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Thema: Sonderzahlung im eröffneten Verfahren

  1. #1
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    Standard Sonderzahlung im eröffneten Verfahren

    Hallo,

    ich befinde mich zur Zeit noch im eröffneten Insolvenzverfahren und erhalte zum 30.06. voraussichtlich eine Sonderzahlung (~3.000 €), im Rahmen einer Zielvereinbarung (persönliche Ziele im Unternehmen).

    Lese ich es richtig, dass dieses Geld ähnlich wie Weihnachtsgeld behandelt wird? Also unpfändbar bis 50 % bzw. max. 500 €?

    Danke!

    EDIT: Wie würde sich das Verhalten, wenn ich 2 x jährlich eine solche Zahlung erhalten würde?

    Vielen Dank!
    Geändert von Malak (07.06.2018 um 10:25 Uhr)

  2. #2
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    Meiner Meinung nach erhöht die Sonderzahlung das pfändbare Einkommen. Weihnachtsgeld ist es halt nur, wenn es so auf der LB draufsteht.

  3. #3
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    Hallo,
    leider liegst du (Malak) nicht richtig. Solche Einnahmen unterliegen voll der Pfändung im Rahmen der Tabellenwerte.
    Nur wenn tatsächlich Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld gezahlt wird, gibt es zusätzlichen Schutz. Die Aufteilung der Zahlung auf mehrere Monate ist sinnvoll, wenn ein Nettobetrag von 3.475,00 € überschritten wird. Bis zu diesem Betrag verbleibt zumindest ein Teil der Sonderzahlung.
    Grüße

  4. #4
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    Ich liege knapp unter den 3475 €, bedeutet dann aber ja immerhin, dass ich ca. 30 % von der zusätzlichen Zahlung behalten darf.

    Danke für eure Antworten!

  5. #5
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    Zitat Zitat von Malak Beitrag anzeigen
    Ich liege knapp unter den 3475 €, bedeutet dann aber ja immerhin, dass ich ca. 30 % von der zusätzlichen Zahlung behalten darf.
    hmmm... Du liegst inkl. einer Sonderzahlung von 3000 Euro knapp unter 3475 Euro? Für einen Minijob erscheint mir die Sonderzahlung etwas üppig.

    Da ich nicht wirklich glaube, dass dem so ist: Von Nono gemeint war der Betrag von 3480 Euro ab dem laut Pfändungstabelle zu 100% pfändbar ist. Wenn Du also die 3000 Euro in einem Monat erhälst und bspw. zusätzlich 2000 Euro normales Gehalt dann wären 1520 Euro komplett weg (3480 bis 5000) und von 3480 Euro würde zusätzlich laut Pfändungstabelle abgeführt werden.

    Von daher wäre eine Aufteilung der Sonderzahlung auf mehrere Monate in jedem Falle ein Segen.

  6. #6
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    Hi Caffery,

    vielleicht habe ich da jetzt auch was falsch verstanden.

    Grundgehalt: 3.000 €
    Sonderzahlung:3.000 €

    Netto gesamt = ~3415 €

    Bin ich da jetzt auf der sicheren Seite?

  7. #7
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    @caffery, bist du von Nettowerten ausgegangen? Ich bin mir jetzt immer noch unsicher.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Malak Beitrag anzeigen
    @caffery, bist du von Nettowerten ausgegangen? Ich bin mir jetzt immer noch unsicher.
    Yap, war ich. Am gleichen Tag schrieb hier jemand von einer Sonderzahlung die Netto ausgezahlt wurde bzw. werden sollte - dies hatte ich scheinbar irgendwie vermischt.

    Von daher entschuldige ich mich für die gestiftete Unsicherheit.

  9. #9
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    Mein IV hat sich gerade gemeldet und meinte, dass er diese Zahlung als Bonuszahlung ansieht, somit wäre die gesamte Zahlung pfändbar.

    Kann man da was machen? Ich weiß nicht als was diese Zahlung deklariert werden muss.

  10. #10
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    Ich glaube kaum, dass du dich gegen seine Einschätzung erfolgreich wehren kannst. Natürlich kannst du ihm deinen Standpunkt darlegen und im Notfall den Weg übers Gericht - ggf. über eine einmalige Freigabe durch das Gericht.
    Aber es ist ja nunmal eine Sonderzahlung und kein Gehalt oder Weihnachtsgeld. Also müsste diese auch voll pfändbar sein.

    Aber man soll ja alles positiv sehen: Du kommst damit natürlich auch deinen 30% in 3 Jahren näher - zumindest jedoch den 5 Jahren! :-)

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