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Thema: Fragen zur Verjährung

  1. #1
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    Standard Fragen zur Verjährung

    Erstmal Hallo Zusammen,

    Ich lese hier schon eine Zeit mit und muß feststellen das ich hier schon tolle Tips gekriegt habe durchs lesen, wenn ich das Forum früher gekannt hätte, hätte ich viel Geld gespart.

    Jetzt hab ich doch noch ein paar Fragen fange aber erstmal mit 2 an:

    1. Ich habe eine Kontopfändung, ist es richtig das ich da jetzt keine Einrede der Verjährung auf Zinsen machen kann? ( weil lese da unterschiedliches im Netz zu.)

    2. Ich habe Forderungen die verjährt sind und bei einer bin ich mir nicht Sicher, reicht es wenn ich die Einrede der Verjährung mache wenn der MB kommt?

    Grüße
    Pingi

  2. #2
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    Zitat Zitat von Pingi Beitrag anzeigen

    2. Ich habe Forderungen die verjährt sind und bei einer bin ich mir nicht Sicher, reicht es wenn ich die Einrede der Verjährung mache wenn der MB kommt?

    Dem MB kannst du ohne Begründung komplett widersprechen (das Gericht prüft den Widerspruch inhaltlich ohnehin nicht) - die Einrede der Verjährung kannst/musst du dann im Falle einer Klage (rechtzeitig) vorbringen.

  3. #3
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    1) Du kannst dich grundsätzlich schon noch dagegen wehren. Das wäre dann IMHO eine Vollstreckungsabwehrklage.
    Solange das Geld noch nicht geflossen ist...
    Vorher nochmal genau anschauen, ob es nicht andere Aktionen gab, die die Verjährung aufhebt. Beispielsweise frühere Zahlungen oder Vollstreckungsversuche.

    2) Ergänzung zu Inso: Man sollte das für sich vorher mal klären. Es wäre aus Kostensicht natürlich ein Bärendienst, wenn man unberechtigterweise dem MB widerspricht und dann zur Zahlung verurteilt wird, weil etwas gegen die Verjährung spricht.

  4. #4
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    Erstmal danke Inso? und mepeisen für die schnellen Antworten.

    zu 1. werde das dann wohl so hinnehmen weil ich glaube da war was und die Pfändung steht schon ein bisschen, muß ich versuchen mich mit dennen irgentwie zu einigen, ist eh nix pfändbar bei mir.

    zu 2 Bei 11 Forderungen ( sind alles kleine) bin ich mir sicher, seid 2013 kein Kontakt mehr, bei der anderen warte ich ab bis die schreiben und mache dann einrede der Verjährung, hoffe die kommen nicht gleich mit MB.

    Dann noch eine Frage habe noch ein paar Gläubiger, bei den Verjährte Zinsen mit bei sind, ist es da Sinnvoll jetzt schon Einrede der Verjährung zu stellen, bevor die Pfänden wollen?
    Weil kann ja eigentlich nicht mein Nachteil sein, wenn ich mir eine aktuelle Forderungsaufstellung hole, oder gilt das schon als Verhandlung?

  5. #5
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    Nein, eine Forderungsaufstellung anzufordern stellt m.E. keine Verhandlung dar. Du solltest jedoch keine Floskeln mit reinschreiben, die auch nur annähernd als "Verhandlung" angesehen werden könnte, wie z.Bsp. "Nach Erhalt der Forderungsaufstellung bezahle ich" oder so etwas. :-)

    Wenn du dir sicher bist, dass Forderungen gegen dich vorhanden sind, die definitiv verjährt sind, bei denen auch keine Mahnbescheide / Vollstreckungsbescheide ergingen oder Verhandlungen geführt wurden, dann kannst du - zur Sicherheit nach o.g. Prinzip - die Forderungsaufstellungen anfordern, prüfen ob die Forderungen tatsächlich verjährt sind und dann die Verjährungseinrede einlegen.

  6. #6
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    Nein, was Du da schreibst macht im Prinzip das Ganze betrachtend alles kaum Sinn.

    So beginne auch Du Deine Schulden als Ganzes zu betrachten uns hör auf an jeder Forderung einzeln rumzuprötteln. Das führt alles zu nichts. Besonders nicht bei einer offenbar derart umfangreichen und unübersichtlichen Überschuldung.

    Mach einen Termin bei einer Beratungsstelle und erarbeite mit denen einer ganzheitliche Entschuldungsstrategie.

  7. #7
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    Hallo,
    Danke Titus und Caffrey für eure Antworten.

    Überschuldung ist mit Sicherheit gegeben, müßte normal in die PI, hat aber persönliche Gründe warum ich es derzeit nicht mache.

    Ich betrachte meine Schulden als Ganzes, auch wenn es jetzt grade nicht so rüberkommt.
    Ich kann bloß nicht alle auf einmal befriedigen, zahle ein Teil über Ratenzahlungsvergleiche schon ab und mache mir grade ein genauen Plan wie es komplett laufen soll.
    Deswegen auch die Fragen, weil wenn ich genau weiß was offen ist, dann weiß ich auch recht genau wann ich durch bin.
    Denke bei der Masse die ich hab ca. 5-6 Jahre, was aber für mich überschaubar ist.

    Habe jetzt schon durch Einrede der Verjährung, Vergleiche(großteils auf Ratenzahlung) und Abzahlung, meine Schulden von ca. 50.000,- € auf derzeit 32.500,- runter bekommen, in den letzten Jahren.
    Wobei da jetzt doch noch einiges bei ist was verjährt ist.

  8. #8
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    Bei dieser imensen Überschuldung ohne wirkliche Ahnung (sorry!) und professionelle Hilfe mit Ratenzahlungen und Einreden in Eigenregie rumzuprötteln bringt am Ende des Tages einfach nichts. Du verbrennst einfach nur ohne Ende Geld. Ich bin mir sicher, dass es hier dutzende Leser gibt die auch mal so dachten wie Du und diese Erfahrung am eigenen Leib durchgemacht haben. Auch ich habe solche Menschen fast täglich bei mir sitzen. "Wär ich doch mal früher gekommen..."

    Ich habe keine Ahnung was Du mit "persönliche Gründe" meinen könntest aber gute Beratungssellen kennen nicht nur "PI". Es gibt auch andere Wege der Schuldensanierung. Gerade weil Du ja Geld übrig zu haben scheinst mit dem ein guter Berater eine ganzheitliche, zielführende und nachhaltige Entschuldung anstreben könnte.

    Auch wenn Dus wahrscheinlich nicht lesen willst und hier leider niemand der das alles schon durch hat seine Erfahrungen auf Dich projizieren kann: Was Du da machst wird Dich mit höchster Wahrscheinlichkeit sehr viel Geld und eine lange, sehr teure und schmerzliche Erfahrung kosten -> Lass Dir helfen.
    Geändert von Caffery (11.01.2018 um 10:50 Uhr)

  9. #9
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    PS: Da ich hier ja nicht völlig an Deinen eigentlich Fragen vorbeireden will:

    Aus meiner Sicht ist es kontraproduktiv mit seinen Gläubiger in ständigem Kontakt zu sein indem man regelmäßig einfach nur Verjährungseinreden erhebt und sich "hübsche" Forderungsaufstellungen wünscht. Das macht m.E. nur in dem Moment Sinn in dem man ein klares Ziel verfolgt. Ansonsten hälst Du einfach nur den Gläubiger "wach" und weckst wahrscheinlich auch bei dem ein oder anderen den Sportsgeist (alleine schon wegen des Nervfaktors) Dich bevorzugt zu behandeln. Die Chance, dass Sachen verjähren wird durch dieses Vorgehen auf jeden Fall nicht größer.

    Meine Devise würde da ja entsprechend lauten: So lange man nicht ganz genau weiß was man tut, kein klares Ziel, keine Strategie oder keinen ganz ganz trifftigen Grund hat einen Gläubiger zu kontaktieren macht man lieber nichts. Die Chance seine Situation noch zu verschlechtern ist ansonsten nicht ganz unerheblich.

    Sollten Gläubiger eindeutig verjährte Anteile oder nicht erstattungsfähigen Käse fordern wird dies oft bei Vollstreckungsersuchen nicht mit aufgeführt (ein Schelm wer da böses denkt). Denn bei solchen Ersuchen erfolgt eine Schlüssigkeitsprüfung. Da überlgen sich Gläubiger in aller Regel also deutlich genauer was sie da reinschreiben als in den Anschreiben an den i.d.R. "weniger informierten" Schuldner. Am Ende bleiben Dir auch noch Rechtsmittel gegen die Vollstreckung. Wenn eindeutig Verjährtes oder nachgerichtlicher Spesenkäse vollstreckt werden soll kannst Du ja nicht verlieren...

  10. #10
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    Wenn man ohnehin gerade Ratenzahlungen macht, wieso sollte man dann von sich aus die übrigen Gläubiger ansprechen?
    Diejenigen Gläubiger, die sich aktiv bei dir melden bzw. mit denen es Vereinbarungen gibt, werden von dir bevorzugt behandelt.
    Die anderen kommen dran, wenn sie sich entweder von sich aus aktiv melden oder wenn die übrigen erledigt sind.

    Das alles birgt allerdings die Gefahr, dass es zwischendrin zu viele Gläubiger werden und du sie nicht alle zufrieden stellen kannst. Wenn aber sowieso schon gepfändet wird, was soll dann noch groß passieren? Bei Pfändungen müssen sich die Gläubiger hintereinander aufstellen. Insofern kann das funktionieren, was du vorhast. Wenn du es durchhältst und wenn deine Einnahmen/Ausgaben so bleiben, dass du es wirklich in 5-6 Jahren abbezahlt bekommst.

    Es entscheidet letztendlich jeder für sich, was er macht und wer sich moralisch oder sonst wie verpflichtet fühlt, das von selbst abzubezahlen ohne Insolvenz, der macht das. Wenn er sich über die Risiken im Klaren ist, können wir ja sowieso nichts anderes tun als Daumen drücken und ggf. mit Rat zur Seite stehen.

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