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Thema: Bank hält sich nicht an Beschluss der Pfändungsstelle des Finanzamts

  1. #11
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Natürlich bringt der schriftliche Weg in solchen Situationen aus verschiedenen Gründen viele Vorteile gegenüber Anrufen oder mit einem Filialbänker schwatzen mit sich.

    Über einen Anwalt hätte die Nummer selbstverständlich noch mehr Zug aber nicht jeder kann sich das einfach so leisten oder hat Anspruch auf Beratungshilfe.

    Ein Kontoumzug ist in Deiner Lage zwar möglich, sollte aber sehr gut geplant werden und hat auch meines Erachtens nur sehr geringe Aussicht auf Besserung was das "Kunde dritter Klasse" Gefühl angeht. Die Weigerung der Bank die Freigabe des FA anzuerkennen ist aber (vorausgesetzt es liegen alle relevanten Informationen vor) schon ein starkes Stück - welches ich aber (vielleicht naiver Weise) einfach mal so auf das Unwissen bzw. den Unwillen Einzelner zurückführen möchte und nicht auf eine allgemeine Unternehmensstrategie.
    Das Problem bei der Pfändungsabteilung der Deutschen Bank ist, das dort jede Menge "Fachleute" sitzen - die alles besser wissen als ein "normaler" Mensch (habe ich selber so erlebt), erst nachdem ein Anwalt meine Argumente (inhaltlich genau die gleichen) der Bank mitteilte wurde mein Konto freigegeben. Ich hatte den Eindruck das dort erst Juristen einen Blick auf die Schreiben werfen wenn diese auch von Juristen kommen, vorher waren es nut geschulte Mitarbeiter der Fachabteilung.

    Es ging damals darum von wem ein Aufhebungsbeshluss einer Pfändung zu kommen hat (meiner Meinung nach vom Prozessgericht) der hat aber nicht gereicht, ich sollte einen Aufhebungsbeschluss vom Mahngericht vorlegen, die konnten mir einen solchen nicht geben und haben mich an das Prozessgericht verwiesen, der Beschluss lag der DB aber bereits vor - und war ihrer Meinung nach nicht ausreichend. Dann hat der Anwalt auf den Beschluss des Prozessgerichtes hingewiesen und der Pfändung wurde aufgehoben.

    Und "juristischer Weg" heisst nicht automatisch Anwalt.

  2. #12
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    Zitat Zitat von Skyscraper Beitrag anzeigen
    Zuerst bin ich mit dem Beschluss zur DB-Filalie, die haben sofort abgewunken und gesagt dass sie mir nicht helfen können und dürfen, man gab mir aber eine Visitenkarte mit der Nummer der Pfändungsabteilung. Diese Nummer war aber scheinbar veraltet und ich landete im normalen Servicecenter, zur Pfändungsabteilung durchstellen wollte man mich dort auch nicht, die Dame hat aber den Vermittler gespielt und mein Anliegen weitergeleitet während ich am Telefon gewartet habe. Herausgekommen ist, dass es der Deutschen Bank egal ist was das Finanzamt beschließt, das braucht man vom Amtsgericht.
    Ich bin über diesen Absatz aus deinem Ausgangspost gestolpert. Was mir nicht klar ist: Liegt denn der Bank der schriftliche Beschluss des Finanzamts nun vor oder hast du dich von der Filiale unverrichteter Dinge abwimmeln lassen?
    Falls es der schriftliche Beschluss nicht nachweislich bis zur Pfändungsabteilung geschafft hat, kann dort auch nichts bearbeitet werden...

  3. #13
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    Zitat Zitat von Olaf K Beitrag anzeigen
    Ich bin über diesen Absatz aus deinem Ausgangspost gestolpert. Was mir nicht klar ist: Liegt denn der Bank der schriftliche Beschluss des Finanzamts nun vor oder hast du dich von der Filiale unverrichteter Dinge abwimmeln lassen?
    Falls es der schriftliche Beschluss nicht nachweislich bis zur Pfändungsabteilung geschafft hat, kann dort auch nichts bearbeitet werden...
    Davon gehe ich aus. Hat sich bei dem Telefonat auch nicht danach angehört dass der Beschluss nicht angekommen ist.
    Ich war natürlich nur mit der Abschrift in der Filiale die mir das FA zugeschickt hat, so wie es das FA bei jedem Schreiben macht dass sie rausschicken, ich bekomme auch jeden Monat jeweils eine Abschrift von den Schreiben an meinen Arbeitgeber + Bank wie sich die Pfändungssumme reduziert hat.
    Darüberhinaus hatte ich in meinem Antrag darum gebeten dass das FA den Beschluss per Post verschickt und zusätzlich faxt.


    OT:
    Wie ist eigentlich folgender Sachverhalt zu deuten:
    Die Gesamtsumme beläuft sich auf ca. 90k € inkl. der üblen Zinsen.
    AG + Bank haben aber vom FA geschrieben bekommen, dass sich die Pfändung bei ~22k € erledigt hat.

  4. #14
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    Wenn gar nichts hilft, Einschreiben/Rückschein an:
    Deutsche Bank AG
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    Herrn John Cryan
    Taunusanlage 12
    60325 Frankfurt

    In der Anrede Herrn Cryan „direkt ansprechen“ und den Sachverhalt ausführlich schildern und um Klärung bitten.

    Der wird den Brief selbst nicht lesen. Die GF bzw. die Vorstände großer Unternehmen haben allerdings allesamt Abteilungen, die GF/Vorstandsreklamationen bearbeiten. Und diese Abteilungen arbeiten in der Regel schnell und lassen dann auch keine Fragen unbeantwortet oder verweisen auf andere Abteilungen.

  5. #15
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    Die Idee ist ja süß, aber ich kann dir versichern, dass ein Schreiben an Cryan oder sonst wen vom Vorstand nicht schneller bearbeitet wird.

    @TE wenn dir die 300 Zeichen nicht reichen, ruf an, teile NETT mit, dass man eine Beschwerde aufnehmen soll und damit geht das seinen Gang. Du kriegst darauf genauso eine Antwort wie auf ein Einschreiben oder einen Brief an Johnny

  6. #16
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    Zitat Zitat von Shopgirl Beitrag anzeigen
    Die Idee ist ja süß, aber ich kann dir versichern, dass ein Schreiben an Cryan oder sonst wen vom Vorstand nicht schneller bearbeitet wird.
    Die Idee ist süß? :-))

    Also bei der DB habe ich nie gearbeitet, allerdings bei 4 DAX Unternehmen. Ich kann dir versichern, daß dort Post die an die GF/Vorstände ging, sehr zügig bearbeitet wurde. Wie ich ja bereits geschrieben habe, nicht von den Damen und Herren GF/Vorstand persönlich, allerdings von speziellen Abteilungen/Mitarbeitern, die nichts anderes gemacht haben als „Vorstandspost“ zu bearbeiten. Da kommt dann immer am Anfang der Briefe „Herr/Frau xy hat mich beauftragt Ihren Brief vom....zu beantworten“

    Aus dem Grund schreibe ich, egal um welche Firma es sich handelt, bei Reklamationen grundsätzlich nur an die Geschäftsführungen.

    Ich habe von 1996 bis 2000 bei Mannesmann Mobilfunk (heute Vodafone) gearbeitet. Der GF dort, hat die Dinger teilweise sogar persönlich gelesen und auch die Antworten, die dazu an die Kunden raus gingen.

  7. #17
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    Ich kenne mich jetzt bei Vodafone nicht aus, bei der DB dagegen schon ein biiiiisschen besser ... : ) Wenn das bei so manchem Unternehmen Erfolg hat, umso besser, in dem Fall allerdings... nicht.

  8. #18
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    So, ich habe heute Antwort von der DB bekommen:
    Tatsächlich ist es so, dass sogar noch vier weitere Pfändungen bestehen, insgesamt nicht mal 2000€, die Pfändung des Finanzamt hat logischerweise den Vorrang da sie als erstes eingegangen ist.

    Was will die DB nun?

    Wir möchten Sie deshalb dringend bitten, einen entsprechenden Freigabebeschluss für jede gegen Sie vorliegende Pfändung zu erwirken bzw. eine aktuelle Bescheinigung einzureichen, die wir als Erhöhungsbescheinigung anerkennen dürfen.

    Zur Erhöhung des Freibetrags dürfen wir folgende Dokumente akzeptieren:
    - Bescheinigung Ihres Sozialleistungsträgers
    - Bescheinigung der Familienkasse
    - Bescheinigung einer geeigneten Stelle (z.B. Schuldnerberatung, Rechtsanwalt/Steuerberater)
    - Bescheinigung des Arbeitgebers

    Solange uns die Bescheinigung nicht vorliegt bzw. kein Freigabebeschluss hinsichtlich aller gegen Sie vorliegenden Pfändungen zugestellt wird, haben wir den Sockelfreibetrag in Höhe von 1133,80€ monatlich vorgemerkt.
    Meine Fragen dazu:
    Für jede einzelne Pfändung einen Freigabebeschluss zu erwirken dürfte am schwierigsten und aufwendigsten sein, oder geht das direkt für alle bei meinem Amtsgericht vor Ort? Oder muss ich an die Gerichte schreiben von denen der Pfändungsbeschluss ausgestellt wurde?

    Was ist unter "Bescheinigung einer geeigneten Stelle (z.b. Schuldnerberatung, Rechtsanwalt)" und "Bescheinigung des Arbeitgebers" zu verstehen??
    Ich hatte meinen Chef heute darauf angesprochen, der hat nur mit den Ohren geschlackert und wusste auch nicht was er da machen soll.

  9. #19
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    Hi,
    der Bonus für Mehrarbeit kann nicht bescheinigt werden. Dazu brauchst Du für jede Pfändung einen Beschluss von dem Gericht, das den PfÜB erlassen hat. Falls Du die PfÜBs nicht mehr hast, könntest Du die Bank bitten, Dir Kopien zu schicken.
    Und falls noch ein anderer öffentlicher Gläubger dabei ist, müsstest Du Dich auch noch an dessen Vollstreckungsstelle wenden.

    Gruß
    Ingo

  10. #20
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    Ok, dann werde ich mich da mal ran machen...

    Es gibt wahrscheinlich auch keine Möglichkeit die anderen Pfändungen mit dem Guthaben auf meinem P-Konto zu bedienen? Annähernd reicht der Betrag mittlerweile fast aus. Die kleinen Pfändungen, die nicht vom FA kommen, sind ja alle nachrangig.

    Was meint denn die Bank mit:

    Zur Erhöhung des Freibetrags dürfen wir folgende Dokumente akzeptieren:

    - Bescheinigung einer geeigneten Stelle (z.B. Schuldnerberatung, Rechtsanwalt/Steuerberater)
    - Bescheinigung des Arbeitgebers

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