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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Handeln um RA Honorare.



Felsenbirne
26.04.2005, 16:17
Die Anwälte werden schon etwas nervös.

Ab 1.07.2006 wird es möglich über das Honorar der Anwälte für Auskünfte und Beratung frei zu verhandel.

Die gilt aber nur für Sachen die nicht Gerichtsanhängig sind.

Für Gerichtsverfahren wird weiter wie bisher nach Brago abgerechnet.

Also jetzt beginnt endlich eine Zeit, in der man nicht einfach nach der Gebührenordnung abkassiert wird, sondern man kann zuerst jeden Vorgang und jede Beratung preislich frei vereinbaren.

zini
26.04.2005, 17:04
hallo felsenbirne, da du offensichtlich jede menge erfahrung hat, frag ich mal zu ra-gebühren. wann ist es sinnvoll nach bargo und wann nach stundensatz.
ich weiß, das ist sehr allgemein.
danke
zini

Felsenbirne
27.04.2005, 07:36
Ich habe den Thread mit dem Gedanken eröffnet, schon jetzt mit den Anwälten darüber zu verhandeln.

Das heißt, man könnte doch schon bei jedem neuen Vorgang und Gespräch mit dem Anwalt nach einer günstigeren Kostenregelung fragen und auch darauf bestehen.

Ein Versuch ist es immer Wert.

Die Frage nach Stundensatz ist sehr offen.

Weil jeder RA kann den Stundensatz nennen, den er als Anwalt für seine Beratung angemessen hält.

Top Anwälte verlangen schon mal 500 € und mehr / h

Da die allerwenigsten Rechtssuchenden die Gebührenordnung kennen, macht es einfach Sinn, einen Preis für eine Beratung zuvor abzufragen.

Und auch Preisvergleiche anzustellen.

Nur ein Vergleich ob auch angemessene Qualität vom RA geliefert wird, die kriegt man zuvor nicht.

Unregistriertes
27.04.2005, 07:43
Ich habe den Thread mit dem Gedanken eröffnet, schon jetzt mit den Anwälten darüber zu verhandeln.

Das heißt, man könnte doch schon bei jedem neuen Vorgang und Gespräch mit dem Anwalt nach einer günstigeren Kostenregelung fragen und auch darauf bestehen.


Sie können auf vieles bestehen, der Anwalt darf aber nicht darauf eingehen, denn Anwälte dürfen nach jetziger Rechtslage nicht weniger als nach RVG abrechnen.

Felsenbirne
27.04.2005, 07:47
Sie können auf vieles bestehen, der Anwalt darf aber nicht darauf eingehen, denn Anwälte dürfen nach jetziger Rechtslage nicht weniger als nach RVG abrechnen.

Es gibt genug Junge die Hunger haben und davor stehen entweder nix oder etwas und die müssen nicht unbedingt schlechte Anwälte sein, nur sie sind noch unzureichend bekannt.

Und die werden lieber mit weniger, als mit nix zufrieden sein.

Was einer darf und was einer tut, wenn er Hunger hat sind 2 paar Schuhe.

Und aus der Vergangenheit als ich mehrere Firmen führte waren auch schon vor Jahren Anwälte und wirklich Gute zu Zugeständnissen bereit.

Es macht schon einen Unterschied zu wissen, hier bekomme ich einen Mandanten der mir viele Geschäfte bringen kann.

So haben die Notare, die ja wirklich nur nach der Gebührenordnung abrechnen dürfen und die auch von der Aufsicht kontrolliert werden ( Rheinlandpfalz)
die meisten Vertragsentwürfe, die zu berechnen wären nicht berechnet.

nixfürungutaber
28.04.2005, 14:31
Es macht schon einen Unterschied zu wissen, hier bekomme ich einen Mandanten der mir viele Geschäfte bringen kann.

Klar, und bei uns übersolventen Klienten hier ist da bestimmt jeder Rechtsanwalt superscharf auf die neuen vielen Geschäfte ;-).

Felsenbirne
28.04.2005, 15:22
Klar, und bei uns übersolventen Klienten hier ist da bestimmt jeder Rechtsanwalt superscharf auf die neuen vielen Geschäfte ;-).

Kleinvieh macht auch Mist.

Und Junge Anwälte die anfangen, haben erst mal ein Problem überhaupt bekannt zu werden.

Und im Büro sitzen und auf Aufträge zu warten und der drohenden Inso ins Auge zu sehen, ist ja schließlich auch nicht gerade der Traum eines jungen Anwalts.

Ähnlich dem Zahnarzt der hier neulicht gepostet hatte, dass er die Helferin nicht mehr bezahlen könnte.

Der hätte gerne 20 neue Patienten pro Monat, selbst zum halben Preis, wenn sie nur in seine Praxis kämen.

Auch ein Problem der zu geringen Werbung / Bekanntheitsgrad.