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Thema: Klage nach fristloser Kreditkartenkündigung wg. 2 offener Raten

  1. #11
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    Zitat Zitat von Decrypter Beitrag anzeigen
    trotz mittlerweile Bezug von Grundsicherung auch ausreitzt.
    Zudem ist es mir schleierhaft wieso er jetzt unbedingt erreichen will, dass der Vertrag wieder eingesetzt wird und vor allem womit die Raten dann bedient werden sollen wenn das denn (wie auch immer) klappen sollte.

    Der TE verschlechtert meines Erachtens durch sein Vorgehen und an m.E. nicht vorhandene Strohhalme klammern seine Situation sogar noch auf nicht unerhebliche Weise. Nicht nur, dass er sich hier m.E. in etwas hineinsteigert was nach meinem Empfinden einer ohnehin schon angeschlagenen Psyche nicht zuträglich sein wird.

    Hier wird zudem eine Inkassobude dazu genötigt zu einer aus meiner Sicht glasklaren Forderung ins streitige Verfahren zu gehen. Dies erhöht nicht nur die Kosten auf erhebliche Weise sondern (was noch schlimmer ist) verringert auch die Einigungsbereitschaft des Gläubigers im Nachgang erheblich. Meiner Erfahrung nach sind Inkassobuden in aller Regel auf deutsch gesagt "bedient" die auf solche Weise betriezt wurden und lassen sich bis auf Weiteres auf gar nichts mehr ein.

    Ich pflege zwar keine Liebesbeziehung zu Real Inkasso muss aber sagen, dass sie zumindest was die Einigungsbereitschaft betrifft eher zu den Buden gehören mit denen man in der Regel ganz vernünftige Lösungen finden kann. Da wäre für einen Schuldner im Grundsicherungbezug einiges zu machen - wenn er sie denn nicht zuvor dazu genötigt hätte so ein Theater zu einem (meiner Meinung nach) glasklaren Vorgang zu betreiben.

  2. #12
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    danke Caffery für diese wie immer sehr klare und trotzdem freundliche, unmissverständliche Formulierung.

    Ich sehe das genau so.
    Und ich bin immer ein wenig amüsiert wenn die Beteuerung kommt dass man ja auf jeden Fall gewillt ist / war die Schulden zu bezahlen. Ähm ja, davon gehe ich bei den allermeisten Leuten aus.
    Nur: Wieso hat man dann nicht längst damit angefangen?
    Und: Wovon sollen die Beträge bezahlt werden bei Grundsicherung? Vom reinen Wunsch kann ja niemand abbeissen.

    Manchmal hilft es sich der harten Realität zu stellen. Eher früher als später.
    Und sich nicht mit Nebenkriegsschauplätzen aufzureiben

  3. #13
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Hier wird zudem eine Inkassobude dazu genötigt zu einer aus meiner Sicht glasklaren Forderung ins streitige Verfahren zu gehen. Dies erhöht nicht nur die Kosten auf erhebliche Weise sondern (was noch schlimmer ist) verringert auch die Einigungsbereitschaft des Gläubigers im Nachgang erheblich.
    Da brauch man glaube ich auch gar nicht erst diskutieren, das es sich in diesem Fall um eine glasklare Sache handelt. Man ist mit 2 Monatsraten in Verzug, die Bank setzt eine Zahlungsfrist zur Begleichung der ausstehenden Raten. Soweit alles rechtlich einwandfrei und sauber. Jeder Richter würde im streitigen Verfahren die Geschichte vermutlich schnell beenden. Wenn die fristlose nun aber tatsächlich vor Ablauf der Zahlungsfrist ausgesprochen wurde, könnte evtl. ein Formfehler vorliegen. Aber auch diese Chance dürfte hier minimal sein, denn in den AGB der LBB steht unter Punkt 27 unter anderem wie folgt:

    Darüber hinaus kann die Bank den Kartenvertrag fristlos in Textform kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, durch den die Fortsetzung des Kartenvertrages auch unter angemessener Berücksichtigung der Belange des Karteninhabers für die Bank unzumutbar ist. Ein solcher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Erfüllung von Verbindlichkeiten aus dem Kartenvertrag gegenüber der Bank gefährdet erscheint/ist.
    Der TE hat der LBB in diesem Fall mitgeteilt, das er sich im Bezug von Grundsicherung befindet. Daraufhin hat die LBB mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die fristlose Kündigung vor Ablauf der Zahlungsfrist ausgesprochen , da hier ein wichtiger Grund vorliegt und aus Sicht der Bank die Erfüllung von Verbindlichkeiten aus dem Kartenvertrag bei Bezug von Grundsicherung gefährdet ist. Die Rücklastschriften und der fast ausgereizte Verfügungsrahmen werden dann ihr Übriges dazu getan haben.

    In der Summe dürfte die fristlose Kündigung hier wasserdicht sein, da die Bank auf die AGB Punkt 27 verweisen wird. Der vollumfängliche Widerspruch gegen den Mahnbescheid treibt jetzt nur noch die Kosten unnötig in die Höhe, da die Forderung hier berechtigt ist.

  4. #14
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    Damals hatte ich die gleiche Kreditkarte, als klar war ich kann nicht Zahlen ging die Sache zum Anwalt nachdem mein Anwalt die angeschrieben hat kam als Anwort das dem Plan zugestimmt wird,die haben eine Quote von ca 60% zugestimmt, gleich das erste Angebot angenommen, mitlerweile würden die sogar weniger zustimmen wie ich aus den Unterlagen vom neuen Anwalt festegestellt habe
    Bis heute fast 1,5 Jahre nach Kündigung kam keine Klage oder ein Mahnbescheid nicht mal eine Mahnung, die warten einfach ab bei mir was passiert..

    Aber schon komisch wie die Reagieren.

  5. #15
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    Nee komisch finde ich das nicht, wenn die sehen das sie Grundsicherung bezieht und Zahlungsschwierigkeiten hat

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