PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Glaube der Anwalt richtets kann verhängnisvoll sein.



Felsenbirne
09.07.2008, 14:43
Wer ein Gerichtsurteil im Internet veröffentlicht, darf die Namen der Rechtsanwälte, die diesen Prozess verloren haben, vollständig nennen.


Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden. Az.: 4 U 132/07

Das Gericht stufte das Interesse der Öffentlichkeit an der Mitteilung von Gerichtsentscheidungen als wichtig ein.

Die Nennung der Kanzlei im Internet sei "bei nüchterner Betrachtung überaus neutral".


Das ist doch mal was also nun können auch Anwälte wie in Spickmich beurteilt werden.

Die Anwälte stünden zwar möglicherweise als Verlierer da.

Das aber sei nichts Ungewöhnliches und Ehrenrühriges da

in Zivilsachen immer 50 Prozent der Parteien, vertreten durch ihre Anwälte, verlieren

Ich denke das wird all zu oft vergessen und oft von Schuldner oder Streitenden so vernachlässigt dass nachher die Schulden erheblich größer sind.

Also jeder sollte zuvor auch ins Kalkül ziehen, dass der Prozeß oder Streit als Schuß richtig nach hinten los geht.


Prozeßkosten und Anwaltsrechnungen haben schon manchen zum Insolaner gemacht.

Lucky_Luke
09.07.2008, 14:53
[...]
in Zivilsachen immer 50 Prozent der Parteien, vertreten durch ihre Anwälte, verlieren
[...]


Bist Du Dir da wirklich sicher? :confused:

Felsenbirne
09.07.2008, 15:14
Das ist die Aussage des Gerichts und nicht meine persönliche Meinung.

in Zivilsachen immer 50 Prozent der Parteien, vertreten durch ihre Anwälte, verlieren
.

Ich denke oft sind auch die welche obsiegen,

Verlierer weil obwohl gewonnen hinten nur Kosten bleiben.


Siehe den Prozeß @ Akdil @

debtor
09.07.2008, 16:45
Guten Morgen Felsenbirne,

waehrend der vergangenen knapp 20 Jahre erlebte ich Angehoerige des Rechtsanwaltsberufs bis auf einzelne Ausnahmen als inkompetent und/oder uninteressiert und/oder als Individuen des Typus Stoffwechselendproduktsausscheidungsorgan.

Dank eines Pflichtverteidigers des Typus Stoffwechselendproduktsausscheidungsorgan genoss ich zu Unrecht fuer 4 1/2 Monate die Gastfreundschaft einer Justizvollzugsanstalt.

Heute hege ich ausgepraegte negative Vorurteile gegenueber Angehoerigen des Rechtsanwaltsberufs.

Felsenbirne
10.07.2008, 19:14
Na ja wenn man etwas ausgefressen hat und erwischt wurde dann kann der beste Verteidiger es eben auch nicht richten.

Also wenn Du 2 mal blöd warst erst etwas dummes anzustellen und dann auch noch das 2. mal sich erwischen zu lassen dann geschiehts Dir eigentlich recht.


Aber es stimmt schon:

Natürlich gibt es da wo es Gewinner gibt auch Verlierer.

Und das ist ja nicht zu beweinen.


Nein dass die allermeisten Anwälte ihre Mandanten wohl wissend dass der Prozeß nicht zu gewinnen ist nur ihres eigenen Geldbeutels wegen zureden ja in den den Prozeß ziehen oder treiben das ist das was zu beanstanden ist.

Und die oft bodenlose Faulheit einiger Advokaten die garnicht die Absicht haben den Prozeß zu gewinnen weil ihr Honorar ist ihnen ja immer sicher.

Und dann gibt es noch leider eine sehr große Zahl an Anwälten die die Materie noch nicht einmal ansatzweise verstehen.

Ich hatte durch solche unwissenden ja widerlich Großmäuler schon oft Erfolg und nur wegen der Unkenntnis dieser Herren in der Summe sicher meht als 350.000 € kassieren können ohne die es mir sicher nicht so gut ginge wie es mir geht.

Nur die welche die Beratung solcher Pfeifen in Anspruch genommen haben die sind halt gekniffen.

Erfolgshonorar wäre hier gut dann hätten wir bald statt 460.000 Advokaten nur noch 200.000 Advokaten.

Ich weiß eines, wer immer sofort zum Advokaten rät,

will den der um Rat fragt in aller Regel schädigen

und nicht wirklich helfen oder selbst nachdenken.

Advokaten / Rechtsanwälte in Anspruch zu nehmen, kann richtig sein und ist auch manchmal unumgänglich.


Nur das sollte nie die aller erste Reaktion sein.

Drumsdrödel
10.07.2008, 19:35
Ich weiß eines, wer immer sofort zum Advokaten rät,

will den der um Rat fragt in aller Regel schädigen

und nicht wirklich helfen oder selbst nachdenken.

Advokaten / Rechtsanwälte in Anspruch zu nehmen, kann richtig sein und ist auch manchmal unumgänglich.


Nur das sollte nie die aller erste Reaktion sein.

Genauso ist es, wie hier im Thread wird oft zum Anwalt geraten:

http://www.forum-schuldnerberatung.de/forumneu/showthread.php?t=35941&page=2

auch wenn von vorn herrein klar ist das hier Geld verbrannt wird

mfg DD

pleite_jetzt
10.07.2008, 19:41
in Zivilsachen immer 50 Prozent der Parteien, vertreten durch ihre Anwälte, verlieren


Wenn man die Anwälte mit einbezieht, dann stehen ja 4 Personen vor dem Richter und nur einer verliert.

2 Anwälte gewinnen ordentlich Moos und eine Partei gewinnt, somitz könnte man och die Statistik bemühen um zu erklären, dass 75% aller Beteiligten gewinnen ;-)

Felsenbirne
10.07.2008, 20:17
Hast eigentlich Recht

reziprok gesehen kassieren immer mindestens 3 .


Nur wie schön dass das alles einer ganz alleine bezahlen muß.


Und der dann hier im Forum als neues Mitglied auftaucht.


Nur weil er zuvor nicht wirklich nachgedacht hat,

dass es mehr schlechte Anwälte gibt

als wirklich gute und fähige.

debtor
10.07.2008, 20:49
Na ja wenn man etwas ausgefressen hat und erwischt wurde dann kann der beste Verteidiger es eben auch nicht richten.


Guten Morgen Felsenbirne,

Problem ist, erwaehnter Pflichtverteidiger des Typus Stoffwechselendproduktausscheidungsorgan war uninteressiert und unterliess notwendige Beweisantraege. Auch pflegte er aeusserst freundschaftlichen Umgang mit dem anwesenden Staatsanwalt.

Laut einem spaeter fuer mich taetigen Pflichtverteidiger, der mir lustigerweise vom Sozialarbeiter der JVA empfohlen worden war, haette bei ordentlicher anwaltlicher Arbeit das Verfahren gegen mich mit Einstellung oder Freispruch enden muessen.

Postitiv an meiner Haft war, dass ich waehrend meiner Haft erstmals juristische Literatur wie Gesetzbuecher und Kommentare zu StGB und StPO las. Heute kann ich beurteilen, ob ein Rechtsanwalt die Sachlage korrekt einschaetzt und notwendige Aktionen unternimmt.