Hi,
Hier erläutert unsere Bundesjustizministerin ihre Pläne zur Umsetzung der EU-Richtlinie.
Ob das wirklich so beschlossen wird und ob vielleicht wie 2014 weitere Verschärfungen beschlossen werden, ist noch unklar, aber wie Kai Henning schreibt, sollten wir ab heute darauf hinweisen, dass man voraussichtlich 5 Monate früher schuldenfrei sein könnte, wenn der Antrag erst ab dem 17. Dezember gestellt wird.

Dieses angedachte Stufenmodell finde ich äußerst sinnvoll, um eine Antragsflut nach der noch ungewissen Umsetzung der EU-Richtlinie zu vermeiden und ich gehe davon aus, dass dies auch beschlossen wird.
Aber so wichtig, wie der Hinweis auf eine mögliche Verkürzung von 6 auf 3 Jahre bisher propagiert wurde, ist er mit dieser angedachten Stufenlösung nicht mehr.

Unklar ist nicht nur, wie Kai Henning schreibt, "ob die Verkürzungsregelung [auf 5 Jahre] bei Aufbringung der Verfahrenskosten weiter gelten soll", sondern vor allem auch, ob die bisherigen 3 Jahre mit Quote auch nach dem Stichtag angewendet wird. Ich denke schon, da auch bei der letzten Reform 2014 die Neuregelung nur für Neufälle galt. Ein Restrisiko besteht aber, so dass ich Klienten, die die 35%-Quote + Verfahrens- und Verwalterkosten voraussichtlich aufbringen können, von einer Wartezeit eher abraten würde.

Gruß
Ingo