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Thema: GKV Mitglied werden und Schulden-Falle

  1. #1
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    Standard GKV Mitglied werden und Schulden-Falle

    Hallo,

    Hat jemand Erfahrungen bzw Info´s, ob und ab wann eine GKV Forderungen stellen kann, für Zeiten die vor der Mitgliedschaft bei ihr liegen (!)

    Folgender Fall:

    Ich habe seit dem 1.4.17 keine KV mehr (die Ausland-KV ist wegen Einkommen in D gekündigt) Also will und muss ich mir eine KV suchen.

    Habe mich bis jetzt noch bei keiner anmelden können, wegen fehlender Informationen , als WAS ich Mitglied werden kann/soll/muss.

    Jetzt erfahre ich dass fehlende Zeiten und deren monatliche Beiträge evtl nachträglich eingefordert werden können
    auch wenn ich in der KV noch nicht versichert war (?!)

    Vielen dank und schöne Grüsse

    Hermann

  2. #2
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    Standard

    Seit nunmehr neun Jahren existiert in Deutschlang die Krankenversicherungspflicht.
    Wenn Du also seit März nicht mehr kv-versichert warst, wird der Beitrag für diesen Zeitraum folgerichtig nachgefordert.

  3. #3
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    Standard

    Zitat Zitat von Her-mann Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Hat jemand Erfahrungen bzw Info´s, ob und ab wann eine GKV Forderungen stellen kann, für Zeiten die vor der Mitgliedschaft bei ihr liegen (!)

    Folgender Fall:

    Ich habe seit dem 1.4.17 keine KV mehr (die Ausland-KV ist wegen Einkommen in D gekündigt) Also will und muss ich mir eine KV suchen.

    Habe mich bis jetzt noch bei keiner anmelden können, wegen fehlender Informationen , als WAS ich Mitglied werden kann/soll/muss.

    Jetzt erfahre ich dass fehlende Zeiten und deren monatliche Beiträge evtl nachträglich eingefordert werden können
    auch wenn ich in der KV noch nicht versichert war (?!)

    Vielen dank und schöne Grüsse

    Hermann
    Grundsätzlich ist es so wie von anja39 bereits ausgeführt.
    Wenn du bis zum Beitritt in die GKV im Ausland warst brauchst du für die Zeit im Ausland nichts nachentrichten.
    Insofern gibt es da etwas Gestaltungsspielraum ..... ;-)

    Such dir eine günstige GKV, frag dort an.
    Der Beitrag richtet sich nach deinem Einkommen.

  4. #4
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    Sind deine Einnahmen die du hast aus Erwebstätigkeit und wenn ja bist du selbständig, denn als AN wäre doch die PV gegeben ab Arbeitsaufnahme in Deutschland oder sollte ich mich täuschen

  5. #5
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    Danke für die bisherigen Antw.

    Es ist wohl etwas komplexer. weil 3 verschiedene Einkommen für 2017 angegeben werden müssen.
    ( siehe Liste am Schluss )

    Nun wird bei Anmeldungen bei einer KV immer gleich danach gefragt um die Beiträge berechnen zu können.
    (unabdingbar um eine günstige überhaupt zu ermitteln)

    Und jetzt kommt mein eigendliches Problem. Die Mindestbeiträge, angeblich ca 324,- EUR - die bei *geringem* Einkommen aus einer ´'nebenberufl.' Selbstständigkeit vom Gesetz festgelegt werden.

    Dazu die 1% Zusatz-btr + 2,8% Pflegevers. und noch den Beitrag von ca 186,- der Auslandrente....

    da kämen über 600.- /monat X 11 Monate Nachzahlung = 6600.-

    ... dieses Geld habe ich nicht.

    Nun las ich gestern bei einer GKV , dass sich 2017 etwas geändert hätte : Diese Mindestgrenzen bei *nebenberufl.* selbstständigem Arbeitseinkommen gäbe es nicht mehr in der *GKVder Rentner* .

    Das wäre eine wesendliche Erleichterung ! Weiss da jemand etwas davon ? Gesetz § ... ?

    Die D-Rentenvers. wartet noch auf meine "lückenlose"Liste der GKV der letzten 22 Jahre (Vorraussetzung zur GKVdR)

    Das sollte bald klappen.

    Ansonsten bekomme ich langsam die Horror-Vorstellung einer Zwangsvollstreckung und immer grösser werdenden Maximal-Beitragsschulden und dann noch nicht einmal normale Leistungen...

    Ich hab schon das Gewerbe wieder abgemeldet - denn dadurch in eine Schulden-Falle zu geraten, ist vollkommen widersinnig.

    Weiss jemand da vielleicht noch etwas ? denn es gibt alle möglichen Informationen und ständig was neues. Sollte ich noch die neue Regierung abwarten ? denn da wurde von Verbesserungen der KV geredet...

    Danke f eure Ideen.
    Grüsse
    Hermann

    Meine Basisdaten: ( 65J, D-Rentner wahrscheinl. ab 10/2017 (kleinere deutsche Rente) , andere Einkommen: 1 Auslandrente u. 2017, 9 Monate geringes Arbeitseinkommen aus Kleingwerbe - ansonsten nix .)

  6. #6
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    Tja - lieber Peter,

    Solches hatte ich auch gelesen, gehört, und gedacht und da ich keine grossen Einnahmen aus der selbständigen Tätigkeit hatte -
    hatte ich mir auch keine Sorgen gemacht... :-)

    Aber dann erfuhr ich dass (der Gesetzgeber ! ) einfach Mindesteinkommen festlegt und die KV´s diese zur Berechnung der Beiträge nehmen *müssen*

    Als praktisches Beispiel : Ich habe ca 460,- i.Monat eingenommen - der Gesetzgeber legt aber über 1000.- fest.
    und bei Hauptberuflicher Selbstständigem Einkommen sogar 2400,-

    da werden die KV Beiträge zum Problem. wenn dann noch 10 Monate Nachforderungen kommen...

    Hätt ich das mit den Mindest-Bemessungsgrenzen vorher gewusst - hätt ich mich nicht selbstständig gemacht.

    Solche allgemeinen Informationen wie " das richtet sich nach Einkommen" findet man überall - sind aber nur die halbe Wahrheit.

    Auf der Suche nach einer Versicherung habe ich nicht einmal gesehen dass es Mindest-Beiträge gibt.

    Alle werben mit 'günstigen' Beiträgen .
    - dass man in eine Schuldenfalle geraten kann, weil es eben solche Definitionen wie *hauptberufliche Selbstständigkeit* gibt...
    und das sogar bei *geringfügiger* Selbstständigkeit ein Beitrag von über 320,- Euro entsteht..., habe ich nirgends gesehen.

    Da wird geagt: Ein Gewerbe anmelden ist einfach (!)

    Ja -stimmt - aber was danach kommt ...

    Also müsste man erstmal einen Fachanwalt konsultieren.

    Ich wollte eigendlich alles richtig machen. Nicht 'schwarz' arbeiten. Normal Steuern zahlen usw.

    Ich hätte nie gedacht, dass aus ein bisschen Hof fegen ein Alptraum werden kann.

    zuerst kamen Warnungen, die Rentenversicherung könnte kontrollieren und es könnte eine 'Schein'-selbstständigkeit festgestellt werden.
    da habe ich erstmal das Arbeiten gestoppt.
    Und nun laufe ich Gefahr wegen Mindest-KV-Beiträgen in die Zwangsvollstreckung zu kommen.

    Deshalb bin ich für jede Info dankbar, die da hilfreich wäre.

    Gruss
    Hermann

  7. #7
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    Für 2018 beträgt die Mindestbemessungsgrundlage für freiwillig in der GKV Versicherte EUR 1015. Das ergibt bei einem Beitragssatz von 14,6 Prozent mit Krankengeldanspruch einen Monatsbeitrag von EUR 148,16, bzw. ohne Krankengeld, z.B. als Rentner, 14% entsprechend EUR 142,10. Zusatzbeitrag und Beitrag zur Pflegeversicherung kommen hinzu.

    Wenn du seit dem 01.04.2017 in D lebst wirst du ab dem 01.04.2017 nachzahlen müssen.
    Wenn du erst jetzt aus dem Ausland zuziehst, dann nicht …...

    Wer weniger als das fiktive Minimum verdient, kann bei der Krankenkasse einen Antrag auf Beitragsanpassung stellen. Rechtfertigt das tatsächliche Einkommen nachweislich einen niedrigeren Beitrag, kann die Krankenkasse eine Ermäßigung einräumen. Ggf. wird dabei auch das Einkommen eines Lebenspartners berücksichtigt. Online wird das nicht gehen.

  8. #8
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  9. #9
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    Wenn ich an deiner Stelle wäre,würde ich mir eine Beratungstelle suchen auch wegen dem , wenn du eine auslandsrente beziehst https://sozialversicherung-kompetent...ndsrenten.html
    Denn so wie ich das verstehe ist man demnach auch hier versichert mit der Auslandsrente
    Und wieso greift wegen dem Rentenantrag in Deutschland ansonsten nicht das https://sozialversicherung-kompetent...ndsrenten.html
    Und hättest du keinen anspruch auf SGB XII https://www.sozialhilfe24.de/grundsi...sicherung.html
    Geändert von rike3 (07.01.2018 um 10:27 Uhr)

  10. #10
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    Ich habe versehentlich den einen Link doppelt gesetzt und meinte das da der Rentenantrag in Deutschland gestellt ist (hier besonders Punkt 2 und 9)https://www.deutsche-rentenversicher...2566/R0815.pdf

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