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Thema: Überschuldung bitte um hilfe

  1. #1
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    Standard Überschuldung bitte um hilfe

    Hallo liebe community bis jetzt war ich nur stille Mitleserin, doch nun möchte ich mich auch trauen euch um Hilfe zu bitten. Ich habe 20.000 € Schulden bei acht Gläubigern. Dreiviertel dieser Schulden ist durch meinen Ex verursacht worden dieses Thema möchte ich nun endgültig abschließen können und mein Leben wieder auf den richtigen Weg bringen. Ich habe bis jetzt versucht alles selbst ab zu bezahlen durch kleine Raten, Verhandlungen und so weiter jedoch bekomme ich immer weiter böse Briefe. momentan bekomme ich Hartz IV und die Raten sind einfach nicht mehr zu bezahlen. Selbst diese Miniraten machen in der Summe sehr viel aus. Ich weiß nicht genau was ich jetzt machen soll ich war bei der Schuldnerberatung diese Raten mir zur Privat Insolvenz. Dann gibt es noch die Möglichkeit der Schuldenbereinigung durch einen Anwalt diese würde mich monatlich 150 € kosten auf sechs Jahre gesehen. Momentan befinde ich mich noch in Elternzeit und werde auch so lange Einkommen in Hartz IV Höhe erhalten. wenn meine Elternzeit beendet ist werde ich wieder in mein Job zurückkehren und dort 2200 € brutto verdienen.

    Oder soll ich lieber alles ruhen lassen und mich nicht mehr melden bis die Elternzeit vorüber ist, aber es kommen immer weiter Briefe der Inkassobüros Mahnbescheide und Vollstreckungsankündigungen. wie soll ich jetzt am besten vorgehen das zweite Problem ist eine alte Schuld des Energieversorgers diese beträgt noch 1300 € im September wurde mir angedroht den Strom abzustellen wegen dieser Schuld der alten Wohnung (alter Vertrag, andere Kundennummer, derselbe Versorger) Der Energieversorger hat sich nicht auf kleine Raten oder Stundung eingelassen. So musste ich gezwungenermaßen die vorgegebene Rate von 115 € annehmen. Das ist die einzige die ich bis jetzt immer bezahlt habe auch wenn es eigentlich finanziell nicht möglich ist so bleibt uns kaum noch Geld zum Leben. Ich weiß gerade wirklich nicht mehr weiter was soll ich jetzt am besten tun ich bitte um Hilfe und vielen Dank

  2. #2
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    Moin und Frohes Neues. Die Menschen neigen ja in neuen Jahren zum putzen und aufräumen. Eine passende Zeit also auch solche Dinge anzugehen.

    Zitat Zitat von Twinmum17 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht genau was ich jetzt machen soll ich war bei der Schuldnerberatung diese Raten mir zur Privat Insolvenz.
    Was spricht aus Deiner Sicht dagegen?
    Zitat Zitat von Twinmum17 Beitrag anzeigen
    Dann gibt es noch die Möglichkeit der Schuldenbereinigung durch einen Anwalt diese würde mich monatlich 150 € kosten auf sechs Jahre gesehen.
    Vorsicht! Das klingt nach Bauernfängerkokolores! Entweder Du meinst einen Schuldenbereinigungsplan für den man keinen Anwalt braucht und ich nebenbei nicht wüsste wie Du aus dem Hartz 6 Jahre lang 150 Euro zahlen solltest - oder aber es handelt sich um eine ziemlich unseriöse Form der "Schuldenregulierung" die leider relativ weit verbreitet ist von der aber nur ausdrücklich zu warnen ist.
    Zitat Zitat von Twinmum17 Beitrag anzeigen
    Momentan befinde ich mich noch in Elternzeit und werde auch so lange Einkommen in Hartz IV Höhe erhalten. wenn meine Elternzeit beendet ist werde ich wieder in mein Job zurückkehren und dort 2200 € brutto verdienen.
    Bei 2200 brutto und mindestens einem Kind wird nicht viel pfändbares rumkommen. Wirtschaftlich scheint also angesichts Deiner Gesamtverschuldung auf den ersten Blick nicht viel gegen ein Insolvenzverfahren zu sprechen.
    Zitat Zitat von Twinmum17 Beitrag anzeigen
    Oder soll ich lieber alles ruhen lassen und mich nicht mehr melden bis die Elternzeit vorüber ist, aber es kommen immer weiter Briefe der Inkassobüros Mahnbescheide und Vollstreckungsankündigungen.
    und dann? Auf Dich gestellt wirst Du auch denn mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Gläubiger "lang gemacht" wenn Du wieder in der Lage bist Raten zu zahlen.
    Zitat Zitat von Twinmum17 Beitrag anzeigen
    wie soll ich jetzt am besten vorgehen .
    Wie bist Du denn mit der Beratungsstelle verblieben?
    Zitat Zitat von Twinmum17 Beitrag anzeigen
    das zweite Problem ist eine alte Schuld des Energieversorgers diese beträgt noch 1300 € im September wurde mir angedroht den Strom abzustellen wegen dieser Schuld der alten Wohnung (alter Vertrag, andere Kundennummer, derselbe Versorger) Der Energieversorger hat sich nicht auf kleine Raten oder Stundung eingelassen. So musste ich gezwungenermaßen die vorgegebene Rate von 115 € annehmen. Das ist die einzige die ich bis jetzt immer bezahlt habe auch wenn es eigentlich finanziell nicht möglich ist so bleibt uns kaum noch Geld zum Leben.
    Ich würde dazu raten mit der Sperrandrohung bei Deinem Jobcenter einzurücken und um ein entsprechendes Darlehen zu bitten um die Sperre abzuwenden. Angesichts Deines Zwerges und der frostigen Jahreszeit sollten Dir dahingehend keine großen Hindernisse in den Weg gelegt werden.

    Bist Du denn aktuell bei Deinem örtlichen Grundversorger oder einem anderen Wettbewerber?

  3. #3
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    Hi,
    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Ich würde dazu raten mit der Sperrandrohung bei Deinem Jobcenter einzurücken und um ein entsprechendes Darlehen zu bitten um die Sperre abzuwenden.
    ich würde nicht dazu raten, denn im Fall einer Insolvenz wären die Stromschulden eine Insolvenzforderung, wegen der nicht mehr gesperrt werden kann. Das Jobcenter würde das Darlehn dagegen aufrechnen.

    Gruß
    Ingo

  4. #4
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    Danke dir auch ein frohes neues Jahr

    Aus meiner Sicht spricht gegen die PI, das ich 2019 wieder arbeiten gehe, das grundeinkommen dann ca 2.200 Euro plus noch Unterhalt und Kindergeld und kinderzuschläge vom Ag sind. Das größte Problem sehe ich darin das ich in der Abteilung arbeite in der Lohn Pfändungen Pi’s etc abgehandelt werden und dies dort nicht gut ankommen wird. Ich sehe ja schon im täglichen Geschäft wie darüber gelästert wird.
    Verblieben sind wir eigentlich so, das nur die Pi infrage kommt, da ich zum jetzigen Zeitpunkt keinen größeren Betrag für vergleiche zur Verfügung stellen kann.

    Klar wäre es am sinnvollsten eine Pi durchzuführen, wenn ich auf lange Sicht hartz4 bekommen würde. Aber dies ist ja 2019 beendet.

    Das Jobcenter hat ein Darlehen leider abgelehnt. Wäre bei einer Pi dieser Betrag auch mit inbegriffen oder müsste ich den parallel bezahlen?
    Ich bin noch beim Grundversorger.

    Klar, das mit dem Anwalt kommt mir auch nicht zu 100 % seriös vor, deshalb wollte ich gern Meinungen dazu haben. Die 150 Euro könnte ich hinbekommen, jedoch nicht zusätzlich zu der Rate beim Energieversorger. Ich habe halt Angst danach noch mehr Schulden zu haben. Und mein Arbeitgeber erfährt nicht davon, was sich bei mir sehr nachteilig auswirken würde auf mein weiteres vorankommen dort .

    Danke schonmal für deine Nachricht

  5. #5
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich würde nicht dazu raten, denn im Fall einer Insolvenz wären die Stromschulden eine Insolvenzforderung, wegen der nicht mehr gesperrt werden kann. Das Jobcenter würde das Darlehn dagegen aufrechnen.

    Gruß
    Ingo
    Dankeschön, das wusste ich nicht.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    ich würde nicht dazu raten, denn im Fall einer Insolvenz wären die Stromschulden eine Insolvenzforderung, wegen der nicht mehr gesperrt werden kann. Das Jobcenter würde das Darlehn dagegen aufrechnen.
    Der Einwand ist zwar inhaltlich natürlich richtig, ich sehe das bei dem dargelegten Sachverhalt aber größtenteils anders.

    Die TE legte dar, dass sie nach der Elternzeit - also in überschaubarer Zeit - wieder arbeiten wird. Dann wäre eine Aufrechnung des JC obsolet.

    Außerdem bliebe aktuell das Problem, dass sie die 115 Euro-Rate bis auf Weiteres aus dem SGB II bestreiten soll. Was zu der Frage führte wie das praktisch umzusetzen sein soll. Zumal es ja so ist, dass an vielen Orten nicht unerhebliche Wartezeiten für eine karitative Insolvenzberatung zu erwarten sind.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Twinmum17 Beitrag anzeigen
    Aus meiner Sicht spricht gegen die PI, das ich 2019 wieder arbeiten gehe, das grundeinkommen dann ca 2.200 Euro plus noch Unterhalt und Kindergeld und kinderzuschläge vom Ag sind.
    Man müsste sich halt genau die Einkommensbestandteile ansehen und schauen was pfändbar ist und was nicht. Kindergeld, Unterhalt etc. sind auf jeden Fall nicht pfändbar. Dennoch käme es u.U. auf die Höhe an da man auch schauen müsste ob das Einkommen des Kindes dann noch Deinen vollen Unterhalt rechtfertigt.
    Zitat Zitat von Twinmum17 Beitrag anzeigen
    Klar wäre es am sinnvollsten eine Pi durchzuführen, wenn ich auf lange Sicht hartz4 bekommen würde. Aber dies ist ja 2019 beendet.
    Genau das sollte man eben mal durchrechnen.

    Zitat Zitat von Twinmum17 Beitrag anzeigen
    Das Jobcenter hat ein Darlehen leider abgelehnt.
    Mit welcher Begründung? Hast Du den Antrag schriftlich gestellt und eine Ablehnung bekommen oder einfach mal so jemanden gefragt?
    Zitat Zitat von Twinmum17 Beitrag anzeigen
    Wäre bei einer Pi dieser Betrag auch mit inbegriffen oder müsste ich den parallel bezahlen? .
    Hat Ingo ja schon beantwortet. Das JC Darlehen wäre eine Insolvenzforderung. Solltest Du aber während der PI im Leistungsbezug sein könnten sie es dennoch mit 10% aufrechnen. Sobald Du nicht mehr im SGB II Bezug bist natürlich nicht mehr.
    Zitat Zitat von Twinmum17 Beitrag anzeigen
    Klar, das mit dem Anwalt kommt mir auch nicht zu 100 % seriös vor, deshalb wollte ich gern Meinungen dazu haben. Die 150 Euro könnte ich hinbekommen, jedoch nicht zusätzlich zu der Rate beim Energieversorger. Ich habe halt Angst danach noch mehr Schulden zu haben.
    Nunn bin ich mir sicher, dass das Angebot unseriös ist. Wenn ein gerichtlicher Schuldenbereinigungsplan gemeint gewesen wäre, dann wäre die Energieversorgerforderung inklusive.

  8. #8
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    Hey,
    die Schuldnerberatung hat den richtigen Rat erteilt: Insolvenz! So schnell wie möglich, du verlierst sonst nur Zeit und kommst keinen Schritt voran.
    Grüße

  9. #9
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    Standard Schulden

    UOTE=Caffery;718523]Man müsste sich halt genau die Einkommensbestandteile ansehen und schauen was pfändbar ist und was nicht. Kindergeld, Unterhalt etc. sind auf jeden Fall nicht pfändbar. Dennoch käme es u.U. auf die Höhe an da man auch schauen müsste ob das Einkommen des Kindes dann noch Deinen vollen Unterhalt rechtfertigt.

    Kinder Zuschlag vom ag sind meines Wissens 200 Euro. Unterhalt bekommen die Kinder, jedes 150 Euro, ich bekomme keinen Unterhalt .

    Wie rechne ich mir das denn am besten durch?
    Und wie ist das mit meinem ag, kann er mich wegen einer Pi kündigen?


    Mit welcher Begründung? Hast Du den Antrag schriftlich gestellt und eine Ablehnung bekommen oder einfach mal so jemanden gefragt?

    Schriftlich habe ich den Antrag gestellt, abgelehnt wurde er weil es meine eigene Schuld gewesen sei, was aber definitiv nicht stimmt.


    Hat Ingo ja schon beantwortet. Das JC Darlehen wäre eine Insolvenzforderung. Solltest Du aber während der PI im Leistungsbezug sein könnten sie es dennoch mit 10% aufrechnen. Sobald Du nicht mehr im SGB II Bezug bist natürlich nicht mehr.

    Nunn bin ich mir sicher, dass das Angebot unseriös ist. Wenn ein gerichtlicher Schuldenbereinigungsplan gemeint gewesen wäre, dann wäre die Energieversorgerforderung inklusive[/QUOTE]

  10. #10
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    Der Arbeitgeber kann in der Probezeit ohne die Angabe von Gründen kündigen.
    Da ist eine PI nicht schlimmer, als wenn diverse Gläubiger versuchen zu pfänden. In der PI kommt halt nur eine Stelle, die etwas vom Lohn haben will, aber nicht diverse.

    Vom Lohn ist erst ab 1.800,00 netto etwas pfändbar und bei 150,00 Unterhalt für jedes Kind bleibt das auch so.

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