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Thema: 3-Jahresfrist

  1. #41
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    Glück lässt grüßen ...

  2. #42
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    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Was ist denn ein Allgemeinplatz? Und für mich ist diese Uhrzeit eine ganz normale. Gehe halt arbeiten.

    Gut das es Leute wie Euch gibt, die meinen das Forum gehöre ihnen alleine und nur Ihr habt die Weisheit mit einem großen Löffel gefr.....

    Ist es nicht so das auch Ihr zwischendurch Sachen schreibt die anderen missfallen und dann? Lest einfach mal Eure eigenen Posts durch.

    Wenn man selber bis zum Hals in der Scheisse sitzt muss man seinen Nachbarn nicht darauf hinweisen das er stinkt.
    Wenn Du dich im Alltag genauso sympathisch gibst wie hier, bist Du sicher sehr gesellig und beliebt

  3. #43
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    Um mal beim Thema zu bleiben. So "schön" wie es auch ist, dass Schuldner nun die Möglichkeit haben ihre Inso auf 3 bzw. 5 Jahre zu verkürzen, so einfach ist es eben auch nicht. Den meisten ist einfach nicht bekannt, dass es oftmals nicht nur mit der Begleichung der Gerichts- und Verwalterkosten getan ist. Denn gerade in umfangreicheren Verfahren fallen regemäßig weitere Masseverbindlichkeiten an, die gezahlt werden müssen. Es können Kosten für die Buchhaltung, Steuerberaterkosten, Verwertungskosten, Kosten für Rechtsstreite und weiß der Geier was anfallen.

    Die Vor- und Nachteile auf Gläubigerseite bewerte ich mal jetzt nicht. Ich gehe aber davon aus, dass die sowohl nach neuem als auch alten Recht meist eh in die Röhre schauen.

  4. #44
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    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Ich und wahrscheinlich auch alle anderen können das natürlich durchaus nachvollziehen. Das ist kein schönes Ergebnis.

    Allerdings mal aufdröseln:

    Bei Insomasse 20.000 betragen die 40% = 8.000,00€; dazu kommt die Auslagenpauschale (30% der Regelvergütung) = 2.400,00 €; dann die Mehrwertsteuer = 1.976,00 €. Und wahrscheinlich noch die Kosten der durchgeführten Zustellungen, die aber zu vernachlässigen sind. Dann sind wir bei 12.376,00 € (das wäre die Regelvergütung)

    Die Gerichtskosten betragen bei 20.000 3 Gebühren = 864 €

    Sie schrieben die festgestellten Forderungen betragen 11.000,00 €. Von diesem Betrag müssen Sie 35% erfüllen können = 3.850 €.

    Rechnet man das zusammen, kommt man auf eine Summe von 17.090 €, die Sie benötigen. Sie haben aber laut obiger Auskunft eine Masse von 20.000 €. Irgendwas stimmt da noch nicht ganz.

    Hinsichtlich der Regelvergütung kommt es darauf an; geringe Zahl der Gläubiger und schriftliches Verfahren sind abschlagswürdig. Allerdings wurde "anderes Vermögen" verwertet, was wiederum im Ergebnis dazu führen kann, dass in der sogenannten "Gesamtschau" die Regelvergütung angemessen ist. das ist letztlich Einzelentscheidung. So auf dem grundlegenden ersten Blick könnte vielleicht ein Abschlag von 20% (maximal) herausspringen, was die Vergütung um 1.600,00 € reduziert. Aber wie gesagt, das ist Einzelfallentscheidung.

    Vielleicht können sie mit den Werten was anfangen.
    Danke, kann ich zum großen Teil.

  5. #45
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    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Sie sollten sich vielleicht mal mit den Grundlagen eines Insolvenzverfahrens beschäftigen. Das Insolvenzverfahren ist keine Wohltat für Sie, sondern ein sogenanntes Gesamtvollstreckungsverfahren im Interesse aller Gläubiger. Im Rahmen dieses Hauptverfahrens haben Sie die Möglichkeit, für die restlichen Schulden, die danach bleiben, die Restschuldbefreiung zu erhalten. Das ist aber, das muss man ganz klar sagen, einen Nebenprodukt. Die Hauptsache steht in § 1 InsO am Anfang. Den sollten Sie einfach mal lesen.

    Sie können gar nichts einfordern. Der Insolvenzverwalter ist Ihnen keine Rechenschaft schuldig. Er verwertet die Insolvenzmasse nach Gesetz und Recht. Er ist lediglich der Gläubigerschaft als Gesamtheit (Die Gläubigerversammlung) zur Rechenschaft verpflichtet. Das erfolgt durch Berichte, die er zur Insolvenzakte beim Insolvenzgericht einreicht. Dort können auch Sie die Berichte einsehen. Dort reicht er auch seine Schlussrechnung ein, die sie dort einsehen können. Sofern Sie der Ansicht sind, dass für Sie ein Schaden entstanden ist, können Sie ihn nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens verklagen (§ 60 InsO).

    Natürlich hat der Insolvenzverwalter den von Ihnen angesprochenen Anspruch einzufordern. Das sind sogenannte Anfechtungen (§§ 129 ff. InsO) und selbstverständlich hat er diese Forderungen zurückzuholen.

    Und woher Sie nehmen, dass die Insolvenzverwalterin zuviel Geld bekommt, sollten Sie sich auch mit diesem System etwas beschäftigen. Zumal ich es immer wieder grandios finde, dass hier dauernd Leute behaupten, der/die verdiene zuviel, ohne auch nur ansatzweise sich damit zu beschäftigen.
    Vielen Dank auch für die aufschlussreichen Ausführungen. Zusammengefasst heißt das also: Ein Involvenzverwalter kann also mit der Masse umgehen wie es ihm passt? O.k., er braucht - ihrer Meinung nach- keine Rücksicht auf mich als Schuldner nehmen, aber doch wohl auf die Gläubiger, die ja möglichst viel von ihrem Geld wiedersehen wollen. Hat der Gesetzgeber das nicht so gewollt? Also sollte er doch gehalten sein, effektiv und sinnvoll zu arbeiten?
    Ich glaube ich bin im falschen Film...

    Effektiv und sachorientiert arbeiten? Wird das nicht heute in fast allen Branchen gefordert? Für mich als Pflegefachkraft ist das eine Kernkompetenz. Wenn es um das große Ganze, also das Leben und die Gesundheit der mir anvertrauten Menschen geht, muss ich mal Details außer Acht lassen können, das große Ganze im Auge behalten. Und das von einer Sekunde auf die andere...

    In unserem Rechtssystem gelten offensichtlich andere Maßstäbe... Gesunder Menschenverstand...zählt nicht. Was für eine Welt.
    Geändert von Lucia (02.05.2018 um 10:02 Uhr)

  6. #46
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    Ein Involvenzverwalter kann also mit der Masse umgehen wie es ihm passt?
    Nein, kann er nicht. Er kann damit so umgehen, wie es im Gesetz steht. Ist das denn wirklich so schwer zu verstehen?

  7. #47
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    Zitat Zitat von FinLaure Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Lucia Beitrag anzeigen
    Ein Involvenzverwalter kann also mit der Masse umgehen wie es ihm passt?
    Nein, kann er nicht. Er kann damit so umgehen, wie es im Gesetz steht.
    Dem stimme ich zu. Allerdings mit der Verschärfung, dass der Insolvenzverwalter nicht nur so damit umgehen kann, sondern muss!

    Zitat Zitat von Lucia Beitrag anzeigen
    In unserem Rechtssystem gelten offensichtlich andere Maßstäbe... Gesunder Menschenverstand...zählt nicht. Was für eine Welt.
    Unser Rechtssystem hat als Fundament und Grundlage gesetzliche Regelungen. Das ist auch gut so, weil nur so ein objektiv überprüfbares Verfahren möglich ist. Wer sollte auch bestimmen und festlegen, was "gesunder Menschenverstand" ist? Da könnte man u.U. auch schnell bei "Willkür" landen. Deshalb ist es auch grundsätzlich gut, dass unser Rechtsstaat so ist, wie er ist.

    Mit "gesundem Menschenverstand" kann man außergerichtlich versuchen, eine Lösung mit seinen Gläubigern zu finden. Wenn das nicht klappt (aus welchem Grund auch immer), gibt es eben eine Alternative in Form des sehr formalisierten und standardisierten (und teuren) gerichtlichen Insolvenzverfahrens.

    In deinem Verfahren wird der Verwalter eine gesetzliche Verpflichtung zur Aufnahme des Rechtsstreits mit deinem Hauptgläubiger gesehen haben. Im dem Rechtsstreit wird er vermutlich Erkenntnisse erlangt haben, die dann einen Vergleich als beste Lösung (wenn du willst: "gesunder Menschenverstand") erscheinen ließen. All das wirst du bei Interesse in deiner Gerichtsakte nachlesen können.

  8. #48
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    Zitat Zitat von Olaf K Beitrag anzeigen

    Unser Rechtssystem hat als Fundament und Grundlage gesetzliche Regelungen. Das ist auch gut so, weil nur so ein objektiv überprüfbares Verfahren möglich ist. Wer sollte auch bestimmen und festlegen, was "gesunder Menschenverstand" ist? Da könnte man u.U. auch schnell bei "Willkür" landen. Deshalb ist es auch grundsätzlich gut, dass unser Rechtsstaat so ist, wie er ist.
    Ja, Willkür! Das will keiner. Danke für die Ausführungen.

  9. #49
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    Zitat Zitat von Olaf K Beitrag anzeigen
    In deinem Verfahren wird der Verwalter eine gesetzliche Verpflichtung zur Aufnahme des Rechtsstreits mit deinem Hauptgläubiger gesehen haben. Im dem Rechtsstreit wird er vermutlich Erkenntnisse erlangt haben, die dann einen Vergleich als beste Lösung (wenn du willst: "gesunder Menschenverstand") erscheinen ließen. All das wirst du bei Interesse in deiner Gerichtsakte nachlesen können.
    Das Problem ist doch das die Verwalter (wie viele Juristen) der Recht sehr kreativ auslegen. Typischer Fall, der rechtlich OK ist, der Verwalter der meist selber Anwalt ist beauftragt einen Anwalt aus seiner Kanzlei mit der Durchführung von z.B. Klagen. Verliert der Verwalter den Prozess bekommt seine Kanzlei trotzdem das Honorar aus der Masse bezahlt.

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