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Thema: Mein Ehemann wurde als Drittschuldner eingesetzt bzgl. meiner Schulden

  1. #1
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    Standard Mein Ehemann wurde als Drittschuldner eingesetzt bzgl. meiner Schulden

    Hallo,
    meinem Mann wurde gestern 02.05. durch einen Gerichtsvollzieher ein Pfändungsbeschluss zugestellt, er wurde dort als Drittschuldner benannt. Seit wir verheiratet sind geht meine Erwerbungunfähigeitsrente auf sein Konto, wir hatten damals meines gekündigt und ich habe bei der Rentenversicherunganstalt veranlasst meine Rente in Höhe von jetzt 671,46 Euro auf sein Konto zu überweisen. Meine Frage nun, was muss er den nun machen, meine Rente an den Gläubiger überweisen für auf jeden Fall den Monat Mai, was muss er ihnen antworten oder nicht usw. wir sind total überfragt und überfordert mit den Formulierungen die da drin stehen, erlesen hatten wir jetzt nur im Internet das ich wohl schleunigst ein P-Konto eröffnen müsste und dann meine Rente darauf überweisen lassen. Muss mein Mann nun für den Monat Mai das Geld also sprich meine Rente an den Gläubiger auszahlen, unterliegt diese Rentenzahlung von ca. 672 Euro nicht dem Pfändungsschutzbetrag oder wie man das nennt. Ansonsten habe ich keinerlei weitere Einkünfte und auch keine Zahlungseingänge auf das Konto meines Mannes. Nur meine Erwebunfahigkeitsrente.

  2. #2
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    Eine Gegenfrage: Wurde er zur Abgabe einer Drittschuldnerauskunft aufgefordert?

  3. #3
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    Hi,
    er muss, wenn er dazu aufgefordert ist, nach § 840 ZPO die Drittschuldnererklärung abgeben und Deine Rente - soweit sie noch in seinem Besitz ist - an den Gläubiger zahlen.
    Pfändungsschutz hast Du bei der Rentenversicherung und einem eigenen P-Konto.

    Gruß
    Ingo

  4. #4
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    Wenn durch die Pfändung der notwendige Lebensunterhalt gefährdet ist, kommt ggf. ein Pfändungsschutzantrag nach § 765a ZPO wegen einer „besonderen Härte“ in Betracht. Den Antrag könntest du auch mündlich beim Amtsgericht stellen bzw. dort aufnehmen lassen. Ein Erfolg ist allerdings nicht garantiert und würde auch nur die letzte Rentenzahlung betreffen.

    Für die Zukunft muss die Rente auf jeden Fall aufs eigene (P-)Konto gehen!
    Kontoeinrichtung und Info der neuen Kontoverbindung an den Rentenservice müssen jetzt kurzfristig veranlasst werden, damit das bis zur nächsten Rentenzahlung noch klappt!

  5. #5
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    Zitat Zitat von Olaf K Beitrag anzeigen
    Wenn durch die Pfändung der notwendige Lebensunterhalt gefährdet ist, kommt ggf. ein Pfändungsschutzantrag nach § 765a ZPO wegen einer „besonderen Härte“ in Betracht. Den Antrag könntest du auch mündlich beim Amtsgericht stellen bzw. dort aufnehmen lassen. Ein Erfolg ist allerdings nicht garantiert und würde auch nur die letzte Rentenzahlung betreffen.

    Für die Zukunft muss die Rente auf jeden Fall aufs eigene (P-)Konto gehen!
    Kontoeinrichtung und Info der neuen Kontoverbindung an den Rentenservice müssen jetzt kurzfristig veranlasst werden, damit das bis zur nächsten Rentenzahlung noch klappt!
    Die zuletzt zugegangene Rente hat der Ehemann ja - hoffentlich - schon an die Ehefrau weitergereicht, dann wäre da nichts mehr zu holen.
    Und bis zur nächsten rentenzahlung sollte das mit der Zahlung auf ein P-Konto der Ehefrau sich regeln lassen.

  6. #6
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    Also die neue Bankverbindung kannst du, sobald du sie hast, dem Rentenservice online mitteilen:

    https://www.deutschepost.de/de/r/rentenservice.html

    Zur Sicherheit dann evtl. zusätzlich nochmals als Fax.

    Solltest du vor Ort keine Bank haben, die dir problemlos und halbwegs günstig ein Konto einrichtet, sind die comdirect bzw. die consorsbank sehr empfehlenswert. Bei der comdirect ist so eine Kontoeröffnung durchaus in 5 Werktagen zu schaffen. Bei der consorsbank in 8 bis 10 Werktagen, dort läuft der Prozess etwas anders ab.

    Beide Konten (Kontenführung) sind völlig kostenlos. Mit der Bankkarte der comdirect kannst du bei sehr vielen Banken kostenlos Geld abheben. Bei der consorsbank fallen bei Fremdbanken evtl. Gebühren für die Abhebungen an.

  7. #7
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    Zitat Zitat von peter26 Beitrag anzeigen
    Die zuletzt zugegangene Rente hat der Ehemann ja - hoffentlich - schon an die Ehefrau weitergereicht, dann wäre da nichts mehr zu holen.
    Das lässt sich ja zum Glück ganz gut anhand der Kontobewegungen nachvollziehen...

  8. #8
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    Zitat Zitat von Daukind Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von peter26 Beitrag anzeigen
    Die zuletzt zugegangene Rente hat der Ehemann ja - hoffentlich - schon an die Ehefrau weitergereicht, dann wäre da nichts mehr zu holen.
    Das lässt sich ja zum Glück ganz gut anhand der Kontobewegungen nachvollziehen...
    Daraus wird sich leider gar nichts nachvollziehen lassen. Es müsste theoretisch einen Nachweis darüber geben, dass die Rente der Ehefrau vor der Pfändung bereits komplett ausgezahlt wurde. Sowas ist unter Ehepartnern total lebensfremd. Ohne gerichtlichen Pfändungsschutz-Beschluss ist der Ehemann m.E. in der Gefahr, vom Gläubiger auf Zahlung verklagt zu werden, wenn er es nicht "freiwillig" tut. Ob dem Gericht dann eine Erklärung des Ehemanns ausreichen wird, ist fraglich. Man kann es natürlich drauf ankommen lassen.
    Geändert von Olaf K (04.05.2018 um 11:23 Uhr)

  9. #9
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    Zitat Zitat von peter26 Beitrag anzeigen
    Die zuletzt zugegangene Rente hat der Ehemann ja - hoffentlich - schon an die Ehefrau weitergereicht, dann wäre da nichts mehr zu holen.
    Beim Zugang 02. Mai, ist es irgendwie doof, daß der 01. Mai ein Feiertag ist. Jetzt müßte man dann halt mal genau schauen, zu welcher Uhrzeit der Beschluß übergeben wurde.

    Ich denke, Barabhebungen am 30.04. und 01.05., könnte man durchaus der Rente der TE zurechnen. Mietzahlung für die Wohnung, zumindest mal 50%. Muss man halt sehr sehr genau schauen, was man der TE, ihrem Mann, bzw. beiden zurechnen kann.

  10. #10
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    Zitat Zitat von mucel Beitrag anzeigen
    Beim Zugang 02. Mai, ist es irgendwie doof, daß der 01. Mai ein Feiertag ist.
    Es macht fast den Anschein, als ob da jemand genau wüsste was er tut

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