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Thema: Inkasso KOHL rückt Titel nicht raus. Fordert immer mehr Geld

  1. #1
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    Standard Inkasso KOHL rückt Titel nicht raus. Fordert immer mehr Geld

    Hallo Freunde

    Ich brauche mal euren Rat.

    Die Firma Kohl fordert von mir eine Forderung (Hauptforderung 140 Euro unitymedia) mit Zinsen 340 Euro. Darüber gibt es auch einen vollstreckungsbescheid. Letztens hatte ich eine konto Pfändung in Höhe von 391 Euro. Hab ich natürlich sofort bezahlt. Ich bekomme aber mindestens 1 mal die Woche immer wieder Briefe von denen mit dem selben Aktenzeichen mal in Höhe von 400 Euro bis 650 Euro. Ich habe denen mitgeteilt dass ich die Forderung komplett bezahlt habe somit auch den Vollstreckungsbescheid komplett bezahlt. Ich habe die aufgefordert mir den entwerteten Titel zu schicken. Als Antwort bekomme ich von denen das die 391 € eingegangen sind aber immer noch 250 € offen wären. Ich habe denen geschrieben das ich eine Forderungs Aufstellung haben möchte aber da kommt leider nichts.




    Könnt ihr mir vielleicht sagen wie ich da jetzt weiter vorgehen kann?

    Lg Benny
    Geändert von benny0023 (06.05.2018 um 09:55 Uhr)

  2. #2
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    Wenn deren (Nach-)forderung geschuldet und vollstreckbar wäre, hätten sie diese mit hoher auch gepfändet. Was sie jetzt machen ist m.E. ein Versuch die dritte Ernte einzufahren. Um auch diese zu vollstrecken müssten sie höchstwahrscheinlich einen neuen Titel in die Welt setzen. Aus dem alten(bezahlten) können sie aber offensichtlich nicht mehr vollstrecken sondern versuchen, dass Du die Nachforderung einfach freiwillig zahlst indem sie den alten (höchstwahrscheinlich unbrauchbaren) Titel nicht rausrücken.

    Da Du sie ohne weiteres nicht dazu zwingen kannst den Titel rauszurücken würde ich folgendes tun:

    Einen kurzen Brief schreiben (am besten per Fax mit Fax-Bestätigung), etwa diesen Inhalts:

    "Tag! Ihr Forderungstitel wurde nachweislich vollständig bezahlt und ist somit erledigt. Ihre weiteren nachgerichtlichen Forderungen zu dem Vorgang werden vollumfänglich bestritten. Eine Zahlung wird nicht erfolgen. Einem erneuten Mahnbescheid in der Sache würde vollständig widersprochen werden. Sollten sie versuchen den erledigten Titel erneut zu nutzen wird Vollstreckungsgegenklage erhoben und auf Aushändigung des Titels geklagt. MFG"

    Danach totstellen. Sollte es eine Schufameldung o.ä. zu dem Vorgang geben würde ich diese mit dem Beleg der vollständigen Erledigung als erledigt melden.
    Geändert von Caffery (06.05.2018 um 10:12 Uhr)

  3. #3
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    Danke für den Text. Habe direkt ein Fax geschickt. Die Frage die ich mir ja stelle ist warum sie nur mit 391 Euro pfänden wenn sie ja 650 Euro haben wollen.

    Auf dem Vollstreckungsbescheid stehen ja insgesamt die 391 Euro.

    Das sind ja schon betrügerische Absichten.

  4. #4
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    Zitat Zitat von benny0023 Beitrag anzeigen
    Das sind ja schon betrügerische Absichten.
    So ganz richtig ist das nicht. Es ist durchaus möglich, dass erstattungsfähige Kosten entstehen die nachgerichtlich entstanden sind, also von dem Titel nicht erfasst (also untituliert) sind. Diese müssten sie aber neu titulieren um sie vollstrecken zu können. Da sie Dir aber nicht einmal die Möglichkeit geben diese behaupteten, nachgerichtlichen Kosten in Augenschein zu nehmen bzw. zu überprüfen ist m.E. die einzige logische Reaktion darauf diese zu bestreiten.

    Meiner Erfahrung nach ist zudem die Bereitschaft solche nachgerichtlichen Kosten eines vollständig bezahlten Titels erneut zu titulieren (selbst wenn sie denn erstattungsfähig entstanden wären) eher gering. Es wird eher mancherorts gerne noch ein wenig am Baum geschüttelt.

    Aber versprechen kann man das natürlich nicht.
    Geändert von Caffery (06.05.2018 um 10:48 Uhr)

  5. #5
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    Zitat Zitat von benny0023 Beitrag anzeigen
    Danke für den Text. Habe direkt ein Fax geschickt. Die Frage die ich mir ja stelle ist warum sie nur mit 391 Euro pfänden wenn sie ja 650 Euro haben wollen.

    Auf dem Vollstreckungsbescheid stehen ja insgesamt die 391 Euro.

    Das sind ja schon betrügerische Absichten.
    Wie Caffery schon geschrieben hat: Vollstreckbar, da tituliert, waren nur die 391€. Über alles andere, was sie jetzt noch so fordern, gibt es keinen Titel und ist somit auch nicht vollstreckbar. Da können sie Stand jetzt nur lieb nach fragen. Denn vollstreckbar ist nur das, was mit dem Vollstreckungsbescheid tituliert wurde.

    Aufpassen mußt du nur, wenn jetzt über die andere "Wunschsumme" erneut ein Mahnbescheid eintrudelt. Dann solltest du diesen unbedingt widersprechen. Ansonsten erfolgt auch hier der Vollstreckungsbescheid und damit wären sie dann am Ziel.

  6. #6
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    Noch mal eine kurze Nachfrage: Auf dem Titel selbst steht was exakt drauf? 391€?
    Dann dürfte so oder so auf jeden fall noch etwas offen sein. Beispielsweise die Kosten des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses.
    Das sind dann natürlich wohl keine weiteren 250€, aber wer weiß, was da noch fehlt.
    Steht auf dem PfÜB etwas von einer Teilpfändung?

  7. #7
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    Zitat Zitat von benny0023 Beitrag anzeigen
    Hallo Freunde

    Ich brauche mal euren Rat.

    .....
    Könnt ihr mir vielleicht sagen wie ich da jetzt weiter vorgehen kann?

    Lg Benny
    Wenn du dir sicher bist, den titulierten Betrag vollständig beglichen zu haben, dann Frist setzen zur Titelherausgabe (Achtung: das ist eine Holschuld!!!), und Klage ankündigen, diese dann auch durchziehen.

  8. #8
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    Zitat Zitat von peter26 Beitrag anzeigen
    Wenn du dir sicher bist, den titulierten Betrag vollständig beglichen zu haben, dann Frist setzen zur Titelherausgabe (Achtung: das ist eine Holschuld!!!), und Klage ankündigen, diese dann auch durchziehen.
    Kann man sich in dieser Form schenken denn eine solche Klage ist überhaupt nicht möglich so lange der bezahlte Titel nicht widerrechtlich genutzt wird.

  9. #9
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    Also ich würde im Nachgang von denen eine konkrete Aufstellung anfordern, aus der schlüssig hervorgeht wie die auf die Forderung von 391 plus 250 Euro kommen unter Ausbuchung von evtl. verjährten Zinsen pp
    Und dann würde ich das prüfen?
    Ich hoffe, dass du auch die Überweisung mit Zweckbindung überwiesen hast

  10. #10
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    Ich hoffe, dass du auch die Überweisung mit Zweckbindung überwiesen hast
    Ausgangspunkt war ja laut TE eine Kontopfändung und damit sollte eigentlich die Verwendung klar sein mit exakt dem, was da gepfändet wurde bzw. was im PfÜB aufgeführt ist. Wenn es denn von der Bank dann überwiesen wurde. Wenn es von einem zweiten Konto stammt, wäre das aber gut zu wissen.
    Dennoch: Das kann ja trotzdem nicht einfach so mit Sachen verrechnet werden, die nicht durchsetzbar sind. Egal ob der Verwendungszweck nun hinreichend bestimmt war oder nicht.

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