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Thema: Restschuldbefreiung nach weniger als einem Jahr? Forderungen nicht angemeldet.

  1. #1
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    Standard Restschuldbefreiung nach weniger als einem Jahr? Forderungen nicht angemeldet.

    Guten Abend euch allen. Ich hoffe mir kann jemand helfen. Am 03.05.2017 wurde PI. angemeldet. Gläubiger sollten sich bis Juli 2017 melden. Heute habe ich folgenden Brief von Amtsgericht erhalten;
    Im vorliegenden Insolvenzverfahren wurden bisher keine Forderungen von IV. festgestellt. Auf Antrag kann daher die sofortige Erteilung der Restschuldbefreiung erfolgen, sofern weiterhin keine Forderungen angemeldet und festgestellt werden können. Wir stellen daher anheim, einen Antrag auf sofortige Erteilung der Restschuldbefreiung hierher, Bis spätestens zum schriftlichen Schlusstermin am 18.06.2018 zu stellen.


    Dann noch einen Brief wo was von Vergütung von IV steht 1080 €.
    Wie läuft es weiter ab. Können die Gläubiger noch Forderungen anmelden? Es waren 7 Gläubiger, Gesamtschulden 23000 €. Es kann doch nicht sein, dass wir jetzt schon aus Ins. raus können? Wenn ja, müssen wir dann nur diese 1080 € begleichen, oder kommen dann noch Gerichts-, Verfahrenskosten dazu? Wenn ja wie viel?
    Würde mich freuen wenn jemand mir da helfen kann. Unsere Schuldnerberatung ist 2 Wochen in Urlaub... bin viel zu neugierig um solange zu warten.
    Vielen Dank im Voraus)) und schöne Ostern

  2. #2
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    behandelt wird es hier:
    https://www.rechtspflegerforum.de/sh...ten-Forderung&
    Gesetzestext: § 300 InsO

    fordert das Gericht zur Zahlung der 1.080 auf? Oder ....

  3. #3
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    Wenn kein Gläubiger eine Forderung an- oder nachgemeldet hat (geht meines Wissens bis zum Schlusstermin), kannst Du die Restschuldbefreiung erhalten sobald die Kosten des Verfahrens komplett getilgt sind.

    Von daher würde ich nun auf jeden Fall der gerichtlichen "Anheimstellung" folgeleisten und gem § 300 Abs. 1 Satz den Antrag auf Restschuldbefreiung stellen, die Daumen drücken, dass keiner mehr nachmeldet und während der Zeit zusehen, dass die Zahlung der Kosten über Dritte gewährleistet wäre wenn bis zum Schlusstermin nichts mehr passiert.

    Was in der WVP passieren würde wenn es keinen Insolvenzgläubiger gäbe und Du die Kosten nicht berichtigen kannst - da gibt es engagierte Diskussionen drüber. Laut einem (einigermaßen unsäglichen) BGH Urteil würde die WVP dann ganz normal (und m.E. höchst sinnfrei) bis zum Ende durchlaufen, dabei weitere Kosten produzieren und Du erst nach 6 Jahren die RSB erhalten.
    Es gab aber (interessanter Weise auch danach noch) LG und AG Urteile die dem BGH Urteil offen widersprochen haben. Nicht wenige Praktiker halten das BGH Urteil ebenfalls für absurd und empfehlen Betroffenen sich auf die anderen Urteile zu berufen und die RSB dennoch zu beantragen.

    Überrascht bin ich auch immer wieder wie oft Forderungen nicht angemeldet werden. Bei 7 Gläubiger und 23 Riesen ist es aber nicht sehr wahrscheinlich, dass keiner anmeldet. Du scheinst da aber Glück zu haben. Jackpot sozusagen Aber erstmal verhalten freuen - bis zum Schlusstermin kann da wie gesagt meines Wissens noch was passieren.

  4. #4
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    Ich finde das man hier zu wenig Informationen hat. Wenn die finanzielle Situation aussichtslos ist würde ich mir als Gläubiger die Anmeldung sparen. Bei so Mitteldingern könnte es zu wenig im Verhältnis sein. Bei allen anderen Konstellationen, möglicherweise Taktik.

    Manche Gläubiger haben evtl. ihre Buchhaltung nicht im Griff und befürchten das der Verwalter nachhakt.

    Es gibt bestimmt noch weitere Gründe und ich hoffe für Dich das alle 7 einen haben.

  5. #5
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    Als damals die Insolvenz Verwalter zu mir kam,erzählte sie mir,das eine Frau auf einen Schlag Schuldenfrei wurde.Weil die Gläubiger sich nicht angemeldet haben.Es ging um 80.000€ Schulden.
    Vielleicht hast du auch das Glück!?

    Gruß Daline

  6. #6
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    Im Brief steht : 1080 € sind Insolvenzmasse zu entnehmen. Nach meinen Berechnungen sind durch Pfändungen 1080€ bereits erreicht (durch Steuerrückzahlung am Anfang, Nebenkostenrückzahlung, und Pfändbaren Anteilen vom Lohn.) Heute habe ich noch eine LohnAbrechnung erhalten Gehalt. 2400 € und kommische Weise keine Pfändung drauf. (Sind 4 Personen 2200 sind geschützt)

  7. #7
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    Zitat Zitat von Lertschik91 Beitrag anzeigen
    Im Brief steht : 1080 € sind Insolvenzmasse zu entnehmen. Nach meinen Berechnungen sind durch Pfändungen 1080€ bereits erreicht (durch Steuerrückzahlung am Anfang, Nebenkostenrückzahlung, und Pfändbaren Anteilen vom Lohn.)
    Na dann ists doch super. Beantrage also die RSB und drück die Daumen.

  8. #8
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    Die Schulden sind alle vor 2010 entstanden... ab 2013 könnten die nicht mehr bezahlt werden. Größte Teil von Schulden sind Mahnungen etc... seit 2013 wurden alle Briefe ignoriert. Vielleicht haben die Gläubiger einfach damit abgeschlossen nach so viele Jahren, und verstanden dass die nicht viel bekommen würden und wollten einfach Zeit sparen ��

  9. #9
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    Manchmal glaube ich einfach,das die Gerichte/Insolvenzverwalter /Gläubiger überfordert sind?!

    Es werden immer mehr Insolander!

    Massen an Anträge etc,da verliert man schon mal den Überblick!

    Und manche gehen unter!

    Ich drücke dir die Daumen😊🍀

    Ps:Jeder hat seine Meinung,meine muss nicht Eure sein.

  10. #10
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    das halte ich nur für sehr gewagte Thesen - und auch falsch.
    Die Zahl der Insolvenzen geht meines Wissens seit Jahren zurück.
    Und überforderte Gerichte? Wir leben doch nicht in einer Bananenrepublik!
    Was haben denn Gerichte damit zu tun wenn ein Gläubiger (oder hier mehrere) ihre Forderungen nicht anmelden.

    Ob die Gläubiger da überfordert sind oder keine Lust haben oder es vergessen oder keinen Sinn darin sehen dürfte auch ganz unterschiedlich sein.
    In dem Fall vielleicht einfach eine Mischung aus allem und Glück. Kommt mal vor, aber sicher nicht oft.

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