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Thema: Überschuldung durch Scheidung

  1. #41
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    Die Schwiegermutter hatte das Wohnrecht also aus purer Gefälligkeit erhalten.
    Bin zumindest ich nicht so sicher. Wer weiß schon, was die Immobilie wert ist. Möglicherweise sollte auch nur die Erbfolge geregelt werden und die Schwiegermutter wollte unbelastet ihren Lebensabend genießen. Lässt sich aus dem Posting der TE nicht herauslesen. Dann wäre die Frage berechtigt, was sich (finanziell) an der Einschätzung zum Zeitpunkt der Übertragung geändert hat.

    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    Also klare Verhältnisse: Es wird eine Insolvenz geben!
    Da der Hintergrund unklar ist, wäre ich da nicht so sicher. Möglicherweise hilft die Erkenntnis, dass es ggfs. keine gute Idee ist

    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    Willst Du den mit Schulden für eine Immobilie beginnen?
    Es kommt grundsätzlich darauf an, ob die Verbindlichkeiten tragfähig sind und welcher Wert den Verbindlichkeiten gegenüber steht. Miete zahlen wird man alternativ auch müssen. Wissen wir auch nicht.

    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    Sollten Eure gemeinsamen Schulden über die Verwertung der Immobilien getilgt werden, hast Du doch keine Probleme mehr.
    Sehe ich auch so, wobei ein freihändiger Verkauf üblicherweise die bessere Idee ist, auch wenn in einem der Objekte (bei geringer Verschuldung) ein Wohnrecht eingetragen ist.

    Schönen Abend

  2. #42
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    Hallo ihr Lieben,

    Lieben Dank erst mal für eure Anmerkungen und Gedanken. Ja, und auch für die Frage, ob es eine Überlegung wert wäre, “die Rolle rückwärts zu machen”, wie meine Tante zu sagen pflegt. Die Frage darf man durchaus stellen 😉

    Ich versuche, soweit möglich, alle Fragezeichen zu beseitigen.

    Ich habe diesen Schritt wirklich gut überlegt. Ich könnte, selbst wenn ich wollte, meinen Kindern keine heile Welt vorgaukeln. Dass, was ich lebe, muss authentisch sein, und das hat nichts mit Selbstverwirklichung zu tun. Für mich ist diese Ehe definitiv beendet, es gibt kein Zurück mehr, auch eine WG käme für mich nicht infrage. Wir haben täglich gestritten, er hat versucht, mich zu erziehen wie ein Kind, er hat Grenzen nicht akzeptiert und immer weiter diskutiert, mich absichtlich verbal so weit provoziert und runtergemacht (du kannst gar nichts, du bist sogar zu blöd zum laufen, kein Richter würde dir die Kinder überlassen), dass ich mir nicht mehr anders zu helfen wusste und regelmäßig ausgerastet bin und ihn sogar körperlich angegriffen habe (der Mann wiegt doppelt so viel wie ich). Und das alles vor den Kindern. Immer. Ich war gar nicht mehr ich selbst, habe mich gar nicht mehr wieder erkannt. Der einzige Grund, warum ich überhaupt noch mit ihm rede, sind die Kinder. Er liebt seine Kinder und trotz allem ist er ein guter Vater. Die Kinder haben ein Recht auf ihren Vater und sie bestehen auf eine gleichmäßige Verteilung der Zeit. Es geht nur um die Kinder, alles andere ignoriere ich geflissentlich. Ich bin selbst ein Scheidungsopfer, und weiß daher, wie man es gerade nicht macht.

    Mein Ex hat seinem Vater vor seinem Tod versprochen, er kümmert sich um seine Mutter. Er hat dieses Versprechen damals sehr ernst genommen. Wenn mein Schwager auf seinen läppischen Erbanteil von ca. 8.000 € verzichtet hätte oder zum Henker mal einen Ton gesagt hätte, warum er sich so plötzlich von seiner Mutter abwendet, wäre das nicht nötig gewesen. Sie hat uns glaubhaft weiß gemacht, sie kann das Haus nicht mehr halten. Also haben wir das Haus gekauft, ihre Hypothek übernommen, meinen Schwager ausgezahlt und ihr gutgläubig ohne Gegenleistung das Wohnrecht eingetragen. Die noch offene Finanzierung beläuft sich auf die ca. 88.000 €, auf dem freien Markt wäre es (ohne Wohnrecht) verkäuflich für ca. 110.000 € (Interessenten sind massenhaft vorhanden).

    Das Haus, in welchem ich selbst wohne, haben wir damals zum Grundstückspreis erworben. Es gab damals keinen Gasanschluss und keine Heizungsanlage. Wir haben es komplett entkernt, Strom neu gezogen, neue Fenster eingebaut, die Fassade gedämmt, aus dem 2 qm Bad und der Waschküche ein 18 qm Bad gemacht usw. Die noch offene Finanzierung beläuft sich auf 113.000 €, auf dem freien Markt wäre es wohl verkäuflich für ca. 200.000 € (mein Ex meint sogar 250.000 €, aber nur, weil es so viel Wert ist, heißt es ja nicht, dass man es zu dem Preis auch verkauft bekommt).

    Anderes Vermögen ist nicht vorhanden. Was das Einkommen betrifft, er verdient netto 1.600 €, ich 2.400 €, allerdings bekomme ich quasi ein 13. und 14. Monatsgehalt. Er darf gelegentlich sein Arbeitsfahrzeug zu privaten Zwecken nutzen und er bekommt Trinkgeld. Wir sind beide Steuerklasse 4, daher beziehe ich das “unsere Einkommen liegen nicht weit auseinander”. Alle Raten zusammen betragen ca. 2.200 € (also nur die Kreditraten, andere Dinge wie Versicherung, Grundbesitzabgaben, Gas, Wasser usw. sind da jetzt nicht enthalten). Wenn man jetzt aber ganz stumpf die 2.200 € : 2 teilt, dann sieht man ja schon, dass er nur noch 500 € übrig hat, und 400 € kostet schon seine Miete.

    Grundsätzlich war unser Plan, das Haus der Schwiegermutter auf dem freien Markt zu verkaufen, die Folgefinanzierung für das andere Haus zu verhandeln, um die monatliche Belastung zu erniedrigen. Und so das Zuhause der Kinder und somit das gewohnte Umfeld zu erhalten. Wir waren einfach dummerweise nicht darauf gefasst, dass die Schwiegermutter ihrem eigenen Sohn so in den Rücken fällt. Wir sind ja gegen alles abgesichert, Berufsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Invalidität, Tod usw.. Nur gegen das sich ändernde Leben kann man nicht absichern! Niemand aus unserem Bekanntenkreis versteht, wie eine Mutter ihr eigenes Kind so behandeln kann. Mein Ex erst recht nicht. Er will aus emotionalen Gründen daher auch die PI “soll sie mit untergehen”.

    Jemand schrieb, nur weil mein Ex in Inso geht, muss das für mich nicht zwingend das gleiche heißen? Ich war davon ausgegangen, weil ich ja auch die 2.200 € nicht alleine aufbringen kann, dass ich auch “muss”.

    Mein Plan wäre jetzt, Haus A im September (wegen der Vorfälligkeitsentschädigung) zu verkaufen und mit dem Überschuss soweit es geht die Targobank und die Schwäbisch Hall abzulösen. Dann wäre noch Haus B vorhanden, welches wir aber der Schwiegermutter mitnichten gönnen, da sie uns ja so “freundlich” behandelt. Dann bestünde die Möglichkeit, die Zahlung einzustellen und es auf eine ZV hinauslaufen zu lassen. Sehr wahrscheinlich würde das Haus in der ZV nicht genug Erlös bringen, um das Darlehen komplett abzubezahlen. Dann würde doch wahrscheinlich über die Restsumme ein bzw. zwei neue Verträge (ist sowas machbar? Dass jeder einen Einzelvertrag über die Hälfte abschließt?) abgeschlossen werden. Dafür muss man doch nicht in PI? Bzw. wenn er dann meint in PI gehen zu müssen, betrifft mich das dann doch gar nicht mehr, weil er einen Einzelvertrag hätte (so stell ich mir das zumindest vor)?

    Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen 🙈

  3. #43
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    Ahoi.

    Unter den Voraussetzen würde ich einen Profi zu Rate ziehen, der Immobilie A bewertet. Dann möglichst (wenn möglich und sinnvoll) ohne Makler auf dem Markt anbieten, um einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Wenn man eine Immobilie verkaufen will, könnte jetzt die richtige Marktsituation gegeben sein, insbesondere aufgrund der auslaufenden Finanzierung.

    Da die Gesamtverbindlichkeiten wohl bei 282.800 Euro liegen, dürften sich nahezu alle Verbindlichkeiten bis auf Immobilie B vollständig decken lassen, Immobilie B (theoretisch, Vertragsgestaltung), zum Teil.

    Dabei stellt sich die Frage, wie lange der Kreditvertrag für Immobilie B noch läuft und welcher Zins und welche Tilgung mit der Bank vereinbart worden sind. Wurde vor 2 Jahren neu finanziert? Möglicherweise "geht" hier etwas.

    Blieben z.B. nur noch 60.000 Euro übrig bei einem Jahreszins von 2.5 und einer (evtl. niedrigeren?) Tilgung von 2 Prozent, läge die Rate bei ca. 225 Euro monatlich. Ich würde es als Sparbuch betrachten, in das jeder etwas über 100 Euro im Monat einzahlt. Eine Insolvenz käme normalerweise nicht billiger, zumal dort (wenigstens) Verfahrenskosten anfallen. Oder man empfiehlt der Schwiegermutter 2 Optionen: Versteigerung oder sie zahlt die Rate, ggfs. anteilig durch 3 Personen.

    Eine Zwangsversteigerung versaut euch die Bonität und es ist unklar, welchen Erlös das Objekt B im Zwang erzielt. Ob ihr danach noch noch ein Darlehen für eventuelle Restverbindlichkeiten bekommt, das steht in den Sternen. Da wage ich keine Prognose. Fakt ist jedoch: das Haus ist dann weg und saldiert man Vermögen und Verbindlichkeiten, sieht es mit dem Haus langfristig wohl besser aus.

    Ich würde das dringend mit ihm besprechen und ihn versuchen zu überzeugen. 5 Jahre Insolvenz (bei Deckung der Verfahrenskosten) und dann nochmal 3 Jahre in der Schufa sind bestimmt keine Freude und ohne Not nicht wirklich sinnvoll, wenn man nur der Schwiegermutter eins auswischen will (was ich menschlich verstehen kann, es aber versuchen würde objektiv zu sehen).

    Will er partout den Weg in die Insolvenz beschreiten, wird ein freihändiger Verkauf der Immobilie A aus meiner Sicht sehr schwierig werden und in der Regel nicht den Ertrag bringen, den es ohne diesen Hintergrund erzielen würde. Außerdem wird die Vorfälligkeitsentschädigung und lange Verfahrensdauer alle finanziellen Möglichkeiten beschneiden. Nur wegen Immobilie B in die Insolvenz zu gehen, macht überhaupt keinen Sinn! (kann ich später noch einmal ausführen)

    Aber vielleicht hat hier ja noch jemand eine bessere Idee.
    Geändert von VibrantCuriosity (14.03.2018 um 09:53 Uhr)

  4. #44
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    Hallo ihr Lieben,

    ich habe die letzten Tage sehr viel gerechnet und Argumente zusammengetragen, und ich bin selbst auch zu der Erkenntnis gekommen, daas es völliger Unsinn ist, nur wegen meiner Schwiegermutter 6 - 7 Jahre die Nachteile der Insolvenz genießen zu müssen.

    Wenn das Haus, in dem ich momentan wohne, tatsächlich auf dem freien Markt für 200.000 € verkauft werden könnte, würden die anderen Kredite so weit abgelöst werden können, dass nur noch das Darlehen für das Haus der Schwiegermutter zu zahlen wäre. Die aktuelle Rate für dieses Darlehen ist so niedrig, die kann er locker zur Hälfte zahlen (unter 300 €, die aktuelle Zinsbindung läuft bis 12/2031).

    Ich muss ihn nur davon überzeugen, dass er sich vorstellen soll, er zahlt auf ein Sparkonto für die Kinder. Seine Mutter soll er so ausblenden, als wäre sie quasi nicht mehr existent. Wenn das Haus dann irgendwann mal abgezahlt und freigezogen ist, verkaufen wir es und die Kinder bekommen jeweils die Hälfte aus dem Erlös, fertig!

    Zitat Zitat von VibrantCuriosity Beitrag anzeigen
    Nur wegen Immobilie B in die Insolvenz zu gehen, macht überhaupt keinen Sinn! (kann ich später noch einmal ausführen)
    @VibrantCuriosity, vielleicht magst du mir deine Argumente noch mitteilen? Ich brauch Futter zum Überzeugen (einiges hab ich auch schon, aber je mehr Köpfe, desto mehr Argumente)!

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