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Thema: verkürztes Verfahren möglich?

  1. #11
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    Ah... das ist alles so kompliziert...

    Es geht ja jetzt erstmal mit einem gerichtlichen Schuldenbereinigungsplan weiter?

    Wenn diesem mehrheitlich zugestimmt wird, dann käme es gar nicht zum gerichtlichen Insolvenzverfahren? Ich gehe aber davon aus, daß die Mehrheit zustimmen wird, weil die es ja auch im aussergerichtlichen Einigungsversuch zugestimmt haben.

    zefix, ich bin zwar eigentlich nicht doof, aber irgendwie kapier ich den kompletten Ablauf einer Insolvenz nicht.

  2. #12
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    Zitat Zitat von bonfire99 Beitrag anzeigen
    Wenn diesem mehrheitlich zugestimmt wird, dann käme es gar nicht zum gerichtlichen Insolvenzverfahren? Ich gehe aber davon aus, daß die Mehrheit zustimmen wird, weil die es ja auch im aussergerichtlichen Einigungsversuch zugestimmt haben.
    Wenn im außergerichtlichen Einigungsversuch eine Kopf-und Summermehrheit zustimmender Gläubiger erreicht wurde sollte vor Insolvenzeröffnung ein gerichtlicher Schuldenbereinigungsplan erfolgen an dessen ende die Minderheit der ablehnenden Gläubiger vom Gericht zwangsüberstimmt werden sollte.

    Gerichte machen sowas nur wenn eindeutig dargelegt wird, dass die Kopf- und Summenmehrheit im AEV erreicht wurde. Theoretisch können es sich Gläubiger auch anders überlegen wodurch der Schuldenbereinigungsplan dann scheitern könnte - das ist aber sehr unwahrscheinlich.
    Ich hätte es z.b. noch nicht erlebt. Jeder InsO-Antrag den ich bislang mit Kopf-und Summenmehrheit und Bitte um Schuldenbereinigungsplan ans Gericht schickte wurde wunschgemäß mit einer Zustimmungsersetzung und ohne Insolvenzeröffnung abgeschlossen.

  3. #13
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    Besten und Herzlichsten Dank für die Informationen.



    Im außergerichtlichen Einigungsversuch wurde eine Kopf und Summenmehrheit erreicht.

    Allerdings ist unter den Gläubigern das Finanzamt, welches abgelehnt hat. Mir wurden bisher ca 225€ vom Lohn gepfändet, den aussergerichtlichen Versuch hab ich über 72 Monate für 350€ angeboten. Allerdings hat sich seit letztem Monat mein Familienstatus geändert und es werden in Zukunft etwa 570€ gepfändet.

    Mein Schuldnerberater meinte darauf hin, daß wir die Zustimmung vom Finanzamt wohl nicht gerichtlich erreichen werden und hat daraufhin den Insolvenzantrag vorbereitet.

    Muss ich da jetzt noch irgendwas ergänzen, damit es überhaupt einen gerichtlichen Einigungsversuch gibt? Oder ist das dann schon ein Teil des Insolvenzverfahrens?
    Muss ich da noch irgendwas machen?


    Ich würd halt auch das Angebot von 350€ erhöhen, um den teuren Insolvenzverwalter bzw. Treuhänder zu umgehen. Da hätten ja auch die Gläubiger etwas davon.

  4. #14
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    Da wird an keiner Ecke ein Schuh draus. Eine Zustimmungsersetzung kann/darf/wird es so aus meiner Sicht ohne weiteres nicht geben da die Gläubiger so schlechter gestellt wären als in einem Insolvenzverfahren zu erwarten wäre. Wie genau der Berater sich das jetzt gedacht hat weiß ich auch nicht.
    Besprich das doch am besten mal mit ihm.

  5. #15
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    Der AEV wurde ja gebastelt, als noch 225€ gepfändet wurden. Von daher waren die 350€ ja ein ganz ordentliches Angebot, oder?

    Kann ich den gerichtlichen Einigungsversuch auch nachbessern?

    Insolvenz:

    570€ x 60 Monate = 34.200€

    davon gehen aber noch die Kosten fürs Verfahren weg.


    Wenn ich da 450€ für 72 Monate = 32.400€ anbiete, dann wären doch die Gläubiger besser gestellt, weil das teure Verfahren wegfällt.



    Edit: Und vor allem: Muss ich noch irgend einen Antrag nachschieben, damit es überhaupt einen gerichtlichen Einigungsversuch gibt?

  6. #16
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    Besprich das doch bitte mit Deinem Berater!

    Hier kann nämlich leider keiner in Kaffeesatz lesen. Ich weiß nicht warum Dein Berater das:
    Zitat Zitat von bonfire99 Beitrag anzeigen
    Mein Schuldnerberater meinte darauf hin, daß wir die Zustimmung vom Finanzamt wohl nicht gerichtlich erreichen werden und hat daraufhin den Insolvenzantrag vorbereitet.
    gesagt hat. Will er auf eine Eröffnung hinaus oder auf einen Bereinigungsplan? Wie Du es schreibst klingt es eher nach Ersterem. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht hat er keine Lust mehr nochmal einen verbesserten AEV zu machen? Ich weiß es nicht. Du weißt es ja scheinbar auch nicht, also kann ich nur raten - das führt ja zu nichts. Frag ihn doch einfach...

    Zitat Zitat von bonfire99 Beitrag anzeigen
    Der AEV wurde ja gebastelt, als noch 225€ gepfändet wurden. Von daher waren die 350€ ja ein ganz ordentliches Angebot, oder?
    Aber Du hast gesagt, dass jetzt/bald 570 Euro pfändbar sind. Also ist das Angebot stand heute sehr schlecht. Aber auch hier sind wieder zu viele Variablen. War es ein flexibler Plan? Dann könntest Du ihn einfach später anpassen wenn die Änderung bei der Unterhaltsverpflichtung eintritt. Ich weiß es nicht - und Du scheinbar auch nicht. Frag Deinen Berater!
    Zitat Zitat von bonfire99 Beitrag anzeigen
    Kann ich den gerichtlichen Einigungsversuch auch nachbessern?
    Klar kann man das Angebot auch nachbessern. Aber natürlich nicht mehr nachdem das Verfahren eröffnet wurde.
    Zitat Zitat von bonfire99 Beitrag anzeigen
    Edit: Und vor allem: Muss ich noch irgend einen Antrag nachschieben, damit es überhaupt einen gerichtlichen Einigungsversuch gibt?
    Dafür müssen die Voraussetzungen gegeben sein (Im Wesentlichen: Kopf- und Summenmehrheit muss erreicht sein - Gläubiger dürfen nicht schlechter gestellt sein als in der InsO) und es muss im Insolvenzantrag ein bestimmtes Kreuzchen gesetzt werden.
    Dieses kleine Kreuzchen ist quasi der Antrag auf den gerichtlichen Schuldenbereinigungsplan.
    Geändert von Caffery (11.05.2018 um 17:28 Uhr)

  7. #17
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    Danke nochmal für die Ausführungen. Der Berater scheint nicht grad hervorragend informiert zu sein... :-(


    Wie ist es mit der Besserstellung? Nur mal so als Zahlenbeispiel:


    Insolvenz:

    570€ x 60 Monate = 34.200€

    davon gehen aber noch die Kosten fürs Verfahren weg.


    Vergleich:

    450€ für 72 Monate = 32.400€


    Nun ist die Frage, ob das wirklich eine Schlechterstellung ist? Immerhin fallen ja bei der Insolvenz die Kosten für das Verfahren an. ??

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