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Thema: Gläubiger verhindert Schlussbericht

  1. #1
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    Standard Gläubiger verhindert Schlussbericht

    Hallo zusammen,

    befinde mich seit Juli.2017 im Eröffneten Insolvenzverfahren, nachdem ich heute bzgl. einer Weihnachtsgeldzahlung mit
    meiner Sachbearbeiterin vom IV telefonierte, sagte man mir beiläufig, dass sich der Schlussbericht voraussichtlich noch etwas hinziehen wird,
    weil ein Gläubiger sich mit einer Rückzahlung querstellt.

    Der Termin für den Schlussbericht wurde für den 13.03.2018 festgelegt.

    Vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde im Rahmen der Auskehrbuchung meiner Bank eine Zahlung von ~300 € an den Gläubiger gezahlt.

    Der Gläubiger ist mein ehemaliger Steuerberater, zu dem ich eigentlich keinen schlechten Kontakt hatte, deswegen habe ich überlegt, ob ich Ihm eine nette Mail
    schreibe und Ihn darum bitte die Zahlung zu leisten, damit der Schlussbericht nun erstellt und versendet werden kann.

    Ist das erlaubt, oder mache ich damit einen Fehler?

  2. #2
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    Ich wüsste nicht, was daran verboten sein sollte.

    Es stellt sich allein die Frage ob jemand, der eine gerichtliche Aufforderung ignoriert sich jetzt nach einer Email von Dir in irgendeiner Weise verstärkt bemüßigt fühlen könnte die Kohle rauszurücken.

  3. #3
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    Okay, ich halte erstmal die Füße still und warte ab. Nächste Woche wollte der IV sich nochmal melden.

    Mich ärgert es, da nichts unternehmen zu können.

  4. #4
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    Ich möchte das Thema nochmal hochholen.

    Ich habe am 05.03.18 mit dem IV telefoniert, man sagte mir dann, dass mit dem Gläubiger nun schriftlich eine Frist setzen will von 2-3 Wochen um das Geld zu zahlen.

    Am 13.03 (Termin des Schlussberichtes) teilte man mir mit, dass man das Schreiben noch nicht versenden konnte, würde aber umgehend geschehen, wenn der IV wieder im Büro ist (krank... urlaub.. was weiß ich).

    Gestern bekomme ich dann eine Mail, dass der Rechtsanwalt vom Gläubiger zur Zeit im Krankenhaus sei, und er sich nach seiner Rückkehr meldet und man hätte jetzt alles nur telefonisch abgeklärt
    eine schriftliche Fristsetzung zur Zahlung existiert nicht.

    Ich bin langsam echt am verzweifeln, wenn der andere RA jetzt 6 Wochen im Krankenhaus ist und sich dann "meldet", dann vergehen hier noch Monate um Monate bis ich in die WVP kommen kann.

  5. #5
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    Du kannst hier leider nicht viel tun, außer zu hoffen...
    Wenn der Gläubiger nicht freiwillig das Geld erstattet, müsste ihn dein IV ggf. auf Rückzahlung verklagen, das würde dann noch viel länger dauern. Drück dir die Daumen, das es sich bald klärt!

  6. #6
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    Habe ich denn gar keine Chance dem IV irgendwie Druck zu machen?

    Bin schon am überlegen, ob ich mir nicht privat einen Anwalt für Insolvenzrecht organisiere.

  7. #7
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    Gibt es denn Gründe, warum du jetzt so dringend in die WVP möchtest?
    Es scheint ja fast so, als würde es "brennen", wenn du schon über einen Anwalt nachdenkst.

    Ob das Verfahren jetzt heute, oder in 6 Monaten erst beendet wird kann doch eigentlich egal sein, oder?
    Und mal ehrlich - du bist seit Juli 2017 im Verfahren .. Das ist nichtmal ein Jahr her.. ich habe ein Jahr im eröffneten Verfahren gebraucht und bei mir war nur eine Rückzahlung einer Versicherung zu verwerten.
    Andere sind mehrere Jahre im offenen Verfahren.

  8. #8
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    Natürlich möchte ich schnell in die WVP, was ich auch simpel begründen kann, schaffe ich es schnell in die WVP, dann bin ich in 3 Jahren mit der Inso durch,
    bleibe ich 12 Monate im eröffnetem Verfahren, dann wird das nichts mehr, aufgrund der hohen Gebühren für den IV.

    Bei mir gibt es neben dieser einen Zahlung und meinen mtl. Pfändungsbeträgen gar nichts zum verwerten.

  9. #9
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    Naja, aber 12 Monate im eröffneten Verfahren wären ja noch harmlos.
    Selbst Schuldner ohne jegliches pfändbares Einkommen und ohne Vermögen sind hier bei uns im Schnitt 12 Monate im eröffneten Verfahren.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Eule2017 Beitrag anzeigen
    Naja, aber 12 Monate im eröffneten Verfahren wären ja noch harmlos.
    Würde ich erst mal auch so sehen. Zwölf Monate sind absoluter Standard wenn man optimistisch ist. Es gibt also aktuell keinen wirklich Grund sich zu ärgern oder gar zu echauffieren.
    Sollte es sich unter den aktuellen Gegebenheiten noch deutlich länger hinziehen , könntest Du Dir ja auch darüber Gedanken machen das Credo des Grafen Wadula bei Zeiten zu beherzigen.
    Sollte der Verwalter in seiner Schlussabrechnung die vollen 40% aufrufen obwohl er zu 98% nur pfändbares Einkommen eingesammelt hat, könntest Du versuchen mit Hilfe der aktuellen Rechtsprechung dagegen vorzugehen um u.U. einen Abschlag auf die Vergütung zu erwirken.

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