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Thema: Inkasso KOHL rückt Titel nicht raus. Fordert immer mehr Geld

  1. #11
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    Zitat Zitat von rike3 Beitrag anzeigen
    Also ich würde im Nachgang von denen eine konkrete Aufstellung anfordern, aus der schlüssig hervorgeht wie die auf die Forderung von 391 plus 250 Euro kommen unter Ausbuchung von evtl. verjährten Zinsen pp
    Hat er doch schon.
    Zitat Zitat von rike3 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, dass du auch die Überweisung mit Zweckbindung überwiesen hast
    Naja, nach dem was der TE schrieb wurde es ja direkt überwiesen nachdem die Pfändung einschlug. Das legt den Schluss sehr nahe, dass durch die Zahlung die Pfändungsmaßnahme erledigt hat - was ja auch den genauen Zahlungszweck eindeutig auf die titulierte Forderung eingrenzen würde.

    Ganz nebenbei - selbst wenn dem nicht so wäre: Eine centgenaue Zahlung eines solchen Betrages als Reaktion auf eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme wäre nach herrschender Rechtsmeinung im Ernstfall ein Hinweis der eindeutig genug ist um den Zahlungszweck und damit auch die Verrechnung zu bestimmen. Wobei zusätzlich ein eindeutiger Überweisungsbetreff unzweifelhaft noch optimaler wäre.

  2. #12
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Kann man sich in dieser Form schenken denn eine solche Klage ist überhaupt nicht möglich so lange der bezahlte Titel nicht widerrechtlich genutzt wird.
    Analog §§ 754, 757 Abs. 1 ZPO und § 371 S. 1 BGB.

    In Praxis ist es zulässig und üblich, die Vollstreckungsabwehrklage § 767 ZPO mit dem Antrag auf Herausgabe des Vollstreckungstitels § 260 ZPO miteinander zu verbinden.
    Die Möglichkeit der unzulässigen Verwendung des erledigten Titels reicht.

  3. #13
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    Hey Freunde.

    Also auf dem Vollstreckungsbescheid steht eine komplette Summe von 346,38 €

    Die kontopfändung betrug 391,40 €ich denke da sind die GV kosten schon mit drin.

    Die Hauptforderung beträgt 143,60€
    Zinsrückstände 13,68€

    Schadenersatz aus Geschäftsbesorgungs-Vertrag 120,24€

    Von einem Brief am 22.02.2018 möchten Sie 421,28 Euro

    Am 01.03.2018 möchten Sie auf einmal 503,42 Euro

    Am 30.04.2018 möchten Sie 644,89 Euro haben weil ich wegen Ratenzahlung gefragt habe.

    Jetzt frage ich mich was das für Fantasie Beträge sind?Siwas kann doch nicht rechtens sein?
    Geändert von benny0023 (06.05.2018 um 13:28 Uhr)

  4. #14
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    Zitat Zitat von benny0023 Beitrag anzeigen
    Jetzt frage ich mich was das für Fantasie Beträge sind?Siwas kann doch nicht rechtens sein?
    Dein Gefühl ist nicht falsch. Die meisten dieser Beträge sind höchstwahrscheinlich nicht erstattungsfähig bzw. nicht so ohne Weiteres und auch nicht in der geforderten Höhe. Die vorgerichtlichen Beträge wurden es nur dadurch, dass Du das automatisierte Mahnverfahren unwidersprochen hast über Dich ergehen lassen.

    Bei den nachgerichtlichen soll Dir das nicht wieder passieren.

    Das "blöde" dabei: Dinge von Dir zu fordern die eigentlich viel zu hoch sind bzw. deren grundsätzlichen Erstattungsfähigkeit höchst fragwürdig ist, stellt nur in absoluten Extremfällen sowas wie einen Straftatbestand dar. Inkassobuden bewegen sich hier in aller Regel in tiefsten rechtlichen Grauzonen die ihnen vereinfacht gesagt erlauben erst einmal jede Menge höchst strittige Forderungen zu erheben. Dies geschieht allem Anschein nach in der (sehr oft berechtigten) Hoffnung, dass der Schuldner sich in Unkenntnis der rechtlichen Lage nicht dagegen wehrt.
    Geändert von Caffery (06.05.2018 um 13:46 Uhr)

  5. #15
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    Danke für die Klarstellung, was im Titel und was im PfÜB steht.

    Ich persönlich würde in so einem Fall zu einer etwas "einfacheren" Waffe greifen. Und das wäre eine Beschwerde beim zuständigen Aufsichtsgericht, wegen
    A) der Verweigerung das Zustandekommen der Forderung zu erklären (verstoß gegen §11a RDG, ggf. Bußgeldantrag)
    B) dem vermuteten vorsätzlichen Verstoß gegen das RVG
    C) der Weigerung, den Titel trotz Bezahlen der Schuld gemäß PfÜB auszuhändigen

    Und dann würde ich abwarten, wie das Inkasso reagiert und sich herausredet. Wenn das alles Fantasiebeträge sind, wovon ich auch mal ausgehen würde, dann dürfte das Inkasso erst mal Mühe und Not haben, Ausreden zu finden. Auf jeden Fall kommt man so durchaus an die Infos, die man braucht und man sendet das deutliche Signal aus, dass man nicht mit sich herumalbern lässt. Ab da wird es für das Inkasso wirtschaftlich uninteressant, dich noch weiter zu belästigen.

  6. #16
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    Zitat Zitat von steinberg Beitrag anzeigen
    Analog §§ 754, 757 Abs. 1 ZPO und § 371 S. 1 BGB.
    Schöne Paragraphen!
    Zitat Zitat von steinberg Beitrag anzeigen
    In Praxis ist es zulässig und üblich, die Vollstreckungsabwehrklage § 767 ZPO mit dem Antrag auf Herausgabe des Vollstreckungstitels § 260 ZPO miteinander zu verbinden.
    genau, hatte ich auch schon zwei mal gesagt.
    Zitat Zitat von steinberg Beitrag anzeigen
    Die Möglichkeit der unzulässigen Verwendung des erledigten Titels reicht.
    Nein
    Geändert von Caffery (06.05.2018 um 15:44 Uhr)

  7. #17
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    Zitat Zitat von mepeisen Beitrag anzeigen
    Ich persönlich würde in so einem Fall zu einer etwas "einfacheren" Waffe greifen. Und das wäre eine Beschwerde beim zuständigen Aufsichtsgericht, wegen
    A) der Verweigerung das Zustandekommen der Forderung zu erklären (verstoß gegen §11a RDG, ggf. Bußgeldantrag)
    B) dem vermuteten vorsätzlichen Verstoß gegen das RVG
    C) der Weigerung, den Titel trotz Bezahlen der Schuld gemäß PfÜB auszuhändigen
    Das nennst Du "einfacher"?!

    Naja, man könnte auch eine negative Feststellungsklage in die Welt setzen. Ich würde das zwar für "mit Kanonen auf Spatzen schießen" halten aber ganz grundsätzlich finde ich deratigen Sportsgeist auf jeden Fall feiernswert.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Schöne Paragraphen!

    genau, hatte ich auch schon zwei mal gesagt.

    Nein
    Doch, wird laufend so gehandhabt.

  9. #19
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    Zitat Zitat von steinberg Beitrag anzeigen
    Doch, wird laufend so gehandhabt.
    Na dann handhabe mal einem Gericht eine Vollstreckungsgegenklage ohne Vollstreckung.

    Ist ja auch egal... Du hast recht und gut ist.

  10. #20
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    Ich habe dem Inkasso Verein jetzt eine Frist gesetzt mir eine Aufstellung der noch offenen Forderung zu schicken und mit den entwerteten Titel zuzuschicken. Ansonsten habe ich denen geschrieben gehe ich an die Medien und werde eine Anzeige wegen Betrug stellen

    Weil es kann nicht sein das dort irgendwelche kosten gefordert werden.

    Ich frage mich was der noch offene Betrag von 253 Euro sein soll

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