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Thema: Berechtigte Forderung vom Otto-Versand + Abtretung an EOS Inkasso ...

  1. #1
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    Standard Berechtigte Forderung vom Otto-Versand + Abtretung an EOS Inkasso ...

    Guten Tag liebe Forumsmitglieder ,

    ich hatte im vergangenen Jahr 2017 beim Otto Versand etwas auf Ratenzahlung bestellt und anfangs auch wie vereinbart monatlich pünktlich überwiesen . Leider hat sich meine finanzielle Situation so verschlechtert das ich die monatlichen Raten nicht mehr aufbringen konnte und letztendlich nach mehreren Wochen in einer letzten Mahnung , der eine Zahlungserinnerung und später noch mal eine Mahnung vorausgegangen war , die Übergabe der Angelegenheit an ein Inkassounternehmen angedroht wurde .
    Vermutlich habe ich falsch reagiert denn ich wartete nun auf das Schreiben des Inkassodienstes ...

    Am 03.04.2018 schließlich hatte ich den Brief von "EOS Deutscher Inkasso-Dienst" in der Post in dem ich aufgefordert wurde , den Gesamtbetrag von 412,84 Euro innerhalb von 7 Tagen auf das EOS-Konto zu überweisen da Otto-Versand die Forderung inzwischen an "EOS Deutscher Inkasso-Dienst" abgetreten hätte und sie somit ab sofort mein Ansprechpartner seien und Zahlungen nur auf's EOS-Konto schuldbefreiend wären - und falls ich dies nicht könne , wurde mir eine Ratenzahlung angeboten - darauf habe ich mich jedoch nicht eingelassen .

    Hier die im Schreiben aufgeführten einzelnen Positionen :

    1. Hauptforderung 330,03 Euro
    2. Bisherige Kosten / Mahnkosten der Auftraggeberin 7,25 Euro
    3. Inkassovergütung ( inkl. evtl. anfallender Ermittlungskosten ) 70,20 Euro
    4. Weiterer Verzugsschaden , insb. Zinsen bis 03.04.2018 5,36 Euro
    5. abzgl. seit dem 31.03.2018 geleistete Zahlungen 0,00 Euro
    6. Gesamtbetrag 412,84 Euro

    Ich habe sodann am 09.04.2018 die Hauptforderung 330,03 Euro , Mahnkosten 7,25 Euro und die Zinsen 5,36 Euro unter Angabe meiner Otto-Kundennummer direkt auf das Otto Konto überwiesen . Die aufgeführte Inkassovergütung über 70,20 Euro habe ich jedoch nicht überwiesen .

    Jetzt habe ich am 28.04.2018 ein weiteres Schreiben von EOS Deutscher Inkasso-Dienst bekommen in welchem neben ein paar Drohfloskeln der Restbetrag in Höhe von 69,76 Euro - also wohl die am 09.04.2018 einbehaltene Inkassovergütung - verlangt wird . Wenn ich die ausgefüllte Selbstauskunft nicht innerhalb der kommenden 7 Tage an EOS schicke , müsse ich damit rechnen , das EOS vor Gericht gegen mich klagen würde .

    Meine Internetrecherche hat ergeben , das EOS Deutscher Inkasso-Dienst eine 100%ige Otto-Tochter ist und somit eigentlich der Firma Otto gar kein Schaden sondern vielmehr ein Gewinn entsteht wenn ich die eingeforderte Inkassovergütung überweise ..!?
    Ich bin mir jetzt nicht so richtig sicher , wie ich mich verhalten soll da ich bisher noch nie in so einer Situation war und hoffentlich auch nie mehr kommen werde .

    Ich wäre sehr dankbar wenn ich hier in diesem tollen Forum einen Rat bzw. Tips zur weiteren Vorgehensweise in dieser Angelegenheit bekommen würde . Falls noch Fragen bestehen sollten bzw. etwas unklar ist , werde ich selbstverständlich die fehlenden Infos nachliefern .

    Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit .

    Mit den besten Wünschen für ein schönes , sonniges Maiwochenende grüßt recht freundlichst

    - der Rosenkohlhasser -

  2. #2
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    Einfach ignorieren. EOS darf die Gebühren für Otto Rechnungen nicht erheben. Wenn ein Mahnbescheid kommt widersprechen, wenn eine Klage kommt zum Anwalt gehen (oder selber machen - je nachdem ob man sich das zutraut)

  3. #3
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    Sehe ich im Grunde genauso. Du hast m.E. alles richtig gemacht.

    EOS wird zu 99,9% nicht versuchen ihre nicht erstattungsfähigen Inkassokosten fürs Konzerninkasso durchzudrücken.

    Einmal kurz, belegbar und unzweideutlich schriftlich die "Nachforderung" bestreiten kann aber nicht schaden - auch um ggf. eine Schufa-Einmeldung zu verhindern.

    Für den sehr sehr unwahrscheinlichen Falle eines Mahnbescheides: Komplettwiderspruch.
    Geändert von Caffery (05.05.2018 um 13:21 Uhr)

  4. #4
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    Hallo ,
    vielen Dank @Caffery und @Inso? für Eure Antworten . Ich habe mir heute Morgen noch mal das Schreiben von EOS durch gelesen und noch das hier entdeckt :

    "Wichtiger Hinweis : Sollten wir keinen Geldeingang verzeichnen können und die Forderung nicht bestritten werden , sind wir berechtigt , das Bestehen des Inkassoverfahrens - bei Vorliegen aller rechtlichen Voraussetzungen ( gem. § 28 a BDSG ) - an
    Wirtschaftsauskunfteien zu melden ."

    Das wird dann wohl bedeuten , das mein Fall jetzt der Schufa gemeldet wird ? Kann mir dazu noch jemand was sagen ?

    Grüße
    - der Rosenkohlhasser -

  5. #5
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    Standard

    Die habens netter Weise doch selber geschrieben:
    Zitat Zitat von Rosenkohlhasser Beitrag anzeigen
    "Wichtiger Hinweis : Sollten wir keinen Geldeingang verzeichnen können und die Forderung nicht bestritten werden , sind wir berechtigt , das Bestehen des Inkassoverfahrens - bei Vorliegen aller rechtlichen Voraussetzungen ( gem. § 28 a BDSG ) - an
    Wirtschaftsauskunfteien zu melden ."
    ... und ich auch ...
    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Einmal kurz, belegbar und unzweideutlich schriftlich die "Nachforderung" bestreiten kann aber nicht schaden - auch um ggf. eine Schufa-Einmeldung zu verhindern.
    Du musst die Forderung bestreiten! Dann darf auch keine Schufameldung erfolgen.

  6. #6
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    Guten Abend @all und @Caffery ,

    danke noch mal für deine Rückmeldung . Ich bin in dieser Sache etwas unsicher und möchte nichts unternehmen was diese Angelegenheit noch mehr eskalieren lassen könnte . Wäre denn folgender Einzeiler ausreichend ?

    "Sehr geehrte Damen und Herren ,
    hiermit BESTREITE ich Ihre Nachforderung vom 28.04.2018 in Höhe von 69,76 Euro unter der Forderungs-Nummer xxxxxxxx xxxxx/xxxxxxx !
    Mit freundlichen Grüßen
    xxxxxx xxxxxx"

    Wäre das aussagekräftig genug oder muß noch etwas ergänzt / verbessert werden ? Versand erfolgt per Einschreiben mit Rückschein .

    Grüße vom Rosenkohlhasser

  7. #7
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    Ist okay

    Meine Standardformulierung ist: "Die Forderung zu Ihrer Nr. XXX wird vollumfänglich bestritten. Zur Durchsetzung steht Ihnen der Rechtsweg offen."

    Einschreiben mit Rückschein wäre mir persönlich zu teuer und ist auch m.E. nicht notwendig. Allenfalls ein Einwurfeinschreiben - ein Fax mit Bestätigung und ggf. zusätzlich normale Post ist m.E.auch völlig ausreichend.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Rosenkohlhasser Beitrag anzeigen
    Wäre das aussagekräftig genug oder muß noch etwas ergänzt / verbessert werden ? Versand erfolgt per Einschreiben mit Rückschein .

    Grüße vom Rosenkohlhasser
    Einschreiben Rückschein ist so eine Legende die sich hartnäckig hält, Einwurfeinschreiben reicht völlig (du musst nur den Zugang beweisen), wenn die andere Seite komische Spiele spielt, dann reicht allerdings weder Einwurfeinschreiben noch Einschreiben mit Rückschein, sonder eigentlich nur Zustellung durch Boten.

    Um das ganze sehr rechtssicher zu machen gehe ich wie folgt vor.

    Schreiben per Fax mit Protokoll
    Schreiben per email (an alle bekannten Adressen)
    Einwurfeinschreiben, dies lass ich in wichtigen Angelegenheiten von einen Freund (Zeugen) bei der Post abgeben, dieser liest sich auch vor Aufgabe den Inhalt durch.

    Das ist die Vorgehensweise, wenn man paranoid ist und es inhaltlich wirklich um etwas geht.

  9. #9
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    Guten Abend liebe Forumsmitglieder ,

    ich habe nun letztendlich am 09.05.2018 per Einschreiben die Forderung mit dem in Post Nr. #6 aufgeführten Einzeiler bestritten ... und heute wurde mein Einschreiben laut Sendungsverfolgung "in Empfang genommen". Jetzt bin ich natürlich schon gespannt , wie EOS Deutscher Inkasso-Dienst reagieren wird . Ich werde es dann hier veröffentlichen .

    Mit den besten Wünschen für ein schönes , trockenes Wochenende grüßt recht freundlichst

    - der Rosenkohlhasser -

  10. #10
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    Standard

    Zitat Zitat von Rosenkohlhasser Beitrag anzeigen
    Jetzt bin ich natürlich schon gespannt , wie EOS Deutscher Inkasso-Dienst reagieren wird . Ich werde es dann hier veröffentlichen .
    Was genau erwartest Du denn? Ich kann Dir sagen was zu 100% nicht passieren wird. Die werden nicht sowas antworten wie "Okay, Sie haben ja recht. Sorry, war unser Fehler! Wir entschuldigen uns auf das Wärmste!"

    Das beste was passieren kann ist: Nichts

    Das wahrscheinliche was passiert ist: Du bekommst lustige Flatterpost mit Textbausteinen, Rechtsbelehrungen und Zahlungsaufforderungen zugeschickt.

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