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Thema: Das Bundesverfassungsgericht hat in Sache GEZ/Beitragsservice

  1. #31
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Ich auch nicht. Aber sicherlich auch nicht allein dem Grundvertrauen in die Neutralität unseres ÖR. Das Internet bietet ohne Ende Möglichkeiten sich mit den verschiedensten Sichtweise zu allen Themen zu versorgen. Dabei das richtige Maß zu finden, nicht alles als Dogma zu betrachten sondern sich aus verschiedenen Sichtweisen eine eigene Meinung zu bilden liegt dabei an jedem selbst und ist m.E. jedem der sich wirklich interessiert auch ohne ÖR sehr gut möglich.
    Die meisten Themen kannst du nur unter zwei Gesichtspunkten im Internet recherchieren (und das ist letztlich ja nicht der Auftrag der ÖRs):

    1. Es braucht gut bezahlte und geschulte Journalisten um wirklich komplexe Theme zu erörtern.
    2. Du musst mind. englisch lesen können um wirklich recherchieren zu können.

    Hochwertiger, solider Content wird im Internet in der Regel nicht kostenlos angeboten, wenn dem so ist ist es oft die Zweitverwertung und somit eben doch auch bezahlter Journalismus.

    Aber es geht ja auch nicht um die Möglichkeiten der Recherche, sondern letztlich darum das "nebenbei" Bildung verbreitet wird und solange der Fernseher das "Herzstück" des Bundesdeutschen Wohnzimmers ist spielt das Internet nur eine sekundäre Rolle.

  2. #32
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    Zitat Zitat von Inso? Beitrag anzeigen

    Aber es geht ja auch nicht um die Möglichkeiten der Recherche, sondern letztlich darum das "nebenbei" Bildung verbreitet wird und solange der Fernseher das "Herzstück" des Bundesdeutschen Wohnzimmers ist spielt das Internet nur eine sekundäre Rolle.
    Dementsprechend ist die überwiegende Anzahl der Wohnzimmer die ich kenne, ziemlich herzlos.
    Zumindest für die Generation U30, ist der Fernseher so ziemlich das letzte, was denen wichtig ist. Die Zeiten, daß der Flatscreen ein Statussymbol war, liegen da schon weit hinter uns.

    Und wo oder wie wird im ÖR „nebenbei“ Bildung vermittelt? Das die Leutchen mal irgendwas „nebenbei“ gehört oder gesehen haben , mag das eine oder andere „MB Speicherplatz“ im Hirn auffüllen. Belegter „Speicherplatz“ ist aber leider nicht mit vorhandener Bildung gleichzusetzen.

  3. #33
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    Zitat Zitat von mucel Beitrag anzeigen
    Dementsprechend ist die überwiegende Anzahl der Wohnzimmer die ich kenne, ziemlich herzlos.
    Zumindest für die Generation U30, ist der Fernseher so ziemlich das letzte, was denen wichtig ist..
    Die Generation U30 ist die kleinste in D, und auch dort sind Fernseher verbreitet - alleine weil die Console ja auch irgendwo angeschlossen werden will.

    Somit steht wohl in den allermeisten deutschen Haushalten nach wie vor ein TV im Wohnzimmer. Knapp 56 Millionen Deutsche sind älter als 30, und nur ca. 13 Millionen sind zwischen 17 und 30.



    Bildung wird nebenher in allen möglichen Sendungen vermittelt, ob Nachrichten, Diskussionen, Kabarett oder Magazin Sendungen- überall ist Bildung ein Abfallprodukt - aelbst Kochsendungen bilden nebenbei...
    Geändert von Inso? (19.05.2018 um 14:23 Uhr)

  4. #34
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    Auf jeden Fall bist Du meiner Frage mehr oder weniger galant ausgewichen. Ich gehe also davon aus, dass es so ist: Du hälst Deinen Standpunkt zu dem Thema für derart richtig und gewichtig, dass Du damit die Zwangszahlung aller die Deinen Standpunkt nicht teilen gutheißt.

    Genau das ist es was ich Verfechtern der Beibehaltung des ÖR in seiner jetzigen Forum (und somit auch Dir) übel nehme.

  5. #35
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall bist Du meiner Frage mehr oder weniger galant ausgewichen. Ich gehe also davon aus, dass es so ist: Du hälst Deinen Standpunkt zu dem Thema für derart richtig und gewichtig, dass Du damit die Zwangszahlung aller die Deinen Standpunkt nicht teilen gutheißt.

    Genau das ist es was ich Verfechtern der Beibehaltung des ÖR in seiner jetzigen Forum (und somit auch Dir) übel nehme.
    Nein ich bin deiner Frage nicht ausgewichen. Ich denke das jeder verpflichtet ist die Gebühren und Steuern zu zahlen die der Staat von ihm (nach geltenden Recht) fordert - unabhängig davon wie er die Verwendung bewertet. Ich halte es für richtig das der Staat Steuern und Gebühren erhebt um "das System" am laufen zu halten, vieles was von den Geldern bezahlt wird finde ich nicht richtig - aber darum geht es (leider) nicht.

    Machen wir uns doch nichts vor die Rundfunkgebühren sind im Moment quasi eine Steuer, keine "Zwangsabgabe". Da empfinde ich z.B. die "Zwangsabgaben" für die Rentenversicherung deutlich diskussionswürdiger.

    Ich verstehe durchaus das der einzelne bestimmte Inhalte des ÖRs nicht finanzieren möchte - aber es ist ja keine freiwillige Veranstaltung.

  6. #36
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    Zitat Zitat von Inso? Beitrag anzeigen

    Machen wir uns doch nichts vor die Rundfunkgebühren sind im Moment quasi eine Steuer, keine "Zwangsabgabe". Da empfinde ich z.B. die "Zwangsabgaben" für die Rentenversicherung deutlich diskussionswürdiger.

    Ich verstehe durchaus das der einzelne bestimmte Inhalte des ÖRs nicht finanzieren möchte - aber es ist ja keine freiwillige Veranstaltung.
    Also Steuern, bzw. deren Höhe, orientieren sich in der Regel aber an einem Wert. Sei es bei der Einkommenssteuer nach der Höhe des Einkommens, bei der Umsatzsteuer nach dem Warenwert, bei der Grundsteuer nach der Grundstücksgröße, bei der Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag, etc.etc.

    Die Erhebung der Steuer nach dem Maßstab „Wohnung“ berücksichtigt in keinem Punkt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bewohners/der Bewohner der „Besteuerungsgrundlage Wohnung“. Sie berücksichtigt auch nicht die Anzahl der Bewohner und damit möglichen Nutzer.

    Ich z.B. bewohne eine 50qm grosse Wohnung als Single. Mein Einkommen, eine Erwerbsminderungsrente, liegt bei knapp 1350 Euro (netto). Ich zahle 17,50 Euro monatlich. Knappe 30km „vor meiner Haustüre“ liegt Starnberg. Ein (beispielhaft) Villenhaushalt mit 5 Bewohnern und 300qm Wohnfläche, Monatsnettoeinkommen des Hauptverdieners 60.000 Euro, zahlt???? Genau, 17,50 Euro.

    Selbst Gebühren, seien es Müllgebühren, Strassenreinigung orientieren sich an der Größe der Mülltonne, bzw. der Grundstücksgröße.

    Warum also beim ÖR nur nach der plumpen Einheit „Wohnung“?

    Und wie gesagt, technisch ist es kein Problem, aus dem ÖR ne freiwillige Veranstaltung zu machen. Stichwort „Verschlüsselung“.
    Geändert von mucel (19.05.2018 um 15:36 Uhr)

  7. #37
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    Zitat Zitat von Inso? Beitrag anzeigen
    Machen wir uns doch nichts vor die Rundfunkgebühren sind im Moment quasi eine Steuer, keine "Zwangsabgabe". Da empfinde ich z.B. die "Zwangsabgaben" für die Rentenversicherung deutlich diskussionswürdiger.
    Eine Steuer ist grundsätzlich eine Leistung die ohne Anspruch auf individuelle Gegenleistung erfolgt. Der ÖR definiert den Rundfunkbeitrag ausdrücklich nicht als Steuer weil er eben (nach deren Verständnis) mit einer individuell zurechenbaren Leistung in Verbindung steht. (der reinen Möglichkeit des Konsums ihrer "unverzichtbaren" Produkte)

    Genau hier unterscheidet sich der Rundfunkbeitrag von allen Steuerbeispielen die von Verfechtern des ÖR gerne angeführt werden. Bei einem Beitrag sollte sollte man sich in einer Demokratie aussuchen können ob man die Gegenleistung überhaupt will - auf eine Steuer trifft das zu was Du geschrieben hast.

    In der Konsequenz ist der Rundfunkbeitrag in meinem Augen bevormundend, höchst undemokratisch und in der Folge dann natürlich auch massiv unsozial (was zumindest nicht so wäre, wenn es eine Steuer wäre bzw. sein könnte).

    Ich zumindest respektiere Deine Meinung und gönne Dir auch die Zahlung Deiner Beiträge - bin aber weiterhin verblüfft, dass es Menschen gibt die bei diesem Thema ihren Standpunkt ohne schlechtes Gewissen derart dogmatisieren, dass sie die Zwangszahlung andersdenkender in ihrer aktuellen Form gutieren ohne rot zu werden.

    ... höre aber auch jetzt auf und wünsche noch ein schönes und sonniges Pfingstwochende.

  8. #38
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    Ist es nicht so dass man vom Ausland auch Zugriff auf die ganzen Mediatheken hat und die Sendungen sich anschauen kann ohne je auch nur einen Cent an die öffentl. rechtl. zu zahlen ?
    Deswegen wäre es doch fairer das umzustellen

  9. #39
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Eine Steuer ist grundsätzlich eine Leistung die ohne Anspruch auf individuelle Gegenleistung erfolgt. Der ÖR definiert den Rundfunkbeitrag ausdrücklich nicht als Steuer weil er eben (nach deren Verständnis) mit einer individuell zurechenbaren Leistung in Verbindung steht. (der reinen Möglichkeit des Konsums ihrer "unverzichtbaren" Produkte)

    Genau hier unterscheidet sich der Rundfunkbeitrag von allen Steuerbeispielen die von Verfechtern des ÖR gerne angeführt werden. Bei einem Beitrag sollte sollte man sich in einer Demokratie aussuchen können ob man die Gegenleistung überhaupt will - auf eine Steuer trifft das zu was Du geschrieben hast.

    In der Konsequenz ist der Rundfunkbeitrag in meinem Augen bevormundend, höchst undemokratisch und in der Folge dann natürlich auch massiv unsozial (was zumindest nicht so wäre, wenn es eine Steuer wäre bzw. sein könnte).

    Ich zumindest respektiere Deine Meinung und gönne Dir auch die Zahlung Deiner Beiträge - bin aber weiterhin verblüfft, dass es Menschen gibt die bei diesem Thema ihren Standpunkt ohne schlechtes Gewissen derart dogmatisieren, dass sie die Zwangszahlung andersdenkender in ihrer aktuellen Form gutieren ohne rot zu werden.

    ... höre aber auch jetzt auf und wünsche noch ein schönes und sonniges Pfingstwochende.
    Wenn du meine Beiträge genau gelesen hättest, wäre dir aufgefallen das ich die Meinung vertrete das die aktuelle Regelung vom Bundesverfassungsgericht gekippt wird - diese finde ich weder gerecht noch richtig. Ich denke es wird auf eine Kopfabgabe hinauslaufen - alles andere wäre wenig logisch.

    Ich vertrete lediglich die Meinung das ein von der Bevölkerung - wie auch immer finanzierter - ÖR wesentlich für ein demokratisches Land ist, und auch der Umfang, gerade mit seinen Nischen eher richtig als zu groß ist.

    Wie gesagt es gibt bei öffentlichen Abgaben einiges zu diskutieren - der Rundfunkbeitrag ist da eher eine lächerliche Bagatelle, wenn ich mir die Altersvorsorge mit dem Rentensystem oder die Krankenversicherung anschaue.

  10. #40
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    Zitat Zitat von rike3 Beitrag anzeigen
    Ist es nicht so dass man vom Ausland auch Zugriff auf die ganzen Mediatheken hat und die Sendungen sich anschauen kann ohne je auch nur einen Cent an die öffentl. rechtl. zu zahlen ?
    Deswegen wäre es doch fairer das umzustellen
    Du kannst aus dem Ausland nur auf die Inhalte zugreifen die entsprechend freigegeben sind - und natürlich muss da alles freigegeben werden was vollständig mit den Geldern der ÖRs bezahlt wurde - wäre ja noch schöner wenn der Gebührenzahler nicht auf die von ihm bezahlten Inhalte zugreifen könnte. Du kannst ja auch auf ausländische gebührenfinanzierte Inhalte zugreifen.

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