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Thema: Autokauf in Isolvenz

  1. #1
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    Standard Autokauf in Isolvenz

    Hallo miteinander,
    ich bin seit 2,5 Jahren in Regel-Insolvenz, mein ISV meint, es würde auch die vollen 6 Jahre dauern.

    Jetzt ist das Auto meiner Frau hinfällig und wir würden uns gerne eins kaufen mit TÜV bis 2019. Preis liegt bei ca 3000,00 €.

    Wir müssten uns einen Teil des Geldes leihen, evtl.- bei unserem Arbeitgeber in bar und entweder monatlich sparen und das Geld zurückgeben oder aber via Gehaltsvorschuss die Summe überwiesen und vom Gehalt abgezogen bekommen. Die 200,00 €/mon sind trotz Pfändungsfreibetrag drin.

    Darf ich ein Auto für 3.000,00 € kaufen und besitzen oder ist das schon zu teuer?

    Meine Frau ist auch in (Privat-)Isolvenz, aber mit einer geringeren Summe.

    Danke für eine Antwort.

    Gruß
    Ulrich

  2. #2
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    Hallo, mein IV hat mir erklärt, dass man ein Auto besitzen und kaufen darf in der Inso, wenn es für den Weg in die Arbeit (oder für den Transport der Kinder in den Kindergarten) unablässig ist. Und zwar anscheinend nur dann. Wenn du dir das Auto aus deinem Freibetrag zahlen kannst, dann darfst du das tun. Man sollte nur keine neuen Schulden eingehen.
    VG

  3. #3
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    Es kommt drauf an ob du noch im eröffneten Verfahren ist oder bereits in der Wohlverhaltensphase bist.
    Das kannst du daran erkennen, dass du einen Brief bekommst, dass das Insolvenzverfahren nach §200 aufgehoben wird.
    Falls du den bekommen hast, dann befindest du dich in der Wohlverhaltensphase :-)
    Und dann kannst du ein Auto kaufen wie du lustig bist.

  4. #4
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    Hallo,
    nein, ich bin noch nicht in deer Wohlverhaltensphase. Die Frage ist ja auch, wie teuer darf das Auto sein ?!
    Ulrich

  5. #5
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    Zitat Zitat von Solaruli Beitrag anzeigen
    nein, ich bin noch nicht in deer Wohlverhaltensphase.
    Nach 2,5 Jahren? Muss ja ein irre aufwändiges Verfahren sein.
    Zitat Zitat von Solaruli Beitrag anzeigen
    Die Frage ist ja auch, wie teuer darf das Auto sein ?!
    Es gibt keine Schongrenze für Vermögen(-swerte) im Insolvenzverfahren. Ein Autokauf ist formal in jedem Fall ein Vermögenswert der im eröffneten Verfahren in die Masse gehört. Da ist Ungemach mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Wie bereits gesagt wurde kannst Du das nur verhindern wenn Du unzweideutig darlegst (am besten auch schon vorher), dass Du das Auto für die Ausübung Deiner Tätigkeit zwingend benötigst. Wenn Du das nicht kannst solltest Du (und auch Deine Frau wenn auch sie noch nicht in der WVP ist) keins kaufen. Ansonsten wirst Du es wahrscheinlich doppelt zahlen müssen. Einmal an den Verkäufer und dann an den Verwalter ums aus der Masse zu kaufen.

  6. #6
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    Eine häufige Lösung in solchen Fällen ist der Erwerb eine Fahrzeugs durch Angehörige, die es dann dem Insolaner zur Nutzung überlassen. Gegen Übernahme der laufenden Kosten natürlich. Und dann kann auch eine Tilgungsrate aus dem Unpfändbaren bezahlt werden. Wenn man aber unbedingt selber Eigentümer werden will, denn geht es nur, wie bei Caffery beschrieben, über eine glaubwürdige Darstellung der beruflichen Notwendigkeit.

  7. #7
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    @ Solaruli : Ist Ihre Frau ggf. schon in der WVP ? Dann wäre es deutlich einfacher, wenn sie das Auto kauft, um nicht zu sagen : gar kein Problem .....

  8. #8
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    Hallo grobi,
    nein, meine Frau ist nicht in der WVP. Wuir haben heute mit einer Schildernberatung gesprochen: Auto für 3.000,00 € sei kein Problem. Wir müssen unser Kind hier vom Bauernhof zur Schule fahren. Ich denke, das reicht für die IV.

    Gruß
    Ulrich

  9. #9
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    Da liegst du leider falsch. Im schlimmsten Fall zieht er es zur Masse. Dann sind die 3000 Euro weg. Dann lieber eine dritte Person das Auto kaufen lassen und sie überlässt es dann euch.
    Gehasst
    Verdammt
    Vergöttert

  10. #10
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    ich würde mich da auch nicht drauf verlassen. Dafür habe ich schon zu viel Ungemach bei dem Thema erlebt.

    Der Rechtsprechung zum Thema "Zumutbarkeit" bei solchen Autogeschichten in der InsO ist so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Nicht wenige Verwalter würden es m.E.n. einfach drauf ankommen lassen.

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