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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schaden bei priv. Autokauf



Auswegslos
08.07.2008, 19:42
Meine Schwägerin hat für uns privat ein Auto gekauft. Das war vor 10 Tagen. Heute war mein Mann in der Werkstatt um es prüfen zu lassen. Vorhin kam die schlechte Nachricht. Die Zylinderkopfdichtung ist kaputt. Das würde uns wieder viel Geld kosten, was doch sowieso schon knapp ist.

Meine Frage. Bei einem privaten Autokauf, hat man da irgendwelche Garantien oder ähnliches? Die wußten doch bestimmt was mit dem Auto los ist und haben es verschwiegen......Hat man da rechtliche Möglichkeiten?

Gruß

joshua64
08.07.2008, 19:52
Meine Schwägerin hat für uns privat ein Auto gekauft. Das war vor 10 Tagen. Heute war mein Mann in der Werkstatt um es prüfen zu lassen. Vorhin kam die schlechte Nachricht. Die Zylinderkopfdichtung ist kaputt. Das würde uns wieder viel Geld kosten, was doch sowieso schon knapp ist.

Meine Frage. Bei einem privaten Autokauf, hat man da irgendwelche Garantien oder ähnliches? Die wußten doch bestimmt was mit dem Auto los ist und haben es verschwiegen......Hat man da rechtliche Möglichkeiten?

Gruß

Die rechtlichen Möglichkeiten wird dir keiner sagen,da es eine Rechtsberatung wäre. :D
Wenn du beweisen kannst,das die Dichtung schon vor 10 Tagen defekt war,dann .....
Wirst du aber nicht können,also verbuche es unter Lehrgeld.



Gruss


joshua

Anni2
08.07.2008, 20:38
Oh, ja, das wird teuer. Hatten wir auch schon.

Privat ist so ne Sache, selbst wenn man beim Händler kauft, bekommt man in der Regel nur 6 Monate Gewährleistung, jedoch nicht auf Verschleißteile. Und die gehen beim Gebrauchtwagen natürlich schneller kaputt, da ja schon gebraucht. Wir hatten das auch, beim Händler gekauft und irgendein Verschleißteil, weiß nicht mehr was, nach ein paar Wochen kaputt. Nur auf Kulanz des Händlers hat er es kostenlos repariert.

Naja, was wir dem auch schon an Vermögen da gelassen haben... :rolleyes:

maddin
08.07.2008, 21:06
Könnte man ja als arglistige Täuschung verstehen und die Sachmängelhaftung "aufrufen", frag mal einen Anwalt, wenn z.b. im ADAC bist steht dir kostenlose Rechtsberatung zu.

Exberliner
09.07.2008, 02:39
Könnte man ja als arglistige Täuschung verstehen und die Sachmängelhaftung "aufrufen", frag mal einen Anwalt, wenn z.b. im ADAC bist steht dir kostenlose Rechtsberatung zu.

Ein Schmarrn was Du hier schreibst.

Wenn im Kaufvertrag steht: Gekauft wie gesehen und Ausschluss jeglicher Gewährleistung dann ist es Essig mit Klagen.

Auszug aus einem Musterkaufvertrag für Gebrauchtwagen:


6. Gewährleistung
Das Fahrzeug wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft. Der Ausschluss bezieht sich auch auf jede öffentliche Äußerung und Werbung des Herstellers zu Eigenschaften des Fahrzeuges.
Der Ausschluss gilt nicht, wenn der Verkäufer eine bestimmte Beschaffenheit des Fahrzeugs zugesichert hat und auch nicht für Schadenersatzansprüche aus grob fahrlässiger bzw. vorsätzlicher Verletzung von Pflichten des Verkäufers sowie für jede Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit

Steht dieser Passus im Kaufvertrag dürfte kein gericht der Welt dem Käufer helfen können.

Also ist es entscheidend was im Kaufvertrag steht und nichts anderes.

Gruß
Exi

maddin
09.07.2008, 07:54
Das ist so nicht ganz richtig.

Wenn der VERKÄUFER von dem Schaden wusste (Was durchaus beweisbar ist) dann ist es eine arglistige Täuschung ud der Verkäufer mus den Kaufvertrag rückabwickeln.

Gibt auch Urteile dazu...

andreas2504
09.07.2008, 09:59
Meine Schwägerin hat für uns privat ein Auto gekauft. Das war vor 10 Tagen. Heute war mein Mann in der Werkstatt um es prüfen zu lassen. Vorhin kam die schlechte Nachricht. Die Zylinderkopfdichtung ist kaputt. Das würde uns wieder viel Geld kosten, was doch sowieso schon knapp ist.

Meine Frage. Bei einem privaten Autokauf, hat man da irgendwelche Garantien oder ähnliches? Die wußten doch bestimmt was mit dem Auto los ist und haben es verschwiegen......Hat man da rechtliche Möglichkeiten?

Gruß

bevor man hier 1000ende von vermutungen anstellt, hast du denn schon mal mit dem verkaeufer gesprochen?
evt gibts ja auch ne guetliche einigung

lg
andreas

Thomas_Senberga
09.07.2008, 12:21
Meine Schwägerin hat für uns privat ein Auto gekauft. Das war vor 10 Tagen. Heute war mein Mann in der Werkstatt um es prüfen zu lassen. Vorhin kam die schlechte Nachricht. Die Zylinderkopfdichtung ist kaputt. Das würde uns wieder viel Geld kosten, was doch sowieso schon knapp ist.

Meine Frage. Bei einem privaten Autokauf, hat man da irgendwelche Garantien oder ähnliches? Die wußten doch bestimmt was mit dem Auto los ist und haben es verschwiegen......Hat man da rechtliche Möglichkeiten?

Gruß

Wieviele KM wurden seit dem Erwerb gefahren?

Auswegslos
09.07.2008, 14:30
Wieviele KM wurden seit dem Erwerb gefahren?

Ab Abholtag sind wir ca.150km gefahren. Laut Werkstatt war der Schaden schon vorher und kann nicht durch uns verursacht wurden sein. Ich habe die Rechtsabteilung beim ADAC angeschrieben, bin da Mitglied und warte nun auf eine Antwort.

Nun ja, dumm gelaufen....

Auswegslos
09.07.2008, 14:32
bevor man hier 1000ende von vermutungen anstellt, hast du denn schon mal mit dem verkaeufer gesprochen?
evt gibts ja auch ne guetliche einigung

lg
andreas

Der meldet sich nicht mehr am Telefon.....

Lucky_Luke
09.07.2008, 14:51
Der meldet sich nicht mehr am Telefon.....

Warum wohl... :rolleyes:

andreas2504
09.07.2008, 15:35
Der meldet sich nicht mehr am Telefon.....

das ist uebel, sehr uebel

gibts vielleicht jemanden hier im forum, der in eurer gegend lebt, und euch bei der reperatur behilflich sein kann?
ich glaube nicht das der rechtsweg eine loesung ist, die euch zeitnah helfen wird.

lg
andreas

Drumsdrödel
09.07.2008, 15:48
das ist uebel, sehr uebel

gibts vielleicht jemanden hier im forum, der in eurer gegend lebt, und euch bei der reperatur behilflich sein kann?
ich glaube nicht das der rechtsweg eine loesung ist, die euch zeitnah helfen wird.


Vor allem weil das Auto bis zum Urteilsspruch nicht mehr bewegt werden darf, und das dauert in solchen Fällen 1- 2 jahre oder man macht ein Beweissicherungsgutachten auf seine (4-stelligen) Kosten

Aber maßgeblich ist hier der Kaufvertrag, ist die Sachmängelhaftung oder Gewährleistung ausgeschlossen und kann dem Privat-Verkäufer Arglist nicht nachweisen so ist es essig mit irgendwelchen Forderungen an den Verkäufer

Frage:

Wie hat die Werkstatt eigendlich eine defekte Kopfdichtung zu 100% diagnostiziert ohne Zerlegung, Glaskugel befragt?

Ist Wasser im Öl, oder Öl im Wasser, oder frisst der Motor Kühlwasser...oder oder oder....bitte mal um Info (bin Kfzetti)

Wie alt ist das Auto, Autotyp, benziner, Diesel, laufleistung....

Ist es vielleicht nicht so das eine Werkstatt die um einen Zustandsbericht eines Autos gebeten wird, welches woanders gekauft wurde manchmal Mängel (er)findet um es schlecht zu machen?

Ich habe das nämlich schon erlebt das Werkstätten so verfahren weil sie sauer sind das ein Auto anderweitig gekauft wurde

mfg DD

totale-pleite
09.07.2008, 15:48
... Vorhin kam die schlechte Nachricht. Die Zylinderkopfdichtung ist kaputt. ...

Es gibt bestimmte Autos, bei denen dieser Fehler regelrecht eingebaut wurde, zum Beispiel Fiat Cinquecento oder Seicento mit 0.9er oder 1.1er Motor. Man erkennt den Fehler daran, dass der Ölverbrauch sehr hoch ist oder man ständig Kühlwasser nachfüllen muss, was auch in dicken Nebelwolken beim Starten resultiert.

Nun ist die Frage, was wusste der Verkäufer? Ich kenne Besitzer, die waren schon x-mal in einer (freien) Werkstatt, man konnte den Fehler aber nicht finden. Denen könnte man Ahnungslosigkeit vorwerfen. Da wäre es einfach nur Pech für dich.

Dann gibt es aber welche, denen sagt die Werkstatt "Das ist ein Schaden, der irgendwann zum totalen Stillstand und Motorschaden führen wird. Behebung jetzt kostet etwa 700 Euro, wenn der Schadne erst mal da ist ein vielfaches!" Manche Verkäufer bieten dann das Auto ganz schnell mit Vermerken wie "Keine Gewährleistung" an, wenn sie höflich sind schreiben sie noch "Verbraucht viel Öl." oder "Ich musste ständig Kühlwasser nachfüllen" dazu. Wenn du ein Auto von so einem Verkäufer gekauft hast dann kannst du den Vertrag IMHO rückgängig machen.

Tipp: Geh in die Werkstatt, in der der Vorbesitzer regelmäßig gewesen ist und frage dort nach, ob der anstehende Motorschaden dem Verkäufer mitgeteilt wurde und das dem Verkäufer damit bekannt war. Dann hast du ganz gute Karten. Ich würde den Verkäufer dann bitten den Vertrag rückanzuwickeln udn wenn nicht gibt es Strafenzeige wegen ...

Felsenbirne
09.07.2008, 15:49
Wenn die Zylinderkopfdichtung zuvor defekt war dann war es arglistige Täuschung und damit ist der Kaufvertrag rückgängig zu machen.

Das ist ein relativ einfacher Fall und ihr solltet sofort den Verkäufer schriftlich die Rückabwicklung verlangen und auch damit drohen sofern der sich weigert Betrugsanzeige zu stellen.


Also sofort handeln und schriftlich unverzüglich auf Rückabwicklung bestehen.

Drumsdrödel
09.07.2008, 15:57
Manche Verkäufer bieten dann das Auto ganz schnell mit Vermerken wie "Keine Gewährleistung" an, wenn sie höflich sind schreiben sie noch "Verbraucht viel Öl." oder "Ich musste ständig Kühlwasser nachfüllen" dazu. Wenn du ein Auto von so einem Verkäufer gekauft hast dann kannst du den Vertrag IMHO rückgängig machen.

Wenn im Vertrag steht Motor verbraucht Öl oder Kühlwasser, dann ist der Käufer selbst schuld wenn er den unterschreibt, man muss das nur lesen und verstehen und wieder ist vom Verkäufer nichts zu holen weil Arglist nicht nachgewiesen werden kannn, er offenbart sogar die Probleme nd wenn der Käufer trotzdem unterschreibt, Pech gehabt




Tipp: Geh in die Werkstatt, in der der Vorbesitzer regelmäßig gewesen ist und frage dort nach, ob der anstehende Motorschaden dem Verkäufer mitgeteilt wurde und das dem Verkäufer damit bekannt war. Dann hast du ganz gute Karten. Ich würde den Verkäufer dann bitten den Vertrag rückanzuwickeln udn wenn nicht gibt es Strafenzeige wegen ...


Strafanzeige?? Bist du mit dem Klammerbeutel gepudert, les dir den § 263 StGB mal durch, höchstens Arglist wenn beweisbar und das muss durch ein Zivilklageverfahren auf Kosten des Käufers nachgewiesen werden

Und dann noch, es geht hier um eine (vielleicht) kaputte Kopfdichtung die ~50 Euro + Montage kostet und nicht um einen Motorschaden der 6000 Euro + Einbau kostet

mfg DD

Wer viel Zeit hat kann sich ja mal diesen Thread durchlesen, da geht es um Gebrauchtwagenkauf vom Händler und die probleme bei Mängeln, man achte vor allem auf das datum vom Anfang und das ist bis heute nicht ausgestanden:

http://www.t4forum.de/wbb2/thread.php?threadid=18172&hilightuser=2837

Drumsdrödel
09.07.2008, 16:01
Wenn die Zylinderkopfdichtung zuvor defekt war dann war es arglistige Täuschung und damit ist der Kaufvertrag rückgängig zu machen.

Das ist ein relativ einfacher Fall und ihr solltet sofort den Verkäufer schriftlich die Rückabwicklung verlangen und auch damit drohen sofern der sich weigert Betrugsanzeige zu stellen.


Also sofort handeln und schriftlich unverzüglich auf Rückabwicklung bestehen.


Und wie beweist man das Frau Felsenbirne?

Eine Aussage einer Werkstatt hat keinerlei Aussagekraft, vor Gericht hat nur ein Gutachten von einem vom Gericht bestellten Sachverständigen Bestand, und der muss dazu den Motor zerlegen, und bis das in einigen Monaten so weit ist kann keiner sagen wann die Dichtung kaputt gegangen ist, und ich bezweifle das man das heute nachweisen kann, und vor allem wie dem VK nachweisen das er von dem Schaden wusste

Ich sehe das als Lehrgeld das der Käufer zahlen muss weil er nicht vom Fachhändler mit Garantie gekauft hat

mfg DD

Strafanzeige in so einem Fall Troll

Missy
09.07.2008, 16:17
bei vorliegen einer strafanzeige ist es aufgabe des staatsanwaltes zu ermitteln, ob vorher schon der behauptete schaden bestand. daher trägt für gewöhnlich die kosten des gutachtens erst einmal die staatskasse. bei bestätigung der angaben des strafantragsstellers können im rahmen einer verurteilung die kosten dem angeklagten auferlegt werden. sollte es sich um eine falsche verdächtigung handeln, werden die kosten dem antragssteller auferlegt.

desweiteren ist es so, dass aussagen von "normalen" werkststätten durchaus bestand haben, alleine schon deshalb, da für zeugen die wahrheitspflicht gilt. es ist nicht immer ein gutachten notwendig.

das ist im grunde genommen ein ähnliches prinzip wie das in letzter zeit gehäufte stellen von betrugsanzeigen von gläubigern gegenüber schuldnern. dort wird auch auf staatskosten die feststellungsklage und deren finanziellen risiken gespart.

im übrigen gibt das eu-gewährleistungsrecht eine menge her. ein einfaches formularmäßiges ausschließen von garantien/gewährleistungen im kaufvertrag kann auch durchaus nichtig sein. wie an anderer stelle schon geschrieben, papier ist geduldig. :rolleyes:

totale-pleite
09.07.2008, 16:17
Wer viel Zeit hat kann sich ja mal diesen Thread durchlesen, da geht es um Gebrauchtwagenkauf vom Händler ...

Nö, geht es NICHT! Die Käufer waren in einer Werkstatt, um das Auto begutachten zu lassen, ich lese aber nirgends, dass der Verkäufer eine Werkstatt ist! Wer lesen kann ist eben klar im Vorteil.

BTW: Wenn der Verkäufer ein Händler wäre dann wäre ja alles geritzt, in den ersten 6 Monaten darf der aufgrund der gesetzlichen Sachmängelgewährleistung alle Mänge beheben die verschwiegen wurden, soweit sie kein gewöhnlicher Verbrauch sind (ein Motorschaden ist kein gewöhnlicher Verbrauch, ebenso eine Kopfdichtung nicht)

Drumsdrödel
09.07.2008, 16:38
bei vorliegen einer strafanzeige ist es aufgabe des staatsanwaltes zu ermitteln, ob vorher schon der behauptete schaden bestand. daher trägt für gewöhnlich die kosten des gutachtens erst einmal die staatskasse. bei bestätigung der angaben des strafantragsstellers können im rahmen einer verurteilung die kosten dem angeklagten auferlegt werden. sollte es sich um eine falsche verdächtigung handeln, werden die kosten dem antragssteller auferlegt.

Der Staatsanwalt wird sicher keinen Sachverständigen losschicken oder bezahlen, sondern das Verfahren einstellen mit der Begründung:

"Einstellung wegen mangelndem öffentlichem Interesse"

und mit Recht auf den Zivilklageweg verweisen

Ich habe momentan einen vergleichbaren Fall am Backen wo ich zu 100% nachweisen konnte das der Verkäufer von einem Schaden wusste, hatte in 11/2007 Strafanzeige gestellt, im Endeffekt auch nur um den zu ärgern, 8 Monate später kam der Einstellungsbescheid.



desweiteren ist es so, dass aussagen von "normalen" werkststätten durchaus bestand haben, alleine schon deshalb, da für zeugen die wahrheitspflicht gilt. es ist nicht immer ein gutachten notwendig.

Falsch! Nur ein Gutachten von einem vom Gericht bestellten Sachverständigen hat bestand, selbst ein vom Kläger in Auftrag gegebens Gutachten ist wertlos, denn der Beklagte kann und wird es nicht anerkennen und somit steht man wieder bei Null. Eine Werkstattaussage hat keinerlei Beweiskraft, ist sowieso wie bei Ärzten 2 gefragt, 3 Meinungen bekommen, deshalb Sachverständiger und das Auto bleibt stehen bis der dran war



das ist im grunde genommen ein ähnliches prinzip wie das in letzter zeit gehäufte stellen von betrugsanzeigen von gläubigern gegenüber schuldnern. dort wird auch auf staatskosten die feststellungsklage und deren finanziellen risiken gespart.

Das ist überhaupt nicht vergleichbar, da geht es nur darum ob ein Schuldner zahlungsunfähig war oder nicht als er Ware bestellt und nicht bezahlt hat, sowas lässt sich meist alleine durch Aktenstudium klären



im übrigen gibt das eu-gewährleistungsrecht eine menge her. ein einfaches formularmäßiges ausschließen von garantien/gewährleistungen im kaufvertrag kann auch durchaus nichtig sein. wie an anderer stelle schon geschrieben, papier ist geduldig. :rolleyes:


Beim Händlerkauf oder von sonstigen Gewerbetreibenden ja, bei Kauf von Privat unter Ausschluss der sachmängelhaftung gibt es keine Handhabe, außer es wird per sachverständigengutachten Arglist nachgewiesen.

Nur das kann Jahre dauern und die TE müssen selbst entscheiden ob das Auto bis zum Urteilsspruch jahrelang rumstehen soll, oder ob man 200 Euro investiert und kann es nutzen

Hier wird viel lamentiert, wartet ab was die TE äußern zum Vertag...

mfg DD

Drumsdrödel
09.07.2008, 16:39
Nö, geht es NICHT! Die Käufer waren in einer Werkstatt, um das Auto begutachten zu lassen, ich lese aber nirgends, dass der Verkäufer eine Werkstatt ist! Wer lesen kann ist eben klar im Vorteil.



Dann solltest du mal besser lesen, in meinem Beispiel geht es um einen kauf vom Händler mit Gewährleistung und was in 3 Jahren daraus geworden ist, hier geht es um privatkauf wo alles offen ist

totale-pleite
09.07.2008, 16:49
..., in meinem Beispiel ...

Ich dachte in diesem Thread diskutieren wir das Problem von "Ausweglos" mit einem frisch gekauften Gebrauchtwagen!? Nicht?

Wäre ja nun mal langsam schön wenn man erfährt wie alt, welche Marke, wieviele km, privater oder gewerblicher Verkäufer, mit oder ohen Gewährleistungsausschluss, ...

Auswegslos
09.07.2008, 17:14
Wäre ja nun mal langsam schön wenn man erfährt wie alt, welche Marke, wieviele km, privater oder gewerblicher Verkäufer, mit oder ohen Gewährleistungsausschluss, ...[/QUOTE]

Marke Hyundai Atos, 1998, 95 000 Laufleistung, privater Verkäufer...
Das Auto wurde gestern in der Werkstatt(die mit den 3 Buchstaben, liegt gleich hier um die Ecke) auseinander genommen. Mein Mann+ Schwager waren dabei und haben es gesehen. Ist zu 100% Zylinderkopfdichtung!!!

pullenjupp
09.07.2008, 17:42
Hallo,

wenn im Kaufvertrag jegliche Garantie und Gewährleistung ausgeschlossen wurde (steht ja selbst im ADAC-Mustervertrag) ist der Verkäufer nicht zu belangen.
Zylinderkopfdichtungen geben in der regel nicht langsam den geist auf sondern plötzlich.
Wenn ich ein böser Mensch oder der Verkäufer wäre, wüde ich sagen das ihr in 10 Tagen die Kopfdichtung durchgeheitzt habt. Oder habt ihr nicht getestet was man aus so einem 1ltr,-Motörchen "rauskitzeln" kann?
Böser Mensch Ende.

Den Schaden (Schadenzeitpunkt) über einen Sachverständigen zu dokumentieren ist schwer und teurer als das Auto.

Wer kauft so ein kleines Motörchen mit 95.000Km?? Sowas kauft man /Frau nicht.

Kaufe einen Zylkopfdichtsatz und investiere 3-4 Arbeitsstunden und das Auto läuft wieder. Streckt aber in den nächsten 10-20.000Km die "Füße raus" = Lagerschaden am Kurbeltrieb. Kopf dicht unten schicht!

Gruß aus der Werkstatt

Missy
09.07.2008, 17:45
Der Staatsanwalt wird sicher keinen Sachverständigen losschicken oder bezahlen, sondern das Verfahren einstellen mit der Begründung:

"Einstellung wegen mangelndem öffentlichem Interesse"

und mit Recht auf den Zivilklageweg verweisen

Ich habe momentan einen vergleichbaren Fall am Backen wo ich zu 100% nachweisen konnte das der Verkäufer von einem Schaden wusste, hatte in 11/2007 Strafanzeige gestellt, im Endeffekt auch nur um den zu ärgern, 8 Monate später kam der Einstellungsbescheid.




Falsch! Nur ein Gutachten von einem vom Gericht bestellten Sachverständigen hat bestand, selbst ein vom Kläger in Auftrag gegebens Gutachten ist wertlos, denn der Beklagte kann und wird es nicht anerkennen und somit steht man wieder bei Null. Eine Werkstattaussage hat keinerlei Beweiskraft, ist sowieso wie bei Ärzten 2 gefragt, 3 Meinungen bekommen, deshalb Sachverständiger und das Auto bleibt stehen bis der dran war




Das ist überhaupt nicht vergleichbar, da geht es nur darum ob ein Schuldner zahlungsunfähig war oder nicht als er Ware bestellt und nicht bezahlt hat, sowas lässt sich meist alleine durch Aktenstudium klären





Beim Händlerkauf oder von sonstigen Gewerbetreibenden ja, bei Kauf von Privat unter Ausschluss der sachmängelhaftung gibt es keine Handhabe, außer es wird per sachverständigengutachten Arglist nachgewiesen.

Nur das kann Jahre dauern und die TE müssen selbst entscheiden ob das Auto bis zum Urteilsspruch jahrelang rumstehen soll, oder ob man 200 Euro investiert und kann es nutzen

Hier wird viel lamentiert, wartet ab was die TE äußern zum Vertag...

mfg DDes geht bzw. soll hier um ein strafverfahren gehen, da gibt es nichts mit "die nase des gutachters xy gefällt mir aber nicht". im zivilverfahren ist das anders, da gebe ich ihnen recht.

auch wird so ein fahrzeug nicht bis zum ende des gerichtsverfahrens zurückbehalten. ihr wissen scheint da ja eher begrenzt zu sein.

zivil- und strafverfahren sind zwei völlig unterschiedliche paar schuhe. ebenso die beweisführung in beiden verfahren.

und wenn hier strafantrag gestellt wird bei vorliegendem sachverhalt, würde ich eine einstellung wegen mangelndem öffentlichen interesses eher verneinen. zumal hier ja auch der beweis dargelegt werden kann, von einer unabhängigen werkstatt, dass der schaden schon vorher vorgelegen hat.

Drumsdrödel
09.07.2008, 17:48
Wäre ja nun mal langsam schön wenn man erfährt wie alt, welche Marke, wieviele km, privater oder gewerblicher Verkäufer, mit oder ohen Gewährleistungsausschluss, ...

Marke Hyundai Atos, 1998, 95 000 Laufleistung, privater Verkäufer...
Das Auto wurde gestern in der Werkstatt(die mit den 3 Buchstaben, liegt gleich hier um die Ecke) auseinander genommen. Mein Mann+ Schwager waren dabei und haben es gesehen. Ist zu 100% Zylinderkopfdichtung!!![/QUOTE]

1. Ist ??? so eine Werkstatt die Mängel sucht wo keine sind, die Mitarbeiter bekommen Provision fpr alles was die dem Kunden zusätzlich zur Auftragsarbeit unterjubeln.

2. Wenn das Auto bereits zerlegt wurde ist alles mutmaßen sinnlos, da hätte vorher ein Gutachter dran gemusst


3. Ist das was Pullenjupp postet im Prinzip richtig


@ Missy: ich komme aus der Kfz Branche und weiss was geht und was nicht, und habe 2 Sachverständige in meinem bekanntenkreis die haben täglich mit solchen sachen zu tun, dazu noch eigene Erfahrungen, daher mein Wissen

Auswegslos
09.07.2008, 19:51
Es soll auch nur für uns ein Stadtauto sein. Größere Fahrten sind damit nicht geplant.

Deshalb wollten wir auch uns kein größeres Auto anschaffen. Geld für ein NEUWAGEN haben wir nun mal nicht!!!

Felsenbirne
09.07.2008, 20:31
Gehe so vor wie ich es sagte und versuche Druck auf zu bauen.

Nur so hast Du einen Chance.

Entweder klappt die Strategie und der Verkäufer gibt Dir das Geld zurück oder wenigstens in Raten oder es klappt nicht dann wars das.

Bei ner so alten Kiste lohnt sich eben nicht noch besonders Viel zu versuchen.

Und Anwalt oder gar Prozeß macht wenig Sinn. und nur Kosten bei geringer Chance.


Also Drohgebärde aufbauen mit drohen wegen Betrugsanzeige um so die Rückabwicklung hin zu bekommen oder zumindest einen Kostenbeteiligung.

Klappts ist gut wenn nicht wars Lehrgeld.

maddin
09.07.2008, 22:00
Wie äussert sich denn der Fehler?

Die mit den 3 Buschstaben... naja...

Das eine ZD langsam stirbt gibts auch.. siehe mein Opel, bin noch zig tausend KM gefahren bis sie ganz hin war.


Bei dem kleinen Motörchen ist der Wechsel ein Witz, der hat ja noch ne unten liegende Nockenwelle glaub ich.

Sowas machste in paar Stunden, wenns die ZKD ist und nicht ein Stegriss oder so.