig und befremdlich. Es gibt nur wenige Dinge, die demütigender sind und was wäre es schon für eine Tragödie, sie es glauben zu lassen.
Ich habe gelernt, daß eine Familie nicht immer für dich da ist. Es hört sich seltsam an, aber Menschen mit denen du nicht verwandt bist, können sich genauso um dich sorgen, dich lieben und dir das Vertrauen an die Menschen zurückgeben.
Ich habe gelernt, dass egal wie gut ein Freund ist, er dich von Zeit zu Zeit verletzt und du ihm verzeihen musst.
Ich habe gelernt, daß es nicht immer reicht, wenn andere dir verzeihen. Manchmal musst du lernen, dir selber zu verzeihen.
Ich habe gelernt, dass egal wie sehr dein Herz gebrochen ist, die Welt sich wegen deines Kummers nicht aufhört zu drehen.
Ich habe gelernt, dass unser Hintergrund und gewisse Umstände uns beeinflusst haben können, wer wir sind, aber wir sind letztendlich dafür verantwortlich, wer wir werden.
Ich habe gelernt, dass ich manchmal, wenn zwei Freunde streiten, gezwungen bin, eine Seite zu wählen, selbst wenn ich es nicht will
Ich habe gelernt, dass, wenn zwei Menschen sich streiten, das nicht bedeutet, das sie sich nicht lieben. Und nur weil sie sich nicht streiten bedeutet es nicht, das sie es tun.
Ich habe gelernt, dass du manchmal eine Person und deren Handlungen trennen musst.
Ich habe gelernt, dass wir Freunde nicht ändern müssen, wenn wir verstehen, dass Freunde sich ändern.
Ich habe gelernt, dass du nicht eifrig versuchen solltest, ein Geheimnis herauszufinden. Es könnte dein Leben für immer verändern.
Ich habe gelernt, dass zwei Leute, die genau die gleiche Sache betrachten, etwas total unterschiedliches sehen können.
Ich habe gelernt, dass es viele Wege gibt, sich zu verlieben und verliebt zu bleiben.
Ich habe gelernt, dass diejenigen, die ungeachtet der Konsequenzen aufrichtig mit sich selber sind, im Leben weiterkommen.
Ich habe gelernt, dass egal wie viel Freunde du hast, bist du ihre Stütze, wirst du dich einsam und verloren fühlen in den Zeiten, in denen du sie am meisten brauchst.
Ich habe gelernt, dass dein Leben in wenigen Augenblicken von Menschen geändert werden kann, die dich noch nicht einmal kennen.
Ich habe gelernt, dass, selbst wenn du denkst, du hast nichts mehr zu geben, du die Kraft finden wirst zu helfen, wenn ein Freund nach dir ruft.
Ich habe gelernt, dass Schreiben sowie Reden emotionalen Schmerz erleichtern können.
Ich habe gelernt, dass das Paradigma, das wir leben, nicht alles ist, was uns angeboten wird.
Ich habe gelernt, dass Diplome an der Wand aus dir noch keinen anständigen Menschen machen.
Ich habe gelernt, dass Menschen, die dir viel im Leben bedeuten, dir oft viel zu früh genommen werden.
Ich habe gelernt, dass, obgleich das Wort Liebe viele unterschiedliche Bedeutungen hat, es an Wert verliert, wenn es übermäßig benutzt wird.
Ich habe gelernt, dass es schwierig ist, eine Grenze zu ziehen zwischen der Rücksichtnahme auf die Gefühle anderer und zu dem zu stehen, an das du glaubst.

Grisu
27.07.2005, 22:05
Von der Freundschaft

Euer Freund ist die Antwort auf eure Nöte
Er ist das Feld, das ihr mit Liebe besät
und mit Dankbarkeit erntet.
Und er ist euer Tisch und euer Herd
Denn ihr kommt zu ihm mit eurem Hunger,
und ihr sucht euren Frieden bei ihm.
Wenn euer Freund frei heraus spricht,
fürchtet ihr weder das "Nein" in euren Gedanken,
noch haltet ihr mit dem "Ja" zurück.
Und wenn er schweigt,
hört euer Herz nicht auf,
dem seinen zu lauschen;
Denn in der Freundschaft werden
alle Gedanken, alle Wünsche, alle Erwartungen
ohne Worte geboren und geteilt,
mit Freude, die keinen Beifall braucht.
Wenn ihr von eurem Freund weggeht, trauert ihr nicht:
Denn was ihr am meisten an ihm liebt,
ist vielleicht in seiner Abwesenheit klarer,
wie der Berg dem Bergsteiger von der Ebene aus klarer erscheint.
Und die Freundschaft soll kein anderen Zweck haben,
als den Geist zu vertiefen.
Und laßt euer Bestes für euren Freund sein.
Wenn er die Ebbe eurer Gezeiten kennen muß,
laßt ihn auch das Hochwasser kennen.
Denn was ist ein Freund, wenn ihr ihn nur aufsucht,
um die Stunden todzuschlagen?
Sucht ihn auf, um die Stunden mit ihm zu erleben.
Denn er ist da, eure Bedürfnisse zu befriedigen
nicht aber eure Leere auszufüllen.
Und in der Süße des Freundschaft laßt Lachen sein
und geteilte Freude.
Denn im Tau kleiner Dinge
findet das Herz seinen Morgen und wird erfrischt.

Khalil Gibran

RalfNRW
28.07.2005, 20:15
Das Leichtere

Es ist leichter zu denken
als zu fühlen -
leichter, Fehler zu machen,
als das Richtige zu tun.

Es ist leichter zu kritisieren
als zu verstehen -
leichter, Angst zu haben,
als Mut.

Es ist leichter zu schlafen
als zu leben -
leichter zu feilschen,
als einfach zu geben.

Es ist leichter zu bleiben,
was man geworden ist,
als zu werden,
was man im Grunde ist.

Grisu
01.08.2005, 10:51
Ein Indianisches Gedicht

Es interessiert mich nicht, was Du tust um Dein Brot zu verdienen .
Ich will wissen, wonach Du Dich sehnst
Und ob Du es wagst, dem Verlangen Deines Herzens zu begegnen .
Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist .
Ich will wissen ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen aus Liebe
Zu Deinen Träumen und dem Abenteuer, lebendig zu sein .
Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen
.
Ich will wissen, ob du das Zentrum Deines eigenen Kummers berührt hast;
Ob Du aufgebrochen bist Durch die Enttäuschung des Lebens
Oder ob Du geschrumpft bist und Dich verschlossen hast
Aus Angst vor weiteren Schmerzen.
Ich will wissen, ob Du mit Schmerz in Kontakt bleiben kannst,
mit meinem oder Deinem eigenen, ohne zu versuchen,
ihn zu verstecken, zu zerstreuen oder zurechtzubiegen.
Ich will wissen, ob Du Freude ertragen kannst und Ekstase
Ob Du zulassen kannst, daß sie Dich erfüllen bis in die Fingerspitzen und
Zehen,
ohne uns zu ermahnen, vorsichtig zu sein, realistisch zu sein
und die menschliche Begrenztheit im Auge zu halten.
Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte die Du mir erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob Du jemand anderen enttäuschen kannst,
um Dir selbst treu zu bleiben;
ob Du die Anschuldigungen, ein Verräter zu sein, ertragen kannst,
ohne Deine eigene Seele zu verraten.
Ich will wissen, ob Du Dir treu sein kannst und daher vertrauenswürdig.
Ich will wissen, ob Du Schönheit sehen kannst,
selbst wenn Sie nicht nett ist jeden Tag.
Und ob Du Dein Leben aus der Gegenwart entspringen lassen kannst.
Ich will wissen, ob Du mit Versagen leben kannst, Deinem und meinem
Und immer noch am Rande eines Sees stehen kannst und rufen:
>> Das Silber des Mondes! >> Ja, ich will !
Es interessiert mich nicht, wo Du lebst, oder wieviel Geld Du hast.
Ich will wissen, ob Du nach einer Nacht des Kummers aufstehen kannst,
voller Verzweiflung, zerknirscht und geschunden bis auf die Knochen,
und für die Kinder tun kannst, was getan werden muß.
Es kümmert mich nicht, wer Du bist und wie Du in diese Welt gekommen bist.
Ich will wissen, ob Du mitten im Feuer mit mir stehen wirst
Ohne zurückzuschrumpfen.
Es interessiert mich nicht, wo, was und mit wem Du studiert hast.
Ich will wissen, was Dich von innen heraus aufrecht erhält,
wenn alles andere abfällt.
Ich will wissen, ob Du mit Dir selbst allein sein kannst,
und ob Du Dir wirklich gerne Gesellschaft leistest
in jenen leeren Augenblicken.
Es interessiert mich aber,
ob DU ein Mensch
und was für ein solcher du bist.

OvdV, Nikolaus 1983

RalfNRW
07.08.2005, 12:20
Liebe

Ich kannte nie einen Menschen,
der mir so nahe war wie du,
und das ich nachts von dir träume,
gebe ich offen zu,
ich spüre bei dir diese Wärme,
wie tausend Sonnen in mir,
entdeck mit dir neue Sterne,
fühl mich geborgen bei dir.

Wenn zwei Menschen sich lieben,
gibt es nichts,
was sie trennt.

Denn die Liebe ist stärker,
als ein Mensch von ihr denkt,
und die Liebe hat die Macht,
wenn man nur in ihr bleibt.
Sie trägt uns von hier bis hin zur Ewigkeit

Udo-David Zimmermann



Fazit: Ich bin glücklich verliebt

oderwie
22.08.2005, 15:34
Beim Surfen aufgefallen :)

Stilblüten
Eine Sammlung von
Rüdiger Sibiller

Gebet eines Pfarrers aus dem Jahre 1864:

Lieber Gott und Herr! Setze dem Überfluss Grenzen und lasse Grenzen überflüssig werden!
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort und erinnere die Ehemänner an ihr erstes!
Gib den Regierungen ein besseres Deutsch und den Deutschen eine bessere Regierung!
Schenke uns und unseren Freunden mehr Wahrheit und der Wahrheit mehr Freunde!
Bessere solche Beamten, die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind!
Und lass die, die rechtschaffen sind, auch Recht schaffen!
Sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen, aber, wenn Du es willst, noch nicht gleich!

Grisu
23.08.2005, 23:15
Zugfahrt

Ich fuhr im Zug der Liebe auf den Gleisen des Lebens -
du saßt neben mir und fuhrst ein Stück mit.
Plötzlich bemerktest du, daß du im falschen Zug sitzt -
die falsche Richtung und unbequeme Sitze.
An der Station der Gleichgültigkeit stiegst du aus
und gingst deines Weges, mit einem Ticket
für den Zug der Zweckmässigkeit in der Hand.

Allein fahre ich nun weiter im Zug der Liebe,
bis zur einsamen Station des Vergessens.
Vielleicht steigt dort jemand ein,
der sich mit dem Zugfahren auskennt.

Muenic

brummlich
31.08.2005, 22:51
Ich empfinde diesen Thread wunderbar, kann aber selber wenig beisteuern.
Kann mir aber vorstellen, dass das Forum daraus ein Büchlein macht, denn es sollten auch Menschlein außerhalb des Forums das alles lesen können.

Mit lieben Grüßen

brummlich

RalfNRW
04.09.2005, 12:33
Kannst du dich
an einer Blume freuen,
an einem Lächeln,
am Spiel eines Kindes,
dann bist du reicher und glücklicher
als ein Millionär, der alles hat.
Nicht Besitz macht reich,
sondern Freude

Phil Bosmans

RalfNRW
04.09.2005, 12:37
Man muss sich durch die
KLEINEN GEDANKEN,
die einen ärgern,
immer wieder hindurchfinden zu den
GROSSEN GEDANKEN,
die einen stärken.

Dietrich Bonhoeffer

UnregistrierterElmo
04.09.2005, 12:40
ANZEIGE
Hier klicken!

Startseite | Info | Shop | Genres | Neu | Impressum | Mitmachen | Druckversion
Autoren A |B |C |D |E |F |G |H |I |J |K |L |M |N |O |P |Q |R |S |T |U |V |W |X |Y |Z |
Der Esel

Es stand vor eines Hauses Tor
Ein Esel mit gespitztem Ohr,
Der käute sich sein Bündel Heu
Gedankenvoll und still entzwei.

Nun kommen da und bleiben stehn
Der naseweisen Buben zween,
Die auch sogleich, indem sie lachen,
Verhaßte Redensarten machen,
Womit man denn bezwecken wollte,
Daß sich der Esel ärgern sollte.

Doch dieser hocherfahrne Greis
Beschrieb nur einen halben Kreis,
Verhielt sich stumm und zeigte itzt
Die Seite, wo der Wedel sitzt.

W.Busch

UnregistrierterElmo
04.09.2005, 12:41
Der Esel

Es stand vor eines Hauses Tor
Ein Esel mit gespitztem Ohr,
Der käute sich sein Bündel Heu
Gedankenvoll und still entzwei.

Nun kommen da und bleiben stehn
Der naseweisen Buben zween,
Die auch sogleich, indem sie lachen,
Verhaßte Redensarten machen,
Womit man denn bezwecken wollte,
Daß sich der Esel ärgern sollte.

Doch dieser hocherfahrne Greis
Beschrieb nur einen halben Kreis,
Verhielt sich stumm und zeigte itzt
Die Seite, wo der Wedel sitzt.

W.Busch

RalfNRW
04.09.2005, 12:55
Lachen und Lächeln
sind Tor und Pforte,
durch die viel Gutes
in den Menschen hineinhuschen kann.

Christian Morgenstern

UnregistrierterElmo
04.09.2005, 13:25
Daneben

Stoffel hackte mit dem Beile.
Dabei tat er sich sehr wehe,
Denn er traf in aller Eile
Ganz genau die große Zehe.

Ohne jedes Schmerzgewimmer,
Nur mit Ruh, mit einer festen,
Sprach er: »Ja, ich sag' es immer,
Nebenzu trifft man am besten.«
W.Busch

fly
04.09.2005, 17:55
Als ich dich vor Jahren sah
Wußt`ich nicht, wie mir geschah
Du bist ein Wunder von einem Mann
Dem ich nur verfallen kann
Wenn ich in Deine Augen sehe
Den Sinn der Liebe ich verstehe
Dein Mund, der Verführung pur
Er ist zum Küssen geschaffen nur
Und wenn du lächelst, werd`ich schwach
Ich möcht`es sehen Tag für Tag
Dazu noch Dein Humor, so fein
Kriegst jede schlechte Laune klein
Keine Zeit für schwarzes Sehen
Lass mich an Deiner Seite gehen
Du bist, wie ein besond´rer Traum
Ich wag`es, aufzuwachen kaum
An Deiner möcht`ich leben
Mein Herz in Deine Hände geben
Ich möchte wissen, wie Du fühlst
Ob Du mich liebst oder mit mir spielst
Geliebt hab ich Dich wohl schon immer
Vergessen werd`ich Dich nun nimmer
Die Fehler in den letzten Jahren
Sie bleiben, doch ich hab`erfahren
Dass nichts so ist, wie`s oft erscheint
Gelernt, dass auch ein Herz viel weint
Doch nun, da Du mich fest umarmt
Hast Du mein Herz mir neu erwärmt
Ich lass mich durch die Tage treiben
Ich liebe Dich, dass wird so bleiben
Und schreien möcht`ich`s in die Welt
Was mir an Dir so gut gefällt.

RalfNRW
05.09.2005, 08:30
Trenne dich nie von deinen Traeumen.

Wenn sie verschwunden sind,

wirst du weiter existieren,

doch aufgehoert haben

zu leben...

isa
07.09.2005, 19:09
Perpetuum Mobile

Jeden Morgen, wenn ich aufwache
egal, ob früh oder spät
egal, ob die Sonne scheint oder Regen fällt
ich kann mich für Dich entscheiden

Jeden Morgen, wenn ich aufwache
egal, ob traurig oder froh
egal ob Du neben mir liegst oder weit weg bist
ich darf mich für Dich entscheiden

Jeden Morgen, wenn ich aufwache
egal, ob ausgeruht oder müde
egal, ob aufgewühlt oder friedvoll
ich will mich für Dich entscheiden

Jede Nacht, bevor ich einschlafe
Dein wunderschönes Gesicht von meinen Augen
Deine wunderbare Stimme in meinem Ohr
Deine zärtliche Hände auf meiner Haut
Dein zauberhaftes Wesen in meinem Herzen
bin ich mir ganz sicher
mein Leben lang
werde ich mich täglich aufs Neue
nur für Dich entscheiden.

By Isa

RalfNRW
11.09.2005, 23:08
Wenn Engel weinen würden
Gäbe es tausend von Flüssen
Auf der Erde.
Sie würden alles mit sich reißen
Jedes Lebewesen, jeden Baum und
Auch alle Berge
Und in großes Leid stürzen.
All die Tränen würden sich sammeln
Zu blauen, tiefen Seen.
Jeder könnte sein Spiegelbild
Darin sehen.
Und erkennen, warum die Engel
Weinen.
Denn auch sie müssen Qualen
Leiden.
Sie sind immer alleine und
Unsichtbar.
Sie haben keine Freunde
Und doch helfen sie selbstlos
Und wunderbar.
Bis sie eines Tages weinen……
lass Deinen Engel niemals
Traurig sein.
Trockene seine Tränen!!!!!!

isa
23.09.2005, 21:35
Bevor ich mich
in meine Verlassenheit
ergebe
klage
andere
anklage
mich
verlassen
zu haben

steht die Frage

habe ich überhaupt
jemanden
teilhaben lassen
an meinen Gefühlen
an meinen Gedanken
an meinen Träumen
an meinem Leben

es könnte sein
dass nicht die anderen
es waren
die mich
zuerst
verlassen
haben

(Margot Bickel)

Grisu
23.09.2005, 22:47
Von der Liebe

Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.

Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,
Auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.

Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie,
auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettertn kann
wie der Nordwind den Garten verwüstetet.

Denn so, wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
So wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich.
So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen
und die zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern,
steigt sie hinab zu deinen Wurzeln
und erschüttert sie in Ihrer Erdgebundenheit.

Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.
Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.
Sie mahlt dich, bis du weiß bist.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist;
Und dann weiht sie dich ihrem heiligem Feuer,
damit du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.

All dies wird die Liebe mit dir machen,
damit du die Geheimnisse deines Herzens kennenlernst
und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.

Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst,
dann ist es besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken
und vom Dreschboden der Liebe zu gehen.
In die Welt ohne Jahreszeiten,
wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen,
und weinen, aber nicht all deine Tränen.

Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.

Liebe besitzt nicht, noch läßt sie sich besitzen;

Denn die Liebe genügt der Liebe.

Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken,
denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf.

Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen.

Aber wenn du liebst und Wünsche haben mußt, sollst du dir dies wünschen:
Zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein,
der seine Melodie der Nacht singt.

Den Schmerz allzu vieler Zärtlichkeit zu kennen.
Vom eigenen Verstehen der Liebe verwundet zu sein;
Und willig und freudig zu bluten.

Bei der Morgenröte
mit beflügeltem Herzen zu erwachen
und für einen weiteren Tag des Liebens dankzusagen;

Zur Mittagszeit zu ruhen
und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen;

Am Abend mit Dankbarkeit heimzukehren;
Und dann einzuschlafen
mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen
und einem Lobgesang auf den Lippen


Khalil Gibran

Gestrandeter
24.09.2005, 07:45
Ich bin überall,
doch oft versteckt.
Manchmal nur ein kleiner Schimmer,
aber ich bin da.
Ihr könnt mich nicht sehen,
nur fühlen
und träumen.
Ich kann euch trösten,
wenn ihr Platz für mich habt,
in eurem Herzen.
Selbst wenn ihr glaubt,
ich sei gegangen,
öffnet eure Seele
und ihr werdet mich finden.
Ohne mich könnt ihr nicht leben!
Ich bin euer Helfer in der Not.
Wenn ihr aufgebt,
unterdrückt ihr mich.
Ich bitt' euch,
macht das nicht!
Wer aufgibt,
hat schon verloren,
und wird auch mich verlieren.

Wer bin ich?
Wißt ihr es nicht?
Hört ihr mich nicht?

Wer bin ich?



Ich bin die HOFFNUNG!

isa
03.10.2005, 20:57
Alles,
was wir für
selbstverständlich
halten,
verstellt uns
den Blick
auf das Wunder.
(Herrmann J. Brüggemann)

RalfNRW
09.10.2005, 11:48
Du bist da wenn ich reden will
Du bist da und die Welt steht still
Du weist immer ganz genau
was mir fehlt
Du bist da gibst mir Leichtigkeit
Du bist da - Bist mein Zeitvertreib
Du bist da und doch so weit weg

Und ich weiss nicht wie weit das gehen kann
Weiss nichtmal ob ich dir auch vertrau´n kann
sags mir

Hab nur Worte in Schwarz-Weiss
Doch du hast ihnen Leben eingehaucht
Weiss nicht mal wie du wirklich heisst
Was hast du vor mit mir?
Triffst mich tiefer-tiefer-tiefer,
Es ist schlimmer - schlimmer
Wenn man gar nicht weiss
Was es mit dir zu leben heisst

Worte in Schwarz - Weiss

Ob du meine Neugier stillst
Oder dich in schweigen hüllst
Ob du mein Vertrauen verdienst
Mich belügst
Ob du dir Gedanken machst
Oder über mich nur lachst
Was ist wenn du nur mit mir Spielst

Es wird Zeit dein Gesicht zu kennen
Es wird Zeit deinen Namen zu nenen
komm doch

Hab nur Worte in Schwarz-Weiss
Doch du hast ihnen Leben eingehaucht
Weiss nicht mal wie du wirklich heisst
Was hast du vor mit mir?
Triffst mich tiefer-tiefer-tiefer,
Es ist schlimmer - schlimmer
Wenn man gar nicht weiss
Was es mit dir zu leben heisst

Du bist da,Du kommst zumir
Und die Luft ist voll von dir
Ich möchte über allem stehen
Und mich verlieren
Und komm erzähl
Wer du bist und vergiss bitte nicht
Zu sagen was dir wichtig ist
Komm lass mich raten was du von mir denkst
Ob du mich kennst?

Hab nur Worte in Schwarz-Weiss
Doch du hast ihnen Leben eingehaucht
Ich weiss jetzt wie du wirklich heisst
Hab soviel vor mit dir
Treff dich tiefer-tiefer-tiefer,
Es ist schöner -schöner
Wenn man endlich weiss
Was es mit dir zu leben heisst

Worte in Schwarz-Weiss
Es fühlt sich gut an,jaja
Und nie mehr worte in Schwarz-Weiss

Lied von Christina Stürmer

kommt mir bekannt vor

working-girl
21.10.2005, 21:15
"Das sind die Starken,
die unter Tränen lachen,
eigene Sorgen verbergen,
und andere fröhlich machen"

Nette Grüße

Sheila

RalfNRW
23.10.2005, 10:14
Auf der Welt gibt es nichts, was sich nicht verändert,

nichts bleibt ewig so wie es einst war.





(Zhuang Zi)

RalfNRW
23.10.2005, 12:37
Denke immer daran:

......den,den du liebst,

dem gibst Du die Macht Dich zu

verletzen

und nur der,der dies weiß und diese

Macht nicht

missbraucht,

nur der,hat deine Liebe auch

verdient!!!

isa
27.11.2005, 17:22
Para Vivir
Pablo Abraira

Muchas veces te dije, que antes de hacerlo
Había que pensarlo muy bien
Que a esta unión de nosotros le hacia falta
Carne y deseo también

Que no bastaba que me entendieras
Y que murieras por mí
Que no bastaba que en mi fracaso
Yo me refugiara en ti

Y ahora ves lo que pasó, al fin nació
Al pasar de los años, un tremendo cansancio
Que provoco yo en ti
Y aunque es penoso lo tienes que decir

Por mi parte esperaba, que un día
El tiempo se hiciera cargo del fin
Si así hubiera sido
Yo habría seguido jugando hacerte feliz

Y aunque el llanto es amargo
Piensa en los años que tienes para vivir
Y aunque mi dolor no es menos
Y lo peor es que ya no puedo sentir

Y ahora tratar de conquistar con vano afán
Este tiempo perdido, que nos deja vencidos
Sin poder conocer......
Eso que llaman amor para vivir
Para vivir......

(Übersetzun folgt)

Gestrandeter
30.11.2005, 21:28
:) Eines meiner Lieblingsgedichte, ich hoffe ja das Petra Stiefvater mir es verzeit das ich Ihr Gedicht hier reinsetze.....



365 neue Tage
Jeder Tag ist ein einzigartiger Tag.

Jeder Tag ist ein Teil Deines Lebens.

Jeder Tag ist ein Geschenk und eine neue Chance.

365 Tage, an denen Du glücklich sein kannst!



Autorin ... Petra Stiefvater

RalfNRW
10.12.2005, 02:35
Solange man noch Träume hat,

ist man auch in der Lage sich gehen zu lassen.

Träume spieglen unser Innerstes wieder,

die verborgenen Wünsche,versteckte Hoffnungen.

Lebe Deine Träume ......lasse Dich gehen

und deine Seele wird befreit

Gestrandeter
10.12.2005, 22:11
Mal was nettes

Ein Mädchen fragte einen Jungen:

"Magst du mich?"
- Er sagte nein.

"Findest du mich hübsch?"
- Er sagte nein.

"Bin ich in deinem Herz?"
- Er sagte nein.

Als letztes fragte sie:
"Wenn ich weg gehen würde würdest du für mich weinen?"
- Er sagte wieder nein.

Sie ging traurig davon.
Er packte sie am Arm und sagte:


"Ich mag dich nicht, ich liebe dich."

"Ich finde dich nicht hübsch, ich finde dich wunderschön."

"Du bist nicht in meinem Herz, du bist mein Herz."

"Ich würde nicht für dich weinen, ich würde für dich sterben!"

Gestrandeter
23.12.2005, 08:04
Tiefsinnige Weisheit

Die Zeit heilt alle Wunden und Haare wachsen auch nicht schneller, wenn man daran zieht.

Wenn ich nur darf, wenn ich soll, aber nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss...

Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch wenn ich soll und dann kann ich auch, wenn ich muss...

Denn schließlich, die können sollen, müssen wollen dürfen...

florafee
02.02.2006, 12:43
hallo, kennt jemand das gedicht:
"einen brauchst du"
habe dieses gedicht bei einer traunung auf dem standesamt gehört,und leider konnte ich es mir nicht merken. :rolleyes:

Grisu
02.02.2006, 13:00
Einen brauchst Du auf dieser Welt,
der mit Dir weit und lacht,
einen, der unbeirrt zu Dir hält,
der Deine Probleme zu seinen macht.

Einen, der Dir Dein Glück nicht neidet,
Dich über Schwellen trägt,
einen, der Dir Freude bereitet
und helle Spuren legt.

Einen, der Deine Träume kennt,
Dir Deine Schwächen vergibt,
einen, der Dich beim Namen nennt
und froh ist, dass es Dich gibt.

Einen, dem Du vertrauen kannst,
der Dich wortlos versteht,
einen, mit dem Du Gespenster bannst,
ehe Dein Mut vergeht.

Einen, der Dich in die Arme nimmt,
wenn eine Hoffnung zerbricht,
einen, der Deine Saiten stimmt.
Einen brauchst Du als Licht.

(Emmy Grund)

RalfNRW
02.02.2006, 20:58
Satire, männlich


Hey, Du Frau da
mit dem Toyota

ich spür' die Triebe
ich brauch' heut' Liebe

denn ich kann stundenlang
und ich hab' großen Drang

was heißt da "Kopfweh -
wenn ich Deinen Kopf seh"

das sag' ich nur Frau
da bin ich lieber blau

denn kommts drauf an
darf keiner dran

florafee
03.02.2006, 06:24
moin moin, prima, danke für die hilfe, hab sonst nirgendwo darüber etwas gefunden.
gruss florafee

isa
19.02.2006, 21:26
Gehe Deinen Weg,
vergiss nicht Dir die Sterne anzuschauen,
sie geben Dir den Frieden.

Gehe Deinen Weg,
vergiss nicht die Sonnenstrahlen in Dich reinzulassen,
sie wärmen Dich auf Deinem Weg durch die Dunkelheit.

Gehe Deinen Weg,
vergiss nicht, an was Du glaubst,
sonst bist Du verloren.

Gehe Deinen Weg,
vergiss nicht, wovon Du träumst,
sonst verlierst Du Deine Hoffnung.

Gehe Deinen Weg,
vergiss nicht WER Du bist,
sonst verlierst Du Dich selbst.

Gehe Deinen Weg,
vergiss nicht eine Rose zu pflücken,
sonst verlierst Du die Liebe in Dir.

Gehe Deinen Weg,
vergiss nicht woher Du kommst,
sonst wirst Du für immer unauffindbar sein.

Gehe Deinen Weg,
vergiss nicht warum Du diesen Weg gehst,
sonst bleibt die Ampel des Lebens auf Rot.

Gehe Deinen Weg,
vergiss niemals die, die mit Dir gehen:
Sonst bist Du eines Tages allein.


Gehe Deinen Weg,
vergiss das Wichtigste nicht:
Gehe den Weg mit Herz!

isa
25.02.2006, 09:45
Schwache Momente

Es gab Zeiten,
da wollte ich aussehen
wie jene Frau,
wollte Haare haben wie
eine bestimmte Schauspielerin,
wollte wirken wie jene Dame,

wollte so vieles,
nur mich nicht.

Heute mag ich mich
nicht mehr tauschen.

... nur manchmal noch,
dann würde ich gerne
aussehen wie ....

das sind schwache Momente.

(Kristiane Allert-Wybranietz)

isa
08.03.2006, 23:18
die freiheit

vor ein paar tagen ging ich in den zoo
die sonne schien, mir war ums herz so froh
vor einem käfig sah ich leute stehn
da ging ich hin um mir das näher anzusehen

*nicht füttern* stand auf einem großen schild
und *bitte nicht reizen, da sehr wild!*
erwachsene und kinder schauten dumm
und nur ein wärter schaute grimmig und sehr stumm

ich fragte ihn *wie heißt denn dieses tier?*
*das ist die freiheit!* sagte er zu mir
*die gibt es jetzt so selten auf der welt
drum wird sie hier für wenig geld zur schau gestellt*

ich schaute und ich sagte *lieber herr!
ich seh ja nichts, der käfig ist doch leer*
*das ist ja grade* - sagte er - *der gag!
man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg!*

die freiheit ist ein wundersames tier
und manche menschen haben angst vor ihr
doch hinter gitterstäben geht sie ein
denn nur in freiheit kann die freiheit
freiheit sein -

georg danzer

monarela
21.03.2006, 19:23
hab heut im life schreibverbot
ich seh bald wirklich rot

hab es mir aber selber erteilt
deshalb ich hier jetzt verweilt

ich könnte mich in den popo kneifen
aber auch die zeit mir nehmen um zu reifen

könnte auch mal wieder reiten
aber das tue ich derzeit meiden ;-)

könnte auch mal in mich gehn
aber ob ich würde das verstehn?

vielleicht würde es was bringen,
müsste mich halt mal durchringen

der mensch ist dazu da, fehler zu machen
besser aber wenn er kann über sich lachen

selbstkasteiung - da ist was dran
vielleicht hat er recht, der kroni-mann

und immer noch ist kein tag um
wie krieg ich den denn heute nur rum

gefunden hab ich hier ne schöne wiese
deshalb ich grad hier rumspiele

kann ich toben, schreiben, was ich will
kann keiner kommen und sagen, bei dir ich till

ob es allerdings lyrisch ist, was ich hier betreibe
muss ich erst mal nachdenken ne weile

hardy 5 unterstellte mir - *heul* - ernsthaftigkeit
doch um dies einzusehen, bin ich nicht dazu bereit :-)

sollte meinen arm doch schonen
riet mir janine - aber tut es sich lohnen?

meistens jedoch fällt mir nix gescheites ein
dabei ist doch mein herz eigentlich so rein

jazz66 steht auf horrorstreifen wohl
ich aber find die eigentlich nicht so toll

ich schreib ihm kurz und schonungslos
es war der briefträger - der kam mit nem gewinnlos

es könnten aber auch sein die großen ratten
denn die haben bestimmt auch nen großen schatten

manchmal kreisen meine gedanken hin und her
kennt ihr das auch - und sagt euch dann - mehr?

oder seid ihr vernüftiger da draussen ihr liebe leut
weil ihr dann denkt, das lass ich, bevor es mich reut

und dann ist da noch der strandy - der ist auch ein lieber
er nennt sich selber ein losgelöster baustellentiger

von irdischen gelüste er auch schon mal was schrieb
wer weiss was er davor trieb? ;-)

manchmal denk ich mir
ohje, was mach ich nur hier

deshalb werd ich jetzt mal gehn
denn die zeit die bleibt doch nicht stehn

von wem wohl *lol*

isa
29.03.2006, 22:21
Wenn die Dinge in Deinem Leben immer schwieriger werden, wenn
24 Stunden am
Tag nicht genug sind, erinnre Dich an den Blumentopf und das Bier!

Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige
Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er
wortlos einen sehr großen Blumentopf und begann, diesen mit
Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun
voll sei. Sie bejahten dies. Dann nahm der Professor ein Behältnis
mit Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den
Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die Leerräume
zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob
der Topf nun voll sei.
Sie stimmten zu. Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit
Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der
Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob
der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig mit Ja.
Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und
schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten
Zwischenraum zwischen den Sandkörnern aus.

Die Studenten lachten. Nun, sagte der Professor, als das Lachen
langsam nachließ, ich möchte, dass sie diesen Topf als Repräsentation
ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in ihrem
Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, d.h.
die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte ihres Lebens. Wenn in
Ihrem Leben alles verloren geht und nur noch diese Golfbälle
verbleiben würden, wäre ihr Leben trotzdem noch erfüllt.

Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben, wie Ihre
Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die
Kleinigkeiten. Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben, fuhr der
Professor fort, ist weder Platz für die Kieselsteine noch für die
Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben.
Wenn sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren,
werden sie nie Platz für die wichtigsten Dinge haben. Achten Sie auf
die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. Spielen sie mit den Kindern.
Nehmen Sie sich Zeit für medizinische Untersuchungen. Führen Sie Ihren
Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben, um das Haus zu
reinigen oder andere Pflichten zu erledigen. Achten Sie zuerst auf die
Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie ihre
Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das
Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: Ich bin froh,
dass Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie
schwierig Ihr Leben auch sein mag, immer noch Platz ist für ein oder
zwei Bierchen. :o)

RalfNRW
20.05.2006, 01:43
Träumerei

Ich war in der Morgendämmerung
auf leisen Pfoten unterwegs
Taufeuchtes Gras
unter meinen rosa Ballen
Der Wind war kühl
aber mein dichtes Fell hielt warm
Mit gespitzten Ohren
lauschte ich dem Gesang der ersten Vögel
und genoß den Duft des Sommers
Plötzlich ein Geräusch, ein hoher Ton
weckt Jagdfieber, heißes Blut
Alle Sinne gespannt, auf der Lauer
schlug ich meine Krallen
in weiches warmes Fleisch
Spielerische Lust trotz gefüllter Futternäpfe
Maus bleibt Maus !
Satt und zufrieden kehrte ich heim
in die Geborgenheit meines Zuhauses
zu Liebe und Streicheleinheiten ...




... ich wachte auf, mit glücklichem Herzen
und lehnte mich zurück in mein Kissen
etwas traurig
ich bin ein Mensch
es war nur ein Traum ...




Ich war in der Morgendämmerung
zur Arbeit unterwegs
Laut klickten die Absätze
auf dem harten Asphalt
Der Wind war kühl
und ich fror im dünnen Kleid
Um mich herum
der Lärm der Großstadt
und der Gestank der Abgase
Ich reihte mich ein
in den Trott der anderen
alle in Eile
den Blick auf den Boden
den Kopf voller Sorgen
Im Arbeitsstreß hetzte ich durch den Tag
Kampf um Wohlstand und Geld
Erschöpft und frustriert kehrte ich heim
und stritt mich mit meinem Freund
um das Fernsehprogramm ...




... ich wachte auf, mit klopfendem Herzen
und rollte mich wieder zusammen auf meiner Decke
zufrieden schnurrend
ich bin eine Katze
es war nur ein Traum ...

Thomas_Senberga
21.05.2006, 14:41
Hans und Grete und der Vollmond

Der Mond in seiner Sichelform
beeindruckt weniger enorm
als wenn derselbe aufgebläht.
Dann wird er innig angespäht ...

Im Rasen sitzt der Hans mit Grete
und fragt sich plötzlich, was man täte,
wenn der Mond mal nicht mehr wär.
Er grübelt hin, er grübelt her,
und schließlich kommt er zu dem Schluß:
Es muß so sein, wie es sein muß.
Es wäre, was er niemals hoffe,
eine große Katastrophe,
wenn der Mond mal nicht mehr schiene,
weil der doch allen Menschen diene.

Nun wird in diese Denkarbeit
auch das Gretchen eingeweiht:
"Du Grete", spricht er nachdenklich,
"ohne Mond wärs fürchterlich.
Denn würd' man nicht den Mond besitzen,
dann müßten wir im Dunkeln sitzen.
Das Küssen wär' nur halb so schön,
könnt' man sich dabei nicht sehn.
Das Licht, beim Heimweg in der Nacht
hat manchen schon gut heimgebracht.
Zu Orientierungszwecken ist
er gut, wenn man betrunken ist."

Da ist das Gretchen wirklich platt,
was für 'nen klugen Hans sie hat.
Nun stehen sie beide Hand in Hand
bedächtig still am Waldesrand
und blicken ehrfurchtsvoll nach oben
zum dicken runden Mond dort droben.


Thomas Bauer

orlando
23.05.2006, 21:30
Es regnet, Schwester
Es regnet, Schwester: die Erinnerungen
des Himmels läutern ihre Bitterkeit . .
Der Flieder, einsam vor dem Duft der Zeit,
sucht triefend nach den Beiden die umschlungen
vom offnen Fenster in den Garten sahn.

Nun facht mein Ruf die Regenlichter an.

Mein Schatten wuchert höher als das Gitter.
Und meine Seele ist der Wasserstrahl.
Gereut es dich. Du Dunkle, im Gewitter,
daß ich dir einst den fremden Flieder stahl?

Paul Celan

orlando
23.05.2006, 23:08
ja ich weiß, celan ist manchmal schwierig,
hier aber mal ein - wie ich finde - wirklich schönes teil (mein lieblingsgedicht, - von Celan - aber nicht verraten)


Augen:
schimmernd vom Regen, der strömte,
als Gott mir zu trinken befahl.

Augen:
Gold, das die Nacht in die Hände mir zählt',
als ich Nesseln pflückt'
und die Schatten der Sprüche reutet'.

Augen:
Abend, der über mir aufglomm, als ich aufriß das Tor
und durchwintert vom Eis meiner Schläfen
durch die Weiler der Ewigkeit sprengt'.


Paul Celan

Grisu
23.05.2006, 23:19
Liebe

Wo immer sie auftritt
ist die Liebe
unser Herr und Meister.
Sie ist nicht
ausschweifende Lust,
nicht Begierde des Fleisches,
kein Splitter des Verlangens,
im Widerstreit mit dem Ich,
auch kein Teil des Fleisches,
das gegen den Geist
zu Felde zieht.
Denn die Liebe
lehnt sich nicht auf.
Sie verläßt nur
die ausgetretenen Pfade
vergangener Geschicke.

Khalil Gibran

Gestrandeter
23.05.2006, 23:24
Na dann werd ich doch auch mal wieder......... :D


Wenn wir nicht aufhören
uns mit unseren kleinen
täglichen Sorgen
und Hoffnungen
unserer Liebe
unseren Ängsten
unserem Kummer
und unserer Sehnsucht
zu beschäftigen
dann geht die Welt unter

Und Wenn wir aufhören
uns mit unseren kleinen
täglichen Sorgen
und Hoffnungen
unserer Liebe
unseren Ängsten
unserem Kummer
und unserer Sehnsucht
zu beschäftigen
dann ist die Welt untergegangen

Jenn
26.06.2006, 09:31
Jeden Tag versuche ich an mir zu arbeiten,
das richtige zu tun,
und alles was war zu vergessen.
Aber der kleinste Fehler,
das kleinste Misstrauen,
lässt alle Wogen hochschlagen,
ein Kampf, der hoffnungslos scheint.
doch wieso nur?
Beide wollen wir das Gleiche,
wieso schaffen wir dann nicht
es auch umzusetzen?
Wieso wird jeder gebranntmarkt
sobald der andere sich unsicher fühlt?
Wieso können wir uns nicht zu nehmen,
wie wir sind?
Wieso nur machen wir es uns so schwer?
Ich zeig doch was ich kann,
ist das denn nicht genug?
Ich bin nur ein Mensch,
und Fehler sind menschlich,
niemals werde ich perfekt sein,
oder so wie jemand anderes es gern hätte,
ICH bin ICH und so liebst du mich doch eigentlich,
aber wieso schaffen wir es dann nicht?


(by Jenn)

Jenn
26.06.2006, 09:32
(ich hab gedacht ich setz meine Gedichte und Gedanken einfach mal bei euch zu)


Du hast gesagt, ich soll dich vergessen,
mich lösen und allein weitermachen, ohne dich !
Du hast gesagt, auch dann bin ich da,
ich bin dein Freund,
ich hör dir zu,
wir schaffen das schon.
Nun wo ich losgelassen habe,
ein Leben ohne dich führe,
dein Freund sein kann und möchte,
wo bist du ?
Wieso hörst du mir nicht zu,
wieso redest du nicht mit mir,
wieso antwortest du nicht,
wo ist sie hin,
unsere Freundschaft,
die, die wir beide uns versprochen haben ?
Sie fehlt mir so.....


(by Jenn)

Jenn
26.06.2006, 09:34
Kannst du mich nicht verstehen,
willst du nicht,
oder ist es einfach zu verwirrend wie ich zu denken?
Du bist wie ein Wirbelwind in mein Leben gekommen,
hast mich in dich aufgenommen
und mich in deine Tiefen sehen lassen.
Jemand ganz normales stellt ich fest,
vernünftige Ansichten, fester Boden unter den Füßen.
Deine Art dich zu geben,
eine Fazination für mich.
Immer tiefer lies ich mich in deine Wirbel nieder,
mit dem Gedanken, wer weiß wielang du dich weiter drehst.
Aber egal wielang, es ist es mir wert.
Hauptsache ich kann weiter zuschauen.
Plötzlich nammst du ein Stop vor,
irgendwie unerwartet obwohl ich schon vorher fühlte,
das deine Umdrehungen langsamer wurden.
Es war so ein Gedanke, keine Gewissheit.
Doch ich hatte Recht.
Aber was heisst schon ein Stop?
Kann es nicht wieder beginnen?
Meine Fazination lässt einfach nicht nach,
ich kann nix gegen tun,
mach es mir vielleicht selber schwer,
doch einfach dran denken nicht weiter zudrehen geht nicht !
Kann sein das das nach einer Zeit anders ist,
aber nein, eigentlich nicht.
Ich möchte mich weiterdrehen,
in deinen Wirbeln zuhaus sein,
mich mit dir immer und immer wieder im Kreis bewegen.
Jede deiner Drehungen beinhalten ein Teil meiner Geschichte,
und ein Teil deiner,
die äußere beinhaltet uns
und wir müssen nichts anderes tun,
wie nach innen zu schauen.
Dein Teil und mein Teil zusammen gefügt,
es ist so einfach und gleichzeitig so schwer,
doch zu schaffen ist es,
solang wir uns weiterdrehen.
Und wenn wir irgendwann doch nicht mehr können,
so haben wir es doch wenigstens versucht,
niemand kann versprechen sich ewig zu drehen,
wer weiß schon was die Zeit bringt?
Lass uns weiterdrehen,
und versuchen den Weg nach innen zu finden.
Niemand verlangt das es sofort geschieht,
oder überhaupt,
doch etwas zeigt das wir beide uns gern weiterdrehen würden,
nur wo finden wir den Riss in den Wirbelungen um ins innere zu gelangen?

(by Jenn)

Jenn
26.06.2006, 09:34
Eine lange Zeit wart ihr Wunder für mich,
ich habe euch gespürt, gestreichelt und euch Geschichten erzählt.
Dann kam der grosse Moment,
was war ich stolz,
so etwas einzigartiges in meinen Händen.
So süß und hilflos und doch so selbständig.
Wir mussten uns etwas aneinander gewöhnen doch diese Tage vergingen im Flug.
Ich nahm euch mit in mein Zuhaus,
und versuchte euch so gut wie es nur ging alles beizubringen,
doch genauso habt ihr mich auch gelehrt.
Man kann nicht alles richtig machen,
man kann es nur versuchen.
Es braucht Zeit miteinander umgehen zu können, den anderen immer zu verstehen,
wir haben es auch jetzt noch nicht immer geschafft.
Doch wir haben auch noch Zeit zum lernen,
einige gemeinsame Jahre vor uns,
und auch wenn ich manchmal denk: drei katzen hättens auch getan,
niemals würd ich euch wieder hergeben.
Ihr macht es mir schwer in manchen Zeiten,
bringt mich an den Rand des Wahnsinns,
auch Tränen kulllern schonmal vor Wut,
doch genauso könnt ihr mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern
allein dadurch das ich euch zuschau oder zuhör.
Wenn ich abends reinschau und euch schlafen seh,
weiß ich alle Wut die da war ist nix zu der Wärme die ich dann fühl.
Und soviel Diskussionen wir wohl noch führen werden,
so oft noch Ärger, Wut und Tränen auftauchen,
mir ist immer klar:
niemals will ich euch missen!

(by Jenn)

Jenn
26.06.2006, 09:38
Über Jahre hast Du mir so wehgetan
und willst nicht verstehen,
wieso ich diesen Weg ging?
Nun ich ging ihn aus Verzweiflung,
aus Verletztheit,
aus Angst
und in der Gewissheit
es würde dir so wehtun,
wie es mir die letzten Jahre wehtat.
Nun sehe ich ein, dieser Weg war vielleicht nicht der,
den ich hätte wählen sollen,
aber hätte ich ihn wählen müssen,
wenn du nur einmal geschaut hättest was du tust?
Du nur einmal verstanden hättest, wies mir geht?
Du nur einmal aufgehört hättest MEIN Leben zu leben?
Nein , wahrscheinlich wärs anders verlaufen,
ich hätte einen anderen gewählt und
wer hätte schon gewusst wie dieser ausgeht?
Vielleicht wär es noch schlimmer geworden,
ich wäre nicht mehr zurückgekehrt,
würde es dir besser gehen,
mich nicht vor Augen zu haben,
mich nicht zu spüren,
zu berühren,
allein zu sein....
Ist es das was du mir sagen willst?
Passiert ist passiert und nicht zu ändern,
doch wenn du nur einmal überlegt hättest
und versucht hättest zu verstehen,
wären wir nie an dem Punkt gewesen,
entscheiden zu müssen
was Richtig und was Falsch ist !

Jenn
26.06.2006, 09:39
Wenn wir uns Fragen was Leben bedeutet,
so hab ich nur eine Antwort:
Leben heißt glücklich sein, geliebt werden,
sich verstanden fühlen und froh sein.
Doch was ist wenn man dieses alles ist,
und doch fehlt einem was?
Wenn man das Gefühl hat,
trotz dieses unendlichen Reichtums allein zu sein?
Mancher sagt: Leben ist nur das reale,
und andere sagen: Leben ist auch ein Traum.
Und wenn der Traum anders aussieht wie das reale,
was ist es dann?
Eine Illusion mit der sich nicht zu leben lohnt?
Ein Zustand den man ändern muss?
Oder gibt es Menschen die sagen,
ich lebe lieber mit der Illusion als sie aufzugeben
und mich gleich dazu?
Leben wie man möchte ist Illusion
und wer Illusionen aufgibt,
hat sich damit auch aufgegeben.
Nur wieweit darf Illusion gehen,
wer das beantworten kann,
hat wohl den Sinn des Lebens gefunden!

(by Jenn)

Jenn
26.06.2006, 09:40
Jede Nacht schließe ich die Augen,
geh fort aus Zeit und Raum,
nehm mich selbst gefangen in meinem Traum.
Wie leicht es doch ist in dieser Zeit,
alles was man möchte steht bereit
und doch merkt man schnell,
die Nacht ist vorbei,
der Traum zerschellt.

So schön zu haben was man will,
in einer Welt die so still,
liegt da, und Glücklich vereint,
und doch ist es im Kopf verneint!

Es darf nicht sein,
die Zeit stimmt nicht,
und im tiefsten Herzen hoffe ich,
irgendwann wird es so sein,
ich fühl mich nicht mehr so allein.

Umgeben von Glück
von allem was ich brauch,
doch trotzdem hört mein Wunsch nicht auf.

Ein Engel schaut herab und sagt:
Frau was ist es, was dich so plagt?
Ich sag: Beschreiben kann ich es nicht,
doch es ist etwas was stark an mir nagt.

Eine andere Welt wie ich sie erhoff,
doch Träume zerbrechen,
versteh mich doch,
ich kanns nicht erklären
und auch nicht aussprechen
würde sonst etwas in mir selbst zerbrechen.

So geh ich dahin,
such weiter den Sinn,
doch alles was mir bleibt,
ist der Traum bis dahin.

So holt mich die Stille,
die Nacht
und der Traum wieder ein,
doch alles was ich auch versuch,
mein Kopf sagt weiterhin NEIN!

(by Jenn)

RalfNRW
22.07.2006, 15:50
Nimm dir Zeit, zu lieben und geliebt zu werden -
es ist der wahre Reichtum des Lebens

Pföddie
06.09.2006, 11:20
Ja, hätte mir von Anbeginn
so manches nicht gefehlt,
und hätt´ich nur mit anderem Sinn
den andern Weg erwählt,
und hätt´ich auf dem rechten Pfad
die rechte Hilf´empfahn
und so statt dessen, was ich tat,
das Gegenteil getan,
und hätt´ich vieles nicht gemußt
auf höheres Geheiß
und nur die Hälft´vorher gewußt
von dem, was heut ich weiß,
und hätt´ich ernstlich nur gewollt,
ja, wollt´ich nur noch jetzt,
und wäre mir das Glück so hold
wie manchem, der´s nicht schätzt,
und hätt´ich zehnmal soviel Geld
und könnt´, was ich nicht kann,
und käm´ich noch einmal auf die Welt -
ja, dann

Ludwig Fulda

Minusmeister
10.09.2006, 01:14
Zwei große Jungen spielen Karten,
ein kleiner Junge der schaut zu.
Das bisschen Geld in seiner Tasche
lässt und lässt ihm keine Ruh'.
So spielt er mit beim Spiel der Großen,
daß sie ihn linken merkt er nicht.
Natürlich hat er gleich verloren,
und der Kleine das war ich.

Im Hinterzimmer einer Kneipe,
die Luft ist schwer und voller Rauch.
Ich hab' gedacht ich könnt gewinnen,
doch das dachten andere auch.
Zuerst das Bargeld dann noch Schulden,
alles hab ich falsch gemacht.
Was ich besass hab ich verloren,
alles weg in einer Nacht.

Ein jeder lebt sein Leben anders,
der eine packts der andere nicht.
Der eine lernt aus seinen Fehlern,
der andere bleibt so dumm wie ich.
Ich hab so viel verspielt im Leben,
und dachte immer noch es geht.
Und endlich merkt man,
man ist ganz daneben.
Und wenn mans merkt,
dann ist's zu spät.

Einer ist immer der Loser,
einer muss immer verlieren.
Ich war mein Leben lang der Loser,
ganz unten, ganz hinten, am Arsch.

(Horst Chmela, Stephan Remmler)

Loosing1962
26.09.2006, 09:03
... vieleicht zum Nachdenken

Du stehst am Abgrund,
den scherben Deines seins,
kein Wort oder Blick richten Dich auf,
kein Wesen reicht Dir eine Hand,
die Hände die Du suchst sind im Dunklen,
egbe ich und zefließe,
geh den Schritt den letzten,
oder höre nein besser lese,
da sind Händ unsichtbar,
Sie schreiben und raten,
sie halten und geben,
sie sagen spring und hab vertrauen,
und sie die Du nicht siehst,
halten Dich,
plötzlich und unerwartet,
Fremde die es wissen,
den Sie standen am gleichen Punkt,
und geben Dir halt, Sicherheit
und Wärme,
Wärme die reale Hände nicht geben,
und doch bleibt die Angst,
allein zu stehen,
und nicht zu Wissen,
was ist Morgen sind Sie noch da,
und der Morgen graut,
du schaust
und ein Lächeln entrinnt Dir
da sind Sie die unsichtbaren,
schreibenden Hände

http://img170.imageshack.us/img170/7166/thanks00004xo6.gif

Loosing1962
27.09.2006, 04:52
Mein Kind,

Du kammst zur Welt,
nicht geplant und nicht gewollt,
nun bist Du da,
das schönste auf der Welt
und in Dir,
sehe ich ein Ziel,
das mir sagt,
lass mich nie allein,
denn ich bin Dein,
nicht nur Fleisch,
nicht nur Blut,
nein Deine Zukunft,
und Dein Blick sagt,
gib nicht auf,
Dein lächeln gibt Kraft,
denn Du bist das,
was ich mir jedesmal sagt

es wird GUT
http://img176.imageshack.us/img176/9344/poohcb3.gif

Loosing1962
27.09.2006, 11:17
Sind so kleine Haende, winz'ge Finger dran.
Darf man nicht drauf schlagen, sie zerbrechen dann.

Sind so kleine Fuesse mit so kleinen Zeh'n.
Darf man nie drauf treten, koennen sonst nicht geh'n.

Sind so kleine Ohren, scharf und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbruellen, werden davon taub.

Sind so kleine Muender, sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen, die noch alles seh'n.
Darf man nie verbinden, koennen sonst nichts versteh'n.

Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei.
Darf man niemals quaelen, geh'n kaputt dabei.

Ist so'n kleines Rueckgrat, sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht.

Grade klare Menschen waer'n ein schoenes Ziel.
Leute ohne Rueckgrat hab'n wir schon zuviel.

Bettina Wegner

Loosing1962
27.09.2006, 11:48
±_~*~_±_~*~_±_~*~_±_~*~_±_~*~_±_~*~_±_~*~_±_~*~_±

Welch grausam´ Mensch bin ich geworden,
war einst ein Mensch voll Fröhlichkeit.
Doch scheint´s, ich sei bereits gestorben,
in mir herrscht nur noch Einsamkeit.

Einst war ich glücklich, lustig, froh,
doch nun, ich weiß noch nicht wieso,
bin ich nur eine leere Hülle,
ein Roboter, ohne Gefühle.

In meinen Augen steht ein Hilfeschrei,
doch vielen ist dies einerlei.
Denn selbst die Menschen, die mich lieben,
sind zu helfen nicht imstande.
Allein mein Gott könnte besiegen,
was mich bekriegt, in meinem Seelenlande.

Mein Glückswald der Gefühle wurde überschwemmt,
vom Tränenfluß, der ungehemmt
die heile Welt in mir durchschneidet,
und trotzdem werde ich beneidet.
Kein Mensch sieht je den Schmerz in mir,
wie meine Seele leidet.

So setze ich, wie man´s gewohnt,
ein Lächeln dann in mein Gesicht
und hoffe nur, daß es sich lohnt,
die Traurigkeit in mir verfliegt.

±_~*~_±_~*~_±_~*~_±_~*~_±_~*~_±_~*~_±_~*~_±_~*~_±

Loosing1962
27.09.2006, 14:01
Tagebuch eines ungeborenen Kindes

5. OKTOBER:
Heute begann mein Leben.
Meine Eltern wissen es noch nicht, aber ich bin schon da. Ich werde ein Mädchen sein — mit
blondem Haar und blauen Augen. Alle meine Anlagen sind schon festgelegt, auch daß ich eine Schwäche für Blumen haben werde.

19. OKTOBER:
Manche sagen, ich sei noch gar keine richtige Person, sondern nur meine Mutter existiere.
Aber ich bin eine richtige Person, genauso wie eine kleine Brotkrume eben Brot ist.
Meine Mutter existiert. Ich auch..

23. OKTOBER:
Jetzt öffnet sich schon mein Mund. Denke nur, in ungefähr einem Jahr werde ich lachen und
später sprechen. Ich weiß, was mein erstes Wort sein wird: MAMA.

25. OKTOBER:
Mein Herz hat heute zu schlagen begonnen. Von jetzt an wird es für den Rest meines Lebens
schlagen, ohne jemals innezuhalten, etwa um auszuruhen. Und nach vielen Jahren wird es
einmal ermüden. Es wird stillstehen, und dann werde ich sterben.

2. NOVEMBER:
Jeden Tag wachse ich etwas. Meine Arme und Beine nehmen Gestalt an.
Aber es wird noch lange dauern,bis ich mich auf diese kleinen Beine stellen und in die Arme
meiner Mutter laufen kann und bis ich mit diesen kleinen Armen Blumen pflücken und
meinen Vater umarmen kann.

12. NOVEMBER:
An meinen Händen bilden sich winzige Finger. Wie klein sie sind!
Ich werde damit einmal meiner Mutter übers Haar streichen können.

20. NOVEMBER:
Erst heute hat der Arzt meiner Mutter gesagt, daß ich hier unter ihrem Herzen lebe.
O wie glücklich sie doch sein muß! Bist du glücklich, Mama?

25. NOVEMBER:
Mama und Papa denken sich jetzt wahrscheinlich einen Namen für mich aus.
Aber sie wissen ja gar nicht, daß ich ein kleines Mädchen bin. Ich möchte gern Kathrin heißen.
Ach, ich bin schon so groß geworden!

10. DEZEMBER:
Mein Haar fängt an zu wachsen. Es ist weich und glänzt so schön.
Was für Haare die Mama wohl hat?

13. DEZEMBER:
Ich kann schon bald sehen. Es ist dunkel um mich herum. Wenn Mama mich zur Welt bringt,
werde ich lauter Sonnenschein und Blumen sehen. Aber am liebsten möchte ich meine Mama sehen. Wie siehst du wohl aus, Mama?

24. DEZEMBER:
Ob Mama wohl die Flüstertöne meines Herzens hört? Manche Kinder kommen etwas kränklich
zur Welt. Aber mein Herz ist stark und gesund. Es schlägt so gleichmäßig: bum-bum, bum-bum. Mama, du wirst eine gesunde kleine Tochter haben!

28. DEZEMBER:
Heute hat mich meine Mutter umgebracht....

Verfasser unbekannt

Loosing1962
28.09.2006, 07:25
.....~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~.....

Manchmal nur hab ich geweint.
Mit starrem Blick getragen hab ich nach außen hin die Maske meines Wahnsinns.
Wo innen, in mir drin, laut Schmerz und Trauer schrien,
wo ich nichts wollte, als vor alledem zu flieh’n,
zurück zu dir ; im Tod,wenn schon im Leben nicht, vereint.
Und kalt ist die Nacht ohne dich.

Manchmal, da hab ich gelacht.
Daß ich den Träumen nachgejagt bin und meine Augen nie die Wahrheit sahen.
Ich hätte wissen müssen, daß ich sie nicht seh’,
an Illusionen glaubte, die ich nicht versteh’
und nie verstand; und oft hat dies mich um den Schlaf gebracht.
Und kalt ist die Nacht ohne dich.

Manchmal, da hab ich bereut,daß in der Zeit,
die wir gemeinsam verbrachten, ohne Fragen an die Zukunft,
ich selten nur die Kostbarkeit des Augenblicks begriff.
Und denke ich nun an die Zeit zurück,
so quält mich dies; und dann verrät mein Lächeln Bitterkeit.
Und kalt ist die Nacht ohne dich.

Manchmal nur hab ich geweint.
Ich hab geschwiegen; hab die Stille der Nacht gesucht, und Kälte nur gefunden.
Ich hab mich selbst verloren in der Dunkelheit.
Wo stumme Nähe war, folgt mir nun Einsamkeit.
Es fehlt mir so; und nichts ist mehr, das mir noch wichtig scheint.
Und kalt ist die Nacht ohne dich.
Luitwin Rémý
----- Übersetzung: A. Kuntze

.....~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~.....

Loosing1962
28.09.2006, 07:48
Wer Denkt er könne ewig naschen

http://img219.imageshack.us/img219/7029/honybearye9.gif

wird bald erkennen
er muß sich die Hände waschen

Loosing1962
10.10.2006, 13:03
Freunde Findest Du Tief Unten
Heute war so ein Tag - ganz einfach gesagt:
Es ging alles schief, was so schief gehn kann.
Der Führerschein weg, neben dir lag im Bett
der junge Typ von nebenan, und ich ging einfach weg -
in die Kneipe am Eck, wo die ewigen Verlierer sind.
Fast jedem gings hier schon mal ähnlich wie mir,
ich weiß, daß ich willkommen bin.

Denn Freunde findest du tief unten,
da wos Menschen gibt mit den gleichen Wunden,
wo man dich versteht,
wenns mal abwärts geht.

Freunde findest du tief unten,
hab so manchen Trost bei einem Bier gefunden,
weil dort jeder weiß, wie du dich fühlst - tief unten.

An der Theke, da steht mancher, dems dreckig geht.
Da bin ich noch ein ganz harmloser Fall.
Für viele reichts hier gerade mal für n paar Bier,
doch jeder gibt sich hart wie Stahl.
Mancher hat keinen Job und erzählt immer noch,
daß der Chef ihm sagte: Ruh dich mal aus!
Dabei fällt ihm beinah eine Träne ins Glas,
ich fühl mich irgendwie zuhaus.

Denn Freunde findest du tief unten,
da wos Menschen gibt mit den gleichen Wunden,
wo man dich versteht,
wenns mal abwärts geht.

Freunde findest du tief unten,
hab so manchen Trost bei einem Bier gefunden,
weil dort jeder weiß, wie du dich fühlst - tief unten.

Denn Freunde findest du tief unten,
da wos Menschen gibt mit den gleichen Wunden,
wo man dich versteht,
wenns mal abwärts geht.

Freunde findest du tief unten,
hab so manchen Trost bei einem Bier gefunden,
weil dort jeder weiß, wie du dich fühlst - tief unten.

Sorry für die Aufregung die ich verursacht hab

Oº°‘¨Nov¨‘°ºO
17.10.2006, 17:32
Die nachfolgenden Zeilen sind nicht ganz von mir, aber ich gebe sie mal so an Dich weiter

Ich wünsch' dir einen Engel

Ich wünsch’ dir einen Engel,
der Dich begleite,
Dir den Weg bereitet
und dem in Dir

Ich wünsch’ dir viel Sonne,
anstatt einer Kolonne
aus Wolken voller Regen,
das käme nicht gelegen.

Wünsch außerdem viel Segen,
auf deinen ganzen Wegen,
die Ehrlichen und Treuen,
auf dass sie Dich erfreuen!

Für S.

LG
Nov

Oº°‘¨Nov¨‘°ºO
18.10.2006, 14:03
Die nachfolgenden Zeilen sind nicht ganz von mir, aber ich gebe sie mal so an Dich weiter

Ich wünsch' dir einen Engel

Ich wünsch’ dir einen Engel,
der Dich begleite,
Dir den Weg bereitet
und dem in Dir

Ich wünsch’ dir viel Sonne,
anstatt einer Kolonne
aus Wolken voller Regen,
das käme nicht gelegen.

Wünsch außerdem viel Segen,
auf deinen ganzen Wegen,
die Ehrlichen und Treuen,
auf dass sie Dich erfreuen!

Für J.

LG
Nov

muss korigieren war nicht S sondern J :) das Alter

luise2310
21.10.2006, 17:45
kann ich auch! :) für R.


ich wünsche dir, dass dir immer bewusst ist,
dass du nicht allein auf der welt bist.

das du anderen neidlos ihren anteil zugestehen kannst.

und das du selbst in deinem leben das bekommst,
was du brauchst.


lieben gruß nach obenunten ....westost, oder ostwest....je nach dem wie rum du stehst. :)

Oº°‘¨Nov¨‘°ºO
23.10.2006, 19:16
Kein Gedanke

nicht im Traum werd ich an Euch Denken ,
nein keine Sekunde frag ich mich,
ich werd Euch auch nichts schenken,
denn ich hab ja nichts,
doch eines werd ich Euch geben,
das ist das was keiner nimmt,
mein Ich wird an euch hängen,
schwer Verständlich?
frage mich!

Nichts gewonnen und doch Reeich,
die Angst doch zu verlieren machen alle Hoffnung weich,
Worte fallen wie gegossen,
ich sauge Diese ewig auf,
nicht versagen sagst Du mir,
dies ist ein Lebenslauf!

Ich möcht nichtn nehemen,sondern geben,
verstehen keiner wird,
den mein kleines Leben,
sagt keine Angst es wird!

Worte sind so schnell gesprochen,
nur selten halten Sie,
wenn das erste ist gebrochen,
warum Fragenen wir,
gedult ist eine Tugend aber
Sehnsucht schlummert Tief,
ich hab es nicht ausgesprochen,
und Du hörtest was ich rief!

Vielen Dank an Luise,Andreas, Snorke, Grisu, Horatio
und allen die mich stützen!

Seit langer zeit geht es mir wirklich Gut

:o Danke Dir J.


Anhang: Zur Zeit ist alles Emma " grins "

Grisu
23.10.2006, 20:02
Lieber R.




TEXT GELÖSCHT WEGEN COPYRIGHT -VERSTOß!

Bitte beachtet unsere Regeln!

cam
Von Herzen alles Liebe
Grisu:)

Oº°‘¨Nov¨‘°ºO
23.10.2006, 20:14
@ Grisu THX

es gibt Euch !
braucht man mehr zum sein?

mehr sag ich nun nicht dazu!

alllen anderen ein nettes imkomplemantent!

Oº°‘¨Nov¨‘°ºO
26.10.2006, 16:52
Einst stand einmal ein kleiner Stern

Einst stand einmal ein kleiner Stern,
am blauen Himmel so weit fern.
Die andern Sterne ringsumher,
die glitzerten wie Gold so sehr.
Erstrahlten hell im edlen Schein,
von einer Schönheit sanft und rein.

**:.. http://img167.imageshack.us/img167/2586/stern00082pw8.gif ..:**

Dem Sternlein war das Herz so schwer:

"Die andern, ja die glänzen sehr.
Und ich,
ich armer kleiner Wicht,
zum Funkeln taug ich nie und nicht."

Da weinte dann der kleine Stern
am blauen Himmel so weit fern,
als plötzlich eine Stimme klingt,
die ihm auf einmal Hoffnung bringt:

**:.. http://img167.imageshack.us/img167/2586/stern00082pw8.gif ..:**

"Du dummer, kleiner Sternemann,
was fängst du so zu weinen an?
Du bist zwar klein,
dein Herz ist aber groß und rein!"

Die Stimme, die kam aus dem Mond,
wo immer schon ein Männlein wohnt.
Es gilt als weiße, sanft und gut
und machte unserm Sternlein Mut.

**:.. http://img167.imageshack.us/img167/2586/stern00082pw8.gif ..:**

"Mach auf dein Herz, verzage nicht,
du findest Hoffnung, Wärme, Licht.
Und nur die Liebe stets gewinnt,
wenn die Schönheit längst verrinnt!"

Von nun an stand ein kleiner Stern
am blauen Himmel so weit fern.

Von einer Lieben eingehüllt,
die alle Galaxien füllt.

http://img120.imageshack.us/img120/3237/teddylovedl7.gif

Liebe J. so langsamm !!!! das ist aber ein Teil was ich an Dir ...............

nö laach hab Tastenklemmer

Tina
17.11.2006, 20:28
DANKE

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben;
sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben;
sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber danke ich all jenen,
die mich lieben so wie ich bin;
sie geben mir die Kraft zum Leben!
DANKE!


Paulo Coelho

Exberliner
17.11.2006, 22:45
DANKE

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben;
sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben;
sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber danke ich all jenen,
die mich lieben so wie ich bin;
sie geben mir die Kraft zum Leben!
DANKE!


Paulo Coelho


Streich ich die letzten vier Zeilen und wir danken Dir , dass Du uns nicht zu den anderen zählst.

Lieben Gruss
Exi

Tina
18.11.2006, 10:39
Streich ich die letzten vier Zeilen und wir danken Dir , dass Du uns nicht zu den anderen zählst.

Lieben Gruss
Exi
Ach Exi, dann streich lieber die ersten Absätze und Zeilen, dann bedanke ich mich damit bei euch. :)

Dieses Gedicht hat mich in den letzten Wochen fast täglich begleitet, und ich finde, es ist viel Wahres darin.

Und nun genug bedankt! ;)

Tina
28.11.2006, 12:12
Beziehungsweise

Ist es denn nicht möglich, sich täglich nahe zu sein, ohne alltäglich zu werden,
voneinander entfernt zu sein, ohne sich zu verlieren?

Beziehungsweise
sich maßlos zu lieben, ohne sich lieblos zu maßregeln,
einander gewähren lassen, ohne die Gewähr zu verlieren?

Beziehungsweise
einander sicher zu sein, ohne sich abhängig zu machen,
einander Freiheit zu gewähren, ohne sich unsicher zu werden?

Beziehungsweise...


Jochen Mariss

Oº°‘¨Nov¨‘°ºO
03.01.2007, 06:23
Für viele hier im Forum den man nie sagt wie Wichtig Sie sind!




Manche Menschen wissen nicht
wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.
**~_°°°_~**
Manche Menschen wissen nicht
wie gut es ist, sie nur zu sehen.
**~_°°°_~**
Manche Menschen wissen nicht
wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.
**~_°°°_~**
Manche Menschen wissen nicht
wie wohltuend ihre Nähe ist.
**~_°°°_~**
Manche Menschen wissen nicht
wie viel ärmer wir ohne sie wären.
**~_°°°_~**
Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
**~_°°°_~**
Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen.

hanna
11.01.2007, 08:40
DESIDERATA

Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke daran, welcher Friede in der Stille sein mag.

Soweit wie möglich versuche mit allen Menschen auszukommen, ohne dich zu unterwerfen.

Sprich deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Dummen und Unwissenden, auch sie haben ihre Geschichte.

Vermeide laute und aggressive Personen, sie sind eine Plage für die Seele. Wenn du dich mit anderen vergleichst, dann magst du eitel oder bitter werden, denn es gibt immer größere und geringere Menschen als du.

Freue dich über deine Erfolge und Pläne.

Nimm deine Arbeit ernst, aber bleibe bescheiden; es ist ein wirklicher Besitz in den wechselnden Geschicken des Lebens. Sei vorsichtig mit geschäftigen Dingen, denn die Welt ist voller Listen. Aber sei nicht blind für das Gute. Viele Menschen streben nach hohen Idealen und überall ist das Leben voller Größe.

Sei du selbst. Besonders heuchle keine Zärtlichkeit. Sei aber auch nicht zynisch in Bezug auf die Liebe. Denn angesichts aller Trockenheit und Entzauberung ist sie wiederkehrend wie das Gras.

Nimm gütig den Rat der Jahre an und lass mit Anmut die Dinge der Jugend hinter dir. Nähre die Stärke der Seele, um im plötzlichen Unglück nicht schutzlos zu sein. Aber beunruhige dich nicht mit Grübelein. Viele Ängste werden aus Erschöpfung und Einsamkeit geboren.

Abgesehen von einer gesunden Disziplin sei milde mit dir selbst.

Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne; du hast ein Recht hier zu sein. Und ob es dir klar ist oder nicht, kein Zweifel, das Universum entfaltet sich wie es soll.

Deshalb sei in Frieden mit Gott. Wie immer du ihn dir auch vorstellst und was immer deine Mühe und Ziele sein mögen in der lärmenden Verwirrtheit des Lebens, halte Frieden mit deiner Seele.

Mit all ihrem Schein, der Plagerei und den zerbrochenen Träumen ist es doch eine schöne Welt.

Sei achtsam und versuche glücklich zu werden.



Gefunden in der alten St.-Pauls-Kirche

Baltimore 1692

spotty
31.01.2007, 09:43
Einfach mal zum Nachdenken ......

Mein bester Freund öffnete die Kommodenschublade seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus. Es ist nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze.
„Dies kaufte ich, als wir zum ersten Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie – sie wollte es für eine besondere Gelegenheit aufbewahren. Und jetzt, glaube ich, ist der richtige Moment gekommen!“
Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen werden. Seine Frau war gestorben. Als er sich zu mir umdrehte, sagte er: „Bewahre nichts für einen besonderen Anlass auf! Jeder Tag, den Du lebst, ist ein besonderer Anlass!“

Ich denke immer noch an diese Worte .... sie haben mein Leben verändert. Heute lese ich viel mehr als früher und putze weniger. Ich setze mich auf meine Terrasse und genieße die Landschaft, ohne auf das Unkraut im Garten zu achten. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden, und weniger Zeit bei der Arbeit.
Ich habe begriffen, dass das Leben eine Sammlung von Erfahrungen ist, die es zu schätzen gilt.

Von jetzt an bewahre ich nichts mehr auf.
Ich benutze täglich meine Kristallgläser. Wenn mir danach ist, trage ich meine neue Jacke, um in den Supermarkt zu gehen. Auch meine Lieblingsdüfte trage ich dann auf, wenn ich Lust dazu habe.
Sätze wie beispielsweise „Eines Tages ....“ oder „An einem dieser Tage ...“ oder „Später ....“ sind dabei, aus meinem Vokabular verbannt zu werden.

Wenn es sich lohnt, will ich die Dinge hier und jetzt sehen ... hören .... machen ......

Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Frau meines Freundes gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sie morgen nicht mehr sein wird (ein Morgen, das wir oft zu leicht nehmen) – ich glaube, dass sie noch ihre Familie und engen Freunde angerufen hätte. Vielleicht hätte sie auch ein paar alte Freunde angerufen, um sich zu versöhnen oder sich für alte Streitigkeiten zu entschuldigen. Der Gedanke, dass sie vielleicht noch chinesisch essen gegangen wäre (ihre Lieblingsküche), gefällt mir sehr.

Es sind diese kleinen unerledigten Dinge, die mich sehr stören würden, wenn ich wüsste, dass meine Tage gezählt sind.

Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen zu haben, mit denen ich mich „an einem dieser Tage“ in Verbindung hätte setzen wollen.
Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben, die ich „an einem dieser Tage“ schreiben wollte.
Genervt, meinen Nächsten nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe.

Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte.
Ich sage mir, das jeder Tag etwas Besonderes ist ... jeder Tag, jede Stunde und jede Minute ist etwas Besonderes !

Es dauert Monate, mitunter sogar Jahre, um das Vertrauen eines Menschen zu erlangen – aber nur Sekunden können genügen, dies alles zu zerstören.
Manchmal dauert es nur eine Minute, eine besondere Person zu bemerken, eine Stunde vielleicht, um sie einschätzen zu können , einen Tag oft nur, um diese Person gern oder lieb zu haben – jedoch ein ganzes Leben dauert es dann, um sie wieder zu vergessen.
Schicke diese Worte, diese Nachricht (es ist ein Tantra aus Nordindien), die der Seele gut tun wird, an alle Personen, die Du nicht vergessen möchtest.

Wenn Du es niemanden schickst, dann bist Du wohl sehr in Eile und dabei, Deine Freunde zu vergessen.
Nimm Dir nur einen Augenblick Zeit, oder ist das, was Du eben machst, tatsächlich wichtiger für
Dich ................................




Verfasser unbekannt [/COLOR]

Mam50
05.02.2007, 15:07
Die magische Bank


Stelle dir vor, du hast bei einem Wettbewerb folgenden Preis gewonnen:

Jeden Morgen, stellt dir die Bank 86.400,- Euro auf deinem Bankkonto zur Verfügung. Doch dieses Spiel hat auch Regeln, so wie jedes Spiel bestimmte Regeln hat.

Die erste Regel ist:

Alles, was du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast, wird dir wieder weggenommen, du kannst das Geld nicht einfach auf ein anderes Konto überweisen, du kannst es nur ausgeben. Aber jeden Morgen, wenn du erwachst, eröffnet dir die Bank eine neues Konto mit neuen 86.400,- Euro für den kommenden Tag.

Zweite Regel:

Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden. Zu jeder Zeit kann sie sagen:

Es ist vorbei. Das Spiel ist aus. Sie kann das Konto schließen und du bekommst kein neues mehr.

Was würdest du tun???
Du würdest dir alles kaufen was du möchtest?
Nicht nur für dich selbst, auch für alle Menschen die du liebst......
vielleicht sogar für Menschen die du nicht kennst, da du das nie alles
nur für dich alleine ausgeben könntest.......

Du würdest versuchen, jeden Cent auszugeben und ihn zu nutzen, oder???

Aber eigentlich ist dieses Spiel die Realität:
Jeder von uns hat so eine "magische Bank".....
Wir sehen das nur nicht....die magische Bank ist die ZEIT .....

Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, bekommen wir 86400 Sekunden Leben für den Tag geschenkt und wenn wir am Abend einschlafen, wird uns die
übrige Zeit nicht gutgeschrieben....

Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, für immer verloren, Gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt sich das Konto
neu zu füllen, aber die Bank kann das Konto jederzeit auflösen, ohne Vorwarnung....

Was machst du also mit deinen täglichen 86400 Sekunden??? Sind sie nicht viel mehr wert als die gleiche Menge in Euro?
Grüße Mam

Nov
06.02.2007, 09:49
Franz Josef Degenhardt

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern,
sing nicht ihre Lieder.
Geh doch in die Oberstadt,
mach's wie deine Brüder.

So sprach die Mutter, sprach der Vater, lehrte der Pastor.
Er schlich aber immer wieder durch das Gartentor
und in die Kaninchenställe,
wo sie Sechsundsechzig spielten
um Tabak und Rattenfelle,
Mädchen unter Röcke schielten,
wo auf alten Bretterkisten
Katzen in der Sonne dösten,
wo man, wenn der Regen rauschte,
Engelbert, dem Blöden, lauschte,
der auf einen Haarkamm biß,
Rattenfängerlieder blies.
Abends, am Familientisch, nach dem Gebet zum Mahl,
hieß es dann: Du riechst schon wieder nach Kaninchenstall.

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern,
sing nicht ihre Lieder.
Geh doch in die Oberstadt,
mach's wie deine Brüder.

Sie trieben ihn in eine Schule in der Oberstadt,
kämmten ihm die Haare und die krause Sprache glatt.
Lernte Rumpf und Wörter beugen.
Und statt Rattenfängerweisen
mußte er das Largo geigen
und vor dürren Tantengreisen
unter roten Rattenwimpern
par coeur Kinderszenen klimpern
und, verklemmt in Viererreihen,
Knochen morsch und morscher schreien,
zwischen Fahnen aufgestellt brüllen, daß man Freundschaft hält.
Schlich er manchmal abends zum Kaninchenstall davon,
hockten da die Schmuddelkinder, sangen voller Hohn:


Spiel nicht mit den Schmuddelkindern,
sing nicht ihre Lieder.
Geh doch in die Oberstadt,
mach's wie deine Brüder.

Aus Rache ist er reich geworden. In der Oberstadt
hat er sich ein Haus gebaut, nahm jeden Tag ein Bad.
Roch, wie bessre Leute riechen,
lachte fett, wenn alle Ratten
ängstlich in die Gullys wichen,
weil sie ihn gerochen hatten.
Und Kaninchenställe riß er
ab. An ihre Stelle ließ er
Gärten für die Kinder bauen.
Liebte hochgestellte Frauen, schnelle Wagen und Musik,
blond und laut und honigdick.
Kam sein Sohn, der Nägelbeißer, abends spät zum Mahl,
roch er an ihm, schlug ihn, schrie: Stinkst nach Kaninchenstall.


Spiel nicht mit den Schmuddelkindern,
sing nicht ihre Lieder.
Geh doch in die Oberstadt,
mach's wie deine Brüder.

Und eines Tages hat er eine Kurve glatt verfehlt.
Man hat ihn aus einem Ei von Schrott herausgepellt.
Als er später durch die Straßen
hinkte, sah man ihn an Tagen
auf 'nem Haarkamm Lieder blasen,
Rattenfell am Kragen tragen.
Hinkte hüpfend hinter Kindern,
wollte sie am Schulgang hindern
und schlich um Kaninchenställe.
Eines Tags in aller Helle
hat er dann ein Kind betört
und in einen Stall gezerrt.
Seine Leiche fand man, die im Rattenteich rumschwamm.
Drum herum die Schmuddelkinder bliesen auf dem Kamm:


Spiel nicht mit den Schmuddelkindem,
sing nicht ihre Lieder.
Geh doch in die Oberstadt,
mach's wie deine Brüder!

spotty
08.02.2007, 16:55
Unterm Säufermond

Wieder geht ein Tag zu Ende
und die Dämmerung zieht rauf
Leise zittern ihm die Hände
und der Säufermond geht auf...

Er läuft hin und her im Zimmer
Wie magnetisch fällt sein Blick
auf die Mini-Bar - wie immer -
Gib mir doch 'n kleines Glück!

Meine Nerven die sind, ach,
die sind heut' wieder 'n bißchen schwach
meine Nerven, die sind, ach,
heut' ein bißchen schwach
Komm, mach mich wieder wach,
mach mich bitte wieder wach ...

Und der Whisky, der zieht runter
und sein Blut wird schnell und warm,
und jetzt nimmt ihn Lady Whisky
ganz zärtlich in den Arm.

Gratuliert zu den Geschäften,
die sind heute gut gelaufen!
Laß uns beide, Du und ich,
erstmal richtig einen saufen...

Meine Küsse, scharf und naß -
komm' ,erheb das nachste Glas!
Eine Nutte heute Nacht,
die's Dir für'n paar Scheine macht -
die brauchst Du nicht,
wenn Lady Whisky von der Liebe spricht...

Und die Zimmerdecke hebt sich,
und die Wände brechen ein,
auf dem Boden leere Flaschen -
und er wieder so allein ...

Menschen in Hotels sind einsam,
sie sind immer nur zu Gast.
Ewige Vertreter,
die jeder Kunde haßt..

In den Ohren ist ein Sirren,
und im Herzen ist ein Schlag,
alle Fenster hört er klirren
dieses Zimmer ist ein Sarg ...

Aus dem Fenster zu den Sternen
nur: Die kann er nicht mehr sehn
Und in dunkler Wolkenferne
scheint fahl der Säufermond ...

Ein Mann lag in seinem Zimmer
im HOTEL IMPERIAL,
mit den Nerven wurd' es schlimmer
jede Nacht 'ne neue Qual...

Dieses Leben ist so arm,
ferngesteuerte Quälerei
Öffne die Flasche
Nummer drei...

Nicht Aufgeben
18.02.2007, 13:38
Hier noch ein Lebensmotto

Wenn die Dinge in deinem Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden am Tag nicht genug sind, erinnere dich an den "Blumentopf und das Bier"!

Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige
Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr
großen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die
Studenten, ob der Topf nun voll sei.

Sie bejahten dies.

Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete diese
in den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die
Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum,
ob der Topf nun voll sein.

Sie stimmten zu.

Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in
den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er
fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei.

Die Studenten antworteten einstimmig: "ja".

Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den
ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den
Sandkörnern aus.

Die Studenten lachten.

"Nun", sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, "Ich möchte,
dass Sie diesen Topf als Repräsentation Ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle
sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre
Gesundheit, Ihre Freunde; die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte
Ihres Lebens. Wenn in Ihrem Leben alles verloren geht und nur noch diese
Golfbälle verbleiben würden, wäre Ihr Leben trotzdem noch erfüllt.

Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit,
Ihr Haus, Ihr Auto.

Der Sand ist alles andere: die Kleinigkeiten.

"Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben", fuhr der Professor fort,
"ist weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle. Dasselbe
gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten
investieren, werden Sie nie Platz für die wichtigen Dinge haben. Achten
Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. Spielen Sie mit den Kindern.
Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren
Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben, um das Haus zu
reinigen oder Pflichten zu erledigen.

Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind.
Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand."

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier
repräsentieren soll.

Der Professor schmunzelte: "Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dafür
da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es
ist immer noch Platz für ein oder zwei Bierchen."

Nicht Aufgeben
28.05.2007, 08:18
In guten Stunden
kann ich fühlen, was wahr ist

- und ich verlange
keine Beweise.

In 'guten Stunden
kann ich lieben

- ohne dass der Traum
zum Gespött wird.

In guten Stunden
sprechen die Vögel,

und die Wurzeln des alten Baums
singen.

(Rainer Malkowski)

puk
28.05.2007, 11:18
Sahst Du einst ein Glück vorüberziehen
das nie sich wieder findet
ists gut in einen Fluß zu sehen
wo alles wogt und schwindet.

Nicht Aufgeben
14.07.2007, 10:24
Winkt Dir die Liebe, so folge ihr
sind auch ihre Wege hart und steil.
Und umfahren Dich ihre Flügel,
so ergib Dich ihr,
mag auch das unterm Gefieder
verborgene Schwert Dich verwunden.

Und redet sie mit Dir,
so trau` ihrem Wort.
Mag auch ihre Stimme Deine Träume erschüttern,
wie der Nordwind den Garten verwüstet.

Liebe gibt nichts als sich selber
Und nimmt nichts als aus sich selbst heraus.
Liebe besitzet nicht und lässt sich nicht besitzen,
denn Liebe genügt der Liebe.

... (aus Schiller Weltreise)

Depechie
01.08.2007, 12:04
Du sagst du liebst die Tiere - doch du tötest sie.
Du sagst du liebst die Blumen - doch du pflückst sie.
Du sagst du liebst den Wind - doch du schliesst die Fenster.
Du sagst du liebst den Regen - doch du öffnest den Schirm.

Vielleicht kannst du mich jetzt verstehen warum ich Angst habe vor dem Tag an dem du sagst:
Ich liebe dich!

Nov
02.12.2007, 07:13
Danke.....
...oder wie Fremde zu Familie werden!

http://img161.imageshack.us/img161/9297/danke00004xq4.gif

Es gibt Menschen,
denen ich von Herzen dankbar bin.
Sie haben mir in schwere Zeit Mut gemacht.
oder so manches Mal getröstet und mich vor vielem Bewahrt.
Diese Freunde bringen mich zum Lachen, Leben und auch wieder zum Träumen.
Sie schenkt mir etwas Freude und Heil.
Sie haben zu mir gehalten,
wenn sich andere von mir abgewandt haben.
Diese Freunde zeigen mir deutlich,
dass Sie mich Mögen auch mit meinen Fehlern und Verfehlungen
und ich bei Ihnen Willkommen bin!.
Sie schenken mir das was Kostbar ist
Zeit, Wärme und Liebe!
Wenn ich auch sonst nichts hätte,
als diese Menschen,
so ist dies ein Reichtum der mit nichts zu vergleichen ist!
Alles dieses geben Sie und Forden nichts ein,
und so werden Menschen zu Familie
und geben Vieles was nicht Selbstverständlich ist!
Es ist ein Jackpot den man nicht gewinnen kann
und glücklich sind Die,
die diesen geknackt haben!

Nov
09.12.2007, 06:52
Doch als in allerneuesten Jahren
das Weib nicht mehr gewohnt zu sparen
und, wie ein jeder böser Zahler,
weit mehr Begierden hat als Taler,
da bleibt dem Manne viel zu dulden,
wo er nur hinsieht, da sind Schulden…

Johann Wolfgang von Goethe, (1749 - 1832), "aus Faus"

Nov
09.12.2007, 07:05
http://img246.imageshack.us/img246/5016/engellinielk0.gif


Engel wie Du

Engel wie Du sind da
wenn man sie braucht
Engel wie Du
hören einfach nur zu
teilen mit dir
was dich gerade beschwert
und beglückt

Engel wie Du
wissen oft selbst nicht
wie wertvoll sie sind
Drum sag ich's Dir:

"Du bist der Engel"

Vielleicht glaubst
Du es nicht
Ich sag's Dir
durch dieses Gedicht

Es ist einfach so:
einen liebevolleren
Mensch als Dich
gibt es nicht

Gudrun Kropp, (*1955)

http://img246.imageshack.us/img246/5016/engellinielk0.gif

Papaya
22.12.2007, 17:37
Leise rieselt der Schnee

Leise rieselt der Schnee
Das Christkind hat einen im Tee
Weihnachtlich glänzet der Wald
Die Massenentlassung kommt bald!

In den Herzen ist's warm
Leider sind wir all' arm
Die Sorge des Lebens verhallt
Freut euch – so wird man nicht alt!

Bald ist heilige Nacht
Die Familie hat sich verkracht
Hört nur wie lieblich es schallt:
Der Terroranschlag kommt bald!

schusselchen
14.01.2008, 09:45
"Das Böse"

Ein Mensch pflückt,
denn man merkt es kaum,
ein Blütenreis von einem Baum.

Ein andrer Mensch,
nach altem Brauch,
denkt sich,
was der tut, tu ich auch.

Ein dritter,
weils schon gleich ist, fasst
jetzt ohne Scham den vollen Ast,
und sieh, nun folgt ein Heer von Sündern,
den armen Baum ganz leer zu plündern.

Von den Verbrechern war der erste,
wie wenig er auch tat,
der schwerste.

Er nämlich übersprang die Hürde
der unantastbar reinen Würde.


(© Text by Eugen Roth)

schusselchen
15.01.2008, 20:16
Wir sind alle dazu bestimmt zu leuchten


Wir sind alle dazu bestimmt zu leuchten!

Unsere tiefgreifende Angst ist nicht, daß wir ungenügend sind.
Unsere tiefgreifende Angst ist, über das Meßbare hinaus kraftvoll zu sein.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?

Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?
Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtendes daran, sich so klein zu machen,
daß andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.

Wir sind alle bestimmt zu leuchten, wie es die Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist,
zu manifestieren.

Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen.
Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen, geben wir unbewußt
anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir von unserer Angst befreit sind,
befreit unsere Gegenwart
automatisch andere.

NELSON MANDELA

Titan12
15.01.2008, 20:34
Leise rieselt der Schnee

Leise rieselt der Schnee
Das Christkind hat einen im Tee
Weihnachtlich glänzet der Wald
Die Massenentlassung kommt bald!

In den Herzen ist's warm
Leider sind wir all' arm
Die Sorge des Lebens verhallt
Freut euch – so wird man nicht alt!

Bald ist heilige Nacht
Die Familie hat sich verkracht
Hört nur wie lieblich es schallt:
Der Terroranschlag kommt bald!

wo haste denn dat her:D


Gruß: Titan12

Memory82
25.01.2008, 00:34
Hoff hier darf jeder posten :confused: :o

Leise mit stillen schritten
Leise ganz langsam
Unbemerkt, ungeahnt
Kein wiederstand

Leise mit schnellen schritten
Leise immer nähr
Unsichtbar, machtvoll
Keine gegenwehr

Angekommen
Bevor bemerkt
Schon da ganz nah
Kein hindernis

Fragst nicht
Sagst nichst
Auch schon geschehen
Kein zurück

Schon fort
Von diesem ort
Leise gegangen
Kein wieder sehn

Stille umgibt
Kälte spürend
Für immer
Verloren

Memory82
25.01.2008, 00:41
Gemeinsam

Wenn du die Augen auf machst da schau
Die Welt in der du lebst ist ziemlich rau

Da gibt es in der nacht
Kein einzigen der wacht

Klein und zart wurdest du geboren
Doch deine Seele ist sehr früh schon erfroren

Sie taten dir so sehr so unendlich weh
Deine ungeweinten tränen füllen einen riesigen See

Nun ist dein kleines herz
So überfüllt mit all dem schmerz

Du suchst schon so lange nach dem licht
Was sie dir raubten als du noch warst ein kleiner wicht

Gedrängt wurdest du von ihnen mit dem rücken an die wand
Sie hatten so unsagbar viel macht in ihrer hand

So klein warst du so ruhig so stille
Gefragt wurde nicht was ist dein eigener Wille

Sie ließen dir keine einzige Wahl
Brachen deine Seele was für riesen Qual

Entfliehen musstest du aus deinem Körper nun
Um zu überleben was sie mit dir tun

Du hast ihnen dann deinen Körper gegeben
Nur so konntest du letztendlich doch überleben

Entflohen die Seele in lichtvolle schöne hallen
Damit du nicht kannst für ewig fallen

Irgendwann hast du einmal mit ihnen gerungen
Doch sie waren stärker und haben dich immer weiter gezwungen

Da entwich dir dein letzter mut
Und nichts blieb übrig auch keine Wut

Die Seele rand voll mit leid gefüllt
Dein Körper in eine Maske gehüllt

Du fragst nun wann fing das alles denn nur an
Wann kam als ich Kind war dieser erwachsene Mann

Jahre ist es nun schon her
Doch die Vergangenheit lasten auf dir schwer

Nun herrscht in dir ein tobendes Meer
Dabei wünscht du dir Frieden doch so sehr

Sie nahmen dir das Wichtigeste im leben
Und niemand kann dir das je wieder geben

So viele Jahre ist es nun her
Warum nur fällt es jetzt so schwer

Weil die Erinnerungen nun brechen über dich ein
Trau dich ruhig nun darfst du endlich wein

Nun darfst du reden jedes ungesagte wort
Und damit jagen wir die Dä monen fort

An diesem ort bist du sicher hier
Bitte versuch zu glauben das mir

Niemand hier wird dich je mehr beschämen
Oder versuchen dir das recht auf ein leben zu nehmen

Suche und finde deinen weg mit uns gemeinsam
Ab jetzt musst du nie mehr sein einsam

Es gibt auch für dich im leben eine Wende
Und die Vergangenheit findet dann ihr ende

Sie haben nie mehr über dich macht
Ich halte deine hand wenn darf ganz sacht

Es wird dir hier niemand mehr etwas tun
Und deine Seele und dein herz können endlich ruhn

Papaya
29.01.2008, 23:29
wo haste denn dat her:D

Du wirst lachen - das hab ich mir selber zusammengereimt, als zu Weihnachten das Budget auf dünnem Eis lag...

Freundliche Grüsse!

schusselchen
01.03.2008, 00:25
Falscher Verdacht

Ein Mensch hat meist den übermächtigen

Naturdrang, andre zu verdächtigen.

Die Aktenmappe ist verlegt.

Er sucht sie, kopflos und erregt,

Und schwört bereits, sie sei gestohlen,

Und will die Polizei schon holen

Und weiß von nun an überhaupt,

Daß alle Welt nur stiehlt und raubt.

Und sicher ists der Herr gewesen,

Der, während scheinbar er gelesen -

Er ahnt genau, wie es geschah . . .

Die Mappe? Ei, da liegt sie ja!

Der ganze Aufwand war entbehrlich

Und alle Welt wird wieder ehrlich.

Doch den vermeintlich fremden Dieb

Gewinnt der Mensch nie mehr ganz lieb,

Weil er die Mappe, angenommen,

Sie wäre wirklich weggekommen -

Und darauf wagt er jede Wette -

Gestohlen würde haben hätte.

(Eugen Roth)

schusselchen
01.03.2008, 00:30
Richtig und Falsch

Ein Mensch trifft einen in der Stadt,

Der, ihn zu treffen, Freude hat

Und ihm zum Gruße unbekümmert

Die linke Schulter halb zertrümmert.

"Na, herrlich!" ruft er, "alter Knabe,

Gut, daß ich dich getroffen habe.

Ich wette, du läßt dich nicht lumpen,

Mir eine Kleinigkeit zu pumpen,

Fünf Mark bis morgen oder zehn.

Recht vielen Dank, auf Wiedersehn!"

Der Mensch ist noch im ungewissen,

Wieso man ihm zehn Mark entrissen,

Als schon ein zweiter ihm begegnet,

Der diesen Zufall grad so segnet.

Mit Seufzen hebt er an die Klage

Von der zur Zeit sehr schlimmen Lage,

Und zwar a) von der allgemeinen,

b) insbesondere von der seinen.

Der Mensch, indes der andere stammelt,

Sich still die Abwehrkräfte sammelt

Zur Rede, welche mild gedämpft

Des andern Absicht niederkämpft.

Moral: Von Wert ist nur der rasche

Zugriff auf deines Nächsten Tasche.

(Eugen Roth)

Nicht Aufgeben
28.04.2008, 18:14
Gedanken: Glück suchen


Das Glück musst du
In kleinen Dingen suchen.

Ja, in kleinen Dingen.

Die großen sind zu teuer,
darauf musst du zu lange warten.

Glaube an das Leben,
glaube an dich selbst,
glaube an die Liebe,
glaube an deine Mitmenschen.

Hör auf, zu klagen.

Genieße das, was du hast,
und warte nicht auf morgen,
um glücklich zu sein.

Sei heute glücklich, jetzt!

Phil Bosmans

Flo2oo6
24.12.2008, 08:09
Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,

durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.

durchlaufe die Jahre die ich ging,
stolpere über jeden Stein über den ich gestolpert bin,

stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter .......
genau wie ich es tat.

Und erst DANN kannst Du urteilen über mich...

Nicht Aufgeben
04.01.2009, 15:08
Wer es hat, ist unzufrieden.
Wem es fehlt, dem nützt es nicht.
Wo es aufgestapelt lieget,
tut es keine gute Pflicht.

Wer von Zinsen gar kann leben,
dem wird aber auch nicht wohl -
denn dieser Krösus ist wahrhaftig
außen voll - meist innen hohl.

Wer das Geld hat einst erfunden,
der wusste zwar, das, was er tat.
Er konnte aber niemals wissen,
welch' böse Folgen dieses hat.

working-girl
10.02.2009, 14:40
Es gibt Dinge, die trägst du so tief in
deinem Herzen dass nicht einmal die Realität
sie zu zerstören vermag.

Es gibt Momente, die dich so sehr berühren
dass ein Wort ausreicht um dich zum Weinen
zu bringen.

Es gibt Augenblicke in deinem Leben, die du
für kein Geld der Welt tauschen würdest.

Es wird Menschen geben, die dich immer
lieben werden , selbst über den Tod hinaus.

Es wird aber auch Schatten geben, die sich
über dein Dasein legen.

Es wird Regentage geben, die das Gefühl
aufkommen lassen die Sonne wäre gestorben.

Es wird Tage voller Leid, Angst, Kummer und
Schmerz geben die es schaffen, dass du
anfängst an dir zu zweifeln.

Und es wird Momente geben, in denen du
lieber sterben möchtest als sie länger zu
ertragen.

Egal wie dunkel die Tage zu sein scheinen.
Egal wie traurig du bist.
Egal welche Nachricht dir Sorgen bereitet.
Egal wo du bist und was du tust.

Wichtig ist, dass du zu deinen
Entscheidungen stehst.
Wichtig ist das Aufstehen, nach dem Fall.
Wichtig ist der Glaube an Dich selbst.
Wichtig ist es, niemals sein Ziel zu
verlieren.

Erst wenn du angefangen hast, an dich selbst
zu glauben, statt an dir zu zweifeln,

Erst wenn du begriffen hast, dass das Leben
eben aus Licht und Schatten besteht,

Erst wenn du dir sicher bist, deinen Weg
gefunden zu haben,
und erst wenn du weißt, wer du wirklich
bist, hast du dieses Leben verstanden und
bist bereit, alles was zu kommen vermag,
zu schaffen!!!

supergau2008
08.03.2009, 20:38
In der Stille der Nacht

In der Stille der Nacht
berührte mich sacht
der süße Engel der Ewigkeit.
Wir schwebten in sinnlicher Leichtigkeit
über den grauen, düsteren Horizont,
welcher das Jenseits vom Diesseits sorgsam verschont.

Der Engel, gar liebreizend und schön,
er lockte mich, mit ihm zu gehen,
um zu schauen die wundersame Welt,
welche all unsere Seelen erhellt,
sobald wir überschreiten den Horizont,
welcher die Seelen dort vor uns hier verschont.

"Du kannst nicht hier sein und dennoch leben,
doch heute will ich dir Einsicht geben
in das, wovon du geträumt so oft,
dir zeigen all das, was du ständig gehofft.
Du darfst diesen unendlichen Frieden spüren,
vertrau' mir und lasse dich von mir führen
durch Ruhe, Glückseligkeit, unendliche Pracht,
welche behutsam und stetig sehr gut bewacht
von zwei Engeln, die steh'n vor dem Tor zu der Welt,
in der nicht Rang oder Reichtum zählt,
sondern das, was du am Nächsten getan,
ob gut oder böse, alles kommt irgendwann
auf dich zurück, das merke dir gut,
so sei ewig vor Bösem auf der Hut."

Er zeigte mir Felder und Wiesen und Seen,
Blumen und Tiere, so wunderschön,
mit nichts vergleichbar von uns'rer Welt,
in der die Schöpfung nicht mehr viel zählt.
Dort gibt's keinen Hass, keinen Hunger, kein Leid,
nicht Alleinsein noch Tränen, noch Krieg oder Neid.
Alle die, die dort wohnen, sie kennen sich
und viele and're, die achten auf dich,
gewähren dir Schutz und senden dir Kraft,
weil sie freudig stets sehen, was du geschafft.

Ich durfte sehen ihr Glück und das Licht,
welches das irdische gleißend durchbricht.
Es wartet auf Seelen, die wirken hier unten,
bis sie den richtigen Weg gefunden,
der auch sie führt in die Geheimniswelt,
in der nicht Irdisches, sondern Tun nur zählt.

Es wirkte all dies auf mich wie ein Traum,
ich hielt meine Gefühle schwer nur im Zaum,
so schön war es hier, so friedlich und hell,
all diese Farben, nichts ging hier schnell,
sondern ruhig und gelassen, als wär's eine Zeit,
die man dort oben nicht wie die hier einteilt.

Ein Miteinander und friedliches Wirken
der Wesen, die engelsgleich all den Neuen,
die kommen zum Bleiben voll der Liebe erfreuen
an ihrer neuen, reinen und schönen Welt.
Was ich durft' erblicken und kurz erleben,
es hat mir für den schweren Weg viel gegeben,
der mich wird führen alsbald hierher,
über Steine, durch Tränen, durch tosendes Meer.

Dann sagte der Engel der Ewigkeit:
"Du hast viel gesehen und kamst sehr weit
in unserer Welt, doch nun ist es Zeit,
dass du zurückkehrst in dein irdisch' Sein.
Es ist deine Aufgabe, du hast viel zu tun
IHM zur Freude, dann kannst auch Du ruh'n
im Land der zeitlosen Ewigkeit,
die für dich weit, unerreichbar scheint,
die voller Inbrunst du ununterbrochen ersehnst.
Ich weiß, Du erwartest, dass Du bald gehst.
Doch alle, die hier ihren Frieden gefunden,
haben sich, wie Du, durch alles Leid gewunden.

Auch Du wirst erhalten die Hilfe und Kraft,
mit der Du gar oft unmögliches schaffst.
Halte durch und geh' deinen Weg allein,
all das, was Du tust, wird umsonst nicht sein.
Sieh diesen düsteren Horizont: was vor ihm endet,
beginnt hinter ihm neu, er allein wendet
die Zeit und die Welten, das Licht und die Pracht.
Alsbald wirst Du sehen, was Du erbracht
deinem Vater und Schöpfer, der dich stets bedacht
mit Glück und mit Frohsinn, mit Tränen und Freude,
jener, der würdigt geläuterte Seelen, nicht Leute,
die durch irdisches Horten ihn oft vergessen,
gar leugnen und spotten, auf Macht besessen,
auf Rang und auf Reichtum, sie blicken durch eine Nebelwand,
die, wenn ER will, verschwindet durch seine Hand,
um ihnen zu zeigen, worum es geht,
worum sich im Leben alles dreht.

Sei getrost und nimm das Geschaute zu Herzen
auch bei all Deiner Trauer und deinen Schmerzen.
ER kennt dich und weiß um all deine Not,
aber auch, dass du dennoch nicht leugnest Gott,
nicht IHM gibst die Schuld an dem was geschehen,
aber dennoch - ER hat es alles gesehen.
Die, die getan und fröhlich leben,
die dich zerbrochen, geschändet, gegeben
dir ein Dasein, welches oft nicht zu ertragen.
Doch sie wird ER eines Tages fragen,
zur Rechenschaft ziehen und ihnen sagen,
was falsch war und was sie dir angetan,
halt' durch und warte, denn die Zeit schreitet voran.

Nun musst Du mir folgen zurück zu der Welt,
in der Du so oft schon die Tage gezählt.
Nimm all das, was du durftest schauen,
und rufe es ab, sollte es Dich grauen.
Denke stets daran, was ich Dir gezeigt
und sei Deinem Leben zugeneigt.
Vielleicht, irgendwann, siehst Du mich wieder,
denn ab und zu steig ich zur Erde nieder
zu suchen die, die verzweifelt sind,
deren Klagen durchdringt den lautesten Wind."

So bracht' mich der Engel der Ewigkeit
den Weg zurück, welcher nicht allzu weit.
Ganz sanft, besinnlich und liebevoll
und nahm hinweg Verzweiflung und Groll.
Er drehte sich um und winkte mir zu,
ein letztes Mal, und ich legt' mich zur Ruh'.

Bald schon endete die Stille der Nacht,
die mich so oft nachdenklich macht.
Sie wich dem Morgen
und nahm meine Sorgen
für dieses Mal mit, hinter'n Horizont,
welcher das Jenseits vom Diesseits sorgsam verschont...


Will sagen: es gibt Hoffnung, wenn's auch manchmal noch so trüb ausschaut und man meint, dieses berühmte Lichtlein hätte jemand gestohlen und für immer ausgelöscht. Es wird immer wieder irgendwie weitergehen, und wenn nicht hier, dann eben woanders...

debtor
30.06.2010, 23:27
kein weiterer Text