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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schadenersatz beim Handy-Vertrag



Kerstin
17.11.2004, 10:06
Hallo,

ich hatte gerade eine Klientin da, bei der macht ein Inkassobüro eine Forderung von T-Mobile geltend. Der Vertrag wurde vom Anbieter gekündigt, da Sie die Monatsrechnungen nicht bezahlen konnte. Mit der Kündigung macht der Anbieter Schadenersatz für die restliche Vertragslaufzeit geltend. Soweit bekannt.

Bei diesem Vertrag handelt es sich aber um ein Paket mit hoher Grundgebühr (100 €) und vielen Freiminuten (500 Min.). Diese wird der Anbieter für den Rest der Laufzeit nicht erbringen, Karte gesperrt, wie üblich. Hat der Anbieter dann ein Recht auf Schadenersatz in der gefoderten Höhe? Oder kann man die nicht mehr erbringbare Gegenleistung (die Freiminuten) abziehen von der Forderung?

Da noch kein Titel vorliegt, der MB aber bestimmt nicht mehr lange auf sich warten lässt, hätte ich gerne Argumente (mit Rechtstellen oder Gerichtsurteilen, wenn vorhanden), um das Risiko eines Rechtsstreits für meine Klientin einschätzen zu können.

Da immer mehr Anbieter solche "Pakete" anbieten, bin ich sicher, dass das Problem noch bei anderen vorliegt, ich habe aber bisher nix zu dem Thema gefunden.

Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten.

Kerstin

Bernd
18.11.2004, 18:12
Die Frage ist natürlich auch, was für ein Handy bei dem Packet dabei war, weil das ja wohl vom Anbieter subventioniert war, und der sich von der Vertragserfüllung die Bezahlung des Handys versprochen hat.
Ich könnte mir vorstellen, dass bei solchen Verträgen auch entsprechend hochwertige Handys dabei sind und der Anbieter damit schon einen entsprechenden Schadenersatz geltend machen kann.

Kerstin
19.11.2004, 12:03
Hi,

danke für den Hinweis. Werde ich noch mal überprüfen. Ich halte aber dennoch über 2.000 € (auch mit dem Handypreis) für etwas viel.

Schönes Wochenende.

Kerstin