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Thema: PKW in der Insolvenz

  1. #1
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    Standard PKW in der Insolvenz

    Hallo,

    dies ist mein erster Beitrag hier also bitte seit nachsichtig mit mir falls ich noch nicht alles verstehe.

    Ich habe meinen PKW mit in die Insolvenz genommen den ich aktuell in Raten aus der Insolvenzmasse
    herauskaufe.
    Meine PI wurde am 10.03.2017 eröffnet.
    Wenn ich den PKW komplett bezahlt habe sollte ich ja die Zulasungbescheinigung Teil 1 vom IV wieder bekommen.
    Kann ich danach dann das Auto frei veräußern bzw muss ich den Erlös des Autos dann wieder im IV geben?
    Das Auto ist schon recht alt und ich denke nicht dass es die ganzen 5 Jahre bis zum hoffentlichen Ende meine PI halten wird.

    Vielen Dank für die Antworten
    Geändert von najala (21.05.2018 um 16:53 Uhr)

  2. #2
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    Im eröffneten Verfahren wäre es tatsächlich so das der Erlös wieder zur Masse gezogen wird.

  3. #3
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    So lange du noch im eröffneten Verfahren bist, wird der IV die Hand aufhalten. In der WVP darfst du den Erlös dann behalten.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Im eröffneten Verfahren wäre es tatsächlich so das der Erlös wieder zur Masse gezogen wird.
    Zitat Zitat von DieSeebaerin Beitrag anzeigen
    So lange du noch im eröffneten Verfahren bist, wird der IV die Hand aufhalten. In der WVP darfst du den Erlös dann behalten.
    Wie kommen Sie auf diese Schlussfolgerung?

  5. #5
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    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie auf diese Schlussfolgerung?
    Ich denke, dass die beiden den Erlös aus dem Autoverkauf als Vermögen ansehen und es deswegen an den IV abgetreten werden muss.
    Der Gleichen Meinung bin ich nämlich auch.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie auf diese Schlussfolgerung?
    Was ist denn daran Ihrer Meinung nach falsch? Unsummen wird der PKW wohl kaum noch abwerfen und in der WVP darf ich schließlich auch wieder sparen?!? Auch Erstattungen von Strom oder Nebenkosten z. B. werden nicht mehr vom IV eingesackt.

  7. #7
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    Schön wenn uns der Graf dann aufklären möchte. Ich befinde mich noch in der Lernphase und dachte das ich richtig liege.

  8. #8
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    Zitat Zitat von tidus82 Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass die beiden den Erlös aus dem Autoverkauf als Vermögen ansehen und es deswegen an den IV abgetreten werden muss.
    Der Gleichen Meinung bin ich nämlich auch.
    Ich glaube, hier liegt ein Denkfehler vor. Es wurde doch bereits das Auto selbst als pfändbarer Vermögenswert angesehen und deshalb durch Ratenzahlung aus der Insolvenzmasse freigekauft. Damit ist das Auto endgültig raus aus dem Verfahren und der Verkaufspreis kann behalten werden. Ansonsten würde die Insolvenzmasse doch zweimal kassieren.

    Möglicherweise verwechselt Du diesen Fall mit dem Verkauf eines eigentlich unpfändbaren Autos? Ein Unpfändbarer Gegenstand könnte sich nämlich tatsächlich in einen pfändbaren Verkaufserlös "verwandeln". Der Ausgangsfall war hier aber anders.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Olaf K Beitrag anzeigen
    Ich glaube, hier liegt ein Denkfehler vor. Es wurde doch bereits das Auto selbst als pfändbarer Vermögenswert angesehen und deshalb durch Ratenzahlung aus der Insolvenzmasse freigekauft. Damit ist das Auto endgültig raus aus dem Verfahren und der Verkaufspreis kann behalten werden. Ansonsten würde die Insolvenzmasse doch zweimal kassieren.

    Möglicherweise verwechselt Du diesen Fall mit dem Verkauf eines eigentlich unpfändbaren Autos? Ein Unpfändbarer Gegenstand könnte sich nämlich tatsächlich in einen pfändbaren Verkaufserlös "verwandeln". Der Ausgangsfall war hier aber anders.
    Genau so ist es. Man nennt es auch "erkaufte Freigabe" gemäß § 35 InsO. Anders als bei ursprünglich unpfändbaren Gegenständen gemäß § 811 InsO (oder §§ 850 ff. ZPO) wird hier ja der Gegenstand aus der Masse herausgekauft.
    Gibt der Insolvenzverwalter z.B. ein Grundstück an den Schuldner frei, weil er irrtümlich dachte, dass ist nicht veräußerbar und verkauft der Schuldner das dann, kann er den Betrag auch behalten (BGH - IX ZA 5/14 -).

    Oder um ein anderes Beispiel zu nehmen: oft wird das selbständige Geschäft eines Schuldners gemäß § 35 InsO freigegeben. Wäre Ihre Ansicht richtig, müsste der schuldnerische Einzelhändler ja die Einnahmen aus den verkauften Waren wieder an die Masse abführen. Das ist natürlich nicht im Sinne einer Freigabe.

  10. #10
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    Ich glaube nicht, dass man das schöner erklären kann. ^^ Ein Traum... *sich den Text des Grafen kopiert*

    Obschon die Erklärung zutreffend ist, kann es aber in der Praxis durchaus dazu kommen diese auch wirklich zu benötigen. Die Welt soll durchaus schon mal Verwalter gesehen haben, die sich auf die beschriebene Weise "erwirtschaftete" Veräußerungsgewinne zunächst einfach mal so in die Masse wünschen.

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