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rike3
08.08.2008, 18:30
Gruppe: Wir waren Helden
Wir sind Helden!

Wenn du NACH 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun!
Aber du solltest trotzdem weiterlesen.
Schon allein, um zu verstehen, warum die PAMPERS-Generation (zu der du vielleicht auch gehörst) keine Helden hervorbringen wird.

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium.
Das Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Finger,
und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.
Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach
einigen Unfällen klar.
Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.
Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht einmal ein HANDY dabei!

Wir haben uns geschnitten, brachen uns Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. NIEMAND HATTE SCHULD AUSSER UNS SELBER!

Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“. Kannst Du Dich noch an „Unfälle“ erinnern?

Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.

Wir aßen ungesundes Zeug (Schmalzbrote, Schweinsbraten usw.), keiner scherte sich um die Kalorien und trotzdem war keiner fett. Wir tranken Alkohol und trotzdem wurde keiner alkoholsüchtig. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo64, X-Box, Video-Spiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video und DVD, Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms, Jahreskarten im Fitness-Club, Handys etc.

WIR HATTEN FREUNDE!

Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu denen nach Hause und klingelten. Manchmal gingen wir auch ganz einfach so hinein. Ohne Termin und Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns …

Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele selber aus. Wir aßen Würmer und es traf nicht ein, dass die Würmer in uns weiterleben. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.

Fahrräder (nicht Mountain-Bikes) wurden von uns selber repariert. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

Wir bumsten quer durch den Gemüsegarten, hatten jede Menge Sex. Wir wussten zwar nicht immer, wer gerade mit wem, aber das war egal. Wir mussten uns nicht Pornos aus dem Internet laden, wir machten sie selber.

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken.

Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel herausholen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei.

Na so was !
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.

Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit allem mussten wir umgehen, wussten wir umzugehen!
Und du gehörst auch dazu?!

Herzlichen Glückwunsch!
Geboren nach 1980 … SO, JETZT WISST IHR WARMDUSCHER DAS AUCH!

Geboren vor 1980: Wir sind HELDEN!
gefunden unter wer-kennt-wen.de in der gruppe Wir sind Helden

joshua64
08.08.2008, 18:36
Ich bin Jahrgang 64 und wenn ich das lese,kommen richtig gute Erinnerungen zu Tage.Die waren eigendlich schon lange vergessen.
Werde mir das mal kopieren und meinen Kids zum Lesen geben.

Gruss

joshua

andreas2504
08.08.2008, 18:39
das die wuermer nicht weiterleben, kann ich nicht bestaetigen.

frag mal meine beiden prinzessinen, irgendwie haben die staendig wuermer.
der apotheker fragt schon, ob wir ne hundezucht haetten, weil wir so oft wurmkuren kaufen.

und manchmal sind sie so dreckig, das ich gar nicht weiss, wer von den 2dutzend goeren die bei mir da so rumtoben, wirklich meine beiden sind.
aber macht nix, wir kriegen die alle satt.

lg
andreas

rike3
08.08.2008, 18:42
Ja , ja bei mir kamen auch viele schöne Erlebnisse wieder hoch ;) .

lilifee
08.08.2008, 18:46
:D echt klasse , danke Rike ,so war es halt und es war gut so.

LG Lilifee

rike3
08.08.2008, 18:48
ja der das auf der genannten HP erstellt hat, der hat sich einen guten text einfallen gelassen

John+Fam
08.08.2008, 18:55
Ich bin Bj.65 und kann nur sagen ja ja die gute alte Zeit wo ist sie nur geblieben.

Wäre ich nochmal so jung ich würde alles genaus machen wie früher.:cool:

Danke rike3 schöner Einstand ins Wochenende.

Lg John

sumsebrumse
08.08.2008, 21:29
Ich bin BJ 68.

*seufz* war das eine schöne Zeit.

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaber *g* zum Glück gehöre ich nicht zur Mütterfraktion die gleich einen hysterischen Anfall bekommt, wenn der Junge mal mit nem blauen Auge nach Hause kommt.

Manchmal ist es gruselig, richtig gruselig wenn ich auf Elternabenden die Übermütter sehe (will keinem zu nahe treten)

Archimedeus
09.08.2008, 00:31
Damals wurde noch Eishockey auf zugefrorenen Flüßen gespielt und wenn ein Mitspieler durchs Eis eingebrochen ist, mußte er halt warten bis nach dem nächsten Torschuß jemand Zeit hatte ihn wieder herauszuziehen.
Nach Spielende zog man ihn dann steifgefroren hinter sich her, zur Schule.
Dort bekam er dann den Platz direkt am Ofen.

Ach waren das noch schöne Zeiten.......:cool:

Gruß Archie :)

Claus Triebiger
09.08.2008, 00:54
Hallo,

Der Text ist ganz nett,
für die Lektüre im Bett
hübsch satirisch,
ein wenig lakonisch,
auch drakonisch

aber mir ist nicht so ganz klar, was der Autor eigentlich sagen will.
Ich hätte so meine SChwierigkeiten, wenn mir das im Deutschunterricht vorgesetzt worden wäre.

Ist das der Seufzer, dass früher, in der guten alten Zeit, alles besser gewesen sein soll?
Was meinen die Schreiber, wenn sie da mitseufzen über die gute alte Zeit?
Dass in der heutigen Zeit vieles verloren gegangen ist?
Er ruft Erinnerungen hervor?
Nur gute?

Ein Seufzer, den jede Generation aufs Neue wiederholt.
Und das seit mindestens zweitausend Jahren
macht diesen Text doch ein wenig suspekt.

Wieder ein Beispiel dafür, dass unsere Gehirne sich an Unangenehmes nicht erinnern, dass sie aussieben, was doch sehr schmerzhaft war?

Wirklich alles zu weich, zu kinderorientiert heute?
Soll das der Aufruf sein zurückzukehren zu schwarzer Pädagogik?
Der Aufruf, die Kinder wieder sich selbst zu überlassen.
Tag und Nacht.
Aufruf zur Vernachlässigung?
Oder nur Satire?
Oder was eigentlich?

Vielleicht bin ich selbst zu früh dran, mit meinem Geburtstag.
vielleicht kann ich da nicht mitreden,
aber die 50er und 60er Jahre, die 70er kamen mir in keiner Weise romantisch vor.
Ich hatte glücklicherweise Eltern, die sich kümmerten und bemühten, auch wenn die Umstände es ihnen schwer machten.
Eine Kindheit voller Geschichten, Erlebnisse, Wanderungen, Erfahrungen.
Ich danke es ihnen sehr, dass sie ansprechbar waren, mich beschützten, dort, wo es ihnen zu Zeiten, in denen in Kindergärten noch Ecke stehen angesagt war, in denen es noch Essensentzug und Prügel setzte, möglich war .
Dass sie aufzeigen konnten, was wirkliche Nähe bedeutet und nötige Distanz.

Ein ausgeschlagener Zahn war etwas überaus Schlimmes,
das blaue Auge genauso.
Ich war froh um jedes Wort des Trostes, das mir nach solchen Vorfällen gegeben wurde.

Warum also verklärende, rückbezügliche Seufzer in dieser Sehnsucht nach vergangener Härte?
Für die Kriege, die von den Erwachsenen geführt wurden?
gegen die eigenen Kinder?
Jede Zeit hat ihre Erscheinungen.
Es gibt nun wirklich nichts, dem man nachtrauern müsste.
Die Zeit, die hier so freundlich beschworen wird, war, wie jede Zeit,
unsagbar hart .
Es gibt da kaum einen Unterschied zu heute.
Nur heute wird nicht mit Fäusten gegen die Kinder gekämpft, sondern mit Medien
Auch heute wird von den Eltern gekämpft ohne Ende, um diesselben Dinge.
Um ein wenig Wurst auf dem Brot, um einen Job, der einen erfüllt,
überhaupt um einen Job,
um Anerkennung und Liebe manchmal auch,
in diesem Winter wahrscheinlich um Wärme, um eine Heizung..
Und wird das später Niederschlag in einem seufzenden Gedicht finden?
„wir waren damals hartz vierler, wir froren auch tagsüber im winter und lutschten am eis"

Was dieses Stück beschreibt ist ausschließlich die Erfahrungswelt der Kinder die unten standen. Dort, wo über Geld verfügt wird, und damit über Lebensläufe, dort, wo wirkliche Herrschaft ausgeübt wurde, würden solche Sätze nicht passen. Oben, ganz oben, achtete man, schon immer in der Geschichte, sehr darauf, dass die Kinder später die Führung weiterführten, im Stafettenlauf der Geschichte auch oben blieben. Dass sie Bildung bekamen, gesund ernährt wurden, Elitebewußtsein heranbildeten, versorgt waren.

Das Stück ist ein Bekenntniss, dass das Unten akzeptiert wird.
Wir waren arm, aber hart.
der arme Edle?
Und deshalb heldisch?

Kinder bleiben,
unten,
auf der Strecke. Damals wie heute.
Die ausgeschlagenen Zähne?
Bitte schön, die gibt es heute auch, in der Bronx von Offenbach beispielsweise.
Nur findet das dort keiner sonderlich begrüßenswert.

Und welche Helden, bitte schön, sollen aus dieser Generation hervorgegangen sein?
Wo sollen denn die wirklich innovativen Leute aus der Zeit vor 1980 sein?
Was ist denn nun wirklich erreicht worden?
Noch bessere Waffen? Ist das gemeint?
Noch besser, noch schneller, noch höher und weiter, und was sonst?
Mehr Technik?
Geht es nur um einen Deut menschlicher zu?
War das wirklich heldisch, was diese Generation bislang hervorbrachte?

Die 50er, 60er, 70er Jahre waren auch die Hochphasen
der Prügel,
des seelischen, körperlichen und sexuellen Missbrauchs von Kindern,,
der absoluten Vernachlässigung,
der Zertrümmerung von Lebensvorstellungen und Lebenskonzepten,
der Einöde, der Enge, des Muffs, der Käfige,
des fehlenden Trosts..
Kinder, die nach Liebe plärrten….
und heute seufzend verklären?.
Und gleichzeitig eine Therapie nach der anderen abwickeln?
Es gibt kaum einen Grund, dieser gnaden-losen Zeit schmachtend literarisch hinterherzuhaucheln.
Es gibt kaum einen Grund überhaupt irgend einer Zeit nachzutrauern.
Es gibt auch kaum einen Grund, die sogenannten Fortschritte unserer Zeit nur gut zu finden.
Es wird das Eine gegen das Andere gestellt.
Und es ist doch das Gleiche.

Sicher blühte damals auch Schönheit,
aber nur dort, wo sie übersehen wurde,
blüht sie auch heute, in versteckten Nischen kann man sie entdecken,
aber man muss schon gut sehen können.
Und wer kann das schon.
Im Zeitalter der Beschleunigung.

Es wäre eine Literatur angebracht, die weniger seufzt
und klarer sieht. Auch das Schöne wahrnehmen kann.
Und mitbekommt, dass es neben dem Schönen
ziemlich derbe und kalt
zuging, in den ersten Jahrzehnten der Republik.


Gruß
Claus

Lucky_Luke
09.08.2008, 01:17
Es gibt nun wirklich nichts, dem man nachtrauern müsste.

Doch, dem Sex quer durch den Gemüsegarten. ;)

andreas2504
09.08.2008, 06:57
sex im gemuesegarten hatten ich nie, aber bei uns gabs 5minuten entfernt ein baggerloch... mit nem waeldchen drum.

ich finde das die welt derzeit zuviele regeln hat, viel zu viel.
und das unterscheidet die 60/70 jahre von heute. kinder hatten damals wesentlich mehr freiheiten.

heute ist das baggerloch eingezaeunt, nicht mehr frei betretbar, weil es zum sicherheitsgebiet des flughafens gehoert.
was hat sich geaendert? nichts. nur ein zaun mehr auf der welt.

lg
andreas

Claus Triebiger
09.08.2008, 09:29
Guten Morgen Andreas,
freut mich,das wenigstens einer mal versucht inhaltlicher zu werden.
Es stimmt völlig, es gibt viel mehr Zäune heute, manche sogar schärfstens bewacht.
Fällt mir zum Beispiel auch der Millionen-Euro-Zaun in Heiligendamm ein, hinter dem die Hüter der Freiheit sich schützen mussten.

Kann ich nur zustimmen.
In manchen Gegenden hatten Kinder mehr Freiheit, mehr Platz.
Und das ruft Sehnsucht hervor. In den Städten aber niemals.

Aber das wurde in dem Text meiner Meinung nach nicht thematisiert. Ich habe leider Erinnerungslücken, aber der Text ist einmal in einer Talk-Show vorgelesen worden, so oder so ähnlich ist es ein professioneller Text, von einem professionellem Schreiber und der Applaus, den er bekam, von überwiegend rechten Leuten, denen es überall dort, wo Kinder "gehortet" ´werden zu seicht zugeht, hat mich seinerzeit schon gestört.

Und was, ich wiederhols als Frage am samstäglichen Morgen, ist denn die Message.
Härte ist o.k?
Durchhalteparole?
Wohin Durchhalteparolen führen, müssten wir eigentlich mittlerweile wissen.

Claus

rike3
09.08.2008, 09:41
Ich glaube dieser Text den ich aus wer-kennt-wen-. de entnommen habe ist weder rechts noch links politisch einzuordnen , sondern gibt das wieder,was viele von uns erlebt haben,auch wenn damals auch nicht alles perfekt war
Deswegen habe ich mich von dem Text angesprochen gefühlt und ihn hier mit rein gesetzt

ichhabwasvergessen
09.08.2008, 10:14
Ich habe leider Erinnerungslücken, aber der Text ist einmal in einer Talk-Show vorgelesen worden, so oder so ähnlich ist es ein professioneller Text, von einem professionellem Schreiber und der Applaus, den er bekam, von überwiegend rechten Leuten, denen es überall dort, wo Kinder "gehortet" ´werden zu seicht zugeht, hat mich seinerzeit schon gestört.
Da haben wir sie ja wieder, die Keule. Rechte Leute, dem eigenen Empfinden nach, hatten applaudiert! Das diskreditiert natürlich, alles und jeden. Na, ich will mal nicht so sein. Wenn ich etwas in Deutschalnd heruntermachen will, ohne dass ich wirklich Argumente habe, dann klebe ich eben einfach das Hinweisschildchen "Rechts" daran und schon funktionieren die politisch-korrekten Reflexe. Genau wie früher. Nur die Auslöser waren früher andere.

Wie kann man sich nur über ein so simples nostalgisches Textchen, das vielleicht antipädagogische Tendenzchen enthält (ist Herr Triebinger vielleicht Pädagoge, oder die Steigerungsform davon, Sozialpädagoge?) dermaßen aufregen? Und warum erst so spät. Dieser Text kursiert seit Jahren durch alle Foren, wurde sicher auch hier schon hereingesetzt (ich meine sogar zweimal), und hat langsam einen gewissen Bart. Natürlich einen bräunlichen ;) .

Kopfschüttelnde Grüße

ihwv

joshua64
09.08.2008, 11:35
Doch, dem Sex quer durch den Gemüsegarten. ;)

Oh ja und mit so vielen verschiedenen Frauen.
Diese Erinnerungen. :D

Gruss

joshua

Kathrin
09.08.2008, 12:01
:) Ehrlich Leute ich weiss nicht was momentan auf der Welt los ist....
Da wurd sich aufgeregt weils hier an Niveau mangelt.
Dann stellt der Herr Triebiger mal was zum"nachdenken"rein,
nun wird gleich scharf zurückgeschossen..

Den Text hab ich auch in andere Form,:mad: keine ahnung wo...

Was heut Kindern fehlt ist die Selbstverständlicheit.
Kinder werden heut geboren um als Luxusgegenstand grossbezahlt zu werden,
sind Mittel zum Zweck um vielleicht seine eigene unerfüllte Träume übers Kind auszuleben.Es war mal normal Kinder zu bekommen.Heut ist man "arm"
Kinder haben ab Geburt einer vorgeschriebenen Norm zu unterliegen.
Jedem kleinen Repinscher Terrier wird das Recht auf sein ureigenste Sein zugesprochen,Kindern nicht.
Kinder sind nur störend in unsrer heutigen Gesellschaft,haben sich zu fügen
und leise zu sein.
Glaub,das ist was der Text aussagen soll

Leider kann ich nicht so schön formulieren wie ihr.Kind sein ist
heut nimmer möglich....
ganz lieben Gruss und tolles wochende
Kathrin

Exberliner
09.08.2008, 13:43
Hallo,

dass dieser Text soclh eine Kontroverse auslösen kann zeigt doch schon wie sehr die Auffassungen in Bezug auf Kindeserziehung auseinander gehen können.

Es ist einfach nicht fair zu behaupten dass die 50 er bis 70 er Jahre Jahre der Vernachlässigung und Züchtigung von Kindern waren.

Früher hatten Eltern mehr Zeit mit ihren Kindern umzugehen und sich mit ihnen zu beschäftigen. Wenngleich auch vielleicht die Männer weniger an der Erziehung beteiligt gewesen sein mögen als die Frauen weil die klassische Rollenverteilung es einfach so ergab.
Nein, ich bin kein Verfechter dieser klassischen Rollenverteilung aber es schadete den Kindern nicht dass sie ihre Mutter um sich hatten.

Allerdings hatten die Mütter auch Zeit für ihre Kinder und ihre Probleme.
Sie konnten dem Mann berichtzen und dann die Ursachen des Kindesproblems versuchen zu lösen.

Heute bleibt ja nicht einmal die Zeit um den Kindern zuzuhören geschweige denn Problemlösungen zu suchen. Kinder werden heute vernachlässigt weil die Eltern kaum noch Zeit haben sich um sie zu kümmern da sie sich um die wirtschaftliche Existenz der Familie kümmern müssen.

Als Ersatz wird den Kindern eben so sinnentleertes Spielzeug hingesetzt um sie scheinbar glücklich zu machen.
Dieses Kaufen von Spielzeug mit teilweise nicht vorhandenem pädagogischen Wert ist nichts anderes als das Freikaufen des Gewissens der Eltern weil sie zu wenig Zeit haben sich um ihre Sprösslinge zu kümmern.

Zum Thema gesunde und vitale Kinder noch ein paar kleine Anmerkungen.
Wen wundert es denn heute wenn Kinder schon beim kleinsten Wind umfallen?
Die Ursache liegt doch darin dass die kindlichen Körper doch kaum noch Möglichkeiten haben ihr Immunsystem zu trainieren weil es einfach nicht gefordert wird.

Kaum hat das Kind mal schmutzige Finger schon kommt Mama mit der Sagrotanflasche angewetzt und desinfiziert das ganze Kind.

Das ist kein Vorwurf an die Mama. Das ist ein Vorwurf an die Industrie die sich einen Markt geschaffen hat der solche Blüten eben hervorbringt.

Kinder sind ein Riesenmarkt und kein Feld wird ausgelassen um an ihnen Millionen zu verdienen.

Welcher normale Mensch soll sich darin zurechtfinden wenn es manchmal die Gelehrten nicht können.

Gelehrte die Sagrotan damals als das Nonplusultra der Hygiene dahingestellt haben warnen heute vor den Folgen eines übermässigen Gebrauchs.

Und so kann man dies auf viele Felder die Kinder betreffen ausdehnen.

Eigentlich sollte man seinen normalen Instinkten bei Kindererziehung und -pflege folegn und nicht den Ratschlägen sich dumm und dusselig verdienender Autoren von Erziehungsliteratur und dgl.

Dann würde auch manches besser klappen in der Gesellschaft.

Wir sollten wieder anfangen unsere Kinder erziehen und sie dabei aber nicht zu funktionierenden Rädchen im Getriebe der Grosskonzerne degradieren.

Gruß
Exi

Kathrin
09.08.2008, 14:04
:) Stimmt Exberliner.
Die müssen heute funktionieren,geht schon im
Kindergarten los.
Wer sich nicht einfügen kann oder nicht mit der Situation zurechtkommt,hat
eben Pech gehabt.
Das sind dann die sogenannten"schwierigen"Kinder.
Problemkinder.
Dabei fehlt oft oft wirklich nur der häusliche Halt,Bezugspersonen.
Die das Kind nicht nur äusserlich desinfizieren(:D )sondern auch genauer hingucken.
Mag nun verschroben klingen.Ist doch aber so
Frühere Jahre waren nicht gut wegen den Züchtigungen und der Strenge.
Da ist man aber heim zu Mamma oder Pappa,die haben einem nicht unbedingt
recht gegeben aber die haben die Tränen weggeputzt und die Nase geputzt,
gut wars.
Friedliche Grüsse
KAthrin

puk
09.08.2008, 17:51
Hallo


ich glaube die einfache Erklärung der Unterschiedlichen Meinungen ist schlicht und einfach wie man die Zeit selber erlebt hat und wie man sich erinnern kann/will.

Einer der Sätze - abends wurde dem Vater berichtet? War das so? Oder war es eher so "Warte nur bis Vater kommt da bekommste den Hintern voll."

War das auch die Zeit wo Mädchen sexuell mißbraucht wurden und die Mütter versteckten weil "wie soll ich den alleine die Kinder großkriegen"?

War das auch die Zeit wo Väter die Mütter verdroschen? Ist ja mein Eigentum und ich bin der Ernährer?

War das auch die Zeit wo niemand den Kindern zuhörten "Sei ruhig und beim Essen spricht Du erst recht nicht?"

War das die Zeit wo die Freiheit der Kinder bedeutete "alleine" zu sein?

War das die Zeit wo Lehrer prügeln durften und wo es wenn es die Eltern erfuhren gleich noch ein paar Watschen setzte?

(Ja, gute alte Zeit da brannten die Streichhölzer noch an der anderen Seite.)

Ich bin Jahrgang 57

Gruß puk

War das die Zeit wo nur Jungs was wert waren? Und Mädchen zweite Klasse?

puk
09.08.2008, 17:59
Warum der letzte Satz nach dem Ende kommt? Keine Ahnung

joshua64
09.08.2008, 18:20
Mal ganz ehrlich,was viele hier schreiben ist richtig aber auch teilweise falsch,je nach Sichtweise.
Ich persönlich muss sagen,da Jahrgang 64,meine Jugend was absolut toll.Wenn ich heute daran zurück denke,sie hätte nie anders sein sollen.
Weil ich es zu der Zeit ja nicht anders kannte.Meine Kinder haben auch eine tolle Jugend,egal wie das Leben zur Zeit ist,da sie es auch nicht anders kennen und weil ich sie Liebe.Wenn man sie in 20 Jahren fragen würde,wie war eure Jugend,was würden sie wohl sagen.Klasse,weil sie einfach in der Zeit aufgewachsen sind.In der Vergangenheit schwelgen ,ist schön,aber wir leben im jetzt und müssen uns irgenwie damit arangieren.

Gruss

joshua

Kathrin
09.08.2008, 18:39
:D meine olle Tante hatte da immer so tolle Sprüche,
ob man die nun hören wollt oder auch nicht.
Stoppen konnt sie da keiner.

Die Vergangenheit muss man mit in die Zuckunft nehmen,
nicht um ihr da ständig nachzujammern.
Sondern erinnern muss man sich um Erfahrungen drauss zu ziehn.
Schlechtes und gutes abwägen.
Um damit die Zuckunft besser zu machen..

Dies war das Wort zum Samstag
und lieben gruss
Kathrin

Claus Triebiger
09.08.2008, 19:04
An Rike3

ich finde es gut, dass Sie diesen Text gefunden und hier reingestellt haben. Ich habe auch nicht gesagt, dass er links ist oder rechts, ich habe nur an diesem einen Fernsehabend gesehen, dass von mir als rechts empfundene Leute (und da mein ich eher die braven, behutsamen, volksnahen Öffentlichkeitsarbeiter der CDU) applaudierten und das mich das stutzig machte. Ich gebrauche, wie ein SChreiberling meinte, auch nicht das "REchtsetikett" weil mir keine Argumente einfallen würden.
Im Grunde habe ich beim ersten HÖren des Textes auch so reagiert wie Sie, ich gebs ja zu.
Habe mich dann aber sehr über mich geärgert, weil ich selbst den Text mittlerweile, nach mehrmaligem Hören und Lesen, schlicht daneben finde.
Ich finde die Idee, die möglicherweise dahinter steht, gut, ich finde jedoch die Ausführung nicht sehr gelungen.

Ich selbst habe auch versucht ein wenig Literatur zu produzieren zu diesem Thema. Einfach ein wenig nachdenken, nicht gleich seufzen und alles gut finden. Wenn ich dem Autor, oder der Autorin etwas Gutes nachsagen möchte, dann könnte ich mir vorstellen, dass er oder sie gemeint hat, dass ein Leben im Unsicheren, im Gefährlichen (keine Helme, keine Sicherheitsgurte, schön viel Gift, keine präsenten Eltern suw) auch etwas Schönes hat. Die Kinder damals waren gezwungen kreativ zu sein, sie mussten sehr vieles aus sich heraus entwickeln, und viele erinnern sich heute daran, mit denselben Sätzen, die sie an ihren Eltern kritisierten, mit dem seufzenden Blick auf die gute alte Zeit, die alles andere als gut und alt war.
Sicher, wir waren auch mehr auf der Straße, als im Haus, erlebten selbst Abenteuer, als anderen bei Abenteuern zuzuschauen.
Aber es war eben oft auch aus purer Not geboren. Und einiges hätte nicht sein müssen, oder sollen.

Mit geht es natürlich auch so. Auch ich habe viele schöne Erinnerungen, die für meine Kinder heute in dieser Form nicht mehr nachvollziehbar sind und nie mehr sein werden. Und die, wenn ich ihnen diesen Text vorlese, dann eben dasselbe vorsetzte,w ie meine eltern mir, eine Erinnerung an eine seltsam anmutende gute alte Zeit. Ja der Alte wieder,

Aber die Welt meiner Kinder ist durch Sturzhelme und Sicherheitsgurte, durch Ökofarben und halbwegs gesunder Ernährung nicht sicherer oder unkreativer geworden. Nur heute braucht es andere Wege.

Ich wollte Sie mit meinem Text ganz und gar nicht angreifen, ich wollte nur ein wenig Nachdenken einfordern, vor dem tiefinnerlichen Seufzer, vielleicht auch etwas mehr hören, als nur ein einstimmiges Ja zu diesem Text..

Beispielsweise der mir seltsam vorkommende Text über das Einbrechen im Eis. Ich bin selbst einmal lange im Eiswasser gewesen, bei 2Grad. Ein Rauszerren und mich hinter den Ofen setzen, nach Beendigung irgendeines Spiels, hätte mich das Leben gekostet. Bei mir war eine Schnellrettung und die Intensivstation nötig.
Verstehen SIe, was ich meine?

Insofern waren die Texte die noch nachkamen, sehr schön, bringen auch mich weiter. Ganz im Sinne eines gemeinsamen Weiterentwickelns von GEdanken.
Und was das Prügeln und Vergewaltigen, das Schänden von Kindern, das Vernachlässigen usw anbelangt, da geht es zu allen Zeiten immer gleich zu. Kinder waren und sind immer schon Opfer solcher Dinge gewesen, da unterscheiden sich die Dekaden nicht voneinander und auch nicht die Epochen.

Grüße

zöppken
09.08.2008, 21:45
Doch, dem Sex quer durch den Gemüsegarten. ;)
Guten Morgen .... äh, wie heißt Du eigentlich? :rolleyes:

Lucky_Luke
10.08.2008, 05:25
Guten Morgen .... äh, wie heißt Du eigentlich? :rolleyes:

Lucky Luke

Steht übrigens über und unter allen meinen Postings. :D

Jolly_Jumper
10.08.2008, 20:49
Lucky Luke

Steht übrigens über und unter allen meinen Postings. :D

Klarname und Adresse vom Gemüsegarten bitte! :D

schusselchen
10.08.2008, 20:50
Klarname und Adresse vom Gemüsegarten bitte! :D
Wächst da jetzt noch was? *grübel* :D

Jolly_Jumper
10.08.2008, 21:02
Ach ja und zum eigentlichen Thema: Den Zwergen wird auch nix mehr zugetraut. Als ehemalige Trainerin einer etwas größeren Kinderschar, kann ich mich gut an Zeiten erinnern, in denen die Eltern Sturm gelaufen sind, weil ich die Kleinen ihrem Alter entsprechend fördern und fordern wollte. Komisch... die Kleinen sind gern zum Training gekommen.

Was willst du aber machen? es wurde noch nie so viel und gern und wegen jedem Popel geklagt... :rolleyes:

Und jetzt im Urlaub hab ichs auch wieder gesehen. Kaum streiten sich zwei Hühnchen um eine Schippe, stehen die Mütter auf der Matte, um zu schlichten. So ein Blödsinn... Die Kleinen würden das auch locker allein hinbiegen.

usw. usf.