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Thema: Ungewöhnliche Situation (Privatinsolvenz oder Geschäftsinsolvenz?)

  1. #1
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    Unglücklich Ungewöhnliche Situation (Privatinsolvenz oder Geschäftsinsolvenz?)

    Hallo,
    ich weiß nicht ob ich hier im Forum richtig bin. Da meine Geschichte wahrscheinlich nicht so einfach zu klären ist und unter Umständen unsere GbR mit betroffen ist, fange ich hier einfach mal an.
    Meine Lebenspartnerin und ich haben 2014 eine GbR (********************* Marketing) gegründet. Sie bezieht eine Witwenrente in Höhe von 1100 Euro.
    Da wir relativ schnell feststellten, das uns von unseren Umsätzen nie viel übrig blieb (Steuern) fingen wir schnell an zu sparen, wo es nur ging.
    Unser einziges Hobby ist ein Wohnmobil (2012 auf meinem Namen neu gekauft, mtl. Abtragung 550 Euro, Restdarlehenssumme ca. 42.000 Euro) Mit diesem Wohnmobil tätigten wir unsere Geschäfte auf Messen und Märkte oder homepartys in ganz Deutschland.
    Da uns die Unkosten über den Kopf wuchsen, gaben wir im Juli 2017 unsere komplette Wohnung auf und leben seitdem nur noch im Wohnmobil.
    Seit März 2018 leben wir mit unserem Wohnmobil in Spanien. Leider haben sich alle finanziellen Pläne als Flop herausgestellt. So das wir ab nächsten Monat unsere Raten fürs Wohnmobil nicht mehr zahlen können.
    Es ist kein Vermögen sonst vorhanden. Wir haben alles ins Geschäft gesteckt. Ein Kleinkredit über 4000 Euro (mtl. 400 Euro Abtragung) steht auch noch an.
    Jetzt hat sich heute auch die letzte Hoffnung als Fehlhoffnung erwiesen. So das unsere letzte Chance nur noch die Insolvenz ist.
    Jetzt habe ich grundsätzliche Fragen dazu.
    Reicht eine Privatinsolvenz (beide Darlehen laufen über mich)?
    Was muss ich in Verbindung mit der GbR beachten? Wir sind beide zu gleichen Teilen Geschäftspartner.
    Inwiefern ist meine Lebensgefährtin mitbetroffen?
    Wie gehe ich am besten von hier aus (Spanien) vor, da auch ohne festen Wohnsitz/keine Meldeadresse in Deutschland vorhanden ist?
    Kann uns das Wohnmobil gepfändet werden, obwohl wir darin leben? Wir haben sonst nichts anderes.

    Uns steht das Wasser bis zum Hals. Wir können nichts mehr reduzieren. Geschweige denn ausgeben.
    Jetzt helfen uns nur noch klare, schnelle Tipps.
    Und über die wäre ich sehr dankbar. 🙏🏻🙏🏻🙏🏻
    Geändert von Michael H. (09.05.2018 um 02:30 Uhr)

  2. #2
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    Die Frage stellt sich doch
    Willst du in Spanien eine Inso beantragen wenn du dort lebst oder in Deutschland.Denn müsst ihr bei letzterem nicht zurück nach Deutschland ?
    Bei letzteren würde ich in Deutschland mir eine Wohnung suchen bevor die Schufa Raben-schwarz ist und Alg 2/SGB XII beantragen je nach Alter wobei dann natürlich die Witwenrente
    Ob wenn ihr weiter im Wohnmobil lebt gegen gerechnet wird aber dann bist du Krankenversichert weiter pp

    Übriges es gibt ein Forum zum wohnen im Wohnmobil und vielleicht können die dir helfen was Meldung pp angeht https://www.wohnmobilforum.de/leben-...obil-f113.html
    Zur Haftung GbR lies mal hier
    https://www.rechtsanwalts-kanzlei-wo...ers-insolvenz/

    https://www.anwalt24.de/fachartikel/...treckung/38526
    Hat deine Lebenspartnerin wenn sie eine Witwenrente hat als Bürge unterschrieben
    Geändert von rike3 (09.05.2018 um 06:57 Uhr)

  3. #3
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    Zuerst einmal vielen Dank für deine Mühe. Leider bin ich da nicht so wirklich fündig geworden.
    Würde es Sinn machen, mit dem Stb. das Thema zu besprechen?

  4. #4
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    Wem gehört das Wohnmobil? In der Regel behält ja der Kreditgeber den Brief und einen Eigentumsvorbehalt - somit ist das Wohnmobil weg wenn ihr die Raten nicht mehr bezahlt - wäre bei einer Wohnung auch nicht anders wenn die Miete nicht mehr bezahlt wird..

    Man kann auch in Spanien ein Insolvenzverfahren beantragen, die entsprechenden Regeln müsst ihr euch im Internet zusammen suchen.

    Ich würde die Raten für das Mobil weiter bezahlen, die Raten für den Kleinkredit nicht, dann habt ihr schon mal 550€ zum leben. Ansonsten was für ein Geschäft betreibt ihr? Kann man das evtl. derart verändern das es Gewinn abwirft (wenn auch nur einen kleinen). Dazu müsste man Einblick in euere Zahlen und in euer Geschäftsmodel haben um da einen Rat geben zu können.

  5. #5
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    Hi,
    Zitat Zitat von Inso? Beitrag anzeigen
    Ich würde die Raten für das Mobil weiter bezahlen
    aber vor einer Insolvenz erst nach einer Vereinbarung, dass das Wohnmobil nicht verwertet wird - was in den Sternen steht.
    Ich würde auch erst zu einer Mietwohnung raten.

    Gruß
    Ingo

  6. #6
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    Hi,

    aber vor einer Insolvenz erst nach einer Vereinbarung, dass das Wohnmobil nicht verwertet wird - was in den Sternen steht.
    Ich würde auch erst zu einer Mietwohnung raten.

    Gruß
    Ingo
    Zur Zeit können die beiden realistisch nur in Spanien einen Insolvenzantrag stellen, dort werden sie keine Sozialleistungen bekommen, ein Rückstand von zwei, frei Raten reicht aus damit die Fianzierung gekündigt wird.

    Erst eine Wohnung suchen heisst, sofort nach Deutschland fahren und eine Wohnung mieten - und da darf man dann keine Ansprüche an die Region haben.

    Im übrigen kann man meiner Meinung nach von 550€ zu zweit leben wenn man die Ansprüche runterschraubt - somit könnte man in Ruhe seine Situation klären bevor man Ratenzahlungen einstellt und die Insolvenzantrag einleitet. Ist vor allem daher interessant weil das Insolvenzverfahren in Spanien deutlich leicht ist als in D (wenn man alles richtig macht) aber genau um so etwas zu prüfen braucht man ein wenig Zeit.

    Viel Sozialleistungen lassen sich zudem nicht beantragen wenn die Partnerin 1100€ Witwenrente erhält - was ist da noch zusätzlich möglich ein Hartz IV Satz, bei KdU sieht es schon knapp aus. In den Regionen in denen man in D noch leicht eine Wohnung erhält sind das dann evtl. 200€?

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