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Thema: Inkassovollmacht?

  1. #21
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    Wenn ein rechtsdienstleister nichts tut gibt es auch keine Gebühr. Selbst wenn er beauftragt wurde.
    Da gibt es einige BGH Urteile zu.

    Dieses "etwas tun" kann im Zweifel schon die Entgegennahme eines Auftrags sein. Aber das entgegennehmen ist dann mitnichten irgendeine hohe Gebühr.

    Aber so Inkasso Kollegen wie alpha wollen gerne Desinformation streuen. Eine Diskussion mit masseninkasso zu führen was die eigentlich tun und was die rechtsdienstleistung sein soll die sie bezahlt bekommen möchten ist sinnfrei. Sachbezogene Antworten bekommt man aus der Branche zu diesem Thema nie.

  2. #22
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    Zitat Zitat von mepeisen Beitrag anzeigen
    Wenn ein rechtsdienstleister nichts tut gibt es auch keine Gebühr. Selbst wenn er beauftragt wurde.
    Da gibt es einige BGH Urteile zu.
    Genau...
    Zitat Zitat von mepeisen Beitrag anzeigen
    Dieses "etwas tun" kann im Zweifel schon die Entgegennahme eines Auftrags sein. Aber das entgegennehmen ist dann mitnichten irgendeine hohe Gebühr.
    Welchen Zweifel meinst Du denn?

    Es geht immer um einen Schaden der nachweisbar entstanden sein muss. Um eine Gebühr nach dem RVG auszulösen muss zumindest mal eine Aktion stattgefunden haben für die man eine Rechtsdienstleistung rechtfertigen kann (was bei automatisierten Inkassoschreiben ohnehin höchst fragwürdig ist - nicht umsonst haben Gerichte die sich mal ausschließlich mit Inkassokosteforderungen befasst haben reihenweise diese Kosten erheblichst zusammengestampft oder gleich komplett gestrichen).

    Aber wenn wir das mal ausklammern: Der alleinige Auftrag kann unstrittig keine Rechtsdienstleistung im Sinne des RVG sein. Wenn diese also alleine dafür gefordert wird ist sie, m.E. unstrittiger Weise, natürlich komplett nicht geschuldet und zurückzuweisen.

    Die betreffenden Firmen wären in einem solchen Fall natürlich herzlich eingeladen ihre Vereinabarungen für die Auftragsvergabe offenzulegen um einen tatsächlich entstandenen Schaden für den Auftrag darzulegen. Aber irgendetwas sagt mir, dass sie dies nicht möchten - warum nur?

    Wenn Gläubiger und Dienstleister so schlecht vernetzt sind, dass Letzterer doch noch etwas tut nachdem der Gläubiger das Geld schon erhalten hat, kann das ja nicht dem Schuldner angelastet werden.

    Der alberne Vergleich mit dem Mahnbescheid hat damit natürlich nichts zu tun - da dies erstens nichts mit der RVG zu tun hat und zweitens durch den Antrag natürlich ein nachweisbarer Schaden entsteht - die Gerichtsgebühr eben. Die wie gesagt aber natürlich auch erst dann vom Antragsgegner geschuldet ist wenn der Bescheid Rechtskraft erlangt.

  3. #23
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    Zitat Zitat von alpha666 Beitrag anzeigen
    Ahso. Und wieso entstehen die Gebühren hier bereits mit Antrag, und im Einziehungsverfahren erst mit Zugang beim Schuldner?!
    Passt nich ganz, oder...
    Solltest den Fragesteller mal nebenbei informieren das Du selbst bei der Crédit Reform arbeitest

  4. #24
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    nicht umsonst haben Gerichte die sich mal ausschließlich mit Inkassokosteforderungen befasst haben reihenweise diese Kosten erheblichst zusammengestampft oder gleich komplett gestrichen
    Und wohlgemerkt ist mir exakt kein Fall bekannt, in dem ein Inkasso jemals irgendwie argumentativ dagegen vorgegangen ist oder wenigstens mal den Versuch unternahm, irgendwie einen Nachweis darüber zu erbringen, einen Schaden konkret aufzuschlüsseln bzw. eine anwaltliche oder nur anwaltsähnliche Tätigkeit. Ist jemand anderem so ein Fall bekannt?

    Aber irgendetwas sagt mir, dass sie dies nicht möchten - warum nur?
    Ich glaube ich habe es hier schon einmal erwähnt. Infoscore. Der Anwalt berzichtete auf durchsetzbare Hauptforderungen, als ein Gericht exakt das haben wollte: Eine Darlegung der Vertragsdetails zwischen Inkasso und Gläubiger. Klage reflexartig zurückgezogen. Muss nichts heißen und auch nicht für alle Inkassos... Lässt tief blicken irgendwie...

    Ich erhoffe mir vom diesjährigen BGH-Urteil, dass man auch bei den vielen Amtsgerichten nun deutlich öfter mal die Vertragsdetails verlangt. Zur Kontrolle, ob echtes oder unechtes Factoring (=0,00€ Inkassogebühr) oder wirklich eine Rechtsdienstleistung beauftragt wird. Das würde für die Branche ein mittelschweres Erdbeben bedeuten oder?

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