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Thema: Reichen meine Arbeitsbemühungen aus?

  1. #1
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    Standard Reichen meine Arbeitsbemühungen aus?

    Hallo,
    ich bin seit 02/2018 in der Privatinsolvenz.

    Als ich die Insolvenz beantragt habe, war ich im Bezug von Sozialhilfe. Hatte dem Verwalter auch ein Gutachten vorgelegt, dass ich nicht erwerbsfähig bin. Außerdem ein Gutachten von 2015 über meine dauerhafte Dienstunfähigkeit. Das Sozialamt hat mich dann im Dezember 2018 zu einem anderen Gutachter geschickt um meine Erwerbsfähigkeit überprüfen zu lassen. Soweit ich weiß wurde da aber bis heute kein Gutachten erstellt bzw. ist das noch nicht fertig.

    Im Frühjahr 2019 musste ich wieder in den Hartz IV-Bezug wechseln.

    Von Januar 2019 bis April 2020 habe ich diverse Minijobs ausgeübt, von denen ich aber die meisten wieder kündigen musste, da das mit meiner Erkrankung nicht ging. Darüber habe ich den Verwalter immer informiert, 2x im Jahr habe ich ihm die Gehaltsabrechnungen geschickt. Nachweise über Bemühungen der Arbeitssuche habe ich ihm allerdings nicht geschickt.

    Seit 01.05.2020 arbeite ich nun 25 Stunden pro Woche. Darüber habe ich den Verwalter ebenfalls informiert. Die 25 Stunden sind mir zu viel. Mir geht es gesundheitlich beschissen. Ich versuche gerade einen Spezialisten für meine Krankheit aufzutreiben, der noch eine zündende Behandlungsidee hat um wenigstens diese 25 Stunden halten zu können.

    Nun steht in den Unterlagen vom Verwalter drinnen, dass ich Vollzeit arbeiten muss und mich um Bewerbungen bemühen muss, was ich nachweisen soll. Außerdem soll ich die Gehaltsabrechnungen monatlich einreichen, was ich bislang aber immer nur 2x im Jahr getan habe.

    Jetzt bin ich mir unsicher ob ich alles richtig mache. Nicht, dass mir irgendwann die Restschuldbefreiung verweigert wird mit der Begründung, dass ich nicht Vollzeit arbeite. Aber definitiv geht (derzeit) nicht mehr wie 25 Stunden. Allerdings rechne ich auch nicht mehr damit, dass dieses Gutachten vom Sozialamt nach 1,5 Jahren tatsächlich mal erstellt wird. Und ich selber kann ja auch nicht einfach zu irgendeinem Arzt gehen und ein Gutachten (auf meine Kosten) erstellen lassen. Zumal die Gutachter ja eh alle was anderes sagen.

    Was mache ich nun? Einfach wie bisher weiter machen? Meldet sich so ein Verwalter, wenn er meint ich mache was falsch?

    MfG

  2. #2
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    Ich nehme an, du arbeitest die 25 Stunden, weil das mehr als ALG II ist? Mit diesen 25 Stunden belegst du allerdings, dass du nicht erwerbungsunfähig bist. Erwerbsunfähigkeit bedeutet i.d.R., dass jemand nicht in der Lage ist, 3 Stunden am Tag zu arbeiten. Das könnte man als Problem sehen.

    Die Gehaltsabrechnungen sollte man tatsächlich monatlich dem Verwalter zukommen lassen. Hast du denn auch, wozu du verpflichtet bist, die Arbeitsplatzänderungen dem Gericht mitgeteilt?

    Wenn die gesundheitlichen Probleme im Prinzip dokumentiert sind (meist durch Atteste, Arztberichte), sollte man auf der sicheren Seite sein. Allerdings ist es problematisch, wenn man bescheinigt bekommt, erwerbsunfähig zu sein, und dann 25 Stunden arbeitet. Als Verwalter würde ich gewissen Zweifel nicht unterdrücken können.

  3. #3
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    Ich nehme an, du arbeitest die 25 Stunden, weil das mehr als ALG II ist?
    Auch. Aber nicht nur deswegen.

    Hast du denn auch, wozu du verpflichtet bist, die Arbeitsplatzänderungen dem Gericht mitgeteilt?
    Nein. Das weiß ich gar nicht, dass ich dazu verpflichtet sein soll und ich weiß auch gar nicht welches Gericht.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Gitarrenlady Beitrag anzeigen
    Auch. Aber nicht nur deswegen.



    Nein. Das weiß ich gar nicht, dass ich dazu verpflichtet sein soll und ich weiß auch gar nicht welches Gericht.
    Das wundert mich aber sehr das du dass nicht weißt. Darüber wird man in der Beratungsstelle der Schuldnerberatung normalerweise informiert.
    Und das Gericht ist dir sicherlich bekannt. Es ist das Gericht von dem du den Beschluss über die Eröffnung der Insolvenz Post bekommen hast.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Gitarrenlady Beitrag anzeigen
    Auch. Aber nicht nur deswegen.



    Nein. Das weiß ich gar nicht, dass ich dazu verpflichtet sein soll und ich weiß auch gar nicht welches Gericht.
    Sorry wenn ich es so Sage aber mit Verlaub hältst du dich nicht an die Obliegenheitspflichten und das gefährliche daran ist das dein Verwalter wenn es ganz doof läuft die RSB versauen kann

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