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Thema: PRA Group

  1. #1
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    Standard PRA Group

    Hallo,

    hat schon einmal jemand mit der PRA Group zu tun gehabt? Erst mal zum Thema. Zum 31.12.2013 hat mir die Postbank mein Konto gekündigt. Saldo ca. 10.000€. Anschreiben wegen sofortiger Rückzahlung kamen danach. Konnte ich natürlich nicht leisten. Dann kam Post von der PRA Group usw. Das letzte Schreiben kam dann im April 2015. Im Mai 2016 kam dann der Mahnbescheid gegen den ich Einspruch erhoben habe. Jetzt kam im Februar 2018 die Anlage vom Landgericht. Habe mir natürlich einen Anwalt nehmen müssen. Der meint das das Ganze auf den ersten Blick verjährt sei. Kündigung Dezember 2013, dann verjährt zum 01.01.2017. Der Mahnbescheid hemmt zwar die Verjährung, aber nicht ewig. Normalerweise hätte spätestens 6 Monate nach dem Mahnbescheid, also November 2016 weiter gemahnt bzw. betrieben werden müssen. So sagt mal der Anwalt. Er muss jetzt erst mal alles prüfen Mahnverfahren etc. und Akteneinsicht holen. Wäre ja super wenn das alles so stimmt. Hätte gerne noch eine 2. Meinung dazu gehört. Weiß jemand Bescheid?

  2. #2
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    1. Warum hast Du einem Mahnbescheid widersprochen der offensichtlich in der Hauptsache völlig zurecht erging?

    2. Für mich klingt das verdächtig nach einem Verbraucherdarlehen. Hat der Anwalt sich mal über über § 497 Abs. 3 Satz 3 BGB Gedanken gemacht? Wenn nicht würde ich mir an Deiner Stelle vorsichtig darüber Gedanken machen ob der Mensch sein Honorar wert ist.
    Geändert von Caffery (15.03.2018 um 15:54 Uhr)

  3. #3
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    Klar war der Mahnbescheid zurecht geschickt. War kein Verbraucherdarlehen sondern Konto mit ca 10.000€ im Soll.

  4. #4
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    Zitat Zitat von HILI Beitrag anzeigen
    War kein Verbraucherdarlehen sondern Konto mit ca 10.000€ im Soll.
    Da ich mal davon ausgehe, dass die Postbank ihre Konten nicht einfach so geduldet mit 10.000 Euro ins Soll rutschen lässt liegt der Verdacht nahe, dass es ein Dispositionskredit gewesen sein könnte.
    Dieser ist eben auch ein Verbraucherdarlehen.

  5. #5
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    Und selbst wenn es keine Mahnung gab. (Wobei das Schreiben des Inkassos durchaus so zu werten sei). Im Mai 2016 war es definitiv noch nicht verjährt. Und der Mahnbescheid steht in Wirkung einer Mahnung gleich, steht nun mal so im Gesetz. Sprich: Spätestens mit Mahnbescheid war die Hemmung von 10 Jahren dann ausgelöst worden.

    Also ich sehe hier auch exakt 0 Chancen, dass es verjährt ist.

  6. #6
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    Wenn der Mahnbescheid berechtigt war, warum hast Du ihm dann widersprochen? So steigen doch nur die Kosten unnötig weiter.
    Was ist das für ein Anwalt? Hier ist überhaupt nichts verjährt...

  7. #7
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    Was bedeutet "Hemmung der Verjährung“?

    Sobald die Verjährungsfrist gehemmt wird, läuft sie ab dem Zeitpunkt des Eintritts der Hemmung nicht weiter. Die Dauer der Hemmung wird in den Lauf der Verjährungsfrist nicht einberechnet. Fällt die Hemmung weg, läuft die Verjährung an der Stelle weiter, an der sie gehemmt war. Beispiel: Forderung verjährt zum 31.12.2015. Hemmung tritt zum 15.12.2015 ein. Zum 15.07.2016, 24:00 Uhr, endet die Hemmung. Es waren bei Eintritt der Hemmung noch 16 Kalendertage "übrig". Mit diesem Stand beginnt die Verjährungsfrist also dann am 16.07.2016, 00:00 Uhr, wieder zu laufen. Verjährung tritt dann am 31.07.2016, 24:00 Uhr, ein.

    Auszug aus dem Internet.

  8. #8
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    Cool. Du hast eine Frage gestellt und sie direkt beantwortet. Applaus.

  9. #9
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    Habe doch nur geantwortet.

  10. #10
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    PRA Group steht fuer: Portfolio Recovery Associates. Eigentlich amerikanisch, aber auch in UK vertreten, dort "compliant" mit der Financial Conduct Authority (FCA). Auf Deutsch sind das Geier, die Schulden guenstig aufkaufen, um dann das Maximale herauszupressen (normalerweise das 2-3 fache),

    PRA Duisburg, Deutschland: "Unsere Mission. Investition in risikoreiche, notleidende Kundenkredite, hohe Gewinnerzielung bei hervorragender Leistung in der Betreibung und Analyse."

    Das sagt doch schon alles zu PRA - ein Geier Fonds. Und wer bezahlt die "hohe Gewinnerziehlung"? Der Glaeubiger, die seine Forderungen billigst zu 5 - 10% an diese Geier verkauft, und Du als Schuldner, der vielleicht 100% bezahlt. Hier helfen M.E. nur "Geierstragegien" wie die UK Schnellinsolvenz. Diese Sprache verstehen die Angelsachsen, und wenn du denen glaubhaft machst, dass Du dazu das Zeug hast (z.b. schon Auslandserfahrung und gute Englsichkenntnisse), lassen sie sich schnell auf einen Vergleich ein.

    Ein deutscher Anwalt kann da leider wenig helfen, denn Geier sind Geier, unheimlich agressiv. Das ist PRA Geschaeftsmodell. Und ich bin enttaeuscht, dass Postbank aka Deutsche Bank sich schon Geier ausliefern. Deutsche Bank, dessen Vorstand Ackermann im Kanzleramt Geburtstag feiern durfte.
    Geändert von Euregios (17.03.2018 um 18:39 Uhr)

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