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Thema: Berchnung des pfändbare Einkommens bei zusätzlichen Einnahmen

  1. #1
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    Standard Berchnung des pfändbare Einkommens bei zusätzlichen Einnahmen

    Hallo an alle,

    ich hab folgendes Problem/Fall:
    Ich bin in der WVP meiner Insolvenz und angestellt, bin verheiratet und habe ein unterhaltspflichtiges Kind.
    Für das letzte Jahr habe ich von der Kranknekasse für jeweils einen Tag in zwei Monaten Krankeengeld bekommen. Das Gehalt wurde in den beiden Monaten von meinem Arbeitgeber entsprechend gekürzt.

    Nun ist der Treuhänder bei der Berechnung der von mir abzuführenden Differenz an die Masse eine andere Meinung als ich.

    Ausgezahltes Gehalt: 2173,30€
    Gepfändeter Betrag: 244,70€
    Krankengeld: 40,20€

    Mein Rechnung lautet jetzt folgendermassen:
    2173,30+244,70+40,20=2458,2€
    Daraus ergibt sich laut Tabelle ein Pfandbetrag von 260,70€ und somit eine Differenz von 16Euro pro Monat.

    Mein Treuhänder rechnet folgendermassen:
    Pfändbarer Betrag=244,70 für einen Nettobetrag bis zu 2419,99€
    2419,99€+40,20€ =2460,19€
    Daraus Pfandbetrag laut Tabelle: 264,70
    Differenz: 264,70-244,70=20 Euro pro Monat.

    Wer rechnet jetzt richtig?
    Auf die unterschiedliche Rechenweise angesprochen meinte mein Treuhänder nur, wenn ich meine dass meine Rechenweise richtig ist, dann soll ich halt nur den geringeren Betrag überweisen, aber dann wird er im Schlussbericht die Differnez entsprechend ausweisen und entsprechend darstellen.
    Meinem Treuhänder liegen die Gehaltsabrechnungen meines Arbeitgebers für die beiden Monate vor.

    Grüsse

    Maverick3

  2. #2
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    Hat Dein TH denn beim Gericht die Zusammenlegung der Einkommen beantragt? Wenn nicht, sind nur die pfändbaren Beträge von 2.173,30 Euro abzuziehen und auszuzahlen, was Dein Arbeitgeber schon gemacht hat.

  3. #3
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    Nein hat er nicht.

    Es ist aber auch kein regelmässiges zusätzliches Einkommen. Der Fall mit dem Tag Krankengeld trat nur zweimal im letzten Jahr auf. Kind war krank, Arbeitgeber kürzt Geld für den einen Tag und Krankenkasse zahlt Krankengeld für diesen einen Tag.

  4. #4
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    Nein hat er nicht.
    Dann brauchst Du auch keine Differenz zahlen.

  5. #5
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    Also Sachen gibt's...

    Wenn - wie FinnLaure schrieb - die Zusammenrechnung der beiden Zahlungen gemäß § 850e ZPO vom InsoVerwalter beantragt worden wäre, wäre Ihre Rechnung natürlich richtig. Denn entscheidend ist, was Sie tatsächlich zusammengerechnet ausbezahlt bekommen hätten. Da eine Zusammenrechnung nicht beantragt wurde, ist jede Zahlung für sich zu sehen. Das Krankengeld ist auf täglich zu rechnen (§ 850c Absatz 1 "täglich" ZPO) und liegt unterhalb des pfändbaren Rahmens. Jetzt ist nur noch entscheidend, ob Sie den Krankengeldbezug dem IV/TH hätten melden müssen. Da kann ich natürlich nicht beurteilen, wann und wie Sie da drüber informiert wurden. Ich würde wahrscheinlich kein "Fass aufmachen" und vorsichtshalber den von Ihnen errechneten Betrag aus Vorsichtsgründen nachzahlen. Nicht, dass es wegen 32,- € zu einer Versagung kommt. Aber wahrscheinlich ist das natürlich nicht.

  6. #6
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    Danke schon mal für die Rückmeldungen.
    Ich habe den Krankengeldbezug dem TH selbst gemeldet und gefragt ob ich davon etwas abführen muss. Dann kam seine Rechnung, dann hab ich mir mal GEdanken drüber gemacht und kam zu meinem Ergebnis.

  7. #7
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    Ich sehe grade, dass Deine Insolvenz in wenigen Monaten endet.
    Willst Du Dir angesichts dessen wirklich noch Stress mit dem TH machen?

  8. #8
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    angesichts des nahenden endes und des geringen betrags eigentlich nicht mehr.
    Ich will aber auch verstehen welche Berechnung nun richtig ist.
    Und wer weis für was man das Wissen noch mal brauchen könnte!?

  9. #9
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    kann ich nachvollziehen.

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