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Unregistriert Gast I
21.01.2005, 11:20
Folgender Fall :
Herr X ist seit etwa 9 Jahren arbeitlos...hat `ne Menge Schulden...
Verbraucher-Insolvenzverfahren im Oktober 2003 eröffnet.
Nur eröffnet...nicht abgeschlossen.
Es rief ein früherer Arbeitgeber im Sommer 2004 bei Herrn X an,
und fragte, ob er nicht wieder für ihn arbeiten wollte. Nach zwei
Gesprächen wurde man sich MÜNDLICH einig. Der schriftl. Vertrag
sollte folgen..."worauf man sich ja verlassen könnte, da man sich
ja von der früheren Tätigkeit kennt". (Herr X war früher 18 Jahre dort tätig.)
Da es sich um eine Arbeit handelt, die viel mit Kundenkontakten zu tun hat,
und die gesamte Bekleidung von Herrn X (Dank Arbeitslosigkeit) schlimm aussah, gab seine Freundin ihm etwa 700 Euro, damit er sich neu einkleiden
konnte, um entsprechend bei der Kundschaft auftreten zu können.
Herr X hatte kein Geld dafür.
Kurz vor Beginn der Tätigkeit rief Herr X beim Arbeitgeber an, um zu fragen,
wo nun der schriftl. Arbeitsvertrag bleibt...Und nun kommt`s :
Der Arbeitgeber bestritt je zugesagt zu haben. Er hätte die Stelle anderweitig
besetzt. An einer mündlichen Zusage konnte (wollte) er sich nicht erinnern !
Herr X verklagte den Arbeitgeber (Arbeitsgericht). Da Herr X nicht beweisen
konnte, eine mündliche Zusage bekommen zu haben, verlor er den Prozeß.
Aber...bei diesem Prozeß wurde bei einer Güteverhandlung zwischen
Herrn X und den Arbeitgeber eine Summe von 600 Euro vereinbart, als
Ausgleich für angeschaffte Bekleidung ! Die Bekleidung durfte Herr X behalten.
Es handelt sich um Markensachen, die ausschließlich für diese Arbeit ange-
schafft wurden, die Herr X im Arbeitslosen-Leben sicher nicht gekauft hätte,
denn er braucht sie sonst nicht. Er ist 57 Jahre alt...Aussichten gleich "0" .
Ja...die Sache stinkt. Obwohl er die mündliche Zusage des Vertrages abstritt, zeigte er mit der Zahlung von 600 Euro doch was anderes....
Aber, was soll`s ?
Die 600 Euro wurden an den Treuhänder überwiesen.
Herr X möchte den Betrag natürlich haben, um seiner Freundin wenigstens
diese Summe zurückgeben zu können. Der Treuhänder verweigert die
Auszahlung...meint das Geld gehört nun z. Insolvenzmasse.
Das kann doch wohl nicht Recht sein..oder ?
Es ist ja nicht das Geld von Herrn X ! Seine Freundin hat ihm das Geld
gegeben, damit er sich einkleiden konnte. Von dem unpfändbaren Gehaltsteil
wollte Herr X so nach und nach zurückzahlen.
Es sind doch keine neuen Schulden in dem Sinne...
die Freundin würde nie weitere Schritte unternehmen.
Aber der Anstand gebietet eine Rückzahlung..auch unter Freunden.
Was tun ? Das kann doch wohl nicht richtig sein....oder ?
Kann jemand hier helfen ?
Gruß