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Thema: Ein Angebot, was ich nicht ablehnen kann: Insolvenz ohne Arbeitgeber

  1. #1
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    37

    Standard Ein Angebot, was ich nicht ablehnen kann: Insolvenz ohne Arbeitgeber

    Guten Morgen!

    Ich brauche mal einen Rat und ob ich dieses Angebot wegen meiner Insolvenz ablehnen muss:

    Seit 01/2015 habe ich wegen einer gescheiterten Selbstständigkeit eine Regelinsolvenz.
    Dann habe ich vor lauter Verzweiflung bei einer Zeitarbeitsfirma angefangen ( das war für mich ein richtiger Glücksgriff ).
    Dort war ich dann ca 15 Monate und habe bei der eingesetzten Arbeit eine Festanstallung erhalten.
    Da dies aber ein sehr konservativer Geschäftsführer ist, war die Bedingung für die Festanstellung, daß der Arbeitgeber nicht mit meiner Insolvenz in Berührung kommt.
    Ich hatte also eine schriftliche Zusage, daß ich dem IV direkt die Beträge abführe und das nicht mehr über den Arbeitgeber läuft. Ich verdiene hier nur knapp über den unpfändbaren Betrag....aber egal hauptsache Arbeit.

    ...nun kam wie aus dem nichts, durch jemanden aus der Familie ein Angebot für eine Tätigkeit als freiberuflicher Handelsverter. Ich bin letztes Jahr einfach mal 2 Wochen jeden Tag mit ihm mitgefahren. Für mich persönlich ist das ein Traumjob und der Verdienst ist mehr als das doppelte als ich das jetzt habe. Fix + Provision. Plötzlich bekam ich einen Anruf von der Gebietsleiterin, daß sie mich gerne kennen lernen würde.
    Anscheinend haben 2 Kunden, bei denen ich war das an sie weiter gegeben, da ich von der Materie sehr viel Ahnung habe und dem Kollegen "ausgeholfen" hatte, wenn es zu technisch wurde.

    Naja die wollen mich jetzt einstellen. Eigentlich ein Grund zu feiern, da ich mir niemals vorstellen konnte bei diesem stabilen Unternehmen überhaupt eine Chance zu haben.
    Nun gehen bei mir aber alle Alarmglocken an.

    Fakt ist:
    1: Ich würde alles dafür tun, um dort eingestellt zu werden, da mir das sehr liegt
    2: Der Verdienst wäre auch in schlechten Monaten mehr als das doppelte als ich bei der aktuellen Firma jemals die CHance hatte. Ich habe das mal durchgerechnet und könnte in 7-8 Monaten meine 35% zusammen haben, um die Insolvenz "zu verkürzen"....und endlich bekommen die Leute denen ich Geld geschuldet hatte auch mal etwas zurück, was mir sehr wichtig ist.

    Auch hier ist die Vorraussetzung, daß die Insolvenz den Arbeitgeber nicht "berührt". Mein IV sagte mir, daß wir diese Regelung dann beibehalten könnten, auch bei einem anderen Arbeitgeber solange ich meinen Zahlungen sorfgfältig nachkomme.

    ABBBBER......ich frage mich jetzt folgendes bzw. habe diese Bedenken:

    1: Die meisten Schulden habe ich beim Finanzamt. Die Pfändungen wurden aber wegen der Insolvenz aufgehoben. Ist es denen egal was oder wo ich arbeite, oder müßte ich die als größten Glaubiger um Erlaubnis fragen, ob ich wieder als selbstständiger arbeiten darf?

    2: Ich habe derzeit meinen alten selbstständigen Job noch angemeldet. Das war mit Erlaubnus vom IV, da ich noch ab und zu für alten Kunden etwas arbeite nebenbei. Wie genau müsste ich mich dann als selbstständiger Handelsverter anmelden? Oder würde so etwas der neue Arbeitgeber erledigen und gibt es eine Möglichkeit, daß dieser von meiner Insolvenz erfährt?

    3: Ist es korrekt, daß man sich über seine Verlobte freiweilig gesetzlich krankenversichern kann, oder geht das erst wenn wir verheirtatet sind?

    Ich habe richtig Panik, daß ich meinen aktuellen Job kündige und der neue Arbeitgeber erfährt von meiner Insolvenz und will mich dann doch nicht und ich stehe auf der Straße.
    Die Kollegen die dort arbeiten, von denen ich welche kenne, versicherten mir daß keine Nachforschung angestellt werden, sobald man eine Beurteilung erhält wie man sich draußen anstellt. Die Frage ist aber, ob da etwas heraus kommt, wenn die mich anmelden.

    Kennt sich jemand aus und weiß ob die mich irgendwo anmelden müssen und dann die Info meiner Insolvenz erfahren?

    Würde mich über Rat freuen!

  2. #2
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    3.052

    Standard

    Ich würde an deiner Stelle erst einmal prüfen , je nach Bereich
    Musst du eine Schufa- Auskunft vorlegen, denn je nach Bereich verlangen Firmen das
    Musst du auch Verträge mit weiteren Firmen machen und verlangen die eine Schufa- Auskunft
    Was sagt das Gewerbeamt zur Zuverlässigkeit wenn du Steuerschulden hast
    Bist du dir sicher das es tatsächlich eine Selbständigkeit ist http://www.deutsche-rentenversicheru...s_anlage_2.pdf und https://www.ihk-nuernberg.de/de/medi...igkeit_149.pdf
    Gerade weil du in der Inso bist würde ich mich richtig informieren
    Ich persönlich würde wenn ich an deiner Stelle wäre die Festanstellung bis zum Abschluss der Inso machen und nebenbei arbeiten und natürlich es angeben,

  3. #3
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    Doe Krankenversicherung läuft nur über den Ehepartner und auch nur wenn man selber kein Einkommen hat. Also wenn du als freier Handelsvertreter arbeitest musst du dich selber versichern. Gerade wenn ich eine gescheiterte Selbstständigkeit mit Schulden beim Finanzamt hinter mir hätte würde ich mir das ganze sehr gut überlegen. Du brauchst als Selbständiger auch gerne das doppelte eines Angestellten um auf das gleiche Netto zu kommen.

    Mal eine kleine Rechnung, jetzt hast du ca. 1000€ Netto bezahlt sind aber Krankenkasse, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Lohnsteuer/Einkommenssteuer. Also Sebständiger brauchst du nur für das Netto Einkommen und die Krankenkasse Brutto Einnahmen von ca. 1550€ - dann must du noch das Einkommen das über der Freigrenze liegt versteuern. Und dann noch die Frage wie der Insolvenzverwalter das mit dem fiktiven Einkommen sieht.

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