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Thema: Vorsicht bei Rückumwandlung eines P-Kontos!

  1. #1
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    Standard Vorsicht bei Rückumwandlung eines P-Kontos!

    Hi,
    ich schreibe das hier, damit auch meine Kollegen, die vielleicht nur hier lesen, dies mitbekommen.

    Ein Klient wünschte nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens die Rückumwandlung seines P-Kontos. Ich formulierte ein entsprechendes Schreiben an die Bank mit Nachweisen des Wegfalls des Insolvenzbeschlags. Obwohl mein Klient sich sicher war, dass keine Kontopfändung vorlag, formulierte ich sicherheitshalber im Schreiben zur Rückumwandlung, dass diese nur unter der Voraussetzung, dass keine Kontopfändungen vorliegen, erfolgen und dies geprüft werden soll.

    Das wurde leider nicht geprüft, und da tatsächlich eine vor Eröffnung ausgebrachte Pfändung des Hauptgläubigers vorliegt, wurden eigentlich unpfädbare Guthaben gesperrt. Telefonisch war die Bank nicht bereit, nach der umgehend Wiederumwandlung in ein P-Konto das gesperrte Guthaben freizugeben. Noch ist es nicht ausgekehrt und ich hoffe auf ein Einlenken der Bank nach dem schriftlichen Ersuchen mit Ankündigung von Schadensersatzforderung.

    Fazit mein Rat: Rückumwandlung nicht beantragen, bevor schriftlich vorliegt, das keine Pfändung vorliegt.

    Gruß
    Ingo

  2. #2
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    Huh... danke für die Info.

  3. #3
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    Der einzige hier gangbare Weg ist *schleunigst* den Gläubiger zur Rücknahme der Pfändung aufzufordern. Mit genügend Druck und Klagedrohung ist das in der Regel binnen einer Woche bis 10 Tagen zu schaffen. Bis dahin hält normalerweise auch die Bank ruhig (speziell wenn sie, wie hier, einen Fehler gemacht hat).

    Ohne "Freigabe" kann die Bank jetzt eigentlich nichts mehr machen. Das Geld ist verstrickt und darf nicht ausgezahlt werden. Die erneute Umwandlung ist wirkungslos, da die ursprüngliche Pfändung jetzt weit außerhalb des (ab der neuen Umwandlung) gerechneten Schutzzeitraums liegt. Und um das Ganze abzurunden bekommt man das Geld vom Gläubiger auch nicht zurück, da die Forderung ja noch besteht.

  4. #4
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    Hi,
    da der Gläubiger die Pfändung wie gesagt vor Eröffnung ausgebracht hat, wird er keinen Grund sehen, sie vor Erteilung der RSB (2021) zurückzunehmen.

    Gruß
    Ingo

  5. #5
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    Argh. Zu flüchtig gelesen. Ich dachte wir wären hier schon nach der Erteilung.

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