Guten Abend,
meine Frau hat heute ein Schreiben ihres Finanzamtes Witten bekommen, ihre Steuererstattung für 2019 sei auf eine Steuerschuld von 2010 (beim Finanzamt Dortmund) angerechnet worden.

Der Hintergrund: ich selber befinde mich als ehemals Selbstständiger in der Wohlverhaltensphase (Regelinsolvenz). Ich habe Schulden beim Finanzamt Dortmund u.a. auch aus gemeinsamer Veranlagung mit meiner Frau zur EinkSt aus 2010. Es wurde nach einer Steuerprüfung für 2010 - 2012 eine Nachzahlung in 2013 verlangt. Meine Frau befindet sich in der Wohlverhaltensphase ihrer Privatinso, hat aber keine Schulden beim Finanzamt angemeldet und sie sind auch nicht nachmeldet worden.

Seit einigen Jahren sind wir getrennt veranlagt, sogar aufgrund des Wohnortwechsels in zwei verschiedenen Finanzämtern. Im vorletzten Jahr wurde ihre Steuergutschrift für 2018 erstattet. Die Steuererstattung für 2019 wurde nicht auf ihr Konto überwiesen, sondern nach telefonischer Auskunft auf die Einkommenssteuersschuld aus 2010 angerechnet.

Die Frage: darf ein Finanzamt nicht gemeldete Schulden einbehalten?

Und noch Grundsätzlicher: werden Steuerschulden in der Regelinso überhaupt in der Restschuldbefreiung erfasst?

Danke
Ulrich