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Thema: verkürztes Verfahren möglich?

  1. #1
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    Standard verkürztes Verfahren möglich?

    Hallo,

    das verkürzte Insolvenzverfahren auf 36 Monate verlangt ja die Zahlung von 35% der Forderung plus Verfahrenskosten.

    Die 35% werde ich wohl ganz gut schaffen. Was kosten aber die Verfahrenskosten etc. Hab jetzt gelesen, daß der TH irgendwie 40% der Summe einkassiert. Das wären ja dann pro 100€ insgesamt 75% ... das schaff ich niemals...

    Kann mir da jemand mal drüber schauen... Summe Schulden 95.000 , d.h. 33500€ für die 35% . Das würd ich wohl schaffen.

    Aber was kommt noch für Verfahrenskosten etc. dazu?

  2. #2
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    Kommt darauf an woher das Geld kommt. Der IV bekommt 40% zzgl. 19% MWST. von den ersten 25000€ Masse, von 25001€ - 50000€ sind es dann 15% zzgl 19% MwSt.

    Kommt das Geld erst in der WVP an den Treuhänder bekommt dieser nur 5% zzgl 19%

  3. #3
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    Das Geld kommt aus der WVP, d.h. es wären dann 5% (5,95% inkl. Umsatzsteuer) von 97.000, also 5770€

    oder wird das aus den 33.500€ berechnet (1993€)

  4. #4
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    Zitat Zitat von bonfire99 Beitrag anzeigen
    Das Geld kommt aus der WVP, d.h. es wären dann 5% (5,95% inkl. Umsatzsteuer) von 97.000, also 5770€

    oder wird das aus den 33.500€ berechnet (1993€)
    Woher weisst du das das Geld in der WVP kommt? Bist du bereits in der WVP?

    Wenn das Geld tatsächlich in der WVP kommen würde, dann betrüge das Honorar das Treuhänders (Verfahrenskosten) eben 5% der dann eingenommenen Beträge, dazu würde aber noch eine Vergütung für den Insolvenzverwalter kommen (wenn ich das richtig sehe mind. 1000€ netto), und die Gerichtskosten.

    Zu den 33500€ kommen also diese 1993€ und noch ein wenig mehr, ich habe die aktuellen Zahlen nicht auf dem Schirm aber 38000€ - 40000€ werden es wahrscheinlich.
    Geändert von Inso? (11.05.2018 um 09:02 Uhr)

  5. #5
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    Ah, jetzt versteh ich die Sache erst...

    Bis das Insolvenzverfahren aufgehoben worden ist, dauert es 12-18 Monate. In dieser Zeit bekommt der Treuhänder 40% vom Geld. Danach beginnt die WVP, da bekommt er nur noch 5%.
    Wäre also für mich ziemlich schlecht, wenn das Verfahren lange dauern würde. Warum dauert das eigentlich so lange? Was macht der in diesen 12-18 Monaten?

    Danke schon mal für die Erklärungen... Inso für Dummies :-)

    Eingereicht wurde die Insolvenz heute mit dem Hinweis, daß ich es auf 36 Monate schaffe. Wenn nicht, dann verlängert es sich automatisch auf 60 Monate, oder?

  6. #6
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    Ich kann nur zu äußerster Zurückhaltung raten, was etwaige Berechnungen für die 35%-Quote angeht. Wenn man sich hier allzu große Hoffnungen macht, wird man möglichweise heftig entttäuscht.

    Die Verfahrenskosten sind nicht ohne und es kann im Insolvenzverfahren durchaus einiges passieren und vom Verwalter zu berücksichtigen sein, was das Verfahren verzögert und ggf. weitere Kosten entstehen lässt.

    Im Verfahren muss der Verwalter streng auf die Einhaltung aller seiner formaler Pflichten achten. Das Interesse des Schuldners an einer etwaigen Verkürzung auf 36 Monate spielt dabei immer eine untergeordnete Rolle. Es kann dadurch von der Eröffnung bis zur WVP durchaus auch wesentlich länger als 18 Monate dauern.

    Oft gibt es alledings auch positive Überraschungen. Z.B. ist die Summe der angemeldeten und anerkannten Forderungen im Insolvenzverfahren meist geringer als gedacht.

    Es ist m.E. für das eigene Empfinden aber immer besser, sich gedanklich auf 60 Monate einzustellen und eine Verkürzung auf 36 als Glücksfall anzusehen, als umgekehrt. Eine zuverlässige Berechnung wird erst mit Beginn der WVP möglich sein.

    In diesem Sinne: Viel Glück!

  7. #7
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    Danke für die Informative Antwort.


    "Z.B. ist die Summe der angemeldeten und anerkannten Forderungen im Insolvenzverfahren meist geringer als gedacht."

    Dieser Satz irritiert mit ein bisschen ein bisschen. Ich denk doch schon mal, daß die Gläubiger vom aussergerichtlichen Einigungsversuch ihre Forderung auch im Insolvenzverfahren anmelden werden. Leider ist dieser aussergerichtliche Einigungsversuch wegen dem Finanzamt gescheitert

  8. #8
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    Noch eine Frage: Ich benötige für meinen Arbeitsplatz unbedingt ein Auto. Mein aktuelles ist grad 15 Jahre und wird wohl noch die letzten 1,5 Jahre TÜV durchhalten. Danach brauch ich ein anderes Auto. Nun hab ich etwas Angst, daß ich kein Geld zusammensparen kann, damit ich mir wieder einen gebrauchten Wagen für 3-4000€ kaufen kann. Gibts da irgendwelche Sonderregelungen dafür, daß ich evtl. ein bissl weniger gepfändet bekomme, um auch weiter hin arbeiten gehen zu können? Kann ja auch nicht Sinn und Zweck sein, daß ich deswegen meinen Arbeitsplatz verliere.

  9. #9
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    Zitat Zitat von bonfire99 Beitrag anzeigen
    Dieser Satz irritiert mit ein bisschen ein bisschen. Ich denk doch schon mal, daß die Gläubiger vom aussergerichtlichen Einigungsversuch ihre Forderung auch im Insolvenzverfahren anmelden werden.
    Das muss nicht sein. Ich bin immer wieder überrascht wie viel nicht angemeldet wird.
    Das Finanzamt wird aber anmelden...

    Zitat Zitat von bonfire99 Beitrag anzeigen
    Nun hab ich etwas Angst, daß ich kein Geld zusammensparen kann, damit ich mir wieder einen gebrauchten Wagen für 3-4000€ kaufen kann.
    Kannst Du im eröffneten Verfahren auch nicht. Alles was Du ansparen würdest wäre Vermögen und dem Verwalter abzudrücken.
    Zitat Zitat von bonfire99 Beitrag anzeigen
    Gibts da irgendwelche Sonderregelungen dafür, daß ich evtl. ein bissl weniger gepfändet bekomme, um auch weiter hin arbeiten gehen zu können?
    Wenn Du damit meinst: Um für ein neues Auto sparen zu können: Nein
    Zitat Zitat von bonfire99 Beitrag anzeigen
    Kann ja auch nicht Sinn und Zweck sein, daß ich deswegen meinen Arbeitsplatz verliere.
    In der Wohlverhaltensphase kannst Du wieder sparen wie Du lustig bist. Im eröffneten Verfahren wirst Du Dir das Geld von dem anders leihen müssen. Verwandte, Freunde, Arbeitgeber, Amt etc.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen

    Kannst Du im eröffneten Verfahren auch nicht. Alles was Du ansparen würdest wäre Vermögen und dem Verwalter abzudrücken.
    Wie muss ich dem Verwalter nachweisen, was ich mit meinem Lohn mache?

    Oder anders gefragt: Wenn mir am Monatsende 300€ übrig bleiben, dann kassiert die der Verwalter ein?

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