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Thema: Beschlagnahme nach Zwangsverwaltung

  1. #1
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    Böse Beschlagnahme nach Zwangsverwaltung

    Eine Dame wurde unverschuldet 2005 insolvent und beantragte 2012 Privatinsolvenz, die ihr 2013 zuerkannt wurde. In der Insolvenzmasse waren auch ihre Häuser mit Grundstück enthalten.

    2016 hat die der Insolvenzverwalter aus der Masse freigegeben und der Gläubiger 2017 die neuerliche Zwangsversteigerung beim AG beantragt mit dem Ziel der gerichtlichen Beschlagnahme und sofort bekommen durch einen Rechtspfleger, nicht eines Richters!

    Frage: Wann muß die Dame mit der Zwangsräumung aus ihrem Haus, in dem sie mit ihrer Familie seit 1991 lebt, rechnen?

  2. #2
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    Zitat Zitat von KarlderDeutsche Beitrag anzeigen
    2016 hat die der Insolvenzverwalter aus der Masse freigegeben und der Gläubiger 2017 die neuerliche Zwangsversteigerung beim AG beantragt mit dem Ziel der gerichtlichen Beschlagnahme und sofort bekommen durch einen Rechtspfleger, nicht eines Richters!
    Ich weiß zwar nicht ganz warum es Dir lieber gewesen wäre wenn sich ein Richter damit beschäftigt hätte aber... ich zitiere mal

    Zu trennen vom an der Restschuldbefreiung teilnehmenden Zahlungsanspruch aus dem Darlehensvertrag sind jedoch etwaig bestehende dingliche Sicherungsrechte und das aus ihnen folgende Recht auf abgesonderte Befriedigung im Insolvenzverfahren. Die dinglichen Sicherungs-und die Absonderungsrechte werden durch die Restschuldbefreiungnicht beschnitten. Der absonderungsberechtigte Gläubiger kann damit sowohl während des Insolvenzverfahrens als auch nach Abschluss eines Restschuldbefreiungsverfahrensjederzeit die Verwertung gemäß ZVG betreiben.

    Zitat Zitat von KarlderDeutsche Beitrag anzeigen
    Frage: Wann muß die Dame mit der Zwangsräumung aus ihrem Haus, in dem sie mit ihrer Familie seit 1991 lebt, rechnen?
    Da wäre wohl derjenige zu befragen der die Immobilie erwirbt.
    Geändert von Caffery (04.01.2018 um 15:09 Uhr)

  3. #3
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    Ja Chaffery, genau das war mir klar, aber warum darf ein Rechtspfleger ohne richterliche Kompetenz den Beschluss fassen? 3x zuvor gab für die Immobilie Zwangsversteigerungen und alle sind fruchtlos verlaufen. Danach wurde das Zwangsversteigerungsverfahren vom Amtsgericht eingestellt und das hatte ein Richter angeordnet. Wofür gibt es überhaupt gesetzliche Richter, wenn Rechtspfleger deren Entscheidungen aufheben können?

  4. #4
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    Kein Rechtspfleger kann ein Urteil / Beschluss eines Richters aufheben. Du hast nur nicht den Vorgang verstanden.
    Was ist ein gesetzlicher Richter ?
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  5. #5
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    Zitat Zitat von KarlderDeutsche Beitrag anzeigen
    Ja Chaffery, genau das war mir klar, aber warum darf ein Rechtspfleger ohne richterliche Kompetenz den Beschluss fassen? 3x zuvor gab für die Immobilie Zwangsversteigerungen und alle sind fruchtlos verlaufen. Danach wurde das Zwangsversteigerungsverfahren vom Amtsgericht eingestellt und das hatte ein Richter angeordnet. Wofür gibt es überhaupt gesetzliche Richter, wenn Rechtspfleger deren Entscheidungen aufheben können?
    Ja nun, was soll ich sagen? Ich gehe mit dem Verdacht schwanger, dass Du dazu neigen könntest bestimmte Dinge falsch verstehen zu wollen.

  6. #6
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    @Karl

    Ich fürchte auch, du bist mit den Verfahrensweisen bei Gericht einfach nicht vertraut.

    Der Vorgang ist völlig nachvollziehbar. Nach Freigabe der Immos aus der Insolvenz ist der Weg zur normalen Zwangsversteigerung durch die im Grundbuch gesicherten Gläubiger wieder frei. Und diese ist immer in Zuständigkeit eines Rechtspflegers (§ 3 Nr. 1i RPflG).

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