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Thema: Zahlung am Monatsende für Folgemonat, was zählt?

  1. #1
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    Standard Zahlung am Monatsende für Folgemonat, was zählt?

    Hi,

    meine Pfändungsfreigrenze liegt bei ca. 1150 Euro.

    Jetzt habe ich Ende März 750 Euro vom Jobcenter bekommen für Monat April.

    Zählen diese 750 Euro als Einkommen für März oder April?

    Weil diesen Monat habe ich rund 700 Euro durch meine Versicherung überwiesen bekommen. Wenn mir das Jobcenter jetzt Ende April wieder 750 Euro für Mai überweist dann bin ich ja bei über 1150 Euro. Eine Heizkostennachzahlung könnte diesen Monat auch noch eingehen vom Jobcenter.

    Und dann?

    MfG

  2. #2
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    Standard

    Befindest du dich noch im eröffneten Verfahren?

    Du kannst grundsätzlich immer über deinen Freibetrag verfügen, egal wie hoch das ist, was auf deinem Konto eingeht. Was darüber liegt, wird erstmal nur gesperrt und kann einmalig in den nächsten Monat mitgenommen werden. Das heißt, du hast zum Monatsende ggf. mehr Geld auf dem Konto als du ausgeben kannst, zum 1. hast du jedoch wieder Zugriff darauf.
    Um dir nicht selber ein Bein zu stellen, solltest du am Monatsende alles vom Konto abheben, was noch geht. Bei Zahlungseingängen, die deine Einnahmen evtl. erhöhen, sie jedoch nicht der Masse zugerechnet werden dürfen, kann durch den IV eine einmalige Freigabe erfolgen. Ob deine Heizkostennachzahlung darunter fällt, kann ich dir jedoch nicht sagen.

  3. #3
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    Hi,
    beim P-Konto zählen nur die Verfügungen. Du kannst monatlich über 1133,80 € verfügen. Übersteigendes Guthaben steht Dir im Folgemonat wieder zur Verfügung und wenn dann weniger Guthaben eingeht, ist Dein Problem gelöst.

    Gruß
    Ingo

  4. #4
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    Mal so am Rande... Das Gefühl war schon bei ersten Posting da aber nun:

    Für mich hat das alles sprachlich, inhaltlich und optisch viel zu viel Ähnlichkeit mit Sternenbande.

  5. #5
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    Befindest du dich noch im eröffneten Verfahren?
    Ja!

    Du kannst grundsätzlich immer über deinen Freibetrag verfügen, egal wie hoch das ist, was auf deinem Konto eingeht.
    Aha. Da wurde mir in meinem anderen Beitrag aber von mehreren Usern was ganz anderes erzählt. Da hieß es ich müsste JEDEN Zahlungseingang dem IV melden, welcher dann darüber verfügt.

    Was darüber liegt, wird erstmal nur gesperrt und kann einmalig in den nächsten Monat mitgenommen werden. Das heißt, du hast zum Monatsende ggf. mehr Geld auf dem Konto als du ausgeben kannst, zum 1. hast du jedoch wieder Zugriff darauf.
    Also wenn mir jetzt das Jobcenter am Monatsende wieder ALG II überweist dann darf ich darüber erst ab dem 01. verfügen? Es gibt ja Monate wo es dumm läuft. Da ist vielleicht am Monatsende Karfreitag/Ostermontag und dann wird das Geld schon am 25. oder so vom Jobcenter überwiesen. Dann müsste ich also praktisch trotz "vollem" Konto 5 Tage hungern, wenn ich am 25. pleite bin?

    Um dir nicht selber ein Bein zu stellen, solltest du am Monatsende alles vom Konto abheben, was noch geht.
    Das ist schlecht, weil ja Sachen wie Internet, Strom, Miete, Heizung, etc. per Lastschrift immer am Monatsanfang/Mitte abgebucht werden.

  6. #6
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    Das was du beschreibst nennt sich Monatsanfangsproblem und wurde dadurch gelöst, dass nicht verbrauchtes Guthaben in den Folgemonat übertragen wird.
    Was korrekt ist ist, dass du bankseitig jeden Monat über deinen Pfändungsfreien Betrag verfügen kannst - das ist NICHT gleichzusetzen damit dass du es auch "darfst", weil du gerade auf die anderen Beiträge in deinem anderen Thread hinweist.
    Nur als Beispiel:
    Du bekommst 500 Euro ALG II und erhältst eine Rückerstattung, weil du z.Bsp. deine Versicherung gekündigt hast, aber einen Monat zu viel abgebucht wurde. Dann musst du das (auch wenn es innerhalb deiner Verfügungsgrenze liegt) an den IV melden, da es sich um einen Geldeingang handelt, der nicht vom IV freigegeben wurde. Egal welchen Ursprung das Geld hat (in diesem Fall bereits bezahlte Beiträge, die du aus deinem Pfändungsfreiem Geld bezahlt hast, die dann Rückerstattet werden).
    Oder du bezahlst etwas aus deinem Pfändungsfreiem Geldeingang bei Amazon - schickst die Ware zurück - bekommst das Geld zurücküberwiesen. Auch der Geldeingang muss gemeldet werden.
    Es handelt sich streng genommen um einen Geldeingang - nicht mehr und nicht weniger. Der Ursprung, und ob es sich um Geld handelt welches mal pfändungssicher war ist hierbei im Normalfall egal.

  7. #7
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    Standard

    Dann musst du das (auch wenn es innerhalb deiner Verfügungsgrenze liegt) an den IV melden
    Oder du bezahlst etwas aus deinem Pfändungsfreiem Geldeingang bei Amazon - schickst die Ware zurück - bekommst das Geld zurücküberwiesen. Auch der Geldeingang muss gemeldet werden.
    Da hat mich der IV nicht drauf hingewiesen, dass ich das tun muss. Also tue ich es auch nicht.

    Und theoretisch müsste ich doch auch einen "Geldeingang" melden, wenn ich jetzt meine Pfandflaschen zu Penny bringe und mir das Geld bar auszahlen lasse.

  8. #8
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    Standard

    Da hat mich der IV nicht drauf hingewiesen, dass ich das tun muss. Also tue ich es auch nicht.
    Na dann viel Spaß bei der Versagung Deiner RSB.

    Der IV MUSS Dich auf überhaupt nichts hinweisen, der ist nämlich weder Dein Anwalt noch Dein Babysitter. DU bist in der alleinigen Pflicht, Deinen Obliegenheiten nachzukommen. Tust Du das nicht, fliegt Dir im Zweifel halt das Verfahren um die Ohren. Dem IV dürfte das am Ende ziemlich egal sein.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Gitarrenlady Beitrag anzeigen
    Und theoretisch müsste ich doch auch einen "Geldeingang" melden, wenn ich jetzt meine Pfandflaschen zu Penny bringe und mir das Geld bar auszahlen lasse.
    Rüschtüüüüüsch, du bist ja ein Fuchs :-)

  10. #10
    Registriert seit
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    Standard

    Gitarrenlady oder Sternenbande, einfach nur Kopfschütteln.
    So wird es nichts mit der Restschundbefreiung

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