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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gedankenspiele und Ideen zur Hausrettung



wolfi0410
30.05.2008, 01:30
Im Thread vom User Mockingbird hat sich eine Diskussion zu diesem Thema entwickelt die weiter gepflegt werden soll, darum jetzt hier im Life ein neues Thema unter gleicher Überschrift.

Um rege Teilnahme wird gebeten.

tantoll
30.05.2008, 15:37
Ich bin dabei...

Habe auch meine paar Pflanzen im Gewächshaus....zahle an meine Ex Miete für Ihre ideelle hälfte....

Pool ist aufgebaut....Hund flitzt durch den Garten (2500 qm)..Meerschweinchen grasen....die Sonne scheint....und ich vergeß mal alle Sorgen und geht mit meinen lieben baden....kostet nix....

mockingbird
30.05.2008, 16:30
Wie ihr alle in meinem Thread lesen konntet, hab ich ja ziemlich gründlich vom LG "einen übergebraten gekriegt"! :( :(

Ich muss mich gedanklich neu sortieren, BGH fällt aus, eben aus jenen von Archie erwähnten immensen Kosten, weswegen ich dann nach einigen Jahren wieder in die Inso müsste :p !

Super, Wolfi, dass du den Schritt der Eröffnung gegangen bist, wenn ich mal meinen Frust überwunden hab, mach ich vielleicht auch mit.....aber ich hab bisher noch von keinem neuen ZV-Termin gehört.........mal sehen, vielleicht wird es langsam Zeit, den Kapitalanleger zu finden, der evt. die Bude kauft und an uns zu moderaten Bedingungen zurückverkauft (= der Strohmann, = der gute Mensch von Sezuan.....)!

LG mockingbird :)

wolfi0410
30.05.2008, 16:59
Super, Wolfi, dass du den Schritt der Eröffnung gegangen bist, wenn ich mal meinen Frust überwunden hab, mach ich vielleicht auch mit.....aber ich hab bisher noch von keinem neuen ZV-Termin gehört
Das wird auch noch etwas dauern aber er kommt, leider.
.........mal sehen, vielleicht wird es langsam Zeit, den Kapitalanleger zu finden, der evt. die Bude kauft und an uns zu moderaten Bedingungen zurückverkauft (= der Strohmann, = der gute Mensch von Sezuan.....)!
Genau den.
LG mockingbird :)
Es ist natürlich immer die sicherste Methode wenn man jemanden hat dem man absolut vertrauen kann, dann nicht verkaufen, sondern die Finanzierung klären und mitsteigern lassen. Ist mit fast absoluter Sicherheit die preiswerteste Methode.

Also schau Dich schon mal um.

troubleshooter
30.05.2008, 17:13
Ich muss ja auch mit allem rechnen, deshalb müsst Ihr mal meine Gedanken mitsortieren.

Also, ich habe in 1994 in akuter Finanznot von meiner Lebensgefährtin 35.000 DM geliehen, ohne dass im Moment eine Rückzahlungsvereinbarung getroffen worden wäre.

Wir haben uns kurze Zeit später dazu entschlossen, einen Mietvertrag über einen eben erst fertig gestellten Hausanbau (reiner Zweckbau für ihre Zwecke :) ) abzuschließen und die Rückzahlung der Kohle mit der voschüssig für viele Jahre zu entrichtenden Miete zu verrechnen.

Es wurde also seinerzeit ein Mietvertrag gemacht über eine Laufzeit von 35 Jahren mit einer (absolut angemessenen) Jahresmiete von 1.000,-- DM und ich habe die Miete für 35 Jahre im voraus kassiert.

Vorweg: es ist nix getürkt, Vertrag ist mit meiner Steuer 1994 eingereicht worden, also aktenkundig. Der Zahlungsfluss ist absolut nachvollziehbar, da von Bank an Bank. Verwendungszweck: "bekannt".

Was würde eigentlich bei einer Versteigerung mit diesem Nutzungsrecht passieren?? Da hab ich mir nie einen Kopp drum gemacht.

Danke für Erleuchtung

Shooter

Felix40
30.05.2008, 17:39
Frag jetzt nicht warum, hab auch keine Zeit in den Paragraphen zu wühlen.
Jedenfalls werden die Mietvorauszahlungen im Falle einer Zwangsversteigerung verloren sein.

Der Mietvertrag ist nach einer Zwangsversteigerung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen kündbar.

Lediglich wenn der Betrag als "verlorener Baukostenzuschuß" nachweislich
geleistet worden ist, dürfte noch was zu retten sein. Da der § 57 c jedoch kürzlich entfallen ist, scheint derzeit nicht geklärt zu sein, wer die Rückzahlungen leisten muss.

Möglicherweise besteht auch bei Leistung einer "Kaution" die Möglichkeit, diese
vom "Neueigentümer" nach der Zwangsversteigerung zurückzuverlangen .

Felix

Jutta
30.05.2008, 17:40
Finde ich gut, das der Tread jetzt in "Life" steht. Habe ich mir auch schon überlegt, das das ganze da besser aufgehoben ist, da es sich ja darum dreht zu "überleben". Zurzeit ist es eine ganz schöne Schufterei den Hofladen mit quasi nichts herzurichten und bei der Hitze im Garten zu arbeiten aber vielleicht brings was finanziell damit wir in einigen Monaten/Jahren wieder besser leben können.
liebe Grüße
Jutta

Lucky_Luke
30.05.2008, 17:49
Aus meiner Sicht ist es nichts anderes, als ein Mietshaus zu ersteigern. Der neue Eigentümer steigt in den Mietvertrag ein und hat die in diesem Vertrag geltenden Rechte und Pflichten. Da die Miete bereits für lange Zeit bezahlt wurde, kann er auch keine Miete verlangen, bzw. müßte diese bei Kündigung anteilig rückerstatten.

troubleshooter
30.05.2008, 17:54
Finde ich gut, das der Tread jetzt in "Life" steht. Habe ich mir auch schon überlegt, das das ganze da besser aufgehoben ist, da es sich ja darum dreht zu "überleben". Zurzeit ist es eine ganz schöne Schufterei den Hofladen mit quasi nichts herzurichten und bei der Hitze im Garten zu arbeiten aber vielleicht brings was finanziell damit wir in einigen Monaten/Jahren wieder besser leben können.
liebe Grüße
Jutta


Hofladen? Palz?

Was: Käse? Wurst?

Erzähl mal, mach mal Werbung. Bin ganz doll auf so was.

Gruß

Shooter

Jutta
30.05.2008, 18:55
Wir haben an unserem Haus einen Garagenanbau, der schon immer für die Weinfeste als Ausschank bzw. Aufenthaltsort bei schlechterem Wetter genutzt wurde. Vor zwei Jahren habe ich mal angefangen, Einmachgläser mit Rezepten zu verkaufen, was eigentlich ganz gut ankam, aber dann hat mein Lieferant leider zugemacht. Da wir hintenraus ein größeres Stück Grünfläche haben (grüne Wüste) haben wir probeweise auf dem letzten Flohmarkt in der Gegend Tomatensetzlinge verkauft-mit durchschlagendem Erfolg. Wir waren total geplättet und hätten die doppelte Menge verkaufen können. Jetzt richten wir unseren Garten wieder her: zur Selbstversorgung weil wir uns das Gemüse nicht leisten können und zum Verkauf in der umgebauten Garage, was wir übrig haben. Sobald wir wieder etwas Geld haben, kaufen wir noch zwei oder drei Beerensträucher und im Herbst dann noch einige Spindelobstbäume.
Also zurzeit noch kein Käse und Wurst weil wir laut WKD dazu einen extra Raum brauchen sondern Marmelade, Gelee, Senf, Essig, Kräuteröle und falls es in dem Leben noch klappt: Apfelwein. Wie schon geschrieben, auch wir sind äußerst knapp bei Kasse und müssen uns arg nach der Decke strecken aber wir haben es insoweit etwas leichter, daß man durch Investition in Arbeit: Kartoffel, Kürbisse, Birnen und Äpfel auflesen, Erdbeeren und Trauben selbst pflücken und dann das ganze auch verarbeiten, vielleicht aus unserem Loch rauskommen.

Troubleshooter: falls Du Rezepte brauchst oder Knoff hoff melde Dich über PN.
ich will die anderen Mitleser nicht mit meinen Tiraden langweilen.

Hey Tandoll: Du hast ein Gewächshaus?Das interessiert mich brennend! Wie,was,wann,wo? kannst ja mir mal was schreiben. Wäre ganz toll!
liebe Grüße JuttaTroll

Felix40
30.05.2008, 19:14
Zitat von Lucky Luke


Aus meiner Sicht ist es nichts anderes, als ein Mietshaus zu ersteigern. Der neue Eigentümer steigt in den Mietvertrag ein und hat die in diesem Vertrag geltenden Rechte und Pflichten. Da die Miete bereits für lange Zeit bezahlt wurde, kann er auch keine Miete verlangen, bzw. müßte diese bei Kündigung anteilig rückerstatten.
__________________
Yippieyeah

Lucky Luke


Hallo LL

so wie Du hab ich das auch mal gesehen! Habe ein von der Zwangsversteigerung bedrohtes Haus an einen Dritten vermietet und
Mietvorauszahlung kassiert. Der eingesetzte Zwangsverwalter hatte nichts eiligeres zu tun, als diesen Dritten zu verklagen und hat natürlich auf ganzer Linie gewonnen.

Folglich:
Mietvorauszahlungen verfallen ab Inbesitznahme durch den Zwangsverwalter.

Felix

Lucky_Luke
30.05.2008, 19:19
Wenn Du den Mietvertrag im Wissen um die ZV gemacht hast, leuchtet mir das Urteil durchaus ein. Ansonsten bleibe ich vorerst bei meiner Auffassung, es sei denn, man hätte ein paar §§ und/oder Urteile für mich.

Los, erschüttert meinen Glauben an Gerechtigkeit. :D

Felix40
31.05.2008, 10:58
Zitat von Lucky Luke


Wenn Du den Mietvertrag im Wissen um die ZV gemacht hast, leuchtet mir das Urteil durchaus ein. Ansonsten bleibe ich vorerst bei meiner Auffassung, es sei denn, man hätte ein paar §§ und/oder Urteile für mich.

Los, erschüttert meinen Glauben an Gerechtigkeit.


die Paragraphen wären ZVG 57 b und BGB 566b

Die Formulierungen dort sind einigermaassen verwirrend aber besagen letztendlich, daß Vorausverfügungen nach Inbesitznahme durch einen Zwangsverwalter oder nach Eigentumsübergang für die Zukunft unwirksam sind.

Das ist auch so gerecht, es sei denn man sieht es durch die eigene Brille.
Du kannst ja Deine Darlehenszahlung weiter zurück verlangen, nur eben nicht mehr durch Verrechnung mit der Miete.

Mit Deiner Version - ob nun gewollt oder ungewollt - könnte man ja jede
erstrangige Hypothek unterlaufen.

Man kauft ein Haus und leiht sich das Geld vo der Bank. Dann leiht man sich das Geld noch mal von einem Mieter und zahlt nichts mehr an die Bank zurück.
Bei der Zwangsversteigerung geht die Bank leer aus, da der Mieter ja seine Mietvorauszahlung geltend macht.
So läuft das nicht!!!!!

Nur wenn das "Darlehen" als verlorenener Baukostenzuschuß angesehen werden kann, gibt es eine Chance. Allerdings ist § 57 c ZVG kürzlich
gestrichen worden

Felix

troubleshooter
31.05.2008, 11:05
Hab im Morgengrauen mal ein bisken gegurgelt und die mehrheitliche Ansicht gefunden, dass ein spätestens im Termin vorgelegter Mietvertrag zu berücksichtigen ist.

Wenn also ein Mieter Anspruch auf den Wohnraum hat und diesen Anspruch auch bereits bezahlt hat und dem Ersteigerer das bekannt ist, hat er einen Strich im Gesicht.

Inwieweit sich hier die inzwischen geänderte Gesetzeslage auswirkt, raffe ich noch nicht.

Es wäre auch aus der Sicht des gutgläubigen Mieters unerträglich, wenn er um seine Kohle gebracht würde.

Gruß

Shooter

Bankquest
31.05.2008, 12:04
Das ist unerheblich, eventuelle Forderungen gegen den Vermieter müssen dann auf dem Wege einer Zivilklage durchgesetzt werden.

Bankquest

troubleshooter
31.05.2008, 12:08
Das ist unerheblich, eventuelle Forderungen gegen den Vermieter müssen dann auf dem Wege einer Zivilklage durchgesetzt werden.

Bankquest

Aha. Das ist ne Aussage. Worauf stützt Du die?

Danke

Shooter

Felix40
31.05.2008, 12:54
Zitat Troubleshooter


Es wäre auch aus der Sicht des gutgläubigen Mieters unerträglich, wenn er um seine Kohle gebracht würde.


Hallo Shooter,

wer würde denn ein Objekt ersteigern, wenn er für ca 25 Jahre damit keine Miete erzielen kann. Also wäre dann die Bank die "gelackmeierte".

Insbesondere bei einer Zwangsversteigerung stehe ich aufgrund eigener
Erfahrungen immer auf der Seite der "Schwächeren". Deshalb wüde ich ja auch Deiner Theorie gerne zustimmen.. aber !!!

Aber dann mach ich mir mal die Mühe und zitiere aus dem Kommentar
zum ZVG § 57 b von Stöber. (Das ist das Gebetbuch der Rechtspfleger in
Sachen Zwangsversteigerung!)

"BGB § 566 b Abs. 1 besagt in Abänderung durch § 57 b : Hat der Vermieter vor Übergang des Eigentums (.....) über die Miete, die auf die Zeit der Berechtigung des Erstehers entfällt, verfügt, so ist die Verfügung insoweit wirksam, als sie sich auf die Miete für den zur Zeit der Beschlagnahme
laufenden Kalendermonat bezieht, und dann, wenn dieser Zeitpunkt nach dem 15. des Monats liegt, auch insoweit wirksam, als sie sich auf die Miete für den folgenden Kalendermonat bezieht; unwirksam ist die Verfügung somit über die Miete für die folgende Zeit "

Also noch mal der gutgemeinte Rat, in Deinem Fall muss das "Darlehen" ein
verlorener Baukostenzuschuß sein - ist aber wiederum ein ganz anderes Thema.

Du musst unterscheiden: Die Gültigkeit des Mietvertrages will ja niemand anfechten , "nur" die Gültigkeit der Vorausverfügung - also die Mieten für
die Zukunft nach Inbesitznahme durch den Zwangsverwalter oder nach
Eigentumsübergang auf den Ersteher - ist unwirksam.

Der Mietvertrag selbst kann z.B. bei Eigennutzung des Erwerbers innerhalb bestimmter Fristen gekündigt werden.

Ansonsten finde ich es gut, wenn jeder Betroffene sich so gut wie möglich auf eine evtl. anstehende Zwangsversteigerung vorbereitet und versucht, das Objekt über Familienangehörige oder einen Strohmann selbst zu erwerben.

Viel Erfolg.

Felix

troubleshooter
31.05.2008, 13:25
Super, vielen Dank Felix. Das ist eine Aussage, mit der man was anfangen kann.

Aus der Geschichte wird kein Zuschuss mehr, es war ist und bleibt eine Miete mit allen Konsequenzen. Es ist ja überdurchschnittlich dokumentiert und "amtsbekannt".

Zeitabläufe spielen hier mit Sicherheit auch eine Rolle. Es ist sicherlich unterschiedlich zu werten, ob derartige Verträge zeitnah zu Versteigerung gemacht werden, ob es wie hier ein Vorgang ist, der vierzehn Jahre alt ist und der notariell beglaubigt ist.

Ich werde einfach mal "stöbern". Vielen Dank!

Gruß

Shooter

Bankquest
31.05.2008, 14:59
Was soll das eigentlich werden, retten kannst du nur was wenn du jemanden findest der bereit ist zu kaufen oder ersteigern.
Alles andere ist Verzögerung, was natürlich auch schön sein kann. Aber keine Rettung. Entweder man treibt die Kohle auf oder nicht. So einfach ist die Rettung.

Bankquest

Bankquest
31.05.2008, 15:03
Hab im Morgengrauen mal ein bisken gegurgelt und die mehrheitliche Ansicht gefunden, dass ein spätestens im Termin vorgelegter Mietvertrag zu berücksichtigen ist.


Ja und, dann wird der eben innerhalb der Frist, die nach der Versteigerung gilt, gekündigt.
Mit der Gesetzesänderung kann man daraus keinen Honig mehr saugen.

Bankquest

troubleshooter
31.05.2008, 15:04
Was soll das eigentlich werden, retten kannst du nur was wenn du jemanden findest der bereit ist zu kaufen oder ersteigern.
Alles andere ist Verzögerung, was natürlich auch schön sein kann. Aber keine Rettung. Entweder man treibt die Kohle auf oder nicht. So einfach ist die Rettung.

Bankquest

Bleib ganz locker, oder hast Du eine Hpothek auf meinem Haus? ;)

Noch brennt gar nix und wenns brennt ist die Kohle schon rechtzeitg da.

Die Frage war ganz einfach, wie die realen Ansprüche meiner Lebensgefährtin zu bewerten sind. Es geht nicht um Verzögerung oder Spielchen oder sonst ein linkes Ding.

Hier hat mir aber Felix mit seinem Ansatz prima weitergeholfen.

Danke nochmal an Felix40 für Deine Mühe und ein schönes Wochenende.

Gruß

Shooter

Felix40
31.05.2008, 16:12
Zitat von Shooter


Die Frage war ganz einfach, wie die realen Ansprüche meiner Lebensgefährtin zu bewerten sind. Es geht nicht um Verzögerung oder Spielchen oder sonst ein linkes Ding.



Welche Ansprüche der Lebensgefährtin sind denn gemeint ?
Bisher habe ich die Angelegenheit so verstanden, daß Du Ansprüche
aus Deinem Darlehen an die Lebensgefährtin hast und Deine Ansprüche
auf Rückzahlung mit deren Ansprüchen aus laufender Miete verrechnet werden. Du meinst, daß Dein Mietvertrag auch bei einer Zwangsversteigerung gültig bleibt und Du die Aufrechnung mit dem neuen Eigentümer fortsetzen
kannst. Dieser würde dann quasi die Schulden deiner Lebensgefährtin begleichen.

Es spielt keine Rolle, ob Dein Mietvertrag alt und/oder notariell beglaubigt oder gar "amtsbekannt" ist.
Ab Beginn der Zwangsverwaltung wird der Zwangsverwalter von Dir Miete fordern und Dich auf Zahlung der Miete verklagen. Wenn Du keine Miete an den Zwangsverwalter zahlst, wird er das Mietverhältnis fristlos kündigen
und auf Räumung klagen. Der Gegenstandswert wird so hoch sein
(Jahresmiete), daß das Landgericht mit Anwaltszwang zuständig ist.
Die Kosten, die dann auf Dich zukommen werden "explodieren". Dein Risiko ist immens.

Bankquest hat schon recht, daß man zusehen sollte, die Kohle für den Erwerb des Hauses in der Zwangsversteigerung zu besorgen.

Eine Zwangsversteigerung kann man nicht aufhalten sondern allenfalls verzögern. Was wäre "link" daran, wenn ein Schuldner alle gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpft ?

Solange das Verfahren vom Gläubiger noch nicht beantragt wurde,
spricht nichts dagegen, den "amtsbekannten" notariellen Mietvertrag aufzulösen und neue "sinnvolle" Vereinbarungen zu treffen .

Wer sich gegen die Zwangsversteigerung und damit gegen die Vernichtung seines Eigentums wehrt, bewegt sich oft am Rande der Legalität. Eigentlich ja verständlich.

Handelt es sich bei dem Objekt Deiner Lebensgefährtin eigentlich um
Wohnraum oder Gewerbe ?

Im Falle von Wohnraum ist vielleicht eine Eigennutzung und eine Vermietung eines kleinen Anteils des Wohnraumes mit geringer Miete hilfreich.

Gruss
Felix

Lucky_Luke
31.05.2008, 17:24
Ich denke, es ist umgekehrt, Felix. Shooter hat Schulden bei der LG und verrechnet diese mit der von ihr zu zahlenden Miete.

Bankquest
31.05.2008, 17:46
Bleib ganz locker, oder hast Du eine Hpothek auf meinem Haus? ;)


Bin ganz logger, nur der Threat liest sich so als gilt es den Stein der Weisen zu finden mit dem man die Versteigerung verhindern kann.
Und das geht früher oder später nur mit Geld.
Und je später, desto mehr Geld. Je mehr Verzögerung, desto mehr Zinsen laufen auf. Je mehr Widersprüche und Beschwerden, desto mehr Gerichtskosten.
Und ob man sich mit seiner Taktik am Rande der Legalität bewegt, das ist reine Notwehr gegen das Gericht. Das ZV Gericht geht in der Regel in keinster Weise auf irgendwelche Einwände oder Beschwerden des Schuldners ein, mir scheint es die lesen nicht mal die Schreiben.

Bankquest

Felix40
31.05.2008, 18:49
Zitat von Lucky Luke


Ich denke, es ist umgekehrt, Felix. Shooter hat Schulden bei der LG und verrechnet diese mit der von ihr zu zahlenden Miete.
__________________
Yippieyeah

Lucky Luke



habs noch mal durchgelesen und jetzt auch verstanden. Lucky Luke hat recht!

Nur die Betrachtungsweise bei Vorausverfügungen bei Mietzahlungen bleibt die Gleiche. Die Lebensgefährtin muss also ab Zwangsverwaltungsbeginn die Miete an den Zwangsverwalter zahlen und kann ihr Darlehen weiter von
"shouter" zurückverlangen, soweit es nicht abgewohnt war.

Bei Nichtzahlung wird sich der Zwangsverwalter über den lukrativen Prozeß freuen, den er führen darf.


Eigennutzung vermeidet diese Probleme.

Felix40
31.05.2008, 19:47
Zitat von Bankquest


Das ZV Gericht geht in der Regel in keinster Weise auf irgendwelche Einwände oder Beschwerden des Schuldners ein, mir scheint es die lesen nicht mal die Schreiben.


Das ist das Los der Schuldner. Diese werden von den Gerichten heute
wie "Volksschädlinge" behandelt. Rechtsbeugung findet permanent statt.

Genau wie heute die Schuldner so müssen früher die Juden gegen
unsere Gerichte gekämpft haben. Bisher hab ich es mir verkniffen, mit dieser These ein Gericht zu konfrontieren.

In meinen Zwangsversteigerungsakten gibt es jedoch genügend Beispiele dafür.


Zitat von Bankquest

Und das geht früher oder später nur mit Geld.
Und je später, desto mehr Geld. Je mehr Verzögerung, desto mehr Zinsen laufen auf. Je mehr Widersprüche und Beschwerden, desto mehr Gerichtskosten.


Einerseits stimmt das haargenau. Wie "schön" wenn ein Schuldner aber nichts mehr zu verlieren hat, also der Zwangsversteigerung das Insovenzverfahren folgt!

Dann kann man wenigstens ohne Rücksicht auf eigene Verluste handeln.

Felix

tantoll
01.06.2008, 19:45
Gewächshaus...ja habe ich....dort habe ich meine Tomatenpflanzen drin...und meine Gurtenpflanzen ( kann in einigen Tagen die ersten Gurken ernten...freu mich schon drauf)....ansonsten gibt es gleich wieder leckeren kühlen Pfefferminztee aus dem Garten ( dort wächst natürlich nur die Pflanze)...und der Hollunder blüht, d.h, es wird Zeit für den Holunderblütensirup---das Getränk für die kalte Jahreszeit....
Gruß
tantoll

Jutta
01.06.2008, 23:56
Reicht das Gewächshaus für Dich bzw. Familie? Wird es konventionell geheizt? Wir haben es mal durchgerechnet und bei uns würde es konventionell zu viel Strom kosten bzw. zuviel Gas. Deshalb sind wir auf der Suche nach anderen Möglichkeiten. Es sollte ja Geld sparen auf lange Sicht und nicht noch mehr Kosten verursachen. Wir wollten es noch kombinieren mit Fischzucht. Da gab es in den 80igern Versuche in der Richtung. Wir versuchen zurzeit alles um mit möglichst wenig Input den besten Ertrag zu Erhalten. Muss mal nachsehen ob bei den Rezeptseiten eigentlich Holunderblütensirup bzw. Löwenzahnsirup drinsteht. Gibts ja quasi zum Nulltarif.
LG Jutta

troubleshooter
02.06.2008, 08:30
Hallo Leute, Danke nochmal für die Mühe.

Um Mißverständnisse zu vermeiden: Hier wird nicht monatlich eine Miete mit Rückzahlungsansprüchen aus einem Darlehen verrechnet, sondern die Rückzahlung des Darlehens ist erfolgt (per Überweisung) und der gleiche Betrag ist (ebenfalls per Überweisung) als Mietzahlung zurückgeflossen.

Das ändert allerdings, wie Felix40 bemerkt hat, offenbar nichts an der Betrachtungsweise.

Die Ansichten zu einer Zwangsverwaltung sind falsch. Bei selbst genutzen Wohneigentum ist dem Schuldner der Wohnraum zu belassen.

Wenn ein Grundstück keine Erträge bringt und auch keine bringen kann, ist eine Zwangsverwaltung missbräuchlich. Das gilt übrigens auch für den Fall, dass die Zwangsverwaltung nur angezettelt wird, um dem Gutachter Zutritt zu verschaffen. Das läuft nicht, hab ich vor Jahren schon mal durch.

In meinem Fall muss ich jetzt klären, wie die im Falle eines Falles die Rückgewährsansprüche aus der erstrangigen Grundschuld zu Geld zu machen wären, denn diese sind eben zur Besicherung der Mietvorauszahlung abgetreten.

Die Bank am ersten Range ist allerdings laut Kreditvertrag nicht verpflichtet, in der ZV einen höheren Betrag als die Realschuld geltend zu machen.

Mein Kredit ist übrigens nicht notleidend! Lediglich das nachrangige Bankhaus Dumm & Bockig e.G. kann hier gefährlich werden.

Danke nochmal und eine erfolgreiche Woche Euch allen

Shooter

Felix40
02.06.2008, 23:09
Zitat von Troubleshooter

Um Mißverständnisse zu vermeiden: Hier wird nicht monatlich eine Miete mit Rückzahlungsansprüchen aus einem Darlehen verrechnet, sondern die Rückzahlung des Darlehens ist erfolgt (per Überweisung) und der gleiche Betrag ist (ebenfalls per Überweisung) als Mietzahlung zurückgeflossen.


Unbedingt darauf achten, daß die Gelder nicht von den gleichen Konten
einfach hin und her geschoben werden!!

Zwangsverwaltung wird vom Gläubiger beantragt, meist natürlich, wenn
der Schuldner Mieterträge zu verzeichnen hat.



In meinem Fall muss ich jetzt klären, wie die im Falle eines Falles die Rückgewährsansprüche aus der erstrangigen Grundschuld zu Geld zu machen wären, denn diese sind eben zur Besicherung der Mietvorauszahlung abgetreten.


Abtretung der Bank offenlegen, bevor die Bank Dumm & Bockig Ansprüche geltend machen kann.

Ansonsten empfiehlt es sich immer, das Grundbuch "dicht" zu machen
zum Beispiel durch eine Auflassungsvormerkung und/der Eintragung einer
Eigentümergrundschuld, die wiederum auch abgetreten werden kann.

Ich gebe hier nur persönliche Erfahrungen und Meinungen ohne Gewähr wieder.

Felix

ocean20
11.06.2008, 23:52
Möchte dieses, für uns im Moment heikle Thema, noch mal anstoßen. Sollte ja ein Ideen..... Thread sein. Gibt es Ideen zur Hausrettung?

Hat es wohl irgend jemand überhaupt schon geschafft, trotz Inso eines Ehepartner das Haus zu retten?

Das würde mich wirklich mal interessieren. Ich glaube eher nicht....., obwohl die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gruß
ocean20

wolfi0410
22.06.2008, 10:02
Möchte dieses, für uns im Moment heikle Thema, noch mal anstoßen. Sollte ja ein Ideen..... Thread sein. Gibt es Ideen zur Hausrettung?

Hat es wohl irgend jemand überhaupt schon geschafft, trotz Inso eines Ehepartner das Haus zu retten?

Das würde mich wirklich mal interessieren. Ich glaube eher nicht....., obwohl die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gruß
ocean20
Hallo ocean20,
gerade in Eurem Fall meine ich doch, dass das Haus zu erhalten ist.
Der IV wird es schnell freigeben da er sonst mit für die Kosten aufkommen muss.
Wenn sich Eure Einkommenssituation nicht verändert hat müsste die Bank eigentlich mitspielen und das Darlehen nicht kündigen.
Habt ihr schon verhandelt?

ocean20
26.06.2008, 22:06
Hallo Wolfi0410,

ich habe leider ziemlich spät bemerkt dass Du hier geschrieben hast. Habe Dich hier überhaupt in der letzten Zeit wenig gesehen (gelesen?). Alles klar bei Dir?

Das Gespräch bei der Bank war erst mal locker. Leider gibt es dort noch einen fast abbezahlten Kredit. Den hat mein Mann geschäftlich gebraucht. Dieser könnte uns doch Schwierigkeiten bereiten, denn es gibt eine Sicherstellung über die Zweckerklärung der Immo. Und das hatten wir nicht mehr auf dem Plan. Also total vergessen. Es gab aber auch hierüber einen Vorschlag der Bk. Müssen wir noch überlegen.

Ich werde dann wieder Fragen stellen müssen im Selbst.Forum. Man denkt den ganzen Tag an nichts anderes.

Aber eine hätte ich schon mal. Was sind das überhaupt für Kosten, für den der IV aufkommen müsste, wenn er eine Immo nicht freigibt.

Einkommenssituation hat sich soweit gehalten, bis auf dass das Geschäft immer weniger wird. Aber er hat ja schon mal einen Job angenommen. Aber viel kommt dabei nicht rein.

Schöne Grüße
ocean20

wolfi0410
28.06.2008, 22:28
...z.Zt. im Krankenhaus und habe Wochenendurlaub. Weil es mir vorher nicht so besonders gut ging, andererseits viel Arbeit anstand vor KH-Antritt habe ich mich hier im Forum ein bisschen rar gemacht.
So in ca. 3 Wochen werde ich wieder zuhause sein und dann hier auch wieder mitlesen und posten.

Hallo ocean20,

Wenn Du Fragen hast, dann poste. am WE bin ich immer zuhause und hier im Forum gibts es ja auch noch mehr Hilfestellung.

Könnt ihr den "fast" abbezahlten Kredit evtl. ablösen? Wie hoch ist denn der Restbetrag? Mal ein bisschen rechnen, evtl. Leasingraten nicht bezahlen oder andere laufenden Rechnungen und dafür den Kredit ablösen.

Die Kosten die der IV übernehmen muss (mindestens für die Hälfte Deines Mannes) sind alle anfallenden Kosten der Immo wie Grundsteuern, Versicherungen, Schornsteinfeger, evtl. Notreparaturen usw. und die will er sicher nicht an der Backe haben wenn kein verwertbares Firmenvermögen vorhanden ist und Dein Mann kein pfändbares Einkommen hat. Also nicht noch schnell vor Antragstellung diese Kosten bezahlen, sondern bewusst offen halten und dem IV mitteilen.

schusselchen
29.06.2008, 07:13
Lieber Wolfi,

hoffentlich nichts ernstes?

http://dl7.glitter-graphics.net/pub/1148/1148147r6fqlbxshp.jpg (http://www.glitter-graphics.com)

LG

Schusselchen

Felsenbirne
29.06.2008, 14:37
Wenn die Immobilie nicht freigegeben wird muß er / der IV / alle Kosten der Immobilie zumindest vorlegen die der Immobilie zuzurechnen sind.

Also Grundsteuer / Müllabfuhr/ Versicherungen/ Kanalgebühr einfach alles was den Hauseigentümer eigentlich selbst trifft.

Er ist also in die Position des Hauseigentümers mit allen Folgen eingetreten.

Ja selbst das Wasser und Abwasser oder die Straßenreinigung wenn das in der Stadtsatzung so steht.


Natürlich immer nur den Anteil der auf das Teileigentum des Schuldners entfällt.


Das heißt der im Grundbuch eingetragene Eigentümer der eben Schuldner ist wohnt quasi kostenlos.

Natürlich kann er einige Kosten ablehnen zum Beispiel die Wasser also verbrauchskosten.

Ist das Haus z.B. eine Wohnung vermietet so muß er alles erst einmal übernehmen und dann anteilig mit dem Mieter verrrechnen was aber beim eingetragenen Eigentümer der eventuell eine Wohnung bewohnt nicht so leicht möglich ist.


Also der Mietvertrag gilt weiter und der IV kassiert die Miete vom Mieter und muß im Zweifel sogar Öl bunkern.

Dem Schuldner/ Eigentümer kann er aber nichts abverlangen was aber meist doch gütlich gelöst wird in dem der Eigentümer wenigstens seine Verbrauchskosten trägt.

wolfi0410
05.07.2008, 14:18
Lieber Wolfi,

hoffentlich nichts ernstes?

LG

Schusselchen
Hallo Schusselchen.

Nein es ist nichts Ernstes aber Schmerzhaftes.

Man versucht in einer neurologischen Fachklinik meine geschädigten Nervenbahnen und dadurch bei Bewegung zeitweise höllische Rückenschmerzen die in die Beine ausstrahlen, durch diverse Therapien wieder zum Leben zu erwecken und vor allem die durch Schonhaltung nicht genutzte Muskulatur wieder zu stärken.

Wird eine langwierige Sache, aber ich hoffe, dass ich in 2 Wochen wieder zuhause bin und dann ambulant weiter machen kann.

Dann werde ich auch hier im Forum wieder dabei sein können. Bis dahin leider immer nur am Wochenende zuhause und da muss die wichtigste Post abgearbeitet werden und für anderes bleibt keine Zeit.

schusselchen
05.07.2008, 20:03
Dann drücke ich Dir die Daumen daß es bald besser wird

und denk an Dich!

LG

Elsa

wolfi0410
05.07.2008, 21:19
Dann drücke ich Dir die Daumen daß es bald besser wird

und denk an Dich!

LG

Elsa
Danke