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Thema: Noch ein Hammer kurz vor Schluß

  1. #1
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    Standard Noch ein Hammer kurz vor Schluß

    Hallo, hier eine kurze Einführung zu meinem Problem:

    Im August wurde mein PI-Verfahren eröffnet, einige Tage nach Arbeitsbeginn in meinem neuen Betrieb. Durch das Gehalt dort und einiges an anderen Geldpfändungen stehe ich kurz davor, alle Außenstände beglichen zu haben. Der Abschlussbericht erfolgt diesen Monat.

    Auch möglich, dass es so schnell ging war eine letzte Zahlung meines vorigen Arbeitgebers über 2.700€.

    Da ich durch den neuen Job ständig auf Achse bin (nur am Wochenende Zuhause) -und im September umgezogen- kam noch einiges an Post der alten Firma an die Adresse meines Vaters wo ich vorher wohnte, deshalb dachte ich mir nichts dabei.

    Nun erfuhr ich, dass wohl ein Einschreiben auf mich warten würde...hätte ja auch n Arbeitszeugnis sein können, etc. (Ja, hätte nach Geldeingang vielleicht nachfragen können)

    Leider war es eher eine Rückforderung der alten Firma, weil die 2.700€ zuviel gezahlt wären....dabei ist das ganze Geld gleich nach Eingang seitens der Bank ausgekehrt worden...Zugriff darauf ist also nur für den IV möglich.

    Nun möchte ich weder, dass die Insolvenz noch weitere Monate nach hinten verschoben wird, da ich ne wichtige Ausbildung für den Job auch erst anfangen darf wenn die PI durch ist..noch kann ich die Summe begleichen.

    Das einzige wäre Ratenzahlung und darauf hoffen, dass die letzte Steuerrückzahlung ordentlich was abwirft, aber das Einreichen erfolgt auch erst nächstes Wochenende...

    Hat vielleicht jemand ne gute Idee?

  2. #2
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    Hmm, ich bin mir nicht sicher ob ich das richtig verstehe:
    Deine Privatinsolvenz wurde im August eröffnet. Wenn ich es richtig verstehe, dann wird die Aufhebung des Verfahrens in Kürze sein. Oder wirst du aufgrund der vorzeitigen Befriedigung die Restschuldbefreiung vorzeitig erhalten?
    Wenn nach Eröffnung der Insolvenz die 2700 Euro zurückgefordert werden, dann haben diese mit der Insolvenz nichts zu tun - dadurch wird weder die RSB versagt, noch irgendwas in der Insolvenz "nach hinten verschoben".
    Allerdings sind die 2700 Euro auch keine Insolvenzforderung - diese musst du zurückzahlen, auch nachdem du die Restschuldbefreiung irgendwann bekommst.
    Das Geld ist (leider) korrekterweise von der Bank an den IV ausgekehrt worden und der IV wird dir das Geld auch nicht zurückzahlen - es sei denn du kannst ihn irgendwie davon überzeugen, was ich mir aber nicht vorstellen kann.
    Weiterhin wird die Steuererstattung auch aller Voraussicht nach zur Masse gehören und an den Insolvenzverwalter ausgezahlt. Solltest du natürlich die gesamten angemeldeten Forderungen bereits beglichen haben, dann werden überzahlte Beträge aber natürlich an dich wieder zurückgezahlt.

    Aber eine Frage sei mir gestattet:
    Warum kannst du eine Ausbildung erst nach Ende der PI beginnen??

  3. #3
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    Der Schlussbericht soll am 18. fertig sein, die Steuerbescheide für 2015 / 2016 ein paar Tage früher (rein rechnerisch), durch die beiden kommt wohl auch soviel zusammen, dass die Endsumme abgegolten sein soll...so hab ich das zumindest seit dem letzten Stand immer wieder überschlagen.

    Na klar. Bin bei ner größeren Behörde und soll in einem Sicherheitsrelevanten Bereich tätig sein...da darf man wohl mit beendeter PI arbeiten, aber nicht mit laufender...Vorher gibt es keine Freigabe.

  4. #4
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    Ich bin zutiefst verwirrt ob des zeitlichen Ablaufs und des dargelegten vermeintlichen Ist-Zustands.

    Um mal zusammenzufassen was ich verstanden habe:

    Zur Eröffnung im August 2017 warst Du der Ansicht, dass Du zahlungsunfähig bist und Deine Verbindlichkeiten ohne Insolvenz nicht wirst bedienen können...

    ...nur ein halbes Jahr später bist Du Dir (ausschließlich aufgrund eigener Rechnungen?) sicher, dass sämtliche Verfahrens- und Gerichtskosten, sowie sämtliche Verbindlichkeiten aus Deinem abgetretenen Einkommen und Vermögen inkl. der i.d.R. 40 % Regelvergütung nach § 2 InsVV getilgt wurden.

    Das klingt für mich entweder nach einem Rechenfehler im Jetzt oder aber vor einem halben Jahr nach der kaputtesten Glaskugel welche die Welt je gesehen hat.

    Diese sagte von einem halben Jahr: "Du wirst Betrag X ohne InsO nie zahlen können!"

    Ein halbes Jahr später hast Du aber bereits in etwa das doppelte des Betrags X aus abgetretenem Einkommen/Vermögen für die Masse erwirtschaftet.

  5. #5
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    Ich bitte die Verwirrung zu entschuldigen

    2016 hatte ich einen Anwalt beauftragt, sich der Sache anzunehmen. Er wollte auch erst einen Vergleich anstreben, aufgrund der Summenhöhe und Anzahl der Gläubiger.

    Darauf gingen die Gläubiger aber nicht ein, was auch den Anwalt verwunderte...

    2016 fing ich auch bei meiner vorigen Firma an und wechselte im August 2017 zur Behörde. Bis dahin war schon einiges ausgekehrt dank meiner Bank (CB).

    Seit ich bei der Behörde bin, gab es schon Lohnpfändungen und seit November geht es direkt vom Gehalt an den IV.

    Im Dezember erhielt ich vom IV einen Zwischenstand, wieviel Masse schon vorhanden sei und was an Kosten für den IV ungefähr zusammen kommen würde.

    Mein Steuerberater meinte, die Erstattungen wären bei ca. 2000€ zusammen. Zusammen mit der Rest-Lohnzahlung meines ehemaligen Arbeitgebers wäre ich dann (eventuell) aus den miesen.

    Natürlich hab ich das eher großzügig dem IV gegenüber überschlagen.

    Und dank meinem jetzigen Gehalt gehen immer so 600€ an den IV...beim vorigen hab ich 500-600 weniger verdient.

    Ich weiß...bin bei dem ganzen optimistisch, aber wollte ich auch mal sein.

  6. #6
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    Dass Du aber von 600 Euro abgetretenem Gehalt lediglich 360 Euro und von den (geschätzten) 2000 Euro Steuererstattungen nur 1200 Euro als "Schuldentilgung" rechnen darfst hast Du aber bei Deiner Rechnung auf dem Schirm?

    Wenn Du all das aber doch zur Verfahrenseröffnung im August 2017 schon wusstest, wieso um Gottes Willen hast Du dann den Antrag überhaupt gestellt? Das hat doch alles doppelt so teuer gemacht als wenn Du Dich leicht überspitzt formuliert einfach hättest "blankpfänden" lassen.

    Naja... Schnee von gestern und nicht mehr zu ändern. Auch wenn das scheinbar ein ziemlich teurer und höchst überflüssiger Fehler war...

    Ich würde Dein "2700 Euro Problem" auch als eines vermuten was mit Deinem erhofften Ende Deiner Insolvenz nichts zu tun haben sollte. Ich würde mal vermuten, dass Du Dich mit Deinem Ex Arbeitgeber unanhängig davon über die Erstattung des Betrages wirst rumschlagen müssen.

    Wobei man sich da auch nochmal den genauen zeitlichen Ablauf und den genauen Grund für die Rückforderung ansehen könnte. Aber da will ich jetzt hier nicht auch nicht "aus dem Kaffeesatz lesen".

  7. #7
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    Ah ok. Guter Einwand! Na die 600 jeden Monat sind ja schon vom Nettogehalt abgerechnet...oder sollte da ne andere Fußangel sein??

    Zur Verdeutlichung kurz mal meine Situation damals:

    Schulden ca. 8.000-9.000

    2015: Nettogehalt bei Firma 1 ca. 1.100 da schon erste Zurarbeit zur Insolvenz
    2016: Nettogehalt bei Firma 2 ca. 1.500-1.600
    August 2017: Anfang bei Behörde Netto ca. 1.900-2.000

    Na wenn ich die 2.700 zurück zahlen muss, dann mache ich das natürlich. ..Wollte halt nur nicht, dass mir die ganze Insolvenz deswegen verlängert wird oder am Ende alles schief geht.

  8. #8
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    Naja so sicher bin ich mir nicht, dass die 2700 Überzahlung nicht doch in die Inso gehören, wenn die Zahlung direkt vor dem Antrag/Eröffnungsbeschluss erfolgte
    r

  9. #9
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    Zitat Zitat von Sammael13 Beitrag anzeigen
    Schulden ca. 8.000-9.000

    August 2017: Anfang bei Behörde Netto ca. 1.900-2.000

    (...)Im August (2017) wurde mein PI-Verfahren eröffnet(...)
    Ohne Unterhaltsverpflichtungen? ... und in diese bewusste Situation hinein hast Du einen Insolvenzantrag unterschrieben und Dein Anwalt hat Dich nicht gefragt ob Du Dir nicht vorher lieber mal einen Taschenrechner zulegen solltest?
    (maximum) 9000 Euro Schulden geteilt durch (minimum)500 Euro gleich 18 Monate! Da stellt man doch keinen Antrag!
    Ich bin fassungslos...

    Im eröffneten Verfahren gilt für die Regelvergütung des Verwalters grundsätzlich erstmal § 2 InsVV, den Du Dir dringend mal ansehen solltest.

    "Der Insolvenzverwalter erhält in der Regel

    1. von den ersten 25.000 Euro der Insolvenzmasse 40 vom Hundert,(...)"


    Dies bedeutet vereinfacht gesagt, dass Du eigedenk der Gerichtskosten knapp die Hälfte Deines abgetretenen Einkommens/Vermögen zur Zeit des eröffneten Verfahrens bei Deinen Überschlagungen in die Tasche des Verwalters, oder salopp formuliert "in den knallroten Sack" rechnen solltest.

    Auf der anderen Seite könntest Du aber das Glück haben, dass nicht alle Gläubiger auch angemeldet haben.

  10. #10
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    Ein paar hatten wohl auch nix gemeldet...die ca. 9.000 waren der Stand vom Dezember, wo mir extra noch ca. 2.000 für den IV angekündigt wurden...da waren aber auch schon 3.270 in der Masse.

    Vielleicht war ich da etwas blauäugig, aber bin froh wenn das vorbei ist...die Freundin Zuhause macht mehr Terror als Moskau Inkasso.

    Und wenn der IV sich danach n neuen Elfenbein-Rückenkratzer leisten will...soll er mal.

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