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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schulden beim Türk. Konsulat



Norbert Buechler
12.04.2005, 06:32
Hallo,

ein Schuldner, der die Verb.InsO plant, hat u.a. eine Forderung (3750,- EUR)aus der "Freikaufsumme" für den Wehrdienst in der Türkei. Das hiesige türkische Konsulat treibt die Summe ein.

Würde diese Forderung normal der Restschuldbefreiung unterliegen?

Der Mann hat türkische Staatsbürgerschaft. Er könnte zwar die deutsche Staatsbürgerschaft haben, dann wäre die Forderung nach seinen Angaben hinfällig (habe ich nicht überprüft), aber dann könnte er drei Jahre lang nicht in die Türkei. Das will er nicht wg. seinem krankem Vater in der Heimat.

Gibts Erfahrungen?

Vielen Dank!

Grüße
Norbert Büchler

Willy
12.04.2005, 14:16
Nach deutschem Recht: mit aufnehmen.

Ob das nach türkischem Recht zu einer Befreiung / Erlaß führt, ist mE eine Frage des IPR und deshalb auch im türkischen Recht zu prüfen.

W O L F G A N G
14.04.2005, 16:20
habe mich mal mit unserem "Ausländerbeauftragten" in Verbindung gesetzt. Die Nichtzahlung führt zu gravierenden Nachteilen für den Betreffenden (erbrechtlicher und einreiserechtlicher Art). Dies sollte gut abgewogen werden. Wenn Du dies genauer wissen willst, mail mich mal an, ich stelle dann den Kontakt mit meinem Koll. her.

gruß

Wolfgang

Lionel
21.04.2005, 10:32
Evtl. als "Altenative": Ableistung des Wehrdienstes in der Türkei. Unser Gericht sieht dies als Insounschädllich an, da für Klient gesetzlich vorgeschrieben. Wichtig in diesem Fall hier jemanden für das Verfahren zu bevollmächtigen.
Wg. Ausländerrecht: Auf Antrag kann Bescheinigung ausgestellt werden, die eine Wiedereinreise ermöglicht.

LG
Lionel