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Thema: Brief Schlussverteilung, nur 5 gemeldete Gläubiger von 18, Fragen dazu

  1. #1
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    Standard Brief Schlussverteilung, nur 5 gemeldete Gläubiger von 18, Fragen dazu

    Hallo,

    12/2016 wurde meine Insolvenz eröffnet im Monat 03/2017 habe ich vom Amtsgericht ein Brief erhalten "Protokoll über den Termin im schriftlichen Verfahren"
    und jetzt 02/2018 kam ein weiterer Brief, dass dem Insolvenzverwalter die Schlussverteilung zugestimmt wurde, Einwendungen innerhalb 2 Wochen. Außerdem ist hier aufgeschlüsselt, wie hoch die Verfahrenskosten sind.

    Nehme ich an, dass demnächst auch ein Brief mit Abschluss des Verfahrens kommt und somit die WVP beginnt?

    Es haben laut letzten Brief nur 5 Gläubiger ihre Forderungen angemeldet. Ursprünglich habe ich 18 angegeben, die auch vom Insolvenzverwalter angeschrieben wurden. Wie verhält es sich, wenn man die Insolvenz evtl. nach früher beenden möchte? Dafür müsste man die Verfahrenskosten tragen und 35% der Forderungen. Welche Summe ist hier entscheidend? Die ursprüngliche oder nur die der angemeldeten Forderungen?

    Noch eine Frage: Ich mache aktuell eine Maßnahme vom JC zur Stabilisierung usw. und eine Psychotherapie um Probleme zu lösen. Sobald ich stabil genug bin, werde ich wieder arbeiten gehen. Reicht es aktuell aus, dass ich durch das JC die Maßnahme mache und mich kümmere Probleme zu lösen, die im Moment eine Arbeitsaufnahme behindern? Möchte ungern die Insolvenz bzw. WVP gefährden.


    Danke

    Grüße

  2. #2
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    Standard

    Hallo,

    Die ursprüngliche oder nur die der angemeldeten Forderungen?
    die angemeldeten Forderungen sind entscheidend.

    Noch eine Frage: Ich mache aktuell eine Maßnahme vom JC zur Stabilisierung usw. und eine Psychotherapie um Probleme zu lösen. Sobald ich stabil genug bin, werde ich wieder arbeiten gehen. Reicht es aktuell aus, dass ich durch das JC die Maßnahme mache und mich kümmere Probleme zu lösen, die im Moment eine Arbeitsaufnahme behindern? Möchte ungern die Insolvenz bzw. WVP gefährden.
    Wenn Du in ärztlicher Behandlung bist, entscheidet der Arzt ob Du Krank bist, sonst Niemand. Was ich mich nur frage ist: Du machst eine Maßnahme um auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen zu haben? Oder was ist das für eine Maßnahme?

  3. #3
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    Es handelt sich um eine Maßnahme um Probleme zu Lösen, die eine Arbeitsaufnahme behindern. Da werden auch persönliche, familiäre Probleme, psychische Probleme usw. behandelt.

    Jetzt kam letzte Woche das Protokoll über den schriftlichen Schlusstermin, sowie die Aufhebung nach § 200 InsO. Ich nehme an, dass ich mich ab sofort in der WVP befinde, richtig? Kann ich ab jetzt auch wieder Geld auf mein P Kontp übrig lassen und somit ansparen? Außerdem: Ich hatte mit dem Insovenzverwalter (der jetzt auch Treuhänder ist) vereinbart, dass ich jeden Monat unaufgefordert einen Nachweis über gezahlte Miete übersende. Dadurch wurde der Vermieter nicht benachrichtigt über die Insolvenz. Leider antwortet das Büro bisher nicht, aber meint ihr, dass ich das jetzt nicht mehr machen muss? Denn in der WVP würde das ja kein Sinn mehr machen.

  4. #4
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    Ich muss es nochmal hochholen. Wäre super, wenn Jemand kurz was dazu schreibt. Leider gibt mir der Insolvenzverwalter (bzw. nennt sich jetzt ja Treuhänder?) keine Auskunft.

  5. #5
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    Wenn du die Aufhebung nach §200 bekommen hast, dann befindest du dich jetzt in der WVP. Jedoch solltest du beim Ansparen darauf achten, dass keine Pfändung auf dem P-Konto mehr besteht. Außerdem solltest du den Aufhebungsbescheid an deine Bank senden, damit sie den Insolvenzbeschlag aufhebt.
    Solltest du das nicht hinbekommen, weil z.Bsp. ein Gläubiger sich quer stellt beim Aufheben der Pfändung, dann kannst du jederzeit bei einer anderen Bank ein neues Konto eröffnen. Das musst du auch dem TH nicht melden - es muss auch kein P-Konto sein.
    Bezüglich dem Nachweis der Miete:
    Nein, der Treuhänder ist nicht mehr der Insolvenzverwalter - er haftet also auch nicht mehr für eventuell nicht-gezahlte Mieten.
    Heißt also, du brauchst ihm nun keinen Nachweis mehr senden. Jedoch würde ich mit dem Treuhänder sprechen und ihm "bescheid" sagen - man will es sich ja nicht mit ihm verscherzen, auch wenn er als Treuhänder lange keine so große "Macht" mehr hat wie der Insolvenzverwalter. :-)

  6. #6
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    Danke für die ausführliche Antwort Das hört sich ja soweit alles ganz gut an. Mal sehen, ob ein Konto bei einer anderen Bank möglich ist. Denke das wird am einfachsten sein.

    Mittlerweile habe ich Antwort vom Büro des Treuhänders (Vorher Insolvenzverwalter) bekommen, dass ich die Mietnachweise weiterhin senden muss, es sei denn ich gehe ein neues Mietverhältnis ein oder erhalte die RSB. Hmm Naja. gut, nervig, aber was soll's. Muss ich nur jeden Monat dran denken.

  7. #7
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    Meines Erachtens nach gibt es keine rechtliche Grundlage mehr die Mietnachweise von dir zu fordern. Du bist Mieter, er ist nicht mehr dein Insolvenzverwalter - er haftet nicht mehr für Vermögen bzw. und tritt auch nicht mehr für entsprechende Verträge ein. Aber gut, man will es sich ja trotzdem nicht verscherzen - das geringere Übel ist es wohl den Nachweis zuzusenden. :-)

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