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Thema: 3-Jahresfrist

  1. #21
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    Danke für die Info, Olaf K. Es ist so, daß die Insolvenzmasse knapp 20 000 € beträgt. Es sind drei Gläubiger. Hauptgläubiger ist mein Ex. Dann noch einen kleinen vierstelligen Betrag für offene RA-Kosten und ca. 1000 Euro Gerichtskosten. Also recht übersichtlich.

    Das Problem sind die Gebühren der IV. 11 000 Euro. Da gab es einen kostenspieligen und m.E. und auch der Meinung meiner Schuldenberaterin einen Rechtsstreit mit dem Hauptgläubiger, den sie verloren hat, bzw. es gab einen für mich ungünstigen Vergleich. Alles auf meine Kosten und letztlich auch der Gläubiger. Das ärgert mich maßlos und ich bin inzwischen entschlossen dagegen vorzugehen.

  2. #22
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    Auslandsinsolvenz? Hilft mir im Moment gar nichts...

  3. #23
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    Ja, vermutlich schon "in Stein gemeißelt". Habe noch zwei Wochen Zeit um dagegen vorzugehen und das werde ich tun.

  4. #24
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    Ist der IV nicht in erster Linie dazu angehalten, die Gläubiger zu befriedigen. In meinem Fall offensichtlich nicht. Die IV holt sich das Geld bei mir, das sie bei anderen nicht kriegt. Zweihundert Verfahren hat sie zur Zeit und davon nur eine Handvoll die die Dreijahresfrist anstreben...solche bei denen es was zu holen gibt. Und das Gericht toleriert offensichtlich diesem Spiel...

  5. #25
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    Zitat Zitat von Graf Wadula Beitrag anzeigen
    Wie bereits Caffery schrieb, sollte zumindest einige Details hier mitgeteilt werden:

    Wie viele Gläubiger haben eine Forderung angemeldet? Drei

    Wie hoch war die festgestellte Forderungssumme ? Der IV? 11 000 €

    Wie hoch war die Insolvenzmasse ? 20 000 €

    Aus was besteht die Insolvenzmasse, sprich wurde nur pfändbares Arbeitseinkommen eingenommen oder mussten weitere Verwertungsmaßnahmen vollzogen werden (es ist schon ungewöhnlich, dass ein Verfahren 3 Jahre läuft, wenn nur pfändbares Einkommen eingesammelt wird; Wobei caffery ja schon mehrfach berichtet hat, dass das in vielen Bereichen so wäre) ? Es waren auch noch Versicherungen, die herangezogen wurden und anderes Vermögen.

    Ist das Verfahren schriftlich abgehalten worden? Ich denke schon...

    Normalerweise sollten Sie zum Gericht gehen und sich den Vergütungsantrag mal angucken. Dort muss der Insolvenzverwalter begründen, wenn er einen Zuschlag haben möchte. Entscheidend ist immer, ob den Insolvenzverwalter Ihr Verfahren stärker oder schwächer als in entsprechenden Insolvenzverfahren allgemein üblich in Anspruch genommen hat, also der real gestiegene oder gefallene Arbeitsaufwand, (Haarmeyer/Mock, InsVV, 5. Auflage, § 3 InsVV, Rdn. 9; z.B. BGH, Beschluss vom 08.03.2012, IX ZB 162/11).

    So hat der BGH in einigen Verfahren Abschläge von 30% auf die Regelvergütung für zutreffend anerkannt (wenn weniger als 10 Gläubiger, nur pfändbare Beträge, Verfahren schriftlich und keine weiteren Besonderheiten). Die Regelvergütung ist eben für das Regelverfahren. Das heißt aber auch, dass es Verfahren gibt, die eben nicht die Regelvergütung rechtfertigen. Sie müssen eine solche Vergütungsentscheidung des Gerichts auch nicht hinnehmen, denn wir leben in einem Rechtsstaat, wo sie die Möglichkeit des Rechtsmittels haben. Sie können eine sofortige Beschwerde innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung einlegen. Werde ich tun. Danke

    Aus meiner Sicht bräuchte es eben gar keine große Änderung der InsVV (insolvenzrechtlichen Vergütungsverordnung), den § 3 InsVV sieht auch durchaus Abschläge vor.
    Danke für die Info. Hilft mir vorerst weiter.

  6. #26
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    Zitat Zitat von Lucia Beitrag anzeigen
    Das Problem sind die Gebühren der IV. 11 000 Euro.
    Die Größenordnung kommt - ausgehend von der Regelvergütung - ungefähr hin.

    Zitat Zitat von Lucia Beitrag anzeigen
    Da gab es einen kostenspieligen und m.E. und auch der Meinung meiner Schuldenberaterin einen Rechtsstreit mit dem Hauptgläubiger, den sie verloren hat, bzw. es gab einen für mich ungünstigen Vergleich. Alles auf meine Kosten und letztlich auch der Gläubiger. Das ärgert mich maßlos und ich bin inzwischen entschlossen dagegen vorzugehen.
    Deine Sichtweise und Ärger sind emotional nachvollziehbar. Aber der Blickwinkel im Insolvenzverfahren ist etwas anders: die enstandenen Kosten gehen voll zu Lasten der Gläubiger und (wegen einer evtl. möglichen Verkürzung) eher zweitrangig zu Lasten des Schuldners. Der Insolvenzverwalter hat bei seiner Arbeit vorrangig die Interessen und die Befriedigung der Gläubiger zu verfolgen. Wenn ein Rechtsstreit ausreichende Erfolgsaussicht auf Geld für die Insolvenzmasse = die Gläubiger verspricht, muss der vom Verwalter geführt werden.

  7. #27
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    Ich und wahrscheinlich auch alle anderen können das natürlich durchaus nachvollziehen. Das ist kein schönes Ergebnis.

    Allerdings mal aufdröseln:

    Bei Insomasse 20.000 betragen die 40% = 8.000,00€; dazu kommt die Auslagenpauschale (30% der Regelvergütung) = 2.400,00 €; dann die Mehrwertsteuer = 1.976,00 €. Und wahrscheinlich noch die Kosten der durchgeführten Zustellungen, die aber zu vernachlässigen sind. Dann sind wir bei 12.376,00 € (das wäre die Regelvergütung)

    Die Gerichtskosten betragen bei 20.000 3 Gebühren = 864 €

    Sie schrieben die festgestellten Forderungen betragen 11.000,00 €. Von diesem Betrag müssen Sie 35% erfüllen können = 3.850 €.

    Rechnet man das zusammen, kommt man auf eine Summe von 17.090 €, die Sie benötigen. Sie haben aber laut obiger Auskunft eine Masse von 20.000 €. Irgendwas stimmt da noch nicht ganz.

    Hinsichtlich der Regelvergütung kommt es darauf an; geringe Zahl der Gläubiger und schriftliches Verfahren sind abschlagswürdig. Allerdings wurde "anderes Vermögen" verwertet, was wiederum im Ergebnis dazu führen kann, dass in der sogenannten "Gesamtschau" die Regelvergütung angemessen ist. das ist letztlich Einzelentscheidung. So auf dem grundlegenden ersten Blick könnte vielleicht ein Abschlag von 20% (maximal) herausspringen, was die Vergütung um 1.600,00 € reduziert. Aber wie gesagt, das ist Einzelfallentscheidung.

    Vielleicht können sie mit den Werten was anfangen.

  8. #28
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    Es fallen ja uU auch noch andere Masseverbindlichkeiten an. Insobesondere wenn da ein Rechtsstreit geführt wurde. Die Kosten werden ja auch durch die Masse getragen. Am besten schaut man sich mal die Schlussrechnung an.

  9. #29
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    Zitat Zitat von Päffläff Beitrag anzeigen
    Ich finde es reicht wenn wir einen haben der auf dem Thema rumreitet. Dem TE hilft es nicht weiter und deshalb hat Dein Post hier nix verloren.
    Der TE hilft es zwar vorliegend nicht weiter, aber es lesen ja auch andere mit, vielleicht hilft Peters Post anderen, sich Gedanken zu machen.
    Dein Post hilft allerdings wirklich niemandem weiter, weil er überflüssig war.

  10. #30
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    Wie lange war denn jetzt das Verfahren geöffnet und wieviel Masse wurde im eröffneten Verfahren errechnet und wieviel in der wvp? So wie es ausschaut wurde ja bis zuletzt prozessiert.

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