PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auch 2005 steigen die Pleiten in "D"



Felsenbirne
01.12.2004, 12:08
Die Zahl der Unternehmenspleiten bleibt auf einem hohen Niveau.

Nach der jüngsten Erhebung steigt in Deutschland auch 2004 und damit im fünften Jahr in Folge die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen. Sie erreicht damit einen neuen Höchststand.
In diesem Jahr werden voraussichtlich rund 40000 Unternehmen Insolvenz anmelden müssen.

Die volkswirtschaftlichen Schäden, die Insolvenzen verursachen, belaufen sich für 2004 auf 39,4 Milliarden Euro:

Der öffentlichen Hand werden knapp 12 Milliarden Euro fehlen,
den privaten Gläubigern rund 27,5 Milliarden Euro.

Die neue Prognose von Euler Hermes, den größten Kreditversicherer Europas, gibt ebenfalls kaum Anlaß zum Optimismus. Obwohl die Tochtergesellschaft der Allianz-Gruppe dieses Jahr mit einem sichtbaren Rückgang der Insolvenzen rechnet, soll die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche im kommenden Jahr wieder um 0,8 Prozent steigen.

Als wichtigen Grund für die hartnäckige Pleitewelle wertet der Kreditversicherer

die ständig wachsende Pleitenzahl von Einzel- und Kleinunternehmen sowie von freien Berufen.

Deren Anteil an der Gesamtzahl der Insolvenzen liege bereits bei 42 Prozent.

Während die vom Export getriebene leichte Konjunkturerholung dazu geführt hat, daß die Zahl der Pleiten im verarbeitenden Gewerbe um ein Fünftel abgenommen hat, ist sie im Dienstleistungsbereich leicht gestiegen. Mit voraussichtlich 17 500 Zusammenbrüchen führt dieser Wirtschaftszweig die Insolvenzstatistik an.

Rund die Hälfte der gerichtlich angemeldeten Forderungssumme entfällt auf Dienstleistungsbetriebe.

Auch im übrigen Westeuropa wird die Pleitewelle nach Beobachtungen von Euler Hermes wieder steigen.

Großbritannien, Frankreich und Deutschland sind die Länder mit den absolut meisten Insolvenzen in Westeuropa. Auf diese Volkswirtschaften entfallen rund 70 Prozent aller gewerblichen Fälle.

Im langfristigen Vergleich zeigen vor allem Deutschland eine negative Entwicklung.

Leider werden die Themen in diesem Forum nicht ausgehen.

Gruß Felsenbirne