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Thema: Vergleich oder Insolvenz - welchen Weg gehen

  1. #1
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    Standard Vergleich oder Insolvenz - welchen Weg gehen

    Hallo,

    ich habe aktuell 400.00 EUR Schulden bei Finanzamt/Kirche, sowie ca. 50.000 andere Schulden (privat).
    Ich bin 67 Jahre alt, seit 2017 Vollrentner. Aktuell arbeite ich aufgrund der geringen Rente auch noch
    weiter. Gesamtverdienst ca. 1200 EUR.

    Bis 2007 war ich selbstständig, seit 2007 Angestellter.

    Ein Haus im Besitz meiner Frau und on mir wurde vor mehreren Jahren verkauft. Eine Sicherungshypothek
    des Finanzamts (und weitere Sicherungshypotheken) wurden abgekauft.

    Ich habe auch immer wieder mit diversen Gläubigern Vergleiche geschlossen und auch bezahlt. KAnn jemand
    diese Zahlungen zurückfordern ?

    Das Finanzamt wäre mit einem Vergleich einverstanden, aber nur dann, wenn die anderen Gläubiger
    auch damit einverstanden sind. Vergleichsquote bei ca. 2 %.

    Was würdet ihr mir raten ?

  2. #2
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    Zitat Zitat von ************MEALSO Beitrag anzeigen
    Was würdet ihr mir raten ?
    Kurz und knapp: Beratung und ggf. professionelle Unterstützung bei den Verhandlungen durch eine (karitative) und nach § 305 InsO anerkannte Schuldnerberatungsstelle.

    Deine Frage nach möglichen "Zurückforderungen" von Zahlungen an Gläubiger kann man so allgemein nicht beantworten. Dennoch ganz allgemein: Üblich (wenn überhaupt möglich) ist die "Anfechtung" von solchen Zahlungen eigentlich nur im Insolvenzverfahren durch den Insolvenzverwalter, wenn Zahlungen aus dem pfändbaren Vermögen oder Einkünften erfolgten und dem Gläubiger die Zahlungsunfähigkeit bekannt war.

  3. #3
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    Vielen Dank.
    Man liest aber, dass diese Stellen überlastet sind ?

  4. #4
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    Überlastet können die schon sein. Wenn Du Dir das allein zutraust, dann ist das nicht verboten, Vergleiche oder außergerichtliche oder gerichtliche Schuldenbereinigungsplane selbst zu gestalten - letztere sind wohl nur als IK-Verfahren mit der Anlage 2 und 2A aus dem Vordruck-Satz möglich - und da ist dann keine Allein-Beratung mehr möglich.

    Auch mein Rat: Nicht allein so etwas versuchen zu gestalten. Bei weniger als 19 Gläubigern ist das IK Verfahren "Zwang" und die Beratungsstellen könnten helfen. Wenn das FA den Satz verwendet; auch die anderen Gläubiger müssen die Quote akzeptieren, stellt sichh das FA doch einen Nachweis vor. Den kann ich mir "privat" geschaffen, nicht als ausreichend vorstellen.

  5. #5
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    Hi,
    Zitat Zitat von imker Beitrag anzeigen
    Bei weniger als 19 Gläubigern ist das IK Verfahren "Zwang"
    Regelinsolvenz kommt bei mehr als 19 Gläubigern infrage, Verbraucherinsolvenz daher schon bei 19 Gläubigern - das ist zwar nur ein kleiner Unterschied, der manchmal aber entscheident ist.

    Gruß
    Ingo

  6. #6
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    Zitat Zitat von ************MEALSO Beitrag anzeigen
    Vielen Dank.
    Man liest aber, dass diese Stellen überlastet sind ?
    Das ist extrem unterschiedlich und sehr abhängig vom dem Ort, in dem du wohnst. Es gibt durchaus Regionen, in denen es praktisch kaum Wartezeiten gibt und/oder offene Sprechzeiten angeboten werden, so dass noch nicht einmal ein Termin benötigt wird.

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