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Thema: Steuerklassenwechsel von 3/5 auf 4/4

  1. #1
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    Standard Steuerklassenwechsel von 3/5 auf 4/4

    Hallo,

    ich und meine Frau haben im April unsere Steuerklassen gewechselt. Wir hatte vorher immer 3/5 sind aber auf 4/4 gewechselt, da meine Frau einen seit 2016 einen Job hat. Da wir dieses Jahr 1300€ an das FA nachzahlen, was auf die "falsche" Steuerklassenwahl zurückuführen ist, wollten wir nächstes Jahr nicht wieder nachzahlen und sind daher diese Schritt gegangen.
    Achso: WIr sind beide in der WVP seit Februar 2017.
    Ich habe meinen IV mit einer Mail in Kenntnis gesetzt, 2 Wochen gewartet und dann die Steuerklassen beantragt. Ich habe auch im Nachgang eine Mail geschrieben, dass wir nun die Steuerklassen gewechselt haben und auch wieder nichts. Ich muss dazu sagen, dass wir eigentlich sehr zufrieden sind mit dem IV und der ganzen Abwicklung seinerseits. Alles sehr fair. Nur die Kommunikation ist ein wenig schwierig Mündlich würde ich am Telefon war sofort Auskunft bekommen, aber mir ist das ganze Thema zu heikel um auf Schriftverkehr zu verzichten.

    Nun ist es so, dass ich anstatt 350€ "nur" noch 250€ abführe (meine Frau nach wie vor nichts).
    Jetzt kam dann doch der Gedanke: Warum meldet sich der IV nicht? War das vielleicht doch nicht korrekt und kann das zum Versagen meiner RSB führen?
    Ende Juni übergeben wir wieder die 6 vergangenen Abrechnungen und spätestens da wird es ihm doch auffallen?

    Worstcase kann doch nur sein, dass ich "gezwungen" werde die nun wegfallenden 100euro monatlich selbst auszugleichen, oder?
    Andererseits: hätte ich von vornherein die SK 4, dann hätten die Gläubiger auch nur die geringere Summe bekommen... hmmm...

    Im Internet steht, wenn es "wirtschaftlich Sinn ergibt" ist ein SK Wechsel OK. Für mich ergibt er Sinn, da wir nicht jedes Jahr 4-stellig nachzahlen wollen.

    Kennt sich jemand aus mit dem Thema?

  2. #2
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    Hi,
    wegen dem Steuerklassenwechsel brauchst Du Dir keine Sorgen machen. Aber wurde Deine Frau nach ihrer Arbeitsaufnahme noch als Unterhaltsberechtigte berücksichtigt?

    Gruß
    Ingo

  3. #3
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    Hallo, kurz und knapp Vielen Dank.
    Meine Frau war davor auch schon raus. Ich habe nur unsere beiden Kinder drin. Da ändert sich also nichts.

    Ich hatte nur vermutet, dass der Verwalter mich anschreibt, da er ja grob 1200€ weniger pro Jahr überwiesen bekommt. Also, da ich nach 5j die RSB anstrebe sind das "immerhin" 3600€ die er nicht verteilen kann.
    Kann da niemand der Gläubiger Einspruch erheben mit einer reellen Chance auf Zustimmung seitens des Gerichts?

    Gruß!

  4. #4
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    Ich halte einen erfolgreichen "Einspruch" für ausgeschlossen. Du machst keine Unterhaltspflicht geltend, da ist die Steuerklasse 4 doch völlig in Ordnung. Du dürftest nur nicht in die Klasse 3 wechseln.

  5. #5
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    Wir hatten vor 2 Jahren dasselbe Problem, jedoch ist meine Frau (nicht wie deine) auch in der PI, bzw. in der WVP. Sie war wegen Studium etc. über 3 Jahre bei mir als unterhaltsberechtigte Person eingetragen, wir hatten bis dahin immer 3/5. Dann bekam sie nach dem Studium direkt einen Job und ich informierte mich vorab, ob wir die 3/5 so lassen können, oder besser nach 4/4 wechseln. Unabhängig davon, dass wir schon im vorhinein den TH informierten (einen Monat bevor sie den Job begann), das sie wegen dem eigenen Job aus der Unterhaltspflicht wegfällt.
    Dann schrieb ich den TH wegen dem Steuerwechsel an und bekam keine Antwort, schrieb dann aber zur Sicherheit parallel das Amtsgericht an, um diese wegen dem Steuerwechsel zu informieren, bzw. mir das OK zu holen. Mit dem Hinweis, dass keinerlei Nachteile für die Gläubiger entstehen, mit dem wichtigen Hinweis, dass der Schritt des Steuerklassenwechsels notwendig ist, da wir sonst erheblich nachzahlen müssten. Kurz danach kam dann auch die Antwort vom Amtsgericht offiziell, ebenso im Anhang die Antwort vom TH, dass keinerlei Einwände bestehen.
    Wichtig in solchen Fällen ist nur, dass der/die Gläubiger dadurch keine Nachteile ziehen.

  6. #6
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    Zitat Zitat von kmzrky Beitrag anzeigen
    Hallo, kurz und knapp Vielen Dank.
    Meine Frau war davor auch schon raus. Ich habe nur unsere beiden Kinder drin. Da ändert sich also nichts.

    Ich hatte nur vermutet, dass der Verwalter mich anschreibt, da er ja grob 1200€ weniger pro Jahr überwiesen bekommt. Also, da ich nach 5j die RSB anstrebe sind das "immerhin" 3600€ die er nicht verteilen kann.
    Kann da niemand der Gläubiger Einspruch erheben mit einer reellen Chance auf Zustimmung seitens des Gerichts?

    Gruß!
    Nochmal zur Klarheit: es spielt im Grunde überhaupt keine Rolle, ob die Gläubiger dadurch "Nachteile" haben. Entscheidend ist, ob der Steuerklassenwechsel einen sachlichen Grund hat. Und das ist bei Ihnen der Fall. Man ist im Insolvenzverfahren nicht gezwungen, die für die Gläubiger günstigste Steuerklasse zu wählen.

    Im Übrigen können einzelne Gläubiger nie "Einspruch" erheben. Im Insolvenzverfahren ist es weitaus komplexer, im Grunde kann das nur die Gesamtheit der Gläubiger als Gläubigerversammlung. Der einzelnen Gläubiger hat als "Einspruchsrecht" nur den Weg über einen Antrag auf Versagung der RSB. Und dafür gibt es halt nur ganz feste Gründe (§ 295 InsO).

  7. #7
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    Steuerklassenwechsel; da muss ich direkt auch aufspringen und mal nachfragen:

    Anfangs haben meine Frau und ich gearbeitet und hatten beide die IV/IV. Durch Erziehungszeiten ist meine Frau dann erst einmal weggefallen und ich habe gewechselt in die Klassen III/V, um wenigstens ein bisschen mehr Netto zu haben.
    Nachteil: Ordentliche Nachzahlung beim mir. Erstattung bei meiner Frau.
    2017 wird nun das erste Jahr sein, in dem meine Frau komplett ohne eigenes Einkommen ist und ich befürchte ich bekomme wieder eine ordentliche Nachzahlung. Kann ich denn auch die "Gläubiger-ungünstige" Klasse 4 zurückwechseln, auch wenn meine Frau kein Einkommen hat?
    x soda x


    ______________________________________________

  8. #8
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    Wenn Deine Frau kein eigenes Einkommen hat (auch kein Erziehungsgeld o.ä.?), kommt aus sachlichen Gründen nur die Steuerklasse III für Dich in Frage.

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